Hallo,
ich habe wiederholt Fehlgeburten gehabt und jedes mal nach der Kürettage wurde ich vom Gynäkologen mit erhobenen Zeigefinger ermahnt „aber jetzt erstmal mindestens 3 Monate zuverlässig verhüten!“. (Meine Aborte waren NICHT kurz nach einer Kürettage, nur als Zusatzinfo, um Vorwürfe zu vermeiden.)
Durch eigene Erfahrungen und durch Mediziner im Familienkreis weiß ich recht viel über Schwangerschaft und embryonale Entwicklung, aber das will ich jetzt mal ganz genau wissen:
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Ist das Fehlgeburtsrisiko so kurz nach einer Kürettage tatsächlich signifikant höher als sonst? (Hat jemand vielleicht sogar Quellen oder eigene Erfahrungen, z.B. als Arzt?)
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Ich würde nämlich annehmen: entweder ist die Gebärmutterschleimhaut noch nicht fit, dann nistet sich auch nix ein bzw. dann wird sich ein befruchtetes Ei nicht entwickeln können und sofort wieder absterben bzw. eine Blutung einsetzen, die die Mutter für eine normale Regelblutung hält, ODER die Gebärmutterschleimhaut ist tatsächlich schon wieder fit, und dann kann sie auch einen Embryo versorgen… Zu naiv gedacht?
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Da wäre dann ja noch der Gebärmuttermund. Der wird natürlich bei der Kürettage gedehnt, das ist mir klar, aber ob der schon wieder dicht hält kann man doch sehen bzw. im Zweifelsfall eine Cerclage machen, oder?
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Oder ist das nur prophylaktisches „Gerede“ …?
Wer weiss was?
Liebe Grüße,
Biddel
Hallo, ich kann dazu nicht allzuviel sagen ausser dass man auch nach einer Geburt oder einer Fehlgeburt wie auch nach einer OP (Bauchspiegelung wegen Kinderwunsch!) in dem Bereich eine gewisse Schonfrist einhalten soll. Je nach Stärke des Eingriffs auch mal bis zu einem halben Jahr.
Ich weiß aber auch, dass zumindest im Fall einer Fehlgeburt es offenbar nix schadet, wenn man sich nicht dran hält (ausser das das Gör heute eine Nervensäge ist), kann aber auch ein Glückstreffer für jene gewesen sein.
Allerdings macht man eine Abtreibung ja nicht aus Spass, sondern weil entweder mit dem Kind eh schon was ist (weshalb man für den nächsten Versuch optimale Bedingungen schaffen sollte) oder weil es nicht in die Lebensplanung passt (weshalb man danach gefälligst VOR einer Schwangerschaft verhüten sollte).
Daraus kann ich mir diese Empfehlung erklären
Gruß Susanne
Hallo,
Allerdings macht man eine Abtreibung ja nicht aus Spass,…
In diesem Zusammenhang kann ich mir den Hinweis nur aus einem Missverständnis erklären.
„Abort“ ist ein Sammelbegriff der sowohl spontane Fehlgeburten, wie Schwangerschaftsabbrüche umfasst.
Hier war aber wohl ersteres gemeint.
Gruß
Werner
„Abort“ ist ein Sammelbegriff der sowohl spontane
Fehlgeburten, wie Schwangerschaftsabbrüche umfasst.
Genau. Wobei ich mich frage: wenn ein Embryo (oder dann schon Fetus) in der 11. SSW plötzlich tot ist und man ihn dann per Saug-Kürettage rausholt - ist das dann ein Schwangerschaftsabbruch?
Meine Frage bezieht sich auf Fehlgeburten und / oder Schwangerschaftsabbrüche am Ende des 1. Trimenons, sagen wir mal 11.-13. SSW.
Der Uterus ist dann doch erst leicht vergrößert, der dürfte sich wohl recht fix wieder zusammenziehen.
Also frage ich weiter: warum verhüten?
Hier war aber wohl ersteres gemeint.
So gesehen, ja.
Hallo,
da hier sonst keiner will, werde ich mal ein bisschen was zusammenreimen ohne es wirklich zu wissen.
Was ich mir als Grund also vorstellen könnte:
Bei der chirurgischen Säuberung der Gebärmutter wird die Schleimhaut ungleichmäßig abgetragen. An einigen Stellen bleibt die Basalschicht intakt an anderen wird diese teilweise mit abgetragen und es werden (v. a. bei der Curtettage) möglicherweise auch kleinste Verletzungen verursacht.
Dies kann im nächsten Zyklus dazu führen, dass die Gebärmutterschleimhaut ungleichmäßig aufgebaut wird. Wenn nun eine erneute Schwangerschaft eintritt und sich der Embryo (bzw. die Blastozyste) an einer ungenügend ausgebildeten Stelle der Gebärmutterschleimhaut einnistet, wäre ein erneutes scheitern der Schwangerschaft vorprogrammiert.
Sinn der „Schonfrist“ wäre also wohl, dass sich die Gebärmutterschleimhaut erst wieder vollständig regenerieren sollte.
Gruß
Werner
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