Hi
Ich habe kürzlich meinem Hausarzt darauf hingewiesen, das meine Knie ziemlich Schmerzen.
Er meinte, das liegt daran, das ich Übergewichtig bin und solle halt abnehmen.
Allerdings habe ich früher auf dem Bau gearbeitet und im Zuge dessen immer auf Knien über den nackten Beton „geruppt“. Obwohl meine Kollegen mir sagten, das ich dadurch mal unheimliche Knieschmerzen bekommen würde. Aber man war halt jung (und manchmal ging es eben nicht besser, weil man hin-und-her krabbeln musste.
Das habe ich meinem Arzt natürlich auch erzählt, aber er verwies wieder auf mein Gewicht und wimmelte die Sache damit ab.
Ich finde aber auch, das meine Kniescheiben irgendwie „Schief sitzen“. Also es fühlt sich halt so an und wenn ich in die Knie gehe, dann knackt es immer.
Ich bin schon seit meiner Kindheit übergewichtig und entsprechend Muskulöse Beine (damals viel Fahrrad gefahren). 130 Kg ist jetzt auch nicht unbedingt „Tonne“, da ich auch so recht Muskelös gebaut bin.
Naja. Was würdet ihr denn in meinen Fall machen ?
Die Sache auf sich beruhen lassen ?
Ich habe kürzlich meinem Hausarzt darauf hingewiesen, das
meine Knie ziemlich Schmerzen.
Er meinte, das liegt daran, das ich Übergewichtig bin und
solle halt abnehmen.
es gibt -leider- Ärzte, die tun sich schwer damit, ihre Patienten an einen Facharzt zu überweisen (in Deinem Fall : Orthopäde)
Das habe ich meinem Arzt natürlich auch erzählt, aber er
verwies wieder auf mein Gewicht und wimmelte die Sache damit
ab.
Das solltest Du so nicht hinnehmen…
Naja. Was würdet ihr denn in meinen Fall machen ?
Die Sache auf sich beruhen lassen ?
Auf keinen Fall! Es geht um DEINE Gesundheit, Du solltest einen Orthopäden aufsuchen und ihm Deine Beschwerden schildern…
Du brauchst dafür nicht unbedingt eine Überweisung Deines Hausarztes, mußt aber die 10 Euro Praxisgebühr für dieses 1.Quartal (Januar-März) nochmal bezahlen.
Hallo,
Warum stellst du dich nicht bei einem Orthopäden vor?
Dein Hausarzt wird sicherlich eine Erkältung verarzten können, aber an Knie würd ich schon einen Facharzt vorziehen!
LG
Hallo,
Warum stellst du dich nicht bei einem Orthopäden vor?
Dein Hausarzt wird sicherlich eine Erkältung verarzten können,
aber an Knie würd ich schon einen Facharzt vorziehen!
LG
Weil ich zunächst mal eine Überweisung vom Hausarzt brauche, wenn ich nicht ständig bei jedem Arzt 10 Euro berappen will (es gibt Leute, für die 10 Euro ne Menge Geld ist).
Gruß
Andreas
Weil ich zunächst mal eine Überweisung vom Hausarzt brauche,
wenn ich nicht ständig bei jedem Arzt 10 Euro berappen will
(es gibt Leute, für die 10 Euro ne Menge Geld ist).
Du kannst die 10 Euro genausogut bei Orthopäden bezahlen, und dir von ihm eine Überweisung an den Hausarzt schreiben lassen. Dennoch würde ich mir überlegen, den Hausarzt zu wechseln.
Hi,
dann lass dir von deinem Arzt eine ÜB geben.Wenn er sich weigert kannst du deine KK anrufen und dich bei deinem Arzt verabschieden, weil du dir einen neuen nimmst!!!
Gruss
Hallo,
neben all den Formalia die dir hier erzählt wurden, solltest du vielleicht auch in Betracht ziehen, dass dein Hausarzt recht haben könnte und das das, was du als abwimmeln empfindest auf einer gefestigten Diagnose beruhen könnte.
Auch wenn du dich mit 130 kg als muskulös und „nicht Tonne“ empfindest ist das ganz objektiv Gewicht, das deine Knie tragen müssen, ganz egal ob das Fett, Muskeln oder Schwermetalle sind.
Selbst wenn die von dir angeführten „zusätzlichen“ Umstände (Bauarbeiten) in der Vergangenheit Schäden gesetzt haben, dann wirken die sich doch durch dein Übergewicht verstärkt aus.
Was die "schief stehenden Kniescheiben angeht, dann sind das sicher nicht die alleine Kniescheiben, denn wenn die aus ihrer Führungsrinne verrutschen würden gingest du keinen Meter mehr. Aber deine ganzen Beine könnten eine Fehlstellung haben was man jedoch dann nicht nur an den Kniescheiben bemerken würde. Ein solcher Eindruck kann aber auch durch Weichteilverformungen am Knie entstehen. Das muss aber ein Fachmann klären.
Naja. Was würdet ihr denn in meinen Fall machen ?
Die Sache auf sich beruhen lassen ?
Nein abnehmen und einen Facharzt aufsuchen (der dir neben vielleicht einigem Anderen, sicher auch wieder das Abnehmen verordnen wird, denn die knackenden Knie deuten auf Knorpelschäden hin, die dringend entlastet werden müssen).
Naja. Was würdet ihr denn in meinen Fall machen ?
Die Sache auf sich beruhen lassen ?
Auch wenn Du Dich nicht als Tonne fühlst, müssen Deine Knie fast 130 kg stemmen. Auf Dauer hält das kein Gelenk aus, vorallem wenn es durch den Arbeitsplatz noch zusätzlich belastet wird.
Für jedes Kilo weniger werden Dir Deine Gelenke danken, was aber nicht heißt, daß das einzige ist, was Du machen kannst/sollst.
Der Gang zu einem Facharzt wird Dir nicht erspart bleiben. Nur er kann Dir die richtigen Behandlungen/Therapien verordnen. Aber das mit dem Abnehmen, wirst Du wahrscheinlich auch beim Facharzt hören.
Hallo, wenn du bei der Sprechstundenhilfe anrufst, dann wird sie sicher eine Überweisung vorbereiten und ich wette der Doc schaut nicht mal intensiv drauf, was er da unterschreibt, denn er bekommt von solchen Ü-Scheinen dann mittags gleich einen ganzen Haufen vorgelegt zum unterschrieben.
Und selbst wenn er drauf schaut, weshalb sollte er dir eine Ü verweigern, er will doch dass du abnimmst, dazu ist durchaus auch eine Klärung nötig, wie du dich zB. sportlich betätigen kannst, und solange die Knie wehtun wird das schwierig. Also ist so eine Überweisung durchaus auch in seinem Sinne.
Gruß Susanne
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Das geht nicht, Überweisung an Hausarzt ist nicht möglich.
nur vom Allgemeinmediziner zum Allgemeinmediziner geht nicht.
Das drucke ich mir aus und nehme es mit, ich habe dieses Quartal (und das nicht zum ersten Mal) schon 30 EUR gelöhnt, weil sich die Praxisschnallen selbst nicht auskennen.
Das drucke ich mir aus und nehme es mit, ich habe dieses
Quartal (und das nicht zum ersten Mal) schon 30 EUR gelöhnt,
weil sich die Praxisschnallen selbst nicht auskennen.
Ich glaub ich bin nicht sooooooooo die Superreferenz.
Hol dir das doch lieber von deiner Versicherung wieder (wobei wir gerade offtopic werden), das geht nämlich, hab ich auch schon gemacht.
Quittungen vorlegen und alles was über 10,- für Zahn- und 10,- Euro für anderen Arzt ging wurde mir zurücküberwiesen.
Danach könntest du dir das von denen bestätigen lassen und den Schnallen dann eine schnallen.
du kannst dir zuviel gezahlte Praxisgebühr von der Krankenkasse wiederholen, wenn du alles Quittungen aufgehoben hast und erklären kannst, wie es dazu kam, z.B. weil der Arzt Urlaub hatte, es war ein Notfall etc. Das ist in der Regel kein Problem!
hallo andreas, das du abnehmen könntest weißt du alleine,
aber war das der einzige vorschlag…ansonsten hat die mehrheit recht- der erst-behandelnde-arzt im quartal muss die überweisungen für alle anderen ärzte im laufenden quartal schreiben. für den orthopäden oder facharzt für physiotherapie wäre eine verordnung sinnvoll. konstanze
Da gab es vor einiger Zeit einen WDR-Hörfunk-Beitrag zu.
Die Patientin hatte Knie- und Gelenkbeschwerden und Übergewicht
Zitat aus dem Beitrag:
"Gründe für Nichtbehandlung
Verweigert ein Arzt die Behandlung, muss er es dem Patienten gegenüber sachlich begründen. Ärzte dürfen die Behandlung zum Beispiel ablehnen, wenn die Praxis überlastet ist, wenn der Patient die medizinischen Anordnungen nicht befolgt oder unwirtschaftliche Therapien wünscht. In unserem Gesundheitssystem sind jedoch selbst verschuldete Krankheiten wie etwa Gelenkschmerzen durch Übergewicht oder Atembeschwerden durch Rauchen kein Grund, die Behandlung zu verweigern.
„Die Tatsache der Fettleibigkeit oder dass jemand raucht ist alleine nicht ausreichend für die Ablehnung der Behandlung, sondern es müsste das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt gestört sein“, sagt der Justiziar der Ärztekammer Nordrhein.
Schriftlich beschweren
Unsere Recherchen bei Selbsthilfegruppen für Essstörungen sowie der Patientenbeauftragten der Bundesregierung ergaben, dass die eindeutige Verweigerung der Behandlung ein krasser Einzelfall ist. Über- und auch untergewichtige Patienten kritisieren jedoch den häufig abschätzigen, verletzenden Ton vieler Ärzte und die mangelnde Hilfe zur Bewältigung des Gewichtsproblems. Oft sei der Arztbesuch so unangenehm, dass die Patienten von sich aus die Behandlung abbrächen. Doch statt sich zurückzuziehen sollten die Patienten besser aktiv werden und sich bestenfalls schriftlich an die Ärztekammern oder Kassenärztlichen Vereinigungen wenden."
Hallo
Danke für den Beitrag und den Link.
Das kommt mir alles sehr vertraut vor.
Wenn jemand Übergewicht hat, ist das alles mit „abnehmen“ sehr einfach gesagt. Oft geht es nicht so einfach wie man gerne möchte. Für den Arzt ist es da einfach dem Patienten schroff zu sagen „Das liegt am Übergewicht, da müssen Sie abnehmen“.
Ist ja genauso als würde der Auto-Mechaniker sagen „Da haben Sie zu viel Gas gegeben, deswegen ist die Dichtung geplatzt“ und schickt ihn dann mit den kaputten Auto wieder zurück.
Aber vermutlich verdient der Arzt nix dran, wenn er „nur“ eine Überweisung ausschreibt
Hallo,
da setzt du Andreas aber ein wenig auf’s falsche Pferd. Nach dem was geschildert wurde hat der Arzt die Behandlung formal nicht verweigert, sondern nur keine anderen Therapien vorgeschlagen als Gewichtsreduktion. Selbst eine bloße Beratung ist Teil der Behandlung.
Die Verweigerung einer Behandlung wäre gewesen, wenn der Arzt gar nichts mehr machen will. Wenn er noch irgendwas macht, hat er juristisch gesehen die Behandlung nicht verweigert.