Karpaltunnel-OP, ja oder nein?

Hallo,
ich suche Betroffene, die bereits ein oder zwei OP’s hinter sich haben.
Meine linke Hand sollte bereits vor einem Jahr unters Messer, mit hochdosiertem Lachsöl wurde es jedoch wieder erträglicher.

Ich scheue mich, 6 Wochen lang nur einhändig leben zu müssen…
Über jede Mitteilung freue ich mich und bin gespannt auf das Echo!

Viele Grüße von der Bergstraße

Ich bin vor 5 Jahren operiert worden, nachdem ich nichts mehr halten konnte ohne dass mir die Hand aufgesprungen ist. Mein Neurologe meinte es sei noch nicht so schlimm, was der Chirurg dann doch anderst sah. Ich bin froh, dass ich es machen ließ, weil meine Hand jetzt nicht mehr einschläft und ich sie wieder voll benutzen kann. Sogar die linke Hand, die damals auch schon recht schlechte Werte hatte ist wieder besser geworden, und stricken kann ich jetzt auch wieder. Ich war in Mannheim Dossenheim, bei Dr. Asmussen (oÄ) Gemeinschaftspraxis (ambulant) konnte gleich wieder nach Hause. Die Nachsorge machte meine Hausärztin, weil es keine Komplikationen gab. Man muß sich aber wirklich !!! schonen da sonst die Heilung länger dauert und die Schmerzen viel stärker sind.
Viele Grüße und eine baldige Heilung
Lolita

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Hallo,

laß erst noch Deine Schilddrüse genau durchchecken. Manchmal können Schilddrüsenstörungen die Ursache sein. Wenn das nicht behandelt wird, hast du in kurzer Zeit das gleiche Problem an der anderen Hand.

Gruß Kerstin

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Hallo,
ich suche Betroffene, die bereits ein oder zwei OP’s hinter
sich haben.

Hab ich zwar nicht, aber ich habe 11 Jahre in einer orthopädischen Praxis
gearbeitet, in der jede Woche Carpaltunnel-OP´s durchgeführt wurden.

Meine linke Hand sollte bereits vor einem Jahr unters Messer,
mit hochdosiertem Lachsöl wurde es jedoch wieder erträglicher.

Das kommt desöfteren vor, wenn z. B. Narbenverwachsungen daraus resultieren oder
bei der OP das Sehnenband (Retinaculum) nicht genug gespalten wurde. In beiden
Fällen wird weiterhin der Nervus medianus eingeklemmt.

Ich scheue mich, 6 Wochen lang nur einhändig leben zu
müssen…

Ich kann dir nur raten, wenn das EMG beim Neurologen eindeutig festlegt, dass
der Nerv immer noch eingeklemmt ist, die OP zu wiederholen. Denn wenn der Nerv
über lange Zeit geklemmt ist, stirbt er irgendwann ab und dann kannst du den
Rest deines Lebens einhändig verbringen. (Ich habe schon ein paar Fälle gesehen,
die zu lange gewartet haben.) Ich denke, 6 Wochen sind da das kleinere Problem.

Lass dich von deinem Neurologen und Chirurgen gut beraten und wenn sie sagen, es
wäre besser, dann lass es besser machen.

LG und viel Glück

Hallo Elke,

so richtig Betroffen bin ich selber nicht. Ich schaffe es mit Dehnübungen und einer guten Haltung immer noch die Arbeitsbelastung wieder hinzubiegen, so dass sich gar nicht erst ein richtiges CTS entwickelt.
Erfahrungen habe ich dagegen sowohl in der Behandlung ohne OP und in der Nachbehandlung von OPs.
Und ich würde sage, dass ich es vom EMG abhängig machen würde und nur im Notfall mich operieren lassen würde. Aber viel viel vorher würde ich dafür sorgen, dass der nie Eintritt und bei manch einem, der schon erste EMG-Auffälligkeiten hat, kann man noch ganz viel tun.
Hattest Du schon Physio/Osteopathie?

Die Patienten, die ich nachbehandelt habe, hatten allesamt sehr fies mit der Narbe zu tun und ganz häufig über lange Zeit keine Besserung der Symptome, wegen derer sie eigentlich operiert wurden.
Die konnte ich dann aber oftmals bessern, da sie gar nicht von der Hand kamen. Es fehlten teilweise sogar die typischsten Anzeichen, wie die deutlich Atrophie des Daumenballens und sie wurden trotzdem operiert, nach dem Motto, es könnte das sein, wir versuchens mal…
(KOTZ!)
Die Störungen können auch aus dem Ellenbogenbereich, oder vom Brustmuskeln, Halsmuskeln, HWS-Bereich kommen.

Man muss aber jeden Fall einzeln genau untersuchen und dann probeweise behandeln und schauen, ob es sich bessert. Der Unterschied bei diesen Behandlungsversuchen ist aber, dass Du keine miese Narbe behältst und nicht evtl für immer Probleme, erst recht…
Diese Behandlungsversuche sind gegenüber einer versuchsweisen OP vergleichsweise harmlos und sollten immer vorher gemacht werden. Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Patienten ohne dieses vorher einfach operiert werden und, wie gesagt, hinterher immer noch Symptome haben, weils nicht an der Hand lag…

Gruß
Kathy

Hallo Kathy,
danke für deine aufmunternde Antwort, genauso stelle ich mir das vor: es wird einfach viel zu häufig und ohne richtige Vorprüfung operiert!

Als die Nervenleitungs-Prüfung (oder wie das auch immer heißt) erfolgt war, erkannte der -eigentlich sehr nette Arzt- dass ich Arthrose habe. Und empfahl mir hochdosiertes Lachsöl dafür zu versuchen. Den Chirurg für die OP suchte ich mir danach auch gleich aus, hätte jederzeit ohne Termin kommen können. Also probierte ich erstmal die Lachsöl-Dingers. Und auf einmal konnte ich nachts durchschlafen… ich konnte es nicht fassen!

so richtig Betroffen bin ich selber nicht. Ich schaffe es mit
Dehnübungen und einer guten Haltung immer noch die
Arbeitsbelastung wieder hinzubiegen, so dass sich gar nicht
erst ein richtiges CTS entwickelt.

Du schreibst: Arbeitsbelastung… ich kenne so etwas von früher, das hieß Sehnenscheiden-Entzündung. Das hatte ich vor 30 Jahren mal kurzzeitig. Ist das vielleicht das gleiche??
Dehnübungen: seit neuestem überdehne ich die Hand und dann ist es auch viel besser.

Erfahrungen habe ich dagegen sowohl in der Behandlung ohne OP
und in der Nachbehandlung von OPs.
Und ich würde sage, dass ich es vom EMG abhängig machen würde
und nur im Notfall mich operieren lassen würde. Aber viel viel
vorher würde ich dafür sorgen, dass der nie Eintritt und bei
manch einem, der schon erste EMG-Auffälligkeiten hat, kann man
noch ganz viel tun.
Hattest Du schon Physio/Osteopathie?

Ja, hatte ich, vor ca.1,5 Jahren wegen der linken Schulter, hatte aber seinerzeit nichts gebracht, Osteopath war dann auch ratlos…

. Es fehlten teilweise sogar die typischsten

Anzeichen, wie die deutlich Atrophie des Daumenballens und sie
wurden trotzdem operiert, nach dem Motto, es könnte das sein,
wir versuchens mal…

Genau das habe ich auch nicht (Atrophie heißt doch, dass die Muskeln im Daumenballen sich zurückgebildet haben und somit der Ballen eingefallen ist?)

Die Störungen können auch aus dem Ellenbogenbereich, oder vom
Brustmuskeln, Halsmuskeln, HWS-Bereich kommen.
Man muss aber jeden Fall einzeln genau untersuchen und dann
probeweise behandeln und schauen, ob es sich bessert.

Und wer untersucht sowas? Das dürfte doch immens viel Zeit in Anspruch nehmen?

Mir fällt eben noch ein, dass es anfing, als ich vor 4 Jahren mit dem Nordic Walken begann… also doch Überlastung??? Natürlich mache ich das jetzt nicht mehr.

Also herzlichen Dank erstmal für alle neuen Denkanstöße

Gruß Elke

Hallo Petra,
danke für deine guten Ratschläge; ich hatte noch gar keine
OP, aber ich habe das Gefühl, dass eine OP tatsächlich mißlingen kann, und suche daher nach weiteren Alternativ-Methoden. Früher mußten die Leute doch auch damit leben…

Viele Grüße
Elke

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Hallo Kerstin,
danke für Anregung, auf diese Idee bin ich noch gar nicht gekommen.
Vor einem Jahr habe ich zwar erst große Inspektion ohne Auffälligkeiten durchführen lassen, aber ich könnte meinen Hausarzt nochmal darauf ansprechen.
Bei einer Schilddrüsen-Über/Unterfunktion müßte ich mich doch ziemlich unwohl fühlen, oder? Mir gehts eigentlich recht gut…bis auf die verrückte Hand (und ich spüre, dass die sogar merkt, wenn ich einen OP-Termin vereinbaren will: dann wird’s schlagartig besser!) Ist doch irre, oder?

Viele Grüße
Elke

laß erst noch Deine Schilddrüse genau durchchecken. Manchmal
können Schilddrüsenstörungen die Ursache sein. Wenn das nicht
behandelt wird, hast du in kurzer Zeit das gleiche Problem an
der anderen Hand.

Gruß Kerstin

Hallo Lolita,
danke für deine Nachricht, bei dir muß das ja richtig schlimm gewesen sein! Mich irritiert nur, dass der Neurologe meinte, es wäre noch nicht schlimm… Bei diesen Beschwerden!! Das alles habe ich nicht, auch die Daumenballen-Atrophie fehlt.
Aber da du die OP hinter dir hast, kannst du mir vielleicht ein paar Tipps geben, wie man einhändig seinen normalen Alltag über 6 Wochen überleben kann! Falls ich doch noch unter’s Messer muß irgendwann!

Ich betreue eine alte Dame von 88 Jahren, die letztes Jahr diese OP hatte und bin 6 Wochen täglich abends hingedüst, um die Stützstrümpfe auszuziehen. Alles andere konnte sie einhändig erledigen, ein Pflegedienst kam tagsüber auch noch.

Viele Grüße Elke