Krankenhaus-Abzocke

Hallo
Mein Vater wurde Ende letzten Jahres ins Krankenhaus eingeliefert. Er hatte ein offenes Bein (Raucherbein) und konnte kaum noch laufen. Der Hausarzt überwies ihn sofort ins Krankenhaus.
Dort lag er genau 28 Tage und wurde „behandelt“. Nach 28 Tagen wurde er entlassen (worauf es hier ankommt: Nach 28 Tagen ist der Höchstsatz des Krankenhaus Tagegeldes erreicht und man bräuchte nichts mehr zahlen. So sind nun 280 Euro zu zahlen).
Daraufhin mußte mein Vater mit dem immer noch offenen Bein jeden Tag zum Hausarzt gehen, der das Bein jeden Tag salbte und neu verband.
Die Salbe dazu mußte ihm aber ein Hautarzt verschreiben (alle 2 Wochen).
Nach ca. 1 Monat hat dann mein Hausarzt meinen Vater wieder zur Gefässchirurgie geschickt. Dieser hat ihn dann wieder ins Krankenhaus gesteckt. Dort wurde ihm dann wieder jeden Tag das Bein verbunden und so weiter. Interessant: Als sie eine andere Salbe nahmen, zeigte mein Vater Samstags allergische Reaktion (Gesicht wurde sehr dick und Haut juckte). Bemerkt(reagiert) haben sie das aber erst am Dienstag.
Nun hieß es am letzten Montag, das mein Vater am Freitag vorm Wochenende entlassen werden sollte. Jedoch wird er jetzt erst am Montag entlassen. Denn erst am Montag sind die 28 Tage um !!
Warum kann mein Vater nicht schon am Freitag entlassen werden, zumal Samstags und Sonntags sowieso kein Arzt da ist der irgendwas „ausrichten“ könnte.
Und: Warum wird er entlassen, obwohl das Bein immer noch offen ist und mein Vater kaum laufen kann ??
Kann ich da irgendwas machen ?
Wir haben jetzt „Angst“, das mein Vater wieder 1 Monat zum Hausarzt laufen muß (Wir fahren ihn natürlich :smiley: ) und dann wieder ins Krankenhaus muß und wir wieder 280 Euro dafür bezahlen müssen.
Ich habe schon überlegt den behandelnden Arzt um eine „Bescheinigung“ zu bitten, in dem er mit seiner Unterschrift bestätigt, das mein Vater als Geheilt entlassen wird oder so.
Hat da jemand eine Idee ? Oder weiß wie wir uns da verhalten sollen ?

Vielen Dank für eure Hilfe
Gruß
Andreas

Wenn das tatsächlich so unbefriedigend ist…
…frage ich mich, warum ihr den alten Herrn immer wieder in das selbe Krankenhaus steckt.
Es soll ja selbst in dem kleinsten Pipinest meist noch ein zweites Krankenhaus geben oder eben irgendwo in der Nähe.
Gruß,
Branden

Hallo Andreas,

Vorab: Ich will dich nicht zu nahe treten. Sollte das geschehen, bitte ich schon jetzt um Entschuldigung, denn nichts ist weiter in meinem Sinn als das (Und das ist NICHT ironisch gemeint, sondern ganz ernst)

Mein Vater wurde Ende letzten Jahres ins Krankenhaus
eingeliefert. Er hatte ein offenes Bein (Raucherbein) und
konnte kaum noch laufen.

Eine paar ganz konkrete und wichtige Fragen: Raucht Dein Vater (noch)? Falls ja, wieviel am Tag? Und wie lange tut er das schon?? Wie alt ist er?

Dort lag er genau 28 Tage und wurde „behandelt“. Nach 28 Tagen
wurde er entlassen (worauf es hier ankommt: Nach 28 Tagen ist
der Höchstsatz des Krankenhaus Tagegeldes erreicht und man
bräuchte nichts mehr zahlen. So sind nun 280 Euro zu zahlen).

In meinen Augen, ohne das ich Dein Vater je gesehen habe oder von der Diagnose und AZ Deines Vaters weiß, erscheint mir schon das eine Unterstellung und eine Anmaßung von Dir. Glaube mir: Im Krankenhaus gibt es ganz sicher andere Sachen zu tun als zu zählen wie lange welche Patienten auf Station liegen, damit diese „nicht auf der Tasche“ des Krankenhauses liegen.

Daraufhin mußte mein Vater mit dem immer noch offenen Bein
jeden Tag zum Hausarzt gehen, der das Bein jeden Tag salbte
und neu verband.

In meiner Aufgabe als Krankenschwester habe ich selber oft mit sog. „Raucherbeine“ zu tun gehabt. Sogar welche, von Menschen die nicht rauchen. Von daher kann ich hier klar und deutlich behaupten, daß Raucherbeine ganz schwer zu heilen sind, wenn überhaupt. In der allermeisten Fällen liegt einer Kreislauferkrankung bzw. -störung zugrunde, die total schwer zu behandeln ist, vorausgesetzt man hat diese erkannt. Vielmehr als eincremen, desinfizieren und frisch verbinden kann man direkt an den Beinen nicht mehr tun.

Die Salbe dazu mußte ihm aber ein Hautarzt verschreiben (alle
2 Wochen).

Stimmt. So ist es.

Interessant: Als sie eine andere
Salbe nahmen, zeigte mein Vater Samstags allergische Reaktion
(Gesicht wurde sehr dick und Haut juckte).

Das kann vorkommen. Es ist eine der möglichen Reaktionen zu einer Salbe und deren Zusammensetzung.

Bemerkt(reagiert)
haben sie das aber erst am Dienstag.

Das finde ich auch nicht weiter beunruhigend, denn am WE gibt es weniger Personal im Einsatz. Womöglich war eine Schwester/einen Pfleger im dienst, die/der Deinen Vater noch nie gesehen hatte und konnte somit nicht sofort merken, daß diese Farbe nicht normal war oder diesen Juckreiz nicht behandelt wird. Dann am Montag merkt man das wieder und reagiert man und du merkst das erst am Dienstag. Ich kann Dir von hier aus versichern, daß es keinen Lebensgefahr für Deinen Vater in keinem moment bestanden hat.

Nun hieß es am letzten Montag, das mein Vater am Freitag vorm
Wochenende entlassen werden sollte. Jedoch wird er jetzt erst
am Montag entlassen. Denn erst am Montag sind die 28 Tage um
!!

Nochmals eine unzumutbare Unterstellung!
Ich gehe jede Wette ein, daß es andere Gründe gibt, weshalb Dein Vater erst am Montag entlassen wird und nicht am Freitag. Ausserdem widersprichst Du Dich ein bißchen, habe ich das Gefühl: Soll Dein Vater im Krankenhaus bleiben, oder doch nach Hause???

Warum kann mein Vater nicht schon am Freitag entlassen werden,
zumal Samstags und Sonntags sowieso kein Arzt da ist der
irgendwas „ausrichten“ könnte.

Mach mal bitte langsam: In einem Krankenhaus gibt es IMMER UND JEDERZEIT mindestens einen Arzt der irgendwas ausrichten könnte. Und im Notfall kann der (und die im Bereitschaftsdienst) sehr schnell reagieren. Darauf kannst du Dich verlassen.

Und: Warum wird er entlassen, obwohl das Bein immer noch offen
ist und mein Vater kaum laufen kann ??

Weil auch wenn er 90 Tage im Krankenhaus bleiben würde, das Bein noch immer nicht geheilt wäre! Ich wette Dein Vater ist in erster Linie nicht wegen den Bein ins Krankenhaus gekommen, sondern vielmehr, weil andere Werte nicht gestimmt haben (oder eine ähnliche Konstellation ist aufgetreten).

Kann ich da irgendwas machen ?

Mit den behandelnden Arzt VERNÜNFTIG und RUHIG reden. So wie Du das hier schilderst, kann ich mir gut vorstellen, daß es mal bei Dir laut geworden ist. Und so was mag keiner. Und so was läßt wenig zu, daß man sich mit Dir unterhält und die Sachlage bespricht.

Wir haben jetzt „Angst“, das mein Vater wieder 1 Monat zum
Hausarzt laufen muß (Wir fahren ihn natürlich :smiley: ) und dann
wieder ins Krankenhaus muß und wir wieder 280 Euro dafür
bezahlen müssen.

Hier liegt der Verdacht nahe, daß es für Dich eine Zumutung ist, Dein Vater zum Krankenhaus zu fahren! (Was aber natürlich nicht stimmen muß!)

Also: Auf mich wirkt diesen Beitrag sehr widersprüchlich. Was willst Du? Soll Dein Vater nach Hause? Oder soll er im Krankenhaus bleiben? Mal beschwerst Du dich, daß Dein Vater 2 Tage länger in die Klinik bleiben muß und manchmal darüber, daß er nach Hause entlassen wird. Was willst du überhaupt??? Bist Du Dir dessen im klaren?? Ich glaube, ehrlich gesagt, nicht.

Ich habe schon überlegt den behandelnden Arzt um eine
„Bescheinigung“ zu bitten, in dem er mit seiner Unterschrift
bestätigt, das mein Vater als Geheilt entlassen wird oder so.

Ich sage Dir schon gleich auf der Stelle, daß bei so einer Erkrankung wirst Du so etwas garantiert nicht bekommen.
Daß jemand aus dem krankenhaus entlassen wird, heisst noch lange nicht, daß der ausgeheilt ist!

Hat da jemand eine Idee ? Oder weiß wie wir uns da verhalten
sollen ?

s.o.

Vielen Dank für eure Hilfe

Ich vermute das was ich gesagt habe nicht das ist, was Du lesen wolltest. Es ist aber ehrlich und ich glaube in diesem Fall kommt es eben darauf an.

Schöne Grüße,
Helena

Hallo Andreas,

dein Vater wird ja nicht nur zum Verbinden ins Krankenhaus gekommen sein. Was für eine Behandlung, die einen Krankenhausaufenthalt nötig macht, wurde denn durchgeführt? Nur zur Beobachtung oder zum Testen anderer Medikamente ist das nicht erforderlich. Normalerweise reicht es sogar, wenn ein Arzt den Fall regelmäßig kontrolliert und der tägliche Verbandwechsel nach Anweisung zu Haus selbst gemacht wird.

Solange man mündig und „klar im Kopf“ ist muß man keiner Behandlung oder Überweisung zustimmen. Man kann sogar die Entlassung aus dem Krankenhaus auf eigenen Wunsch / auf eigene Gefahr verlangen.

Der normale Weg wäre, daß Arzt und Patient das weitere Vorgehen besprechen. Dazu gehören die Behandlungsmöglichkeiten mit Für und Wider, ärztliche Begründung gerade dieser empfohlenen Behandlung, Behandlungsdauer und Kosten. Und dann ist es Sache des mündigen Patienten Ja oder Nein zu sagen.

Ich würde jedenfalls darauf bestehen, mir nach eingehender Beratung eine Meinung bilden und selbst entscheiden.

In deinem Fall würde ich als allererstes erst mal nachforschen, warum dein Vater ins Krankenhaus eingewiesen wurde. Welche Untersuchungen sollten durchgeführt werden? Welche Therapie sollte angewand werden? Wurde das auch umgesetzt und mit welchen Ergebnissen? Wäre das ambulant ebenfalls möglich gewesen?

Können die Fragen zur Zufriedenheit beantwortet werden, ist es ok und sein Geld wert. Falls nicht nutzt dir das für die Vergangenheit nichts, aber für die Zukunft, denn es steht zu vermuten, daß das nicht die letzte Einweisung gewesen sein könnte.

Gruß Steffi

Hallo,

Wir haben jetzt „Angst“, das mein Vater wieder 1 Monat zum
Hausarzt laufen muß (Wir fahren ihn natürlich :smiley: ) und dann
wieder ins Krankenhaus muß und wir wieder 280 Euro dafür
bezahlen müssen.

Die Zuzahlung ist auf längstens 28 Tage im Kalenderjahr beschränkt
nicht jedes mal wenn dein Dad ins Krankenhaus muss.

Gruss
Frank

Solche Leute habe ich gern. Fürs Rauchen ist das Geld da, aber für die Gesundheit dann nicht mehr. Sorry, aber warum soll der Steuerzahler für Raucher zahlen? Das weiss doch jeder, dass man davon krank werden kann!

Hallo,
was ich bei dem ganzen Litanei nicht mitbekommen habe, worin die
angebliche Abzocke des Krankenhauses bestanden haben soll?

Meinst du ersthaft, die 10€ Krankenhausgeld sind für den Haushalt des
Krankenhauses relevant? Die reinen Pflegekosten für einen Patienten
betragen pro Tag schon ein zig-faches:
http://www.bpb.de/wissen/VCKSHL,0,Ausgaben_der_Krank…
Wenn dann noch spezielle Untersuchungen und Behandlungen dazukommen,
können auch leicht mal 1000€ und mehr pro Tag weg sein.
Wenn du also meinst, man hätte einen Patienten nur deshalb nach 28Tagen
entlassen, weil da keine 10€ Tagesgeld mehr anfallen, dann wäre dies
ein echter Buchhalterwitz.

Unter Beachtung solcher Tatsachen sind auch die vergleichbar winzigen
Kosten für eine tägl. Fahrt zum Hausarzt in keiner Weise als Grund
zu nennen, sich über Gebühr im Krankenhaus behandeln zu lassen,
wenn dies nicht zwingend medizinisch induziert ist.

In dem Zusammenhang sollte man auch gleich noch mal darüber nachdenken,
ob mehrwöchiger Krankenhausaufenthalt + Kosten für Hausarzt und
Medikamente mit geschätzten Kosten um 30.000€ schon durch die
Tabaksteuer ausgeglichen wurden.
Gruß Uwi

Mein Vater wurde Ende letzten Jahres ins Krankenhaus
eingeliefert. Er hatte ein offenes Bein (Raucherbein) und
konnte kaum noch laufen. Der Hausarzt überwies ihn sofort ins
Krankenhaus.
Dort lag er genau 28 Tage und wurde „behandelt“. Nach 28 Tagen
wurde er entlassen (worauf es hier ankommt: Nach 28 Tagen ist
der Höchstsatz des Krankenhaus Tagegeldes erreicht und man
bräuchte nichts mehr zahlen. So sind nun 280 Euro zu zahlen).
Daraufhin mußte mein Vater mit dem immer noch offenen Bein
jeden Tag zum Hausarzt gehen, der das Bein jeden Tag salbte
und neu verband.
Die Salbe dazu mußte ihm aber ein Hautarzt verschreiben (alle
2 Wochen).
Nach ca. 1 Monat hat dann mein Hausarzt meinen Vater wieder
zur Gefässchirurgie geschickt. Dieser hat ihn dann wieder ins
Krankenhaus gesteckt. Dort wurde ihm dann wieder jeden Tag das
Bein verbunden und so weiter. Interessant: Als sie eine andere
Salbe nahmen, zeigte mein Vater Samstags allergische Reaktion
(Gesicht wurde sehr dick und Haut juckte). Bemerkt(reagiert)
haben sie das aber erst am Dienstag.
Nun hieß es am letzten Montag, das mein Vater am Freitag vorm
Wochenende entlassen werden sollte. Jedoch wird er jetzt erst
am Montag entlassen. Denn erst am Montag sind die 28 Tage um
!!
Warum kann mein Vater nicht schon am Freitag entlassen werden,
zumal Samstags und Sonntags sowieso kein Arzt da ist der
irgendwas „ausrichten“ könnte.
Und: Warum wird er entlassen, obwohl das Bein immer noch offen
ist und mein Vater kaum laufen kann ??
Kann ich da irgendwas machen ?
Wir haben jetzt „Angst“, das mein Vater wieder 1 Monat zum
Hausarzt laufen muß (Wir fahren ihn natürlich :smiley: ) und dann
wieder ins Krankenhaus muß und wir wieder 280 Euro dafür
bezahlen müssen.
Ich habe schon überlegt den behandelnden Arzt um eine
„Bescheinigung“ zu bitten, in dem er mit seiner Unterschrift
bestätigt, das mein Vater als Geheilt entlassen wird oder so.
Hat da jemand eine Idee ? Oder weiß wie wir uns da verhalten
sollen ?

Vielen Dank für eure Hilfe
Gruß
Andreas

ich habe den Eindruck…
Das der Fragesteller hier was in den falschen Hals bekommen hat und noch ein wenig Unwissenheit dazukommt. Die Zuzahlung ist auf 28 Tage im Kalenderjahr begrenzt. Von daher werden abermalige Krankenhausaufenthalte bestimmt nicht davon abhängig gemacht werden. Wenn der Patient dann aus welchem Grund auch immer nicht in der Lage ist, die Zuzahlung zu zahlen, kann er auch noch befreit werden. Dazu scheint zu kommen, dass hier wenig mit den Ärzten oder Schwestern kommuniziert wurde. In der Regel klären sich so einige Verhaltensweisen. Ich kenne viele Krankenhäuser, aber keines, welches nicht am Wochenende entlässt nur um Geld zu verdienen.

Und jetzt kommt noch mein gefährliches Halbwissen dazu :smile: Ist es nicht sogar so, dass die KH von diesen Zuzahlungen gar nichts haben und es nur für die Krankenkassen eintreiben? Demzufolge dürfte es den KH von den Zuzahlungen her völlig wurscht sein. Außerdem werden nicht mittlerweile schon so einige Behandlungen nach Pauschalen abgerechnet? Sprich vereinfacht: Egal wie lange die Behandlung dauert wird der gleiche Satz abgerechnet?

Gruss
Monroe

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

seltsame Krankenhaus-Abzocke?

  1. Dein Vater ist der Patient, und nur er hat den Behandlungsvertrag mit dem Krankenhaus. D. h. ihr habt kein Anrecht auf Informationen (Schweigepflicht gilt auch hier!), außer Dein Vater stimmt dem ausdrücklich zu.
  2. Krankenhäuser erhalten Fallpauschalen, vereinfacht gesagt: in der Regel verliert das KH jeden Tag, den ein Pat. stationär ist, bares Geld. Die 280 € landen meines Wissens wie die Praxisgebühr bei der Krankenkasse (mögen man mich berichtigen, wenns falsch ist), nicht beim Krankenhaus.
  3. 28 Tage sind eine extrem lange Zeit. Und meine subjektive Erfhrung ist, das Angehörige je länger der Patient im KH liegt umso unmöglicher und fordernder werden. Gott weiß, warum das so ist. Vielleicht, weil es frustrierend ist, zu sehen, das die Krankheit so lange dauert, ich weiß nicht. Und gewiß wurde in der langen Zeit eine geduldige Therapie durchgeführt, Gefäßerkrankungen sind sehr undankbare Krankheiten. Da ist Euer Fall ein gutes Beispiel.
  4. Dein Vater hat vermutlich bereits seine in seinem Leben eingezahlten Kassenbeiträge aufgebraucht. Das ist das Prinzip der Solidargemeinschaft, das sie das mitträgt und so auch in Ordnung. Dennoch sollte man sich in einer ruhigen Minute dessen bewußt werden.
    die anderen Themen mit Rauchen aufhören, Hausarztaufgaben usw. sind von anderen bereits treffend charakterisiert worden. Bislang sehe ich keine Versäumnisse des Krankenhauses in Deinen Schilderungen.

pp

Solche Leute habe ich gern. Fürs Rauchen ist das Geld da, aber
für die Gesundheit dann nicht mehr. Sorry, aber warum soll der
Steuerzahler für Raucher zahlen? Das weiss doch jeder, dass
man davon krank werden kann!

Das trägt ja nun rein gar nichts zum Problem bei. Außerdem kann man ein Raucherbein auch von Diabetes bekommen. Der lange Krankenhausaufenthalt hatte vermutlich zum Ziel, die Amputation des Beins zu vermeiden.
Udo Becker

Hallo,

Der volksmundartiche Ausdruck Raucherbein bezeichnet eine Gefäßkrankheit, die zwar oft, aber nicht immer bei Rauchern vorkommt.
Es gibt Menschen mit „Raucherbein“, die nie auch nur eine einzige Zigarette in ihrem ganzen Leben angerührt haben.

Also bitte nicht anklagen, wenn der Tatbestand nicht klar ist.

Gruß Steffi

Hallo Andreas,

wie von den anderen schon geschrieben wurde: Wo hier Abzocke bestehen soll, ist aus deiner Schilderung nicht ersichtlich.

Dort lag er genau 28 Tage und wurde „behandelt“. Nach 28 Tagen
wurde er entlassen (worauf es hier ankommt: Nach 28 Tagen ist
der Höchstsatz des Krankenhaus Tagegeldes erreicht und man
bräuchte nichts mehr zahlen. So sind nun 280 Euro zu zahlen).

Diese 280 Euro gehen an die Krankenkasse, nicht ans Krankenhaus. Für das Krankenhaus bedeuten sie nur zusätzlichen administrativen Aufwand.

Nach ca. 1 Monat hat dann mein Hausarzt meinen Vater wieder
zur Gefässchirurgie geschickt. Dieser hat ihn dann wieder ins
Krankenhaus gesteckt. Dort wurde ihm dann wieder jeden Tag das
Bein verbunden und so weiter. Interessant: Als sie eine andere
Salbe nahmen, zeigte mein Vater Samstags allergische Reaktion
(Gesicht wurde sehr dick und Haut juckte). Bemerkt(reagiert)
haben sie das aber erst am Dienstag.

Wie von Helena sehr schön beschrieben, kommt das schon mal vor, ist aber nicht lebensbedrohlich. Generell hätte dein Vater aber auch von sich aus die Ärzte darauf aufmerksam machen können, dass er allergisch reagiert.

Nun hieß es am letzten Montag, das mein Vater am Freitag vorm
Wochenende entlassen werden sollte. Jedoch wird er jetzt erst
am Montag entlassen. Denn erst am Montag sind die 28 Tage um
!!

Na und? Was hat das mit 28 Tagen zu tun?

Warum kann mein Vater nicht schon am Freitag entlassen werden,

Frag nicht uns, frag die Ärzte! Unsere Glaskugeln sind leider nicht mehr so ganz neu…

zumal Samstags und Sonntags sowieso kein Arzt da ist der
irgendwas „ausrichten“ könnte.

Für den Notfall ist im Krankenhaus immer ein Arzt anwesend. Auch Pflegepersonal arbeitet am WE.

Und: Warum wird er entlassen, obwohl das Bein immer noch offen
ist und mein Vater kaum laufen kann ??

Vermutlich, weil Ärzte auch keine Götter sind und nicht alles mal eben heilen können? Es ist zu einfach, sich alles nach dem Schema vorzustellen: Krankheit --> Krankenhaus --> Zahlung für Dienstleistung (Arzt) --> Heilung. Die Medizin kann heutzutage noch immer nicht gegen alle Krankheiten etwas ausrichten. Dafür solltest du aber nicht die Ärzte verantwortlich machen.

Kann ich da irgendwas machen ?

Ja, mit den Ärzten sprechen.

Wir haben jetzt „Angst“, das mein Vater wieder 1 Monat zum
Hausarzt laufen muß (Wir fahren ihn natürlich :smiley: ) und dann
wieder ins Krankenhaus muß und wir wieder 280 Euro dafür
bezahlen müssen.

Müsst ihr nicht, da die Zuzahlungs-Höchstdauer in diesem Jahr erreicht wurde.

Ich habe schon überlegt den behandelnden Arzt um eine
„Bescheinigung“ zu bitten, in dem er mit seiner Unterschrift
bestätigt, das mein Vater als Geheilt entlassen wird oder so.

Hat denn irgendjemand behauptet, dein Vater sei geheilt? Entlassung bedeutet nicht, dass der Patient geheilt sei, sondern nur, dass man stationär nichts mehr für ihn tun kann, was nicht auch ambulant ginge. Warum sollte also der Arzt eine solche Bescheinigung ausstellen?

Hat da jemand eine Idee ? Oder weiß wie wir uns da verhalten
sollen ?

Mit den Ärzten reden.

Gruß
Anja

Solche Leute habe ich gern. Fürs Rauchen ist das Geld da, aber
für die Gesundheit dann nicht mehr. Sorry, aber warum soll der
Steuerzahler für Raucher zahlen? Das weiss doch jeder, dass
man davon krank werden kann!

Die Steuerbilanz von Rauchern ist positiv. Heißt, sie zahlen mehr
Tabaksteuer als sie am Gesundheitswesen zehren. Der Staat (und
damit auch „der Steuerzahler“) verdient am Raucher.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,533…

.m

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Hast wohl recht, Monroe, aber ich kann…
…zu den offenen Fragen da auch nicht weiterhelfen. Bin schon zu lange aus jedweder Krankenhaus-Arbeit raus.
Gruß,
Branden

Hallo Helena

Danke für deine Antwort

Eine paar ganz konkrete und wichtige Fragen: Raucht Dein Vater
(noch)? Falls ja, wieviel am Tag? Und wie lange tut er das
schon?? Wie alt ist er?

Mein Vater ist nun 64 und raucht leider 2 Schachteln am Tag. Im Krankenhaus raucht er überhaupt nicht. Was ich absolut nicht verstehen kann, das er dann daheim wieder mit anfängt. Ich liege meinen Eltern ständig in den Ohren, das sie mal „kürzer treten sollen“.
Das dies nicht sehr gut für die Heilung ist wissen wir. Deswegen fänd ich es ja eigentlich auch besser, wenn er so lange im Krankenhaus bleibt bis die Sache mal richtig verheilt ist.

mir: Im Krankenhaus gibt es ganz sicher andere Sachen zu tun
als zu zählen wie lange welche Patienten auf Station liegen,
damit diese „nicht auf der Tasche“ des Krankenhauses liegen.

Ohne dem Krankenhaus zu Nahe zu kommen, aber so etwas macht der Computer sicher ganz alleine :wink:
Ob das Geld nun die Krankenkasse oder das Krankenhaus bekommt ist ja für uns zunächst egal.

In meiner Aufgabe als Krankenschwester habe ich selber oft mit
sog. „Raucherbeine“ zu tun gehabt. Sogar welche, von Menschen
die nicht rauchen. Von daher kann ich hier klar und deutlich
behaupten, daß Raucherbeine ganz schwer zu heilen sind, wenn
überhaupt. In der allermeisten Fällen liegt einer
Kreislauferkrankung bzw. -störung zugrunde, die total schwer
zu behandeln ist, vorausgesetzt man hat diese erkannt.
Vielmehr als eincremen, desinfizieren und frisch verbinden
kann man direkt an den Beinen nicht mehr tun.

Mein Vater hat wohl einen Beipass bekommen (Ich bekomme das selber nicht mit, muß mir das immer von meiner Mutter berichten lassen).
Das die Sache nicht so leicht zu behandeln ist weiß ich mittlerweile auch. Allerdings wurde von einem anderen Hausarzt die Aussage gemacht, das in einer Spezial-Klinik in der weiteren Umgebung die sich darauf spezialisiert haben Hautpartien (oder Fleischstücke sozusagen) vom Oberschenkel zu der offenen Stelle zu plantieren und somit die Heilchancen zu verbessern.
Dies soll aber bei meinem Vater (damals) nicht hätte helfen können weil zu dem Zeitpunkt noch kein Blut an die Stelle kam (die das Fleisch verbunden hätte).

Die Salbe dazu mußte ihm aber ein Hautarzt verschreiben (alle
2 Wochen).

Stimmt. So ist es.

Ja, das habe ich noch vergessen zu sagen:
Am Dienstag sagte die Schwester noch zu meinem Vater, das sie die Salbe auch in der Hauseigenen Apotheke machen könnten und am Freitag (als die Salbe alle war) meinte eine Schwester (Vermutlich eine Andere), das er ja am Montag raus käme und er sich dann vom Hautarzt eine neue verschreiben lassen könne.
uckte).

Das finde ich auch nicht weiter beunruhigend, denn am WE gibt
es weniger Personal im Einsatz. Womöglich war eine
Schwester/einen Pfleger im dienst, die/der Deinen Vater noch
nie gesehen hatte und konnte somit nicht sofort merken, daß
diese Farbe nicht normal war oder diesen Juckreiz nicht
behandelt wird. Dann am Montag merkt man das wieder und
reagiert man und du merkst das erst am Dienstag. Ich kann Dir
von hier aus versichern, daß es keinen Lebensgefahr für Deinen
Vater in keinem moment bestanden hat.

Ich sage mal so: Wenn es keiner Schwester auffällt, das ein Patient ein derart dickes Gesicht hat, das man nicht mal mehr die Augen sehen kann ist das schon echt traurig, oder ?
Mein Vater hatte vor 4 Jahren schon mal so eine Allergische Reaktion (wir wissen bis heute nicht wovon diese kommen, damals hatte er noch keine Creme). Die Rettungssanitäter wollten ihn damals gar nicht erst mitnehmen und nicht behandeln. Als wir sie dann dazu gedrängt hatten, wurde er erst ins Krankenhaus gebracht und dann später per Hubschrauber in eine entfernte Uni-Klinik. Dort hieß es dann eine Stunde später und er wäre tot gewesen. Deswegen sind wir da nun etwas vorsichtiger mit geworden.

Ich gehe jede Wette ein, daß es andere Gründe gibt, weshalb
Dein Vater erst am Montag entlassen wird und nicht am Freitag.
Ausserdem widersprichst Du Dich ein bißchen, habe ich das
Gefühl: Soll Dein Vater im Krankenhaus bleiben, oder doch nach
Hause???

Meiner Meinung soll er drin bleiben. Aber wenn er schon raus soll, warum dann nicht am Freitag, so das wir nicht noch für den Samstag, Sonntag und Montag bezahlen müssen.
Wie ich eben erfahren habe, hat meine Mutter gestern meinen Vater besucht und der war schon wieder ganz depressiv. Ihm wurde morgens um 9 Uhr gesagt, das der Arzt gleich käme und deswegen haben sie ihm den Verband abgenommen. Er durfte nicht aufstehen (mußte aber auf Toilette). Um kurz nach Elf kam der Arzt dann, guckte kurz und verschwand dann wieder. Als meine Mutter dann kurz danach rein durfte (stand schon draußen) sah sie sofort das Blut auf dem Laken, das von einer (neuen?) offenen Wunde an der Ferse resultierte. Da wissen wir auch nicht so recht wie das hinzunehmen ist. Also das das doch nicht gut ist, wenn da das Blut so rausfließt.
Weiterhin wissen wir daheim gar nicht mit so etwas umzugehen. Da meine Mutter kein Blut sehen kann (fällt dann immer in Ohnmacht - ist echt war) kann sie das Bein sicher nicht verbinden. Wir meinen eben, das er im Krankenhaus besser aufgehoben wäre (wegen der Hygiene schon).

Mach mal bitte langsam: In einem Krankenhaus gibt es IMMER UND
JEDERZEIT mindestens einen Arzt der irgendwas ausrichten
könnte. Und im Notfall kann der (und die im
Bereitschaftsdienst) sehr schnell reagieren. Darauf kannst du
Dich verlassen.

Ja, das stimmt wie oben gezeigtes Beispiel zeigt. Ein Arzt war ja da.
Vielleicht kommt er dann ja morgen doch nicht raus.

Weil auch wenn er 90 Tage im Krankenhaus bleiben würde, das
Bein noch immer nicht geheilt wäre! Ich wette Dein Vater ist
in erster Linie nicht wegen den Bein ins Krankenhaus gekommen,
sondern vielmehr, weil andere Werte nicht gestimmt haben (oder
eine ähnliche Konstellation ist aufgetreten).

Angeblich weil der Hausarzt keinen Fortschritt in der Heilung vermerken konnte und mit der Sache überfordert war.

Kann ich da irgendwas machen ?

Mit den behandelnden Arzt VERNÜNFTIG und RUHIG reden. So wie
Du das hier schilderst, kann ich mir gut vorstellen, daß es
mal bei Dir laut geworden ist. Und so was mag keiner. Und so
was läßt wenig zu, daß man sich mit Dir unterhält und die
Sachlage bespricht.

Neeeee… Im Krankenhaus bin ich nicht laut :smiley:
Ich habe da noch nicht mal einen Arzt gesehen. Bin eher selten da. Wie gesagt, höre die Sachen von meiner Mutter, die ihn täglich besucht.
Ich habe - gebe ich ja zu - diesen Beitrag mit etwas Wut im Bauch geschrieben, denn mich regt das Thema auf.
Wenn man es genau betrachtet - habe ich meiner Mutter gesagt - kommt es finanziell eh auf das selbe heraus: Ob mein Vater jeden Tag zwei Schachteln Zigaretten raucht und etwas isst, sind 10 Euro eigentlich genau - oder weniger - Tagespensum :smiley:
Mich nervt nur die Tatsache, das irgendwo nach den 28 Tagen gesagt wird „Jetzt Tschüss und sieh zu wie du alleine klar kommst“.
Mein Vater ist dieses rumgelaufe zu den Ärzten langsam satt und will gar nicht mehr hingehen (das er ein Dickkopf ist, den ich mal gehörig in den Ar*** treten sollte ist mir auch klar :wink: )
Und da habe ich Angst, das sie ihm irgendwann das Bei abnehmen müssen und er zu einer noch größeren Belastung wird. Ihm ist das egal wie er sagt. Aber ich denke, das er sich da auch gar keinen Kopf drum macht.
Vielleicht hat er auch den Lebensmut verloren?

Hier liegt der Verdacht nahe, daß es für Dich eine Zumutung
ist, Dein Vater zum Krankenhaus zu fahren! (Was aber natürlich
nicht stimmen muß!)

Neeee… Ich meinte damit nur, das - anstatt ihn gleich noch ein paar Wochen zu behalten - erstmal unterbrochen wird, damit wir wieder die 10 Euro Tagesgeld zahlen müssen. Ich weiß ja nicht, ob diese im ganzen Pro Jahr gelten (dann wäre diese ganze Diskussion eigentlich schon beendet) oder pro Aufenthalt.

Ich vermute das was ich gesagt habe nicht das ist, was Du
lesen wolltest. Es ist aber ehrlich und ich glaube in diesem
Fall kommt es eben darauf an.

Eine ehrliche Antwort ist IMMER die richtige Antwort. Auch wenn sie einem nicht gefällt oder ?
Danke also dafür

Gruß
Andreas

Meinst du ersthaft, die 10€ Krankenhausgeld sind für den
Haushalt des
Krankenhauses relevant? Die reinen Pflegekosten für einen
Patienten
betragen pro Tag schon ein zig-faches:

Ist richtig. Aber man sollte auch Berücksichtigen, das meine Eltern ihr Leben lang in die Krankenkasse eingezahlt haben und (leider) sehr sehr selten zum Arzt gegangen sind (ich glaube mein Vater eigentlich nie - nur wenn etwas wirklich schlimmes war wie Schlaganfall, Herzinfakt…).

Hallo,

Krankenhauses relevant? Die reinen Pflegekosten für einen Patienten
betragen pro Tag schon ein zig-faches:

Ist richtig. Aber man sollte auch Berücksichtigen, das meine
Eltern ihr Leben lang in die Krankenkasse eingezahlt haben

Tja, das mag zwar für manche unverständlich sein, aber so funktioniert
das nun mal nicht. Krankenkassenbeiträge sind keine Kapitalanlagen,
sondern Beiträge die nach dem Solidarprinzip verwendet werden.
Die damals eingezahlten Beiträge sind also schon längst aufgebraucht.
Jetzt müssen die jüngeren Leute dafür gerade stehen, also z.B.
du und ich. Damit sollte auch klar sein, daß die ältere Generation
und jeder Kranke dieses Prinzip nicht über Gebühr belasten darf.

Wieviele Kinder haben deine Eltern? rechne mal nach, ob du und deine
Geschwister mit ihrem Krankenkassenbeiträgen auch nur annähernd die
jetzt entstehenden Kosten abdecken könntet? Ich denke das klappt nicht.
Ökonomisches Handeln ist also mehr oder weniger zwingend nötig,
sonst wird das Gesundheitssystem unbezahlbar.

und (leider) sehr sehr selten zum Arzt gegangen sind (ich glaube
mein Vater eigentlich nie - nur wenn etwas wirklich schlimmes
war wie Schlaganfall, Herzinfakt…).

Das ist typ. für die Männer der älteren Generation.
Leider rächt das später oft, weil Vorbeuge in der Regel immer
billiger ist als heilen.

Gruß Uwi

Hallo Andreas,

Danke für deine Antwort

Gerne!
Nun sind wir der Sache viiiiiel näher gekommen und man kann sich ein besseres Bild machen wie die Sache tatsächlich ist!

Mein Vater ist nun 64 und raucht leider 2 Schachteln am Tag.

Dann kann ich schon den Arzt und das Krankenhaus völlig verstehen. Mehr dazu weiter unten.

Im Krankenhaus raucht er überhaupt nicht. Was ich absolut
nicht verstehen kann, das er dann daheim wieder mit anfängt.

Bist du Dir absolut sicher, daß er das nicht tut? Ich meine im Krankenhaus gibt es in jeder Stockwerk ein Raum für Raucher.

Ich liege meinen Eltern ständig in den Ohren, das sie mal
„kürzer treten sollen“.

Also Andreas: Sei mir bitte ned bös. Aber: Kennst du -auch im entfernstesten- irgendeinen Raucher, egal wo, egal wann, daß NUR deshalb aufhört hat zu rauchen, weil ein Familienmitglied darum gebeten hat??? Also ich nicht. Und ich vermute stark, daß so etwas nicht gibt. Der Wille MUß vom Raucher selbst kommen. Alles andere ist verlorene Mühe.

Das dies nicht sehr gut für die Heilung ist wissen wir.

Nein. So ist es falsch: Es ist nicht nur „nicht sehr gut für die Heilung“, sondern macht der Heilung schlich unmöglich! Allein deshalb weil es den Grund ist, weshalb er diese Beine hat!! Oder mit anderen Wörtern: Solange Dein Vater auch nur eine Zigarrette am Tag raucht, wird er nicht gesund. Und selbst wenn er heute ganz damit aufhören würde, würde es lange dauern, bis er als geheilt gilt. DAS (und nicht was Du im Deinen Posting geschrieben hast) wird Dir eher ein Arzt jederzeit unterschrieben wollen und können.

Deswegen fänd ich es ja eigentlich auch besser, wenn er so
lange im Krankenhaus bleibt bis die Sache mal richtig verheilt
ist.

Leider ist aber ein Krankenhaus nicht dazu da, ein unnachsichtigen Patient stationär dort zu behalten, nur weil ausgerechnet dort er nicht raucht!.. Und auch nicht weil seine Angehörigen es möchten.

Ohne dem Krankenhaus zu Nahe zu kommen, aber so etwas macht
der Computer sicher ganz alleine :wink:

Stimmt. Aber die Entscheidungsgewalt ob eine weitere stationäre Behandlung nötig ist, liegt allein bei den behandelnden Ärzten. Und die pfeiffen darauf was ein PC sagt. DAS kann ich Dir, Andreas, mit siegel, Stempel und Unterschrift im 5-fache Anfertigung geben. Denn ich habe das mehr als sehr oft erlebt, sogar im entgegengesetzten Fall (Eine Patientin hatte eine sehr komplizierte Erkrankung der Leber -von Geburt aus. Sie selber rauchte nicht und trank ausschließlich Wasser, auch bevor ins Krankenhaus kam-. Trotzdem war sie nicht versichert. Und nun mußte sie sogar operiert werden, sonst drohte ihr den Tod. Das alles bekam sie vom Krankenhaus. Und glaube mir, diese Behandlung belief sich auf etliche tausende Euros, die das Krankenhaus nicht einfordern konnte.) Und das ist nur ein Beispiel von vielen, die ich Dir so jetzt auf der Stelle erzählen könnte.

Ob das Geld nun die Krankenkasse oder das Krankenhaus bekommt
ist ja für uns zunächst egal.

Glaube mir, Andreas: Mit diesen 10 EUR zahlst du nicht einmal den Kaffee und Kuchen, die die Patienten im Krankenhaus nach dem Essen bekommen. Betrachte sie als eine Art „symbolische Wahrnehmungszeichen“ im sinne, daß somit wird einem Patient evtl deutlich, daß das ganze nicht umsonst ist.

Mein Vater hat wohl einen Beipass bekommen

Genau das ist was ich gemeint habe, vorhin, mit der anderen Konstellation. Man muß schon alles erzählen wenn man eine vernünftige Antwort erwartet!

Das die Sache nicht so leicht zu behandeln ist weiß ich
mittlerweile auch.

Schön! Dann machen wir einen Schritt weiter. Wie oben angedeutet: Solange Dein Vater raucht, wird er schlich nicht gesund. Und da kannst Du/ kann er mit den Füssen wackeln oder was auch immer: Es ist so und wird auch so bleiben.

Allerdings wurde von einem anderen Hausarzt
die Aussage gemacht, das in einer Spezial-Klinik in der
weiteren Umgebung die sich darauf spezialisiert haben
Hautpartien (oder Fleischstücke sozusagen) vom Oberschenkel zu
der offenen Stelle zu plantieren und somit die Heilchancen zu
verbessern.

Das bringt auch nicht arg weiter. Denn mit jedem miligramm Nikotin, das Dein Vater seinem Körper zumüllt, ist eine Arterie im Körper ein klitze kleines bißchen weiter zu. Oft sind diese „nur“ am Bein (viel schlimmer sind zB im Gehirn). So daß es nicht viel bringt, wenn man eine „Überbrückung“ (auch „by-pass“ gennant) irgendwo einbaut und gleich mit Nikotin etwas verengt wird. Oder als Beispiel: Zwischen zwei Stadtteile gibt es einen Fluß. Da gibt es schon eine Brücke. Dadurch daß diese oft Probleme macht, entscheidet man sich, ein Stück weiter flußabwärts eine vierspürige zu bauen. Jetzt fliesst den Verkehr viiiiiiiiiel besser. Nur irgendwo in die Brücke staut man den ganzen Schrott, der von autos nach Unfällen geblieben ist. Wohl bemerkt, IN DIE Brücke selbst. Irgendwann man ist diese Brücke auch nutzlos, weil sie so verbaut ist.

Dies soll aber bei meinem Vater (damals) nicht hätte helfen
können weil zu dem Zeitpunkt noch kein Blut an die Stelle kam
(die das Fleisch verbunden hätte).

Eben. Und solange er wieter raucht werden diese Stellen zahlreicher und undurchlässiger.

Ja, das habe ich noch vergessen zu sagen:
Am Dienstag sagte die Schwester noch zu meinem Vater, das sie
die Salbe auch in der Hauseigenen Apotheke machen könnten und
am Freitag (als die Salbe alle war) meinte eine Schwester
(Vermutlich eine Andere), das er ja am Montag raus käme und er
sich dann vom Hautarzt eine neue verschreiben lassen könne.
uckte).

Ich verstehe hier das Problem nicht. Soll deshalb Dein Vater 3 weitere Tage im Krankenhaus bleiben nur weil die Salbe erst am Montag ausgehändigt werden kann??? Schau mal, Andreas, mit den Kosten von den drei Tage stationäre Behandlung in Krankenhaus (auch am WE) kann sich Dein Vater mindestens 10 Salben selber kaufen. Und wenn er diese drei Tage nicht raucht, nochmals mindestens 10.

Ich sage mal so: Wenn es keiner Schwester auffällt, das ein
Patient ein derart dickes Gesicht hat, das man nicht mal mehr
die Augen sehen kann ist das schon echt traurig, oder ?

Und ich sage es so: Wenn es mit der miesen Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen weiter so bleibt, werden solche Fälle leider häufiger vorkommen, weil kein Personal mehr vorhanden ist. BItte denk darüber nach, wenn Du wieder von einem Ärtzten-, Schwestern- Streik hörst.

Mein Vater hatte vor 4 Jahren schon mal so eine Allergische
Reaktion (wir wissen bis heute nicht wovon diese kommen,
damals hatte er noch keine Creme).

Vielleicht -es ist nur eine Vermutung völlig aus der Luft gegriffen!- ist sein Immunsystem dermaßen der Bach runter gegangen, daß es nicht mehr „einwandfrei“ (also wie vor dem Raucen) funktioniert???

Die Rettungssanitäter
wollten ihn damals gar nicht erst mitnehmen und nicht
behandeln. Als wir sie dann dazu gedrängt hatten, wurde er
erst ins Krankenhaus gebracht und dann später per Hubschrauber
in eine entfernte Uni-Klinik. Dort hieß es dann eine Stunde
später und er wäre tot gewesen. Deswegen sind wir da nun etwas
vorsichtiger mit geworden.

Das kann ich mir vorstellen. Aber ich kann von hier aus nichts dazu sagen, weil dazu fehlen 1000 Infos.

Meiner Meinung soll er drin bleiben.

Verzeihung, aber Du hast das nicht zu entscheiden.

Aber wenn er schon raus
soll, warum dann nicht am Freitag, so das wir nicht noch für
den Samstag, Sonntag und Montag bezahlen müssen.

Das muß Du den Ärzten fragen. Aber es gibt ganz sicher einen Grund dafür, das kannst du mir glauben. Und um Bezahlung geht es GANZ SICHER nicht.

Ihm
wurde morgens um 9 Uhr gesagt, das der Arzt gleich käme und
deswegen haben sie ihm den Verband abgenommen. Er durfte nicht
aufstehen (mußte aber auf Toilette). Um kurz nach Elf kam der
Arzt dann, guckte kurz und verschwand dann wieder.

Ich kann mir denken, daß der Arzt gedacht hat, es kann keine vernünftige Therapie geben, wenn der Patient so dermaßen stur ist (und entschuldigung für das Wort). Egal was sie machen oder auch nicht, solange der Herr XY raucht, ist es umsonst.

Als meine
Mutter dann kurz danach rein durfte (stand schon draußen) sah
sie sofort das Blut auf dem Laken, das von einer (neuen?)
offenen Wunde an der Ferse resultierte. Da wissen wir auch
nicht so recht wie das hinzunehmen ist.

Ganz einfch: So etwas wird immer wieder vorkommen. Er wird immer wieder bluten, weil die Wunde offen ist und sich immer wieder offnen wird. Da gibt es nichts was man nehmen kann und schruuuups… alle wunden sind zu. Nach meiner ERfahrung wird sich die eine oder andere Wunde, durch die Behandlung sich schließen, aber dann woanders wieder eine neue öffnen.

Weiterhin wissen wir daheim gar nicht mit so etwas umzugehen.

Mir fällt nur, daß evtl Ihr euch nach einen Pflegedienst umschaut. Und statt täglich zum Arzt, kommt die Schwester zu euch. Wäre das nichts für Euch???

Da meine Mutter kein Blut sehen kann (fällt dann immer in
Ohnmacht - ist echt war)

Hihihi. Das kenne ich: Meine Mutter genauso!!! ;o))

kann sie das Bein sicher nicht
verbinden. Wir meinen eben, das er im Krankenhaus besser
aufgehoben wäre (wegen der Hygiene schon).

Wenn du das so schreibst, habe ich keinen Spaß daran mir vorzustellen, wie es bei Deinen eltern ausschaut! Aber gut, überlegt es Euch mit der Pflegedienst und bespricht das mit dem behandelnden Arzt! Vielleicht ist es ja eine gute Alternative für Euch.

Vielleicht kommt er dann ja morgen doch nicht raus.

Oder vielleicht ja. Das entscheiden halt die Ärzten.

Angeblich weil der Hausarzt keinen Fortschritt in der Heilung
vermerken konnte und mit der Sache überfordert war.

Durchaus. Man bedenke Dein Vater trägt einen Herzschrittmacher. Das macht die Sache viel ernster.

Ich habe - gebe ich ja zu - diesen Beitrag mit etwas Wut im
Bauch geschrieben, denn mich regt das Thema auf.

Das habe ich eindeutig gemerkt und gespürt. ;o))

Wenn man es genau betrachtet - habe ich meiner Mutter gesagt -
kommt es finanziell eh auf das selbe heraus: Ob mein Vater
jeden Tag zwei Schachteln Zigaretten raucht und etwas isst,
sind 10 Euro eigentlich genau - oder weniger - Tagespensum :smiley:

Das ist in meinen augen, eine gute Denkweise.

Mich nervt nur die Tatsache, das irgendwo nach den 28 Tagen
gesagt wird „Jetzt Tschüss und sieh zu wie du alleine klar
kommst“.

Nein. Das ist aber falsch.

Mein Vater ist dieses rumgelaufe zu den Ärzten langsam satt
und will gar nicht mehr hingehen (das er ein Dickkopf ist, den
ich mal gehörig in den Ar*** treten sollte ist mir auch klar
:wink: )

Tja…

Und da habe ich Angst, das sie ihm irgendwann das Bei abnehmen
müssen und er zu einer noch größeren Belastung wird.

Durchaus denkbar, wenn er so weiter macht. Ich kenne auch ein paar solche Beispiele mit gleichem oder sehr ähnlichem Ausgangssituation.

Ihm ist
das egal wie er sagt. Aber ich denke, das er sich da auch gar
keinen Kopf drum macht.

Spätestens dann, wenn der Arzt ihm sagt „Entweder das Bein oder das Leben“ wird er sich einen Kopf machen.

Vielleicht hat er auch den Lebensmut verloren?

Von dem was du hier sagst, scheint es mir NICHT so zu sein. Kann ich aber von hier aus nicht beurteilen.

Danke also dafür

Gerne!

Schöne Grüße,
Helena

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Hallo Andreas,

Aber man sollte auch Berücksichtigen, das meine

Eltern ihr Leben lang in die Krankenkasse eingezahlt haben und
(leider) sehr sehr selten zum Arzt gegangen sind (ich glaube
mein Vater eigentlich nie - nur wenn etwas wirklich schlimmes
war wie Schlaganfall, Herzinfakt…).

Mag ja sein aber das ist nicht der Punkt. Deine Mutter solltest Du rausrechnen oder auch nicht, das ist wieder die Sache mit der Solidargemeinschaft. Selbst wenn Du nur die Einzahlungen deines Vaters berücksichtigst, hat er wohl die Kosten für seine Behandlungen - Bypass, Kh-Aufenthalte + Behandlungen und Hausarztbesuche u.a.- wieder eingefahren über den Daumen gepeilt.
Wenn Du/er so rechnest, dann müsste alles gegeneinander aufgerechnet werden und wer sein Konto erschöpft hat bekommt dann keine Behandlung mehr, oder wie!? Was würdet ihr in dem Fall denn sagen?
Und wenn jemand schon durch eine lebensbedrohliche Erkrankung, ein Bypass wird ja nicht bei verstauchtem Finger gemacht, oder die Angst vor einem amputierten Bein nicht zur Vernunft kommt, was soll man da noch zu sagen. Auf das System zu schimpfen, zu kassieren (im Sinne von Leistungen), sich ins Bett zu legen und alle mal machen lassen ist eben bedeutend bequemer, als selbst etwas zu tun (z. B. gesund leben) und sich anzustrengen.
Ich kann deinen Frust nachvollziehen aber er richtet sich in meinen Augen gegen die falsche Stelle. Er müsste sich gegen deinen Vater richten, der so uneinsichtig ist, das alles provoziert und nichts zur Besserung beiträgt.
Sicherlich gefallen Dir manche Antworten (auch meine) nicht aber leider muss man der Realität mal ins Auge sehen. Tschuldige, wenn ich Dir zu nahe getreten bin. Aber bei einer Auto- oder Hausratversicherung beklagst Du/er Dich/sich ja auch nicht über die jahrelangen Beiträge ohne Gegenleistung und wenn ein Schaden eintritt, bleibt immer noch der Selbstbehalt, oder so ähnlich.

Du hast hier von vielen gute Ratschläge und Erklärungen bekommen, argumentiere doch mal damit gegenüber Deinem Vater. Es ist wie mit Kindern: Verbote alleine reichen nicht, sie tun es trotzdem, erst Erklärungen und Konsequenzen führen meist zum Ziel.

Gruss
Sigrid

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Hallo Andreas,

zu dem Thema „Abzocke“ möchte/kann ich micht nicht äußern.

Aber als Tochter, deren Vater - mit täglichen Besuchen der Ehefrau/Mutter - auch einige Male im Krankehaus war, kann ich etwas zur Thematik beitragen.
Wenn es Dir so am Herzen liegt, wie der weitere Behandlungsverlauf bei Deinem Vater aussehen wird, dann vereinbare einen Termin mit dem im KH behandelden Arzt. Dann kann er Dir, Deiner Mutter und Deinem Vater erklären, was überhaupt los ist.
Ich habe bei meinen Eltern (ähnliches Alter) leider auch immer das Problem, dass ich nur frankmentierte Auskünfte bekomme. Das hilft mir dann nicht weiter. Meine Eltern sind ansonsten top fit, aber da schwächeln sie sehr!

Andrea