Abtreibung

Wenn ein Kind abgetrieben wird, kann es fuhlen, dass es getotet wird? Reagiert ein Fetus auf einen Eingriff? Ist es schmerzempfindlich?

Wenn ein Kind abgetrieben wird, kann es fuhlen, dass es
getotet wird? Reagiert ein Fetus auf einen Eingriff? Ist es
schmerzempfindlich?

Es soll wissenschaftlich erwiesen sein, das Föten keine Schmerzen haben!
Einige sagen bis zur 30.Woche, andere sagen, das ein Kind innerhalb des Bauches keinen Schmerz hat, sondern erst „draussen“ , da es erst dann den Schmerz erlernt, da es eine „erlernte“ Fähigkeit sein soll!!!

Achso: Hallo und Gruss

Hallo Karl-Heinz,

auch wenn es gleich von allen Seiten Schimpfe dafür geben wird…

Wenn ein Kind abgetrieben wird, kann es fuhlen, dass es
getotet wird? Reagiert ein Fetus auf einen Eingriff? Ist es
schmerzempfindlich?

Es ist kein Kind, es ist - zum Zeitpunkt eines innerhalb der gesetzlichen Grenzen erlaubten Schwangerschaftsabbruchs (und die Experten werden sich schon etwas dabei gedacht haben, den Zeitpunkt just so und nicht anders festzulegen) - ein Zellklumpen. Nicht mehr und nicht weniger. Die Anlagen der Nerven bzw. Nervenzellen sind zwar durchaus bereits zu diesem Zeitpunkt da, aber ein Embryo empfindet in dieser Phase keinen Schmerz.

Komplizierter sieht die Sache bei einem späteren - also über die 12. SSW hinaus - Schwangerschaftsabbruch bei Vorliegen der entsprechenden Indikation aus… Ich las vor einiger Zeit einen Bericht, wonach bei einem Abbruch ab der 22. SSW Schmerzmittelgabe an das Embryo empfohlen wird.

Grüße
Renee

Hallo Karl Heinz,

aus mehreren, seriösen, medizinischen Quellen weiß ich, dass man heutzutage davon ausgeht, dass Ungeborene bis ca. zur 16. Schwangerschaftswoche (nach dem ersten Tag der letzten Regel, also Ende des 4. Monats) nicht die neuro-physiologischen Voraussetzungen dafür haben, Schmerz oder Angst bewusst zu empfinden.

Sie bewegen sich zwar schon ab ca. der 7. Schwangerschaftswoche, und so ungefähr ab der 8.-9. können sie reflexartig auf Berührungen reagieren. Dies sind aber wohlgemerkt REFLEXE, also automatische Abläufe. Für eine bewusste Wahrnehmung ist der Fetus bis ca. zur 16. Woche, also Ende des 4. Monats, nicht fähig, da sein Nervensystem bzw. insbesondere das Gehirn einfach noch nicht so weit sind.

Vielleicht tröstet/beruhigt Dich das.

Grüße, Biddel

Sie bewegen sich zwar schon ab ca. der 7.
Schwangerschaftswoche, und so ungefähr ab der 8.-9. können sie
reflexartig auf Berührungen reagieren. Dies sind aber
wohlgemerkt REFLEXE, also automatische Abläufe. Für eine
bewusste Wahrnehmung ist der Fetus bis ca. zur 16. Woche, also
Ende des 4. Monats, nicht fähig, da sein Nervensystem bzw.
insbesondere das Gehirn einfach noch nicht so weit sind.

Also wenn da ‚drinn‘ rumgestochert oder rumgesaugr wird, reagiert (reflexartig, aber unbewusst?!) das Kind hierauf, bis es tot ist?

Also wenn da ‚drinn‘ rumgestochert oder rumgesaugr wird,
reagiert (reflexartig, aber unbewusst?!) das Kind hierauf, bis
es tot ist?

Nein, nein… Reflexe sind unwillkürliche, unbewußte Muskelbewegungen… Wenn meine Granny einem Huhn den Kopf abgeschlagen hat, dann war es selbstverständlich tot, rannte dann aber womöglich noch ein paar Sekunden flatternd über den Hof - Schmerzen hat es nicht empfunden. Die Verbindung zwischen Hirn und Rückenmark war gekappt. Das Huhn war tot.

Mich dünkt, welche Horrorvorstellung Du vor Augen hast (‚das Kind versucht der Nadel auszuweichen‘)… Ein Zellklumpen weiß weder, was eine Nadel ist noch was Schmerzen sind. Vor allem aber: ein Zellklumpen hat kein Bewußtsein.

Grüße
Renee

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Hallo Karl-Heinz,

auch wenn es gleich von allen Seiten Schimpfe dafür geben
wird…
Es ist kein Kind, es ist […] ein Zellklumpen.

Schimpfe nicht, aber doch der Hinweis, dass die Bezeichnung von etwas immer auch ein Ausschluss ist der Motive hat. Wenn du also die Bezeichnung „Kind“ zurückweist, die denke ich die Mehrzahl der werden Mütter für ihren ungeborenen „Zellklumpen“ wählen, dann muss ich dich fragen, warum du hier bestimmte Dinge ausschließt.
Und ich denke es geht um emotionale und ethische Konnotationen, darum dann auch die Bezeichnung „Zellklumpen“, die ganz starke abwertende Konnotationen hat und m. E. gänzlich unangemessen ist.
Ein Klumpen ist etwas formloses, ungestaltetes und oft auch minderwertiges. Bis auf das Letzte, was du für dich annehmen kannst, ist keines der Kriterien auf einen Embryo zutreffend.

Gruß
Werner

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Schlichterspruch
War ja zu befürchten, dass die Ausgangsfrage in eine philosophische, ethische, moralische, bald wohl auch theologische etc. Diskussion mündet. Ab einem bestimmten Punkt gehören die aber nicht mehr in dieses Board.

Karl-Heinz hatte eingangs gefragt, ob der Fetus (der bis zur 10. Woche übrigens Embryo heißt) Schmerz empfindet.

Die Antwort lautet: nein.

Genausowenig, wie ein Mensch in Vollnarkose, wo schließlich auch das Bewusstsein ausgeschaltet ist aber trotzdem die meisten Lebenserhaltenden Systeme aufrecht erhalten bleiben, Schmerz empfindet, wenn man ihm das Bein amputiert oder ein Schwert in seinen Körper steckt.

Denn:

Ohne Gehirn keine Empfindung. Und das, was bei einem Embryo/Fetus in der Frühschwangerschaft, und damit meine ich in diesem (!) Fall bis ca. zur 16. Woche, im Kopf an Gehirnanlage vorhanden ist, ist tatsächlich nur erst ein Zellklumpen, der für bewusste Wahrnehmung oder Gefühle jeglicher Art noch nicht komplex genug ist.

Nein, Karl Heinz, es spürt nicht, dass es getötet wird und es ist nicht schmerzempfindlich.

Übrigens wird nicht gestochert, sondern gesaugt. Läuft aber aufs Gleiche hinaus.

Tut mir leid für Dich, wenn Du gerade in einer schwierigen Situation steckst.

Alles Gute,

Biddel

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Ein Zellklumpen weiß
weder, was eine Nadel ist noch was Schmerzen sind. Vor allem
aber: ein Zellklumpen hat kein Bewußtsein.

Tja, und damit es uns allen besser geht, muß es vor allem ein „Zellklumpen“ sein, sonst würde uns ja vielleicht bewußt, was wir tun.

Sorry, aber wer von einem Menschen als „Zellklumpen“ redet, hat meiner Meinung nach nicht mehr alle Tassen im Schrank. Das übersteigt nun wirklich für mich die Grenze des erträglichen.

Benni

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Es ist kein Kind,

Wieso? Weil es keins sein darf? Ist ein Mensch im Koma, der definitiv weder Bewußtsein noch Schmerzempfinden hat, etwa auch kein Mensch?

es ist - zum Zeitpunkt eines innerhalb der
gesetzlichen Grenzen erlaubten Schwangerschaftsabbruchs

98 % aller Schwangerschaftsabbrüche sind illegal. Im § 218 StGB steht ausdrücklich das Verbot des Schwangerschaftsabbruchs (von ganz wenigen Ausnahmefällen abgesehen). Unter bestimmten Voraussetzungen bleibt der Abbruch lediglich straffrei. Illegal ist er aber auf jeden Fall.

Benni

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Karl-Heinz hatte eingangs gefragt, ob der Fetus (der bis zur
10. Woche übrigens Embryo heißt) Schmerz empfindet.

Die Antwort lautet: nein.

Schmerz kann man bei einem ungeborenen Kind nicht messen. Man kann nur an seinen Reaktionen ausmachen, ob es Schmerzen hat. Unbestritten sind Abwehrreaktionen auf Tötungsversuche bereits bei sehr jungen ungeborenen Kindern. Du bezeichnest sie als Reflexe, hast dafür aber genauso wenig Belege, wie ich, wenn ich behaupte, das Kind empfindet Schmerzen bzw. Angst. Die Antwort kann also höchstens lauten: Wir wissen es nicht.

Benni

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Hallo,

(und die Experten werden sich schon etwas dabei gedacht haben, den
Zeitpunkt just so und nicht anders festzulegen)

Gut, wen man halt immer so als Experten bezeichnen will. Ich vermute viel eher, man hat sich nie auf neue Debatten eingelassen. Ich zitiere da mal aus „Utilitarismus in der Bioethik. Seine Voraussetzungen und Folgen am Beispiel der Anschauungen von Peter Singer“:

„[…] wobei er die „Beseelung“ - im Anschluss an Aristoteles - geschlechtsspezifisch nach dem 40. Tag bei männlichen Embryonen und nach dem 80.-90. Tag bei weiblichen Embryonen annahm. Bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts beeinflusste die thomanische Sukzessivbeseelungstheorie das katholische Kirchenrecht, da erst die Abtreibung nach dem 90. Tag als Tötung galt.“

Mücke

Hallo,

98 % aller Schwangerschaftsabbrüche sind illegal. Im § 218
StGB steht ausdrücklich das Verbot des
Schwangerschaftsabbruchs (von ganz wenigen Ausnahmefällen
abgesehen). Unter bestimmten Voraussetzungen bleibt der
Abbruch lediglich straffrei.

In dem von dir zitierten Gesetz wird formuliert, dass unter bestimmten Bedingungen der verbotene Tatbestand nicht erfüllt ist und darum auch keine Strafbarkeit vorliegt. Das war ein politischer Trick um nicht aussagen zu müssen, dass unter bestimmten Bedingungen Abtreibungen erlaubt sind.
De Fakto bedeutet das aber, dass die von dir angeführten 98 % nicht den Tatbestand eines illegalen Schwangerschaftsabbruches erfüllen und darum Straffrei bleiben.

Illegal ist er aber auf jeden Fall.

Deine Schlussfolgerung ist also falsch.

Gruß
Werner

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Hallo Renee,
das Schmerzmittel soll gegeben werden, weil man den werdenen Müttern erzählen will, das der Fötus Schmerzen erleidet-als Abschreckung…die Staaten!
Gruss

Hi!

Vorab: Grüßen und sich verabschieden ist nicht schlimm: Man darf es ruhig machen und es zeugt von manieren!

Und zweitens:

Wenn ein Kind abgetrieben wird,

Ein Kind wird GRUNDSÄTZLICH NICHT ABGETRIEBEN Welch ein Unfug!
Ein Fötus oder sogar einen Embryo können abgetrieben werden. Ein Kind ist ein Mensch mit eigenständiges Leben jenseits der Körper der Mutter, das im juristischen Sinne schon alle Rechte und Pflichten eines Menschen hat, denn es ist ja auch eins. Wenn ein Kind nicht mehr lebt ist es gestorben. Man kann genauso wenig ein Kind abtreiben wie einen Erwachsenen.

Sorry, aber das ist für mich grundlegend und weit, sehr weit von jegliche Haarspalterei entfernt.

kann es fuhlen, dass es getotet wird?

Das kannst Du eher dort fragen wo man sich mit dem Thema „Todesstrafe“ auseinander setzt.

Reagiert ein Fetus auf einen Eingriff? Ist es schmerzempfindlich?

Ein F Ö tus ist ab bestimmten Entwicklungsstand der Schwangerschaft schmerzempfindlich. Davor ist es nicht. Und danach recht umstritten, soviel ich weiß.

Bitte prüfe erst Deinen Wortschatz, denn bei bestimmten Themen ist das mehr als heikel.

Gruß,
Helena

Toller Beitrag Ganz deiner Meinung Danke* owT Gruß
ohne
weiteren
Text

Hi!

Sorry, aber wer von einem Menschen als „Zellklumpen“ redet,
hat meiner Meinung nach nicht mehr alle Tassen im Schrank. Das
übersteigt nun wirklich für mich die Grenze des erträglichen.

Genauso empfinde ich, wenn jemand mir einen Fötus oder einen Embryo als Mensch bezeichnet.
Gruß
Helena

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Mit dem Erscheinungsbild eines drei Monate alten Fetus assoziiere ich keinen Klumpen mehr.

Ein Zellklumpen weiß
weder, was eine Nadel ist noch was Schmerzen sind. Vor allem
aber: ein Zellklumpen hat kein Bewußtsein.

Tja, und damit es uns allen besser geht, muß es vor allem ein
„Zellklumpen“ sein, sonst würde uns ja vielleicht bewußt, was
wir tun.

Sorry, aber wer von einem Menschen als „Zellklumpen“ redet,
hat meiner Meinung nach nicht mehr alle Tassen im Schrank. Das
übersteigt nun wirklich für mich die Grenze des erträglichen.

Warum entschuldigst Du Dich dafür, wenn Du es doch so meinst? Ich meine, wer schon so eine extreme Meinung hat, dass er andere beleidigen muss, soll auch die Eier in der Hose haben, dazu zu stehen.

Ich meine übrigens, dass Du lediglich rumpöbelst. Ohne sorry.

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Nein, nein… Reflexe sind unwillkürliche, unbewußte
Muskelbewegungen… Wenn meine Granny einem Huhn den Kopf
abgeschlagen hat, dann war es selbstverständlich tot, rannte
dann aber womöglich noch ein paar Sekunden flatternd über den
Hof - Schmerzen hat es nicht empfunden. Die Verbindung
zwischen Hirn und Rückenmark war gekappt. Das Huhn war tot.

Mich dünkt, welche Horrorvorstellung Du vor Augen hast (‚das
Kind versucht der Nadel auszuweichen‘)… Ein Zellklumpen weiß
weder, was eine Nadel ist noch was Schmerzen sind. Vor allem
aber: ein Zellklumpen hat kein Bewußtsein.

Also die Totung eines Huhnes per Kopfabhacken erschein mir als Laie humaner als wenn ein Korper per saugen oder zerren zerstort wird.
Rein zeitlich umfasst die Prozedur eine bestimmte Zeitspanne; das toten nimmt eine bestimmte Zeit x in Anspruch.

Meine Frage ist halt, ab der wievielten Woche dieser Vorgang vom Kind registriert werden kann; bewusst oder unbewusst.
Wenn ein Korper, unbewusst, auf einen Eingriff reflexartig reagiert, von woher stammt denn die Reaktion, wenn nicht vom Gehirn?