Autismus

Von: , Frage gestellt am Do, 30. Nov 2000

Ich habe ein Problem in der Familie gibt es ein autistisches Kind 11 Jahre (sprachbehindert)d.h.er kann sich nicht äussern(sprechen)der immer ausreisst und zwar so schnell dass wir keine chance haben ihn zu finden erst nach 4 bis 5 Stunden mit polizeisuche.Meine Frage dazu:gibt es so etwas wie einen Sender den man ihn einoperieren könnte? (chip )bei Autos gibt es ja so was oder bei Tieren die in die freie Wildbahn entlassen werden.Ich weiss das klingt blöd aber es wäre der letzte Ausweg weil Sender äusserlich reisst er sich bestimmt irgendwie weg unddann müsste so was ähnliches wie tragbarer Monitor mit Stadtplan (reichweite schon ca.10 bis 15KM )dass wir wenigstens wissen in welcher Richtung der Stadt wir suchen sollen ,denn mit 1 Auto geht das nicht er ist immer wo anders.WEnn jemand eine Firma oder Adresse weiss an die ich mich wenden könnte wäre mir schon sehr geholfen.(oder andere Idee wie man das lösen könnte)DANKE im Vorhinein SPEISER

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 3 hilfreich
    Soll das jetzt ein blöder Scherz sein?!

    Hi,

    ich habe in meinem Leben schon viel Unsinn gehört und erlebt. Du - als angeblich besorgte Familienangehörige - scheinst aber nicht einmal zu wissen, was Autismus überhaupt ist, geschweige denn, wie intelligent solche Kinder eigentlich sind.

    Ein autistisches Kind ist weder ein stupides Objekt noch ein Auto noch ein Tier in der freien Wildbahn, dem man - wegen der offensichtlichen Unfähigkeit der Eltern, auf ihr Kind aufzupassen - einfach mal so einen Überwachungschip "einoperiert".

    Vielleicht sollte man Leuten wie Dir einem solchen Sender (direkt mit einer Ortungsanzeige auf dem Stadtplan-Monitor) implantieren...

    Ich glaube, ich höre jetzt lieber auf, sonst kriege ich noch die Krätze und gebe - obwohl wir mittlerweile 18:30 Uhr haben - meinen Morgenkaffee wieder von mir.

    Tessa

    • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
      Re: Soll das jetzt ein blöder Scherz sein?!

      Hi, bravo dein Kommentar , dem sollte man einen Sender einbauen und auf den Mond schießen, aber ohne Rückfahrkarte,
      anstatt sich mit dem Kind oder der Krankheit einmal auseinanderzusetzen . [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 2 Stunden 1 hilfreich
    Re: Autismus - ich fasse es nicht!!!

    DANKE im Vorhinein SPEISER

    TIP:
    1. Erst mal vernünftig informieren, was Autismus bedeutet! bei http://www.bol.de gibt es unter dem Suchwort "Autismus" ne Menge Bücher zu dem Thema. Vielleicht wird dann klar, was Autismus für ein Kind bedeutet!
    2. Ein Kind - auch ein autistisches, ist ein Mensch, dem man helfen kann. Allerdings muss diese Hilfe wohl völlig anders aussehen als Deine <sorry> HIRNRISSIGE Idee. Autistische Kinder sind meist hochintelligent und leiden ganz entsetzlich!

    Informationen auch zu Selbsthilfegruppen, bekommst Du beim

    Bundesverband für das autistische Kind
    Bebelallee 141

    22297 Hamburg
    Kontakt Tel.: 040-511 56 04
    Kontakt Fax: 040-511 08 13
    Homepage http://www.autismus.de

    Gruss
    Ingrid

  3. Antwort von nach 3 Stunden 4 hilfreich
    Re: Autismus

    Hallo Helga,
    ich kann eure Idee irgendwie verstehen, find sie aber auch etwas abgedreht. Ich betreue einen autistischen Jungen, der ähnlich abgefahrene Sachen bringt und auch sehr flink und unberechnbar dabei vorgeht.
    Angefangen vom Rolltreppen-Notschalter über Kühltruhenschalter bis zum Feuermelder, kein Knopf bleibt bei ihm ungedrückt!Ausserdem läuft er gerne auf stark befahrene Strassen und ähnliches, denn er kennt keine Gefahr.
    Ihn zu betreuen, ist ein hohes Risiko, und schon mehrmals hat er mich und sich in äusserst heikle Situationen gebracht und sein Leben gefährdet.
    Ein Gedanke, der mir neulich noch in den Sinn kam, war, ihn mit einem Armband an mich zu fesseln, damit er nicht plötzlich losrennen kann. Klar, bei nüchterner Betrachtung ist sowas geradezu menschenunwürdig, aber nach einer haarsträubenden Situation kommt einem schnell so eine Idee.
    Eine richtige Lösung kann sowas natürlich nicht sein!
    Deshalb hab ich diese Idee auch schnell wieder fallengelassen. Besser ist, zu sehen, wann und in welchen Situationen macht er Unfug?
    Bekommt er zu wenig Aufmerksamkeit?
    Hat er gerade vor irgend etwas Angst?
    Was bezweckt er?
    Meistens leiten einen diese Fragen dann mehr zu ihm hin, bei meinem Betreuten ist es z.B. auffallend häufig wenn ich ihn nicht genügend beachte, oder in bestimmten Situationen, wenn äußere Einflüsse ihn stressen.
    Bis man das genau ausmachen kann, dauerts natürlich, es hat aber mehr Sinn, als immer nur auf die Aussetzer zu reagieren. Das bringt ihm ja zudem auch eine Bestätigung, dass seine Taktik geeignet ist, ihm die gewünschte Aufmerksamkeit zu besorgen.
    Hier noch ein paar Links, die evtl. helfen könnten:
    http://www.autea.de/
    http://members.tripod.de/Rautende/
    http://www.autismus-online.de/fortbildung-extern.htm
    Gruss
    Krischan

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