Frage zu BSE

Von: , Frage gestellt am Fr, 24. Nov 2000

Hallo, an alle Fachleute.
Aufgeschreckt durch die neuen BSE-Fälle
meine Frage :
Impfseren werden doch aus Rinderserum hergestellt.
Wie ist es da mit der Sicherheit ???
Gruß, Walter

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Frage zu BSE

    Die Sicherheit bei Impfseren halte ich mit grosser Sicherheit
    für gegeben,da diese Seren schliesslich im Labor für den medi-
    zinischen Gebrauch hergestellt werden.Für verschreibungspflichtige,für den deutschen Markt zugelassene
    Medikamente gelten daher hohe Sicherheits und Qualitätsvorgaben,
    die bei der Herstellung auch überwacht werden.
    Bei der Herstellung wird überdies ohnehin darauf geachtet,das
    das Endprodukt in der höchstmöglichen Reinheit vorliegt und
    dementsprechend auch absolut frei von Krankheitserregern sein
    muss.
    Die Lebensmittelkontrollen sind dagegen so löcherhaft,wie das
    Netz eines Fussballtores,da soetwas hierzulande nicht flächendeckend überprüft wird,bevor es verarbeitet wird.

    Mfg

    Lars

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Frage zu BSE

      Hallo Lars.
      Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort - nur !
      Es beruhigt mich genausowenig, wie die vollmundigen
      Versprechungen unseres Landwirtschaftsministers.
      Die Praxis kann dann schon nach wenigen Tagen
      ganz anders aussehen.
      Hast Du übrigens schon davon gehört, daß die
      Deutschen Bürger, die sich längere Zeit in England
      aufhielten von der Blutspende ausgeschlossen sind ?
      Wie passt das zusammen ?
      Gruß, Walter

  2. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Ich mag gar nicht drüber nachdenken...

    Hi Walter!

    Ich bin kein Fachmann, habe aber gerade Dein Posting und die Antworten gelesen...

    Am Samstag wollte ich beim Metzger meines Vertrauens Gehacktes kaufen. Als er hörte, dass ich momentan lieber auf Rindfleisch verzichten möchte, kam er wie eina Dampfwalze nach vorne, knallte mir empört einen Ordner auf den Tisch und fing an, mir seine Fleischherkunft aufzuzeigen. Er dokumentierte mir die Herkunft, das Alter und sogar einen negativen BSE-Test. Ich hatte dann schliesslich genug Vertrauen und Gehacktes halb/halb gekauft...

    ABER:

    Was ist mit all den Produkten, in denen Gelantine verwandt wird, und ich keine Auskunft über Herkunft usw. des Rindes bekommen kann? Gummibärchen, verschiedene Medikamente, Schokolade, und und und???

    Guido

    • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
      Re: Papier ist geduldig

      Hallo Guide,

      man muß kein Fachmann sein, um zu erkennen, daß bei fehlenden oder stichprobenartigen Kontrollen keine Sicherheit zu garantieren ist. Selbst ein negativer BSE-Test sagt nur, daß keine Erreger gefunden wurden. Nachweisbar sind die Erreger offenkundig erst nach Jahren, also z.B. nicht bei Kälbern - ob sie nun infiziert sind oder nicht.
      Zu den Übertragungswegen des BSE-Erregers gibt es nur Vermutungen und kein gesichertes Wissen. Vor Jahren hieß es, daß die Infektion des Menschen unmöglich sei. Als es Tote gab, wurde verbreitet, die Infektion von Schweinen und anderen Säugetieren sei unmöglich. Mindestens von Katzen ist inzwischen das Gegenteil bekannt. Weil die Infektionswege noch nebulös sind, kann auch niemand sagen, ob eine über das Futter infizierte Katze den Erreger auf den Menschen übertragen kann.

      Klar scheint indes zu sein, daß man sich gelantinehaltige Weihnachtskringel und Weingummi immer noch schmecken lassen kann. Die bei der Herstellung verwendete Natronlauge tötet den Erreger. Das halte ich auch als Laie für nachvollziehbar.

      Gruß
      Wolfgang

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