Hallo Andreas,
Danke für deine Antwort
Gerne!
Nun sind wir der Sache viiiiiel näher gekommen und man kann sich ein besseres Bild machen wie die Sache tatsächlich ist!
Mein Vater ist nun 64 und raucht leider 2 Schachteln am Tag.
Dann kann ich schon den Arzt und das Krankenhaus völlig verstehen. Mehr dazu weiter unten.
Im Krankenhaus raucht er überhaupt nicht. Was ich absolut
nicht verstehen kann, das er dann daheim wieder mit anfängt.
Bist du Dir absolut sicher, daß er das nicht tut? Ich meine im Krankenhaus gibt es in jeder Stockwerk ein Raum für Raucher.
Ich liege meinen Eltern ständig in den Ohren, das sie mal
„kürzer treten sollen“.
Also Andreas: Sei mir bitte ned bös. Aber: Kennst du -auch im entfernstesten- irgendeinen Raucher, egal wo, egal wann, daß NUR deshalb aufhört hat zu rauchen, weil ein Familienmitglied darum gebeten hat??? Also ich nicht. Und ich vermute stark, daß so etwas nicht gibt. Der Wille MUß vom Raucher selbst kommen. Alles andere ist verlorene Mühe.
Das dies nicht sehr gut für die Heilung ist wissen wir.
Nein. So ist es falsch: Es ist nicht nur „nicht sehr gut für die Heilung“, sondern macht der Heilung schlich unmöglich! Allein deshalb weil es den Grund ist, weshalb er diese Beine hat!! Oder mit anderen Wörtern: Solange Dein Vater auch nur eine Zigarrette am Tag raucht, wird er nicht gesund. Und selbst wenn er heute ganz damit aufhören würde, würde es lange dauern, bis er als geheilt gilt. DAS (und nicht was Du im Deinen Posting geschrieben hast) wird Dir eher ein Arzt jederzeit unterschrieben wollen und können.
Deswegen fänd ich es ja eigentlich auch besser, wenn er so
lange im Krankenhaus bleibt bis die Sache mal richtig verheilt
ist.
Leider ist aber ein Krankenhaus nicht dazu da, ein unnachsichtigen Patient stationär dort zu behalten, nur weil ausgerechnet dort er nicht raucht!.. Und auch nicht weil seine Angehörigen es möchten.
Ohne dem Krankenhaus zu Nahe zu kommen, aber so etwas macht
der Computer sicher ganz alleine 
Stimmt. Aber die Entscheidungsgewalt ob eine weitere stationäre Behandlung nötig ist, liegt allein bei den behandelnden Ärzten. Und die pfeiffen darauf was ein PC sagt. DAS kann ich Dir, Andreas, mit siegel, Stempel und Unterschrift im 5-fache Anfertigung geben. Denn ich habe das mehr als sehr oft erlebt, sogar im entgegengesetzten Fall (Eine Patientin hatte eine sehr komplizierte Erkrankung der Leber -von Geburt aus. Sie selber rauchte nicht und trank ausschließlich Wasser, auch bevor ins Krankenhaus kam-. Trotzdem war sie nicht versichert. Und nun mußte sie sogar operiert werden, sonst drohte ihr den Tod. Das alles bekam sie vom Krankenhaus. Und glaube mir, diese Behandlung belief sich auf etliche tausende Euros, die das Krankenhaus nicht einfordern konnte.) Und das ist nur ein Beispiel von vielen, die ich Dir so jetzt auf der Stelle erzählen könnte.
Ob das Geld nun die Krankenkasse oder das Krankenhaus bekommt
ist ja für uns zunächst egal.
Glaube mir, Andreas: Mit diesen 10 EUR zahlst du nicht einmal den Kaffee und Kuchen, die die Patienten im Krankenhaus nach dem Essen bekommen. Betrachte sie als eine Art „symbolische Wahrnehmungszeichen“ im sinne, daß somit wird einem Patient evtl deutlich, daß das ganze nicht umsonst ist.
Mein Vater hat wohl einen Beipass bekommen
Genau das ist was ich gemeint habe, vorhin, mit der anderen Konstellation. Man muß schon alles erzählen wenn man eine vernünftige Antwort erwartet!
Das die Sache nicht so leicht zu behandeln ist weiß ich
mittlerweile auch.
Schön! Dann machen wir einen Schritt weiter. Wie oben angedeutet: Solange Dein Vater raucht, wird er schlich nicht gesund. Und da kannst Du/ kann er mit den Füssen wackeln oder was auch immer: Es ist so und wird auch so bleiben.
Allerdings wurde von einem anderen Hausarzt
die Aussage gemacht, das in einer Spezial-Klinik in der
weiteren Umgebung die sich darauf spezialisiert haben
Hautpartien (oder Fleischstücke sozusagen) vom Oberschenkel zu
der offenen Stelle zu plantieren und somit die Heilchancen zu
verbessern.
Das bringt auch nicht arg weiter. Denn mit jedem miligramm Nikotin, das Dein Vater seinem Körper zumüllt, ist eine Arterie im Körper ein klitze kleines bißchen weiter zu. Oft sind diese „nur“ am Bein (viel schlimmer sind zB im Gehirn). So daß es nicht viel bringt, wenn man eine „Überbrückung“ (auch „by-pass“ gennant) irgendwo einbaut und gleich mit Nikotin etwas verengt wird. Oder als Beispiel: Zwischen zwei Stadtteile gibt es einen Fluß. Da gibt es schon eine Brücke. Dadurch daß diese oft Probleme macht, entscheidet man sich, ein Stück weiter flußabwärts eine vierspürige zu bauen. Jetzt fliesst den Verkehr viiiiiiiiiel besser. Nur irgendwo in die Brücke staut man den ganzen Schrott, der von autos nach Unfällen geblieben ist. Wohl bemerkt, IN DIE Brücke selbst. Irgendwann man ist diese Brücke auch nutzlos, weil sie so verbaut ist.
Dies soll aber bei meinem Vater (damals) nicht hätte helfen
können weil zu dem Zeitpunkt noch kein Blut an die Stelle kam
(die das Fleisch verbunden hätte).
Eben. Und solange er wieter raucht werden diese Stellen zahlreicher und undurchlässiger.
Ja, das habe ich noch vergessen zu sagen:
Am Dienstag sagte die Schwester noch zu meinem Vater, das sie
die Salbe auch in der Hauseigenen Apotheke machen könnten und
am Freitag (als die Salbe alle war) meinte eine Schwester
(Vermutlich eine Andere), das er ja am Montag raus käme und er
sich dann vom Hautarzt eine neue verschreiben lassen könne.
uckte).
Ich verstehe hier das Problem nicht. Soll deshalb Dein Vater 3 weitere Tage im Krankenhaus bleiben nur weil die Salbe erst am Montag ausgehändigt werden kann??? Schau mal, Andreas, mit den Kosten von den drei Tage stationäre Behandlung in Krankenhaus (auch am WE) kann sich Dein Vater mindestens 10 Salben selber kaufen. Und wenn er diese drei Tage nicht raucht, nochmals mindestens 10.
Ich sage mal so: Wenn es keiner Schwester auffällt, das ein
Patient ein derart dickes Gesicht hat, das man nicht mal mehr
die Augen sehen kann ist das schon echt traurig, oder ?
Und ich sage es so: Wenn es mit der miesen Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen weiter so bleibt, werden solche Fälle leider häufiger vorkommen, weil kein Personal mehr vorhanden ist. BItte denk darüber nach, wenn Du wieder von einem Ärtzten-, Schwestern- Streik hörst.
Mein Vater hatte vor 4 Jahren schon mal so eine Allergische
Reaktion (wir wissen bis heute nicht wovon diese kommen,
damals hatte er noch keine Creme).
Vielleicht -es ist nur eine Vermutung völlig aus der Luft gegriffen!- ist sein Immunsystem dermaßen der Bach runter gegangen, daß es nicht mehr „einwandfrei“ (also wie vor dem Raucen) funktioniert???
Die Rettungssanitäter
wollten ihn damals gar nicht erst mitnehmen und nicht
behandeln. Als wir sie dann dazu gedrängt hatten, wurde er
erst ins Krankenhaus gebracht und dann später per Hubschrauber
in eine entfernte Uni-Klinik. Dort hieß es dann eine Stunde
später und er wäre tot gewesen. Deswegen sind wir da nun etwas
vorsichtiger mit geworden.
Das kann ich mir vorstellen. Aber ich kann von hier aus nichts dazu sagen, weil dazu fehlen 1000 Infos.
Meiner Meinung soll er drin bleiben.
Verzeihung, aber Du hast das nicht zu entscheiden.
Aber wenn er schon raus
soll, warum dann nicht am Freitag, so das wir nicht noch für
den Samstag, Sonntag und Montag bezahlen müssen.
Das muß Du den Ärzten fragen. Aber es gibt ganz sicher einen Grund dafür, das kannst du mir glauben. Und um Bezahlung geht es GANZ SICHER nicht.
Ihm
wurde morgens um 9 Uhr gesagt, das der Arzt gleich käme und
deswegen haben sie ihm den Verband abgenommen. Er durfte nicht
aufstehen (mußte aber auf Toilette). Um kurz nach Elf kam der
Arzt dann, guckte kurz und verschwand dann wieder.
Ich kann mir denken, daß der Arzt gedacht hat, es kann keine vernünftige Therapie geben, wenn der Patient so dermaßen stur ist (und entschuldigung für das Wort). Egal was sie machen oder auch nicht, solange der Herr XY raucht, ist es umsonst.
Als meine
Mutter dann kurz danach rein durfte (stand schon draußen) sah
sie sofort das Blut auf dem Laken, das von einer (neuen?)
offenen Wunde an der Ferse resultierte. Da wissen wir auch
nicht so recht wie das hinzunehmen ist.
Ganz einfch: So etwas wird immer wieder vorkommen. Er wird immer wieder bluten, weil die Wunde offen ist und sich immer wieder offnen wird. Da gibt es nichts was man nehmen kann und schruuuups… alle wunden sind zu. Nach meiner ERfahrung wird sich die eine oder andere Wunde, durch die Behandlung sich schließen, aber dann woanders wieder eine neue öffnen.
Weiterhin wissen wir daheim gar nicht mit so etwas umzugehen.
Mir fällt nur, daß evtl Ihr euch nach einen Pflegedienst umschaut. Und statt täglich zum Arzt, kommt die Schwester zu euch. Wäre das nichts für Euch???
Da meine Mutter kein Blut sehen kann (fällt dann immer in
Ohnmacht - ist echt war)
Hihihi. Das kenne ich: Meine Mutter genauso!!! ;o))
kann sie das Bein sicher nicht
verbinden. Wir meinen eben, das er im Krankenhaus besser
aufgehoben wäre (wegen der Hygiene schon).
Wenn du das so schreibst, habe ich keinen Spaß daran mir vorzustellen, wie es bei Deinen eltern ausschaut! Aber gut, überlegt es Euch mit der Pflegedienst und bespricht das mit dem behandelnden Arzt! Vielleicht ist es ja eine gute Alternative für Euch.
Vielleicht kommt er dann ja morgen doch nicht raus.
Oder vielleicht ja. Das entscheiden halt die Ärzten.
Angeblich weil der Hausarzt keinen Fortschritt in der Heilung
vermerken konnte und mit der Sache überfordert war.
Durchaus. Man bedenke Dein Vater trägt einen Herzschrittmacher. Das macht die Sache viel ernster.
Ich habe - gebe ich ja zu - diesen Beitrag mit etwas Wut im
Bauch geschrieben, denn mich regt das Thema auf.
Das habe ich eindeutig gemerkt und gespürt. ;o))
Wenn man es genau betrachtet - habe ich meiner Mutter gesagt -
kommt es finanziell eh auf das selbe heraus: Ob mein Vater
jeden Tag zwei Schachteln Zigaretten raucht und etwas isst,
sind 10 Euro eigentlich genau - oder weniger - Tagespensum 
Das ist in meinen augen, eine gute Denkweise.
Mich nervt nur die Tatsache, das irgendwo nach den 28 Tagen
gesagt wird „Jetzt Tschüss und sieh zu wie du alleine klar
kommst“.
Nein. Das ist aber falsch.
Mein Vater ist dieses rumgelaufe zu den Ärzten langsam satt
und will gar nicht mehr hingehen (das er ein Dickkopf ist, den
ich mal gehörig in den Ar*** treten sollte ist mir auch klar
)
Tja…
Und da habe ich Angst, das sie ihm irgendwann das Bei abnehmen
müssen und er zu einer noch größeren Belastung wird.
Durchaus denkbar, wenn er so weiter macht. Ich kenne auch ein paar solche Beispiele mit gleichem oder sehr ähnlichem Ausgangssituation.
Ihm ist
das egal wie er sagt. Aber ich denke, das er sich da auch gar
keinen Kopf drum macht.
Spätestens dann, wenn der Arzt ihm sagt „Entweder das Bein oder das Leben“ wird er sich einen Kopf machen.
Vielleicht hat er auch den Lebensmut verloren?
Von dem was du hier sagst, scheint es mir NICHT so zu sein. Kann ich aber von hier aus nicht beurteilen.
Danke also dafür
Gerne!
Schöne Grüße,
Helena