Nochmal: Krankheit für Buch

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure zahlreichen Antworten zu meiner Leukämiefrage unten. Ich habe versucht, als medizinischer Laie alles nachzuvollziehen.

Ich habe jetzt die Charakterisierung der Figur soweit fertig gestellt und bitte euch, nochmal kurz drüberzuschauen. Ich habe mich entschieden, nicht in medizinische Details zu gehen.

Mann, jetzt Anfang 40, hat seit der Pubertät „die Krankheit“. Er sollte eigentlich den Handwerksbetrieb des Stiefvaters übernehmen, das ging aber wegen der Chemos und der Schwächung des Körpers nicht. Der Bruder (die Hauptfigur) kommt als Spender nicht infrage, macht sich aber auf die Suche nach dem leiblichen Vater. Ziel ist, dass der Kranke bei erfolgreicher Übereinstimmung der Werte eine KMT bekommt, seine Gesundheit sich stabilisiert und nach Ablauf einer Schonzeit (Infekte u.a.) den Betrieb übernimmt.

Drei Fragen:

  1. Ich habe mir aus den Antworten die AML ausgewählt. Gibt noch eine andere Krankheit (muss auch keine Leukämie sein), die ggf. besser passt ? Gemäss meinem Lexikom käme eine KMT auch bei einer Anämie infrage.
  2. Ist das genannte Szenario halbwegs realistisch ? Wenn nein: was passt überhaupt nicht ?
  3. Wäre die Figur bei dem Krankheitsverlauf und den Chemos überhaupt in der Lage gewesen, einen normalen Schulabschluss und (im väterlichen Betrieb mit viel Rücksicht) eine Berufsausbildung zu machen ?

Nochmals vielen Dank im voraus

Gruss Hans-Jürgen
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Hallo!

Ist das genannte Szenario halbwegs realistisch ? Wenn nein:
was passt überhaupt nicht ?

Das hat jetzt nur begrenzt mit Medizin zu tun, sondern eher mit Psychologie, aber eine AML mit Rezidiv, die man mit einer KMT behandeln will, ist eine extrem lebensgefährliche Erkrankung.
Da erscheint es unrealistisch, dass beim Suchen nach einem Spender schon das Ziel ins Auge gefasst wird, der Mensch solle nach Genesung und einer kleinen Schonzeit „gefälligst“ den Betrieb übernehmen. Das ist etwas spitz formuliert, aber wenn das Leben am seidenen Faden hängt, dann ist es vielleicht ungewöhnlich, dass derartige Ziele gesteckt werden. Das erscheint mir persönlich unrealistisch.

Gruß, Stefan

Hallo Stefan,

ja, vielleicht hat das was mit Psychologie zu tun. Er fühlt sich wertlos, nur als Belastung. Er will arbeiten und träumt davon, wieder gesund zu werden und den Betrieb zu übernehmen. Er setzt sich quasi selbst unter Druck. Dieser Wille, wieder gesund zu werden, kann doch auch zur Heilung beitragen. Ich habe ihm sogar schon ein Lebensmotto in den Mund gelegt: „Ans Ziel kommt nur, wer auch eins hat“ (Luther)

Vielen Dank erstmal für Deine vielen sachkundigen Antworten.

Gruss Hans-Jürgen
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Hi!

  1. Wäre die Figur bei dem Krankheitsverlauf und den Chemos
    überhaupt in der Lage gewesen, einen normalen Schulabschluss
    und (im väterlichen Betrieb mit viel Rücksicht) eine
    Berufsausbildung zu machen ?

Klar!

Bei idealem Verlauf liegt ja keine chronische Erkrankung sondern man kann ja mal von einer „Heilung“ sprechen. Sieh Dir mal an, was zB Lance Armstrong nach seiner Behandlung zu leisten fähig war.

Gruß
Peter

Hallo Peter,

dann sind jetzt alle meine Fragen beantwortet. Auch Dir vielen Dank für die Beiträge !

Gruss Hans-Jürgen
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