Angina pectoris
Von: , Frage gestellt am Fr, 14. Mär 2008
Hallo,
wie ist der Schmerz bei Angina pectoris zu beschreiben: eher stark und massiv stechend oder leicht/leise drückend?
Vielen Dank sagt,
Ute
Hallo,
wie ist der Schmerz bei Angina pectoris zu beschreiben: eher stark und massiv stechend oder leicht/leise drückend?
Vielen Dank sagt,
Ute
Mahlzeit,
wie ist der Schmerz bei Angina pectoris zu beschreiben: eher
stark und massiv stechend oder leicht/leise drückend?
das kann Dir keiner sagen, weil er sehr individuell wahrgenommen wird. Angina Pectoris wird durch eine Durchblutungsstörung verursacht. Zum einen kann diese ganz unterschiedlich auftreten (z.B. an einem großen Gefäß, so daß große Bereiche des Muskelgewebes unterversorgt sind, oder an einem kleineren Gefäß, so daß die Durchblutungsstörung nur begrenzte Gebiete betrifft). Zum anderen erlebt jeder diesen Schmerz anders.
Bei meinem Aufenthalt in der Rehaklinik nach meiner Herz-OP besuchte ich unter anderem Vorträge, die sich vor allem damit befaßten, jedem Patienten die Erkennung "seiner" AP-Schmerzen zu erleichtern. Am besten hatten es die Patienten, die schon mal einen Kathetereingriff mit Ballondilatation gehabt hatten, denn genau dieser Schmerz war es, den sie sich merken sollten.
Zu den aufgetretenen Symptomen kann ich sagen, es wurde alles berichtet: von plötzlich und stechend über leise anschwellend, von fast gar nicht wahrgenommen zum unerträglichen Schmerz waren so ziemlich alle Formen vertreten.
Ich weiß, das hilft nicht sonderlich weiter, aber es gibt leider kein eindeutiges Erkennungsmerkmal dafür.
Gruß
Sancho
Mahlzeit,
abendbrot,
Am besten hatten es die Patienten, die schon
mal einen Kathetereingriff mit Ballondilatation gehabt hatten,
denn genau dieser Schmerz war es, den sie sich merken sollten.
wie denn? beim kathetereingriff bist du ziemlich zugedröhnt. da merkst du dir nix.
schönste grüße
ann
Hi Ann,
wie denn? beim kathetereingriff bist du ziemlich zugedröhnt.
da merkst du dir nix.
nicht unbedingt. Beim "normalen" diagnostischen Kathetereingriff, und selbst bei manchen minimalinvasiven Eingriffen, soll der Patient bei Bewußtsein und ansprechbar sein, um dem Arzt seine Arbeit zu erleichtern (z.B. indem er "Aua" schreit).
Ich hatte einen diagnostischen Katheter und drei Ablationen; bei der letzten Ablation, die über 4 Stunden dauerte, habe ich um ein Schlafmittel gebeten, weil ich fix und fertig war.
Ansonsten habe ich mir alles sehr genau merken können :(
Gruß
Sancho
Hi Ute,
kennzeichnend für Angina pectoris Schmerz ist dass es ein Belastungsschmerz ist.
Das heisst - er tritt unter körperlicher Belastung auf und verschwindet auch wieder wenn die Belastung wegfällt.
WIE sich der Schmerz äussert ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt a) von der Größe des Gebietes im Herzmuskel ab dass nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt wird und b) von der individuellen Schmerzempfindung und verarbeitung ab.
.......Genug der theoretischen Ausführungen ....bei Verdacht auf Angina pectoris bitte SOFORT den ARZT bzw das Krankenhaus aufsuchen!!
Alles Gute
Susanne
[MOD]: Ganzkörperzitat entfernt. Bitte beachtet die Netiquette,Satz 3 Pkt.7: http://www.wer-weiss-was.de/content/netiquette.shtml Danke!
Hallo,
was Susanne sagte, stimmt nicht ganz. Es gibt auch die instabile Angina pectoris, bei der die Schmerzen spontan und unabhängig von Belastungen auftreten. In jedem Falle aber ist es richtig, sofort (!) einen Arzt zu konsultieren.
Gruß,
Montanus
ja toll, und wie weiss der mensch nun, OB es ein angina pectoris anfall ist oder aber
- blähungen
- muskelverspannungen
- ausstrahlende sodbrennen
um nur 3 zustände zu nennen, die durchaus vergleichbare symptome machen... oder ums provokativ auszudrücken.. WIRKLICH bei jedem furz zum doc??
fragt sich
karin
Hallo Karin,
ja toll, und wie weiss der mensch nun, OB es ein angina
pectoris anfall ist oder aber
- blähungen
- muskelverspannungen
- ausstrahlende sodbrennen
um nur 3 zustände zu nennen, die durchaus vergleichbare
symptome machen... oder ums provokativ auszudrücken..
Du bringst es auf den Punkt. Es ist nicht einfach, um nicht zu sagen sehr schwer. Gerade Frauen tendieren dazu, diesen Schmerz entweder nicht zu spüren oder einfach zu übergehen. Das führt aber auch oft dazu, daß sie es entweder zu spät oder gar nicht melden - mit tragischen Folgen.
WIRKLICH bei jedem furz zum doc??
Warum nicht? Wenn Du es ein paarmal gemacht hast, kriegst Du vielleicht ein besseres Gefühl dafür, wie es einzuordnen ist. Wenn nicht, lebst Du mit der Unsicherheit.
Lieber einmal zuviel zum Arzt als zuwenig.
Gruß
Sancho
Hallo Sancho
im prinzip hast du natürlich recht, dass man (richtigen) beschwerden nachgehen soll. aber gerade dieses verhalten:
WIRKLICH bei jedem furz zum doc?
Warum nicht? Wenn Du es ein paarmal gemacht hast, kriegst Du
vielleicht ein besseres Gefühl dafür, wie es einzuordnen ist.
Wenn nicht, lebst Du mit der Unsicherheit.
Lieber einmal zuviel zum Arzt als zuwenig.
ist es doch, was das deutsche gesundheitswesen bankrott macht (gemacht hat....) weil eben jeder aus allen möglichen und unmöglichen motiven heraus zum doc geht.
das gekoppelt mit einem allzuhohen anspruchsdenken (jede feldwaldwiesenpraxis sollte möglichst die technischen möglichkeiten einer klinik aufweisen können...) ruiniert ärzte, praxen und das gesamte gesundheitswesen.
da ist es leider wie überall, geiz ist geil.. keiner will zahlen aber dafür das beste bekommen... :-(
grüsse
Karin
Hi,
ich glaube, wir sind uns doch einig.
im prinzip hast du natürlich recht, dass man (richtigen)
beschwerden nachgehen soll. aber gerade dieses verhalten:
Lieber einmal zuviel zum Arzt als zuwenig.
ist es doch, was das deutsche gesundheitswesen bankrott macht
(gemacht hat....) weil eben jeder aus allen möglichen und
unmöglichen motiven heraus zum doc geht.
Das finde ich nun nicht. Hier geht es um den Verdacht (wie begründet oder unbegründet, entzieht sich meiner Kenntnis) einer Angina Pectoris. Ich glaube, die Kostenfrage bei solchen Beschwerden mit gutem Gewissen in den Hintergrund stellen zu können (makabrerweise könnte man ja sagen, daß jeder Patient, der zu spät zum Arzt bzw. zu früh stirbt, dem Gesundheitssystem billiger kommt).
Viele Grüße
Sancho