Harninkontinenz

Hallo,
Hab ein etwas blödes Problem - ich mach mir in die Hose.
(Und zwar bin ich nicht 3 oder 93, sondern 21).
— Vorsicht, dieser Artikel könnte ekelhaft werden *g* —

Das ist ganz seltsam, den ganzen Tag über habe ich keinerlei Probleme, nur, wenn ich nach Hause komme, fängt es an. Schlüssel ins Schloss -> „Mist, ich sollte dringend mal aufs Klo“. Danach kann ich mich noch so sehr beeilen, der Harndrang baut sich umgekehrt proportional zur Entfernung zum Klo immer weiter auf, und 5sec zu früh fängt es an zu tröpfeln. Auch wenn ich von der Menge her, die in der Blase ist, überhaupt nicht hätte pinkeln müssen. Sosehr ich mich anstrenge, ich kanns nicht verhindern. Ein bisschen hilft, mir auf dem Weg möglichst stark zu suggerieren, ich sei noch unten an der Treppe.
Also, „nur wenn ich nach Hause komme“ stimmt nicht 100prozentig, auf Campingplätzen passierts auch, wenn ich morgens aufwache. Und immer kann ich noch halten, bis ich die Klokabine betrete, auch wenn ich 5 Minuten zu selbiger laufen muss.

Was meint ihr, woher das kommen kann?? Ich meine, wenns körperlich bedingt wäre, hätte ich doch auch unterwegs Probleme, oder gibt es da doch eine Ursache, die diese Symptome erzeugt? Aber eine psychische Ursache käme mir auch komisch vor, wieso sollte mein Gehirn auf sone Idee kommen…

Grüße,
Samantja

Hallo,

(Und zwar bin ich nicht 3 oder 93, sondern 21).

Laut Vika bist du mit Termin Aug. 2007 40-41 Jahre alt.

Kannst du das bitte erst mal aufklären.
Es würde evtl. auch die Antworten erleichtern.

Gruß Steffi

Hallo Samantja,

klingt ein wenig danach, als wenn Du das Signal der eigentlich schon zu vollen Blase nicht rechtzeitig wahrnimmst. Warum auch immer.

Auch wenn ich von der Menge her, die in der Blase
ist, überhaupt nicht hätte pinkeln müssen.

Was heißt das? Kommt dann nur noch sehr wenig raus und schließt daraus, dass Du eigentlich noch nicht gemusst hättest?

Also, „nur wenn ich nach Hause komme“ stimmt nicht
100prozentig, auf Campingplätzen passierts auch, wenn ich
morgens aufwache. Und immer kann ich noch halten, bis ich die
Klokabine betrete, auch wenn ich 5 Minuten zu selbiger laufen
muss.

Oh ja, Campinplätze, zum Klo laufen müssen und dann sofort… das kenn ich auch.
Aber meist ist auch da meine Blase schon sehr voll, weil ich nicht so gern aus meinem warmen Schlafsack krieche, um mich auf den Weg zu machen… Nachts geh ich da höchst ungern, da muss so ne Blase schon ne Menge speichern können.

Da hab ich verschiedene Gedanken. Zum einen kanns passieren, wenn man seine volle Blase überhört hat, dass die dann nur wenig rausbringt, sozusagen verkrampft und man denkt, „naja, war ja nicht viel, wieso musste ich jetzt eigentlich so drigend“.
Zum anderen weiß ich aus eigener Erfahrung, dass man evtl den Füllungsstand der Blase nicht so gut „fühlt“ wenn das Becken schief steht. Denn in dem Fall steht auch die Blase schief und die Rezeptoren werden nicht gleichmäßig „gedehnt“. Sobald das Becken behandelt war, spürte ich den Harndrang wieder rechtzeitig.

Es können auch ersthafte medizinische Dinge dahinterstecken, dafür gibts Urologen, die man fragen sollte.
Aber das oben genannte, einfache statische Problem wäre ja vielleicht das netteste.

Nur mal so als Ideensammlung

Gruß
Kathy

hi,
das hört sich für mich ein bisschen wie eine dranginkontinenz an.im alter von 41 ist das nix besonderes, vorallem wenn du schon kinder geboren hast. ich würde das thema das nächste mal bei deinem gyn ansprechen. durch bestimmte gynäkologische operiationen kann dein problem eventuell behoben werden.
viel erfolg!

Hallo Samantja,
Dein Problem ist häufiger anzutreffen , als Du glauben magst.
Ich bin Physiotherapeutin und habe eine Menge Patienten mit diesem Problem.
Ich arbeite nach dem Tanzberger Konzept, welches ich für ganz ausgezeichnet halte.
Die geschilderte Drangsymptomatik behandele ich nach diesem Konzept u.a.anfangs mit einer sogenannten Aufschubstrategie,die sehr einfach durchzuführen ist:
sie nennt sich - Virtuelles Bonbonlutschen - man lutscht einfach ein nicht vorhandenes Bonbon vorne oben am Gaumen.Der Drang verschwindet relativ schnell und man kann in Ruhe zur Toilette gehen.
Bei meinen Patienten habe ich damit eine sehr hohe Erfolgsrate. Sie nimmt den ersten Druck weg und man kann dann weitere Aufschubstrategien erlernen und mit dem Kontinenztraining beginnen.
Diese Aufschubstrategie kann auch bei Drangdarm eingesetzt werden.
Schau bei Google unter Tanzberger Konzept und Therapeutenliste nach.
Viel Erfolg
Monika

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