Geruch beim schwitzen

Hallo.
Wie verhindere ich unangenehmen Geruch beim Schwitzen? Was gibt es, dass schwitzen generell mindert und was sorgt dafür, dass es nicht direkt negativ riecht?

Gruß,
Mareike

Hallo.
Wie verhindere ich unangenehmen Geruch beim Schwitzen?

Der Geruch entsteht infolge der Zersetzung des Schweißes durch die auf der Haut befindlichen Bakterien. Je länger der Schweiß auf der Haut bleibt, desto stärker wird der Geruch.

Haare, zum Beispiel Achselhaare, verteilen den Schweiß gleichmäßig, bilden eine größere Oberfläche und bewirken, dass mehr Verdunstungskälte entsteht. Rasiert man die Haare weg, dann bleibt der Schweiß direkt auf der Haut. Enge Sport-Funktionskleidung, die den Schweiß schnell auf die Oberfläche der Kleidung transportiert, wo sie verdunsten kann, verringert so auch die Zersetzung des Schweißes.

Letztlich kann die Geruchsentstehung aber nicht vollständig verhindert werden. Deshalb eignen sich parfümierte Deos, um den Geruch zu maskieren.

Was gibt es, dass schwitzen generell mindert und was sorgt dafür,
dass es nicht direkt negativ riecht?

In Sanitätshäusern gibt es ein Deo namens „Syneo 5“, dass die Schweißbildung reduziert. Es ist vor allem für Menschen mit Hyperhidrose gedacht. Die Wirkung hält bis zu 5 Tagen an, je nach körperlicher Betätigung. Um die Schweißbildung bei Sportlern zu unterdrücken ist es nicht gedacht und auch nicht geeignet, denn die hat ja auch einen physiologischen Sinn und kann dadurch lediglich verringert werden.

Gruß,
Mareike

Gruß, ChrisTine

Hallo,
Rohkoestler haben die Erfahrung, dass sie bei vergleichbarer Anstrengung sehr wenig schwitzen und der Schweiss auch fast nicht riecht.
Gruss Helmut

Hallo Mareike,

von ChrisTine hast du schon goldrichtige Tips (Haare ab, etc.) bekommen… Ergänzend dazu: check deine Klamotten! In Polyester schwitzt du dich zu Tode - du schmorst praktisch im eigenen Saft. Wenn du zum (vermehrten) Schwitzen neigst, sind Kunstfasern tabu.

dass es nicht direkt negativ riecht?

Frischer Schweiß riecht nicht…

Grüße
Renee

Hallo Mareike,

von ChrisTine hast du schon goldrichtige Tips (Haare ab, etc.)
bekommen… Ergänzend dazu: check deine Klamotten! In
Polyester schwitzt du dich zu Tode - du schmorst praktisch im
eigenen Saft. Wenn du zum (vermehrten) Schwitzen neigst, sind
Kunstfasern tabu.

Naja, morderne Funktionskleidung ist aus Kunstfaser, transportiert die Feuchtigkeit weg von Körper.

Mike

dass es nicht direkt negativ riecht?

Frischer Schweiß riecht nicht…

Grüße
Renee

Hallo,

der Wirkstoff in dem von ChrisTine genannten Produkt ist Aluminiumchlorid. In Syneo 5 sind außerdem noch andere Dinge enthalten, reiner (und damit mMn empfehlenswerter) ist Sweat Off. Damit werden die Achseln erst gar nicht feucht und somit riecht auch nichts.

Man muss allerdings nicht zu diesen vergleichsweise teuren Produkten greifen, in der Apotheke kann man sich auch eine Mischung anfertigen lassen. Ich schwitze nicht übermäßig, habe nur trotz jahrelanger Suche kein Deo gefunden, mit dessen Geruch ich leben wollte. Nachdem ich Sweat Off getestet habe benutze ich nun einmal pro Woche eine 10%ige Aluminiumchloridmischung aus der Apotheke und bin sehr zufrieden damit.

Gruß
Sue

Hallo,
Aluminium wird mit Alzheimer in Verbindung gebracht. Einige Deo-Hersteller werben mit >aluminiumfrei

Hallo Mareike,

ich esse keine Rohkost, bekommt mir nicht, stinke aber trotzdem nicht. :wink:
Wenn ich „stinke“, dann stimmt bei mir hormonell etwas nicht.
Wie stehts bei Dir mit der Pubertät?
Da die bei mir vorbei ist, versuche ich dann die Ursache der hormonellen Schwankungen zu finden.
Ein mal wars z.b. ein Mineralstoffmangel durch längeren Infekt mit Durchfall (Coxsackieviren). Ist der Mineralstoffmangel ausgeglichen, hör ich auf zu stinken. Mineralstoffe sind stark am Hormonstoffwechsel beteiligt.

Wenn ich doch mal zu stark stinke, nehme ich nach dem Duschen direkt Rexona und dann tagsüber noch ein Deo mit Eigengeruch.

Gruß
Kathy

Hallo,

Aluminium wird mit Alzheimer in Verbindung gebracht.

jaja, und Brustkrebs kriegt man auch davon - dafür gibts zwar keine Beweise, aber ein bisschen Propaganda macht sich doch immer gut.

Das Bundes-
institut für Risikobewertung (BfR) hat die geschätzte Aluminium-Aufnahme aus Lebensmit-
telbedarfsgegenständen und kosmetischen Mitteln vor diesem Hintergrund bewertet und
kommt zu folgendem Ergebnis:
Im Vergleich zur Aufnahme über Lebensmittel oder Antacida ist die Aufnahme von Alumini-
um über Lebensmittelbedarfsgegenstände und kosmetische Mittel gering. Sie liegt deutlich
unter der Aufnahmemenge, die aufgrund einer aktualisierten Bewertung der Welternährungs-
und der Weltgesundheitsorganisation (JECFA, 2006) als gesundheitlich unbedenklich gilt.
Ein Zusammenhang zwischen einer erhöhten Aluminium-Aufnahme aus Lebensmitteln inklu-
sive Trinkwasser, Medikamenten oder kosmetischen Mitteln und einer Alzheimer Erkrankung
wurde bisher wissenschaftlich nicht belegt. Weder bei Dialyse-Patienten, noch bei Alumini-
um-Arbeitern - beides Personengruppen, die in großem Umfang mit Aluminium in Kontakt
kommen - wurden die für Alzheimer typischen Amyloid-Ablagerungen im Gehirn überdurch-
schnittlich oft beobachtet. Das BfR sieht deshalb keine Gesundheitsgefahr für Verbraucher
durch eine Aluminiumaufnahme aus Lebensmittelbedarfsgegenständen und kosmetischen
Mitteln.

Quelle:http://www.bfr.bund.de/cm/216/keine_alzheimer_g4efah…

Abgesehen davon, vom selbst zugeführten Zigarettenrauch über Autoabgase bis hin zum Drucker-Toner bin ich jeden Tag etlichen Giften ausgesetzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich da ausgerechnet von der Aluminiumdosis einmal pro Woche krank werde ist doch sehr gering. Dass ich weder Brustkrebs noch Alzheimer kriege, wenn ich mein Leben lang mit nassen Achseln rumlaufe kann mir auch niemand garantieren. Dann habe ich doch lieber 50 Jahre trockene Achseln - und damit ein ganz anderes Lebensgefühl, als mit stinkendes Deos - und nehme das Risiko, dafür im Alter „zu bezahlen“ gern in Kauf.

Gruß
Sue

1 „Gefällt mir“

Hallo Sue,

wie wirkt Aluminiumchlorid?

Verhindert es die Zersetzung von Schweiß, die ja für den strengen Geruch verantwortlich ist?

oder

Verhindert es das der Schweiß überhaupt in der Menge entsteht?
Und wenn wie bewirkt es das im Körper?

Ich finde diesen Unterschied enorm wichtig und die Benutzung von Aluminumchlorid davon abhängig machen.

Gruß Steffi

Hallo,

Verhindert es das der Schweiß überhaupt in der Menge entsteht?

Aluminiumchlorid ist hygroskopisch.

http://de.wikipedia.org/wiki/Aluminiumchlorid
http://de.wikipedia.org/wiki/Hygroskopie

Aluminium (-chlorid / Chlorohydrate / Zirconium Tetrachlorohydrex GLY) ist übrigens in vielen (allen?) Antitranspirantien enthalten, wenn man also ein solches benutzt bekommt man auch regelmäßig eine Aluminiumdosis. Mit der reinen Mischung erspart man sich lediglich die sonstigen Inhaltsstoffe wie Parfüm etc. und muss es durch die höhere Konzentration nicht so oft benutzen.

Gruß
Sue

Hallo Sue,

danke für deine Antwort, aber damit ist meine Frage noch nicht umfassend beantwortet

Aluminiumchlorid ist hygroskopisch.

ok, das ist klar, aber wenn ich lese, daß es auch für Entzündungen im Mund benutzt wird und daß man es gegen Schweiß nur alle paar Tage anwenden braucht, habe ich Zweifel, daß die Wirkung ausschließlich auf Feuchtigkeitsbindung beruht.
Diesen Zweifel möchte ich gern ausgeräumt wissen.

Gruß Steffi

Hi,

Aluminiumchlorid ist hygroskopisch.

ok, das ist klar, aber wenn ich lese, daß es auch für
Entzündungen im Mund benutzt wird und daß man es gegen Schweiß
nur alle paar Tage anwenden braucht, habe ich Zweifel, daß die
Wirkung ausschließlich auf Feuchtigkeitsbindung beruht.
Diesen Zweifel möchte ich gern ausgeräumt wissen.

laut Wikipedia ist die Wirkung wie folgt:
Aluminiumchlorid-Behandlung: Aluminiumchlorid wird in den meisten Antitranspirantien verwendet, aber Menschen, die an Hyperhidrose leiden, brauchen eine viel höhere Konzentration. Die Aluminiumsalze dringen in die Schweißkanäle, verbinden sich mit dem dortigen Keratin und verstopfen damit die Drüsenausführungsgänge. Je nach Anwendungsgebiet existieren Rezepturen mit unterschiedlichen Konzentrationen des Aluminiumchlorids in der Lösung (üblicherweise 10 bis 20%), die in der Apotheke erhältlich sind. Die Lösung wird vor dem Schlafen auf die schwitzenden Körperstellen aufgetragen, da es nachts zu einer geringeren Schweißbildung kommt und die Lösung nicht ausgeschwitzt wird. Nach einer Woche täglichen Gebrauchs ist es ausreichend die Behandlung 1-2 Mal pro Woche zu wiederholen. Ziel ist die dauerhafte Rückbildung der Schweißdrüsen, so dass die Therapie schließlich eingestellt werden kann. Nebenwirkungen sind Juckreiz bei sensibler Haut und Hautirritationen. Außerdem kann sich die Kleidung verfärben. Die Erfolgsquote der Therapie mit Aluminiumchlorid liegt bei 95%

http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperhidrose#Therapie
Gruss,
Herb

Hallo Herb,

vielen Dank für deine Antwort, die nun Klarheit schafft.

Die Aluminiumsalze dringen in die
Schweißkanäle, verbinden sich mit dem dortigen Keratin und
verstopfen damit die Drüsenausführungsgänge.

Damit kommt Aluminiumchlorid für mich nicht in Frage, denn ich möchte meinen Körper in seiner Funktion nicht behindern.

Gruß Steffi