Hallo Leute…
Ich weiß langsam nicht mehr weiter, wir verzweifeln hier. Ich hatte auch schonmal hier bei WWW nachgefragt, aber bis heute ist alles nur noch schlimmer geworden. Ich erkläre einfach nochmal alles und hoffe, daß uns endlich mal jemand helfen kann.
Was ist passiert?
Anfang September (ich glaube, es war der 08.09.2007) hat meine Freundin an einem „Menschenkicker-Turnier“ teilgenommen. Hierbei hat sie sich 2x das Knie verdreht und danach (um das Unglück perfekt zu machen) aus kurzer Entfernung mit voller Wucht einen Fußball vor selbiges bekommen. Das Ergebnis: Schmerzen im Knie und Humpeln. Da es innerhalb weniger Tage (1-2 Tage) immer schlimmer wurde, gingen wir zum Arzt.
1. Arzt, Orthopäde
Der Arzt veranlasste 2 Röntgenbilder vom linken Knie und ein MRT. Erst nach langem Betteln (das Knie war kaum noch belastbar) verschrieb er Unterarmgehstützen. Als die Bilder vorlagen, sagte er kurz und knapp, er wisse, wo seine Grenzen sind. Er könne dort lediglich ein gesundes Knie sehen. Wir mögen uns doch bitte einen anderen Orthopäden suchen. Später haben wir dann erfahren, daß er im Normalfall nur Privatpatienten behandelt. Wir vermuten, dass er uns abwimmeln wollte.
2. Arzt, Chirurg, Knie-Spezialist
Nach einer kurzen Untersuchung diagnostizierte der Arzt eine „Zerrung und Prellung der Kniescheibenspitzen-Bänder“. Laut seiner Aussage sei Krankengymastik die richtige Behandlung. Diese wollte er ihr allerdings nicht verschreiben. Begründung: Er sei Chirurg, dafür müssten wir zu einem Orthopäden.
3. Arzt, Orthopäde
Nachdem wir unser Anliegen vorgetragen haben (Verschreibung von KG), wollte der Arzt es sich nicht nehmen lassen und selber noch einmal untersuchen. Seine Aussage: Krankengymnastik ist quatsch, Cortison-Spritzen und Zinkleimverbände. Als sich nach mehreren Wochen keine Besserung einstellte und der Arzt immer wieder nur die Aussage traf, dass man dann eben immer weiter Zinkleimverbände machen müsste, wechselten wir mal wieder.
4. Arzt, Chirurg
Es geht hier um eine Gemeinschaftspraxis von 3 Ärzten. Eigentlich wurde uns Arzt 1 empfohlen. Dieser war allerdings völlig ausgebucht und daher verwies uns die Arzthelferin an Arzt 2 (der ist mindestens 264 Jahre alt). Dieser untersuchte das Knie und kam zu dem Schluss, dass nun erst einmal Krankengymnastik her muss. Wenn diese nicht helfen sollte, müsse man wohl oder übel eine Arthroskopie machen, um sich mal „vor Ort“ anzuschauen, was los ist. Gleichzeitig wurde das „tangenciale Röntgen der Kniescheibe“ angeordnet. Da das Röntgenbild keine Auffälligkeiten zeigte und die Krankengymastik den Zustand nur verschlimmert hat, sprachen wir den Arzt auf die angekündigte Arthroskopie an. Nun lautete seine Aussage, es sei völliger Schwachsinn, einfach drauf los zu schnippeln, das hätte keinen Sinn. Kurz danach fanden wir durch Zufall heraus, dass es sich bei diesem Arzt um genau den Chirurgen handelte, der vor ca. 15 Jahren in einem Krankenhaus hier in der Umgebung das Knie meiner Mutter bei einer Meniskus-Operation versaut hat und der ein paar Jahre danach aus dem Krankenhaus „freiwillig gegangen wurde“. Diese Umstände veranlassten uns dazu, wieder einmal auf Arztsuche zu gehen.
5. Arzt, Chirurg, Krankenhaus
Uns wurde von mehreren Leuten ein Krankenhaus hier in der Umgebung empfohlen, welches im Bezug auf Knie und auch generell Orthopädie spitze sein soll. Also alle Unterlagen zusammengepackt und einen Termin gemacht. Dieser war heute. Die erste Frage die gestellt wurde: „Haben Sie eine private Zusatzversicherung zu Ihrer gesetzlichen?“ (haben wir leider nicht, vielleicht ist das die Ursache für die Behandlung). Der Arzt war extrem unfreundlich und hat nicht mal gegrüßt (es war kurz vor Feierabend), die Röntgenbilder wurden nur kurz mal überflogen, die MRT-Bilder wurden gar nicht angeschaut. Die Aussage, dass das Knie weh tut, reicht ihm als Beschreibung. Untersucht wurde das Knie, indem das Bein (am Knöchel gepackt) lang gezogen wurde und das Knie mit voller Wucht durchgedrückt wurde. Dass das pure Schmerzen sind, brauche ich hier wohl nicht zu erwähnen. Trotz der Beschreibung, daß die Schmerzen sich AUSSEN befinden (wenn man frontal auf das linke Bein schaut, rechts neben der Kniescheibe), lautete die Diagnose „Kniescheiben-Überbelastung“. Und darauf folgte knallhart die Frage: „Was wollen Sie eigentlich hier? Wir arbeiten nur chirurgisch.“ Als meine Freundin anmerkte, dass sie sich evtl. eine Arthroskopie erhofft hatte, um endlich mal zu wissen, was überhaupt los ist, antwortete der Arzt nur „Blödsinn“. Er stellte ein Rezept über „schwarze Salbe“ aus und sagte „einfach einschmieren, das geht irgendwann weg“. Auf die Frage, wann denn nun „irgendwann“ sei, da das ja nun schon seit fast 8 Monaten so geht, kam keine Antwort und der Arzt ging.
Vorhandene Unterlagen
2 Röntgenbilder Knie links
1 CD mit MRT-Bildern
1 Röntgenbild Kniescheibe links „tangencial“
HILFE! Was können wir noch machen? WILL uns keiner helfen oder ist das wirklich ein sooo schwerer Fall? Wir wissen nicht mehr weiter. Das Knie wird schlimmer und schlimmer. Ohne Krücken kann meine Freundin nirgends mehr hin. Schlafen fällt schwer wegen der Schmerzen.
Ich hoffe, irgendwer kann irgendwas dazu sagen oder tun.
Danke!
