Kann man den Tod vorhersehen?

Hallo

viele Menschen sind gleich, und auch der Verlauf einer Krankheit ist bestimmt oft gleich. Natürlich kann es vereinzelt massive Unterschiede geben, jedoch denke ich dass es immer nach einem Muster abläuft.

Ich frage mich nun ob es beim durchschnitts Tod ähnlich ist.

Ich frage mich das da meine Oma in den letzten Wochen massiv abgebaut hat. Sie ist weit über 80. Hatte vor Wochen einen Beinbruch und war auf Reha. Vorher hatte sie schon Demenz.
Aber seit Sie zurück ist von der Reha (wo am Tag immer jemand von uns vor ort war) hat sie massiv abgebaut.

Sie kann nicht mehr essen (gut wir haben Sie auch die letzten Wochen gefüttert), aber sie kann nun ach nicht mehr schlucken. Obwohl sie eine woche zuhause (bei uns) ist wirkt sie als würde sie schlafen. Hat im gegensatz zu vor 5 wochen eine reaktionszeit die unglaublich lang ist.
Sie scheint absolut betäubt (keine Medikamente).

Es ist für mich als wäre ein Teil ihres gehirns abgestorben.

Ich weiss dass sich das komisch anhört aber es ist unglaublich.

Deshalb frage ich mich ob es eine Schablone gibt die man vergleichen kann…

Daniel

Hallo Daniel,

viele Menschen sind gleich, und auch der Verlauf einer
Krankheit ist bestimmt oft gleich. Natürlich kann es
vereinzelt massive Unterschiede geben, jedoch denke ich dass
es immer nach einem Muster abläuft.

da muss ich leider widersprechen: kein Mensch ist gleich, wir alle sind Individuuen. Natürlich mag man einer gleichen Nationalität, Gruppe, Typ sein, aber kein Mensch gleicht dem anderen. Und somit mag der Charakter einer Krankheit zwar der selbe sein, aber sein Ablauf wird von jedem Menschen anders empfunden. Eine Grippe für mich wird immer anders sein, als für dich. Aber ich weiss was du meinst…

Ich frage mich nun ob es beim durchschnitts Tod ähnlich ist.

Es gibt keinen Durschnitts Tod. Der Tod ist ein komplizierter Prozess, der niemals durschnittlich sein kann und auch sein darf. Hätten wir ein Verhaltensmuster, nachdem wir uns benehmen sollten, wäre das wirklich sehr gruselig. Jeder Mensch hat nach seinem gelebten Leben, nach seinem Glauben und nach seiner Art eine individuelle Behandlung und Versorgung nach die wir uns zu richten haben, um den letzten Weg dieses Menschen gemeinsam gehen zu können.
Natürlich sind die Todesanzeichen irgendwo alle die selben (Rigor mortis, Leichenflecke etc), aber so wie kein Mensch dem anderen gleicht, gleicht kein Tod dem anderen.

Ich frage mich das da meine Oma in den letzten Wochen massiv
abgebaut hat. Sie ist weit über 80. Hatte vor Wochen einen
Beinbruch und war auf Reha. Vorher hatte sie schon Demenz.
Aber seit Sie zurück ist von der Reha (wo am Tag immer jemand
von uns vor ort war) hat sie massiv abgebaut.

Der Charakter der Demenzerkranung ist schwer vorrauszusagen. Viele Menschen mit Demenz bauen nach einem Beinbruch oder einer schweren Krankheit (Infektion etc) schnell ab. Das hat allerdings viele verschiedene Gründe und ist das Resultat von Faktoren die zusammenspielen (geschwächtes Immunsystem, Ernährungszustand etc). Und manchen erholen sich davon, andere nicht und andere wiederum nur sehr schwer.

Es ist für mich als wäre ein Teil ihres gehirns abgestorben.

Ich weiss dass sich das komisch anhört aber es ist
unglaublich.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dich das schockiert und man das nicht wahrhaben kann und will. Deine Oma ist jenseits der 80, hat also ein Alter erreicht, auf das sie stolz sein kann. Zum Leben gehört leider Gottes auch der Tod dazu, das wird uns immer wieder bewusst, wenn es einen nahen Angehörigen betrifft. Dadurch wird unsere eigene Sterblichkeit jedesmal vor’s Auge geführt.

Deshalb frage ich mich ob es eine Schablone gibt die man
vergleichen kann…

Die gibt es zum Glück nicht. Gestaltet den Tag für eure Oma so gut es geht. Ich wünsche euch und deiner Oma in ihren vielleicht letzten Lebensabschnitt alles Gute. Jemanden zu lieben bedeutet auch loslassen zu können.

Gruss levi

Manche können es…
Hallo,

folgende Meldung ging vor ein paar Monaten um den Globus:

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,496608,00.html

Wirklich erforscht und praktisch umsetzbar ist das Ganze natürlich noch nicht - aber wer weiß, vielleicht gehören ja irgendwann einmal Katzen zur Standard-Ausstattung von Pflegeheimen… ;o)

Beste Grüße

=^…^=
Katze

Katzen vielleicht

Guten Morgen!

http://hpd-online.de/node/2578
In dem Bericht ist die Rede von einer Katze, die den Tod vorausspüren kann. (Ich habe darüber auch schon in seriösen Zeitungen gelesen, stufe es aber zuallererst als Anekdote ein, solange nicht genaueres untersucht wurde. Der zitierte Artikel geht auch auf die Zweischneidigkeit der Geschichte ein.)

Da ich nicht an Übersinnliches glaube, würde ich sagen, dass hat eine andere Ursache. Vielleicht Abläufe im Körper von Sterbenden, die die Katze wahrnehmen kann. Veränderungen im Stoffwechseln oder sowas in der Art.

Und wenn Katzen das spüren können, warum nicht auch manche Menschen?

Die Frage lautet aber eigentlich für mich: Hilft uns das weiter, vorher zu wissen, dass jemand stirbt? Oder wollen und sollen wir das lieber gar nicht so genau wissen. Ist eher was für Psychologen oder Philosophen.

Schöne Grüße
kernig

zu spät gelesen…
Morgen,

hab ich zu spät gelesen, Deinen Beitrag.
Betrachte meinen bitte als Ergänzung :smile:

Grüße
kernig

unter bestimmten Voraussetzungen (rabenschwarz)
Hi,

Deine Schlussfolgerung ist falsch.
Wurde hier bereits ausführlich dargelegt.

Anders verhält es sich, wenn ich (natürlich nur mal so angenommen und ohne jeglichen Bezug zur Wirklichkeit - um elendige Diskussionen jetzt gleich mal abzuwürgen) jemanden vorsätzlich töte.
Dann dürfte ich sein Ableben wohl ziemlich genau voraussehen können.
Und auch der Deliquent dürfte sein unmittelbar bevorstehendes Ende (entsprechende Technik, z.B. Erwürgen) ziemlich zuverlässig voraussehen.
Eine unschöne Vorstellung.

sorry, da hat mich mein kleiner rabenschwarzer Teufel mal wieder geritten und ich konnte nicht an mich halten

Erleichtert
Ray