Sußikeit ersatz Diabetes

Hallo!

Folgendes Wie einigen bekannt ist bin ich Leiter einer Pfadfindergruppe.
Wir haben da einen Jungen (10 Jahre)der an Diabetes leidet und Spritzen muss.
Aufgrund der Erkrankung war er bisher nie auf Klassenfahrten oder Lagern mit.
Neulich hatten wir ein Wochenende mit nur einer Übernachtung da durfte er mit weil die Eltern zufällig im Gleichen Ort bekannte besucht haben.
Haben dann per Telefon mit der Mutter absprachen gehalten wenn der wert zu hoch war und vor dem Spritzen- hat Super geklappt.
Der Junge ist sehr Selbständig (wenn ich Ihm gesagt hab das er noch den Zucker messen muss sagte er mir schon wert, als ich ihn aufs Spritzen hinweisen wollte kam er im schon von Selbst zu mir.
Ein anderer Leiter aus ner Anderen Gruppe meinte nur: Der ist ja mit dem messen und Spritzen unkomplizierter als manch anderes Kind welches nur ne Tablette nehmen soll.)
Für diesen Jungen währe es imho wichtig mit auf solche Aktionen zu kommen und er muss ja auch mal lernen selbständig damit zu leben.
Nun wollen wir auch an Himmelfahrt weg doch ich befürchte er darf wieder nicht deswegen würde ich gerne im Gespräch mit der Mutter Klar machen das es schon klappen wird und wir uns Drauf einstellen! Sie meint nämlich das wir bzw. die anderen Kinder deswegen keine Rücksicht nehmen zu brauchen/sollen (z.B. der Vorschlag einfach weniger Süßigkeiten zu besorgen, den Zitronentee nicht so stark zu machen und entsprechend zu kochen-das letztere wäre aber wohl auch nicht nötig meint Sie)
Selber sollen die Kinder sowieso Keine Süßigkeiten mitnehmen (machen wir Leiter für so das auch alle das Gleiche bekommen) also ist die Gefahr weitgehend gebannt das von der Seite etwas aus dem Ruder Läuft.
Ich suche jetzt nach besseren Alternativen zu dem üblich Süßkram wie Weingummi, Schokolade,Chips. Was kann man für Diabetiker am besten nehmen (sollte aber auch für eine kleine Gruppenkasse zu bezahlen sein)um Ihm das Wochenende zu ermöglichen.
Für weitere Tipps bin ich auch dankbar was man tun Könnte was als Argument sein Könnte das er mit darf.
Glaube die Mutter hat einfach bedenken was ist wenn sie nicht dabei ist bzw. Will die Große Verantwortung (dessen wir uns Wohl bewusst sind - auch wenns nen bissel komisch ist)an andere zu übertragen, aber wir hatten schon andere anstrengender fälle.

Ist zwar etwas Länger geworden aber naja
Es Dankt Ww Gruß und Gut Pfad

Hallo,
anhand der Frage verstehe ich die Angst der Mutter schon etwas. Wenn der Jugendleiter glaubt, bei Diabetes ist nur auf den Zucker zu achten, hat er nicht das noetige Wissen. Nicht boese sein, vor jedem Lernen ist man eben unwissend.

Bei Diabetes ist auf die Kohlehydrate zu achten. Ein wichtiges Kohlehydrat ist der Zucker, aber selbst ohne Zucker gehoeren die Kohlehydrate staendig in den Blick.

Und zwar nicht im Sinne von Vermeidung (wenn angepasst gespritzt wird), sondern man muss wissen, wieviel Kohlehydrate WERDEN in der Mahlzeit kommen, damit der Diabetespatient VORHER die richtige Menge Insulin spritzen kann. Mit Mahlzeit meine ich jede Mahlzeit, jedes Fruehstueck mit Brot und Kaese zB, auch ne Portion Nudeln mit Sauce. Den Ueberblick ueber die BE (Broteinheiten) in den Mahlzeiten muss der Jugendleiter der Mutter glaubhaft machen koennen, dann schoepft sie Vertrauen.

Zu den zuckerhaltigen Nahrungsmitteln gilt dasselbe. Was nutzt kein Zucker und dafuer getrocknete Aprikosen, wenn nicht die BE der Aprikosen zu erkennen sind. Das Kind braucht ne Info, 1 BE Aprikosen sind x Gramm, oder 1 BE Kekse mit Zucker sind x Gramm, dann kann das Kind passend spritzen und ihr als Jugendgruppe duerft es anbieten.
Das Diabeteskind ist wie von Dir beschrieben schon sehr selbstaendig und verantwortungsbewusst. Die Leitung sollte zur Sicherheit noch wissen, wie eine Unterzuckerung sich bemerkbar macht und wie sie von aussen zu erkennen ist, was dann zu tun ist und die Mittel vorher bereithalten (Not-Telefon, Traubenzucker, evtl Glykagonspritze), fragen, weiss alles die Mutter.

Ansonsten koennen die ueblichen suessen Nahrungsmittel als Ersatz der zuckerhaltigen genommen werden. Suesses Obst, abends zum Knabbern zb Aepfel in Wuerfel geschnitten in der Schale, Trockenobst, Apfelringe getrocknet, Bananenscheiben, Studentenfutter, Nuesse und Mandeln dazu, diese vielleicht auch 2 Stunden in Wasser eingeweicht. Abends zum Knabbern gingen auch Kaesewuerfel mit Traube auf einem Zahnstocherspiess. Gemuese in Streifen eignet sich prima zum Knabbern, Kohlrabi, Paprika, Moehre, Gurke, alles pur oder mit ner Dip-Sauce, zubereitet oder fertig aus dem Supermarkt.
Mal sehen welche weiteren Ideen noch einlaufen. Gruss Helmut

Hallo,
anhand der Frage verstehe ich die Angst der Mutter schon
etwas. Wenn der Jugendleiter glaubt, bei Diabetes ist nur auf
den Zucker zu achten, hat er nicht das noetige Wissen. Nicht
boese sein, vor jedem Lernen ist man eben unwissend.

Bei Diabetes ist auf die Kohlehydrate zu achten. Ein wichtiges
Kohlehydrat ist der Zucker, aber selbst ohne Zucker gehoeren
die Kohlehydrate staendig in den Blick.

Das ist schon Klar

Und zwar nicht im Sinne von Vermeidung (wenn angepasst
gespritzt wird), sondern man muss wissen, wieviel Kohlehydrate

Ja schon Klar deswegen haben wir ja auch mit der Mutter Tel Kontackt gehalten- das wir uns da nicht auskennen ist ja verständlich

meine ich jede Mahlzeit, jedes Fruehstueck mit Brot und Kaese
zB, auch ne Portion Nudeln mit Sauce. Den Ueberblick ueber die
BE (Broteinheiten) in den Mahlzeiten muss der Jugendleiter der
Mutter glaubhaft machen koennen, dann schoepft sie Vertrauen.

Ja habe ich auch vor wir wissen Ja vorher was es wann zu essen geben soll und den Spieseplan wollte ich auch vorher mit der Mutter durchgehen

Das Diabeteskind ist wie von Dir beschrieben schon sehr
selbstaendig und verantwortungsbewusst. Die Leitung sollte zur
Sicherheit noch wissen, wie eine Unterzuckerung sich bemerkbar
macht und wie sie von aussen zu erkennen ist,

Wird selbstverständlcih abgeklärt! was dann zu tun

ist und die Mittel vorher bereithalten (Not-Telefon,
Traubenzucker, evtl Glykagonspritze), fragen, weiss alles die
Mutter.

Haben wir auch so gemacht Traubenzucker Hatten wir, Handy eh immer am mann

Ansonsten koennen die ueblichen suessen Nahrungsmittel als
Ersatz der zuckerhaltigen genommen werden. Suesses Obst,
abends zum Knabbern zb Aepfel in Wuerfel

Hätte ich jetzt als Schwirig eingestuft da hie ja wieder viel Fruchtzucker drin ist (hätte ich gedacht)

Studentenfutter, Nuesse und Mandeln dazu,

ansowas dachte ich schon

diese vielleicht auch 2 Stunden in Wasser eingeweicht.

Warum?

Abends zum Knabbern gingen auch Kaesewuerfel mit Traube auf einem
Zahnstocherspiess.

Genau nach solche sachen hatte ich als alternative vorschläge gesucht.
Da die Muter scheinbar grade fürchtet das dort viele Süßigkeiten zu sich genommen werden wo ihr sohn dan zugucken müsste bzw es evtl nicht durchhalten würde.
Das es auch die Normaln Mahlzeiten zu berücksichtigen gilt ist Klar, und wie gesagt wir stehen mit der Mutter in Gutem Kontackt, wollte nur zeigen das wir uns auch gedanken machen auf diese besondrheit einzugehen. Denn es sollte kein grund sein bei sowas nicht mitzumachen.

Danke gruß Ww

Hallo, ich erspar mal allen das zitieren, da ich noch eine Frage hab. Wie gehen die anderenKinder denn damit um, wissen die was hinter dem seltsamen Verhalten des Kindes steckt (willst du einen Gummibär, ne ich darf nicht)
Vielleicht könnt ihr euch ja mal umschauen ob es nicht auch Diätassitentinnen gibt, die auch mal in so eine Jugendgruppe kommen und das mal mit allen in einem Workshop besprechen. (ich hab hier mal von so Kursen gehört, evtl gibts da ja Kontakte über eine Selbsthilfegruppe).
Dabei gibt es auch Hinweise worauf alle achten sollt, wenn ihm schwummerig wird oder so, kriegt man ja evtl als Betreuer gar nicht sooo schnell mit, wenn grad irgendwo noch ein oder mehr Probleme (aufgeschlagene Knie, Streit oder was auch immer) da ist.

Dann dürften auch die letzten Bedenken der Mutter wohl ausgeräumt werden.

Ich mach übrigens so Workshops in denen ich mit Kindern Gummibärchen (ok, Drops, der Form wegen) herstell, da hatten wir auch mal überaschend ein Kind mit Diabetes dabei, glaub mal ja nicht dass die Mutter uns das schon bei der Anmeldung gesagt hat, ne erst 5 Minuten vor Beginn und wir hattennatürlich keine Zuckerfreien Gummidrops vorrätig und zumindet bei Der Veranstaltung war auch eine ausgiebige sich durch alle Sorten Durchprobier-Pause drin (weil eigentlich sollten die Kiddies dabei ja auch was lernen so mit Künstlich und natürlich, Wie farben das Geschmacksempfinden leiten und verschiedene Geliermittel und so. An Vegetarische hatten wir gedacht und an Schweinegelantinefreie, aber wer ahnt dass ein Diabetikerkind zum Fruchtgummischlachtfest geschickt wird „Der weiß wieviel ihm bekommt und er hat schon mal vorgespritzt, wann gibts den was zu naschen“ *Kopfschüttel* Nu erklär mal den anderen Kindern weshalb der sich schon während des Fruchtgummikochens schon einen aus dem anderen Raum reinschieben darf, da er sonst die nächste halbe Stunde nicht durchhält und dann als alle dürfen will er plötzlich nicht mehr)

Gruß Susanne

Hallo Ww,

ich gehe mal davon aus, daß der Junge Diabetiker Typ I ist. Ohne künstliches Insulin kann er also den Blutzucker nicht abbauen.

Grundsätzlich darf ein Diabetiker alles essen, was auch ein gesunder Mensch essen kann. Es gibt keinerlei Einschränkungen. „Grundsätzlich“ darum, weil mit einer entsprechend angepaßten Insulingabe ein Diabetiker auch problemlos ein Pfund Traubenzucker essen könnte (ist natürlich übertrieben). Wichtig ist nur, daß die Insulingabe stimmt.

Das sollten auch die Eltern wissen. Vielleicht kannst Du da mal vorfühlen und eventuell etwas Aufklärungsarbeit betreiben.

Ansonsten ist gerade Kindern in dem Alter nur schwer zu vermitteln, daß es statt Chips, Haribo und Schokolade nur Trockenobst und ähnliches geben soll (wobei Trockenobst für einen Diabetiker ungefähr denselben Wert hat wie eine Tafel Schokolade). Generell lassen alle kohlenhydratreichen Lebensmittel den Blutzuckerspiegel besonders schnell und stark steigen. Alle stark eiweiß- und fetthaltigen Lebensmittel tun das nicht.

Bei Fruchtgummi gibt es Alternativen mit Zuckeraustauschstoffen, die kaum den Blutzucker erhöhen. Aber erstens wirken die abführend und zweitens muß man da dann auch wieder mit dem Insulin aufpassen, nämlich weniger zu spritzen.

Egal wie man es dreht und wendet, der Knackpunkt ist die richtige Insulindosis. Wird die gespritzt, kann der Junge ohne Einschränkungen alles essen. Nur ob Du dies den Eltern klarmachen kannst und ob die das überhaupt wissen, da habe ich so meine Zweifel. Und da habe ich leider auch keine großartigen Ideen, sofern sie rationalen Argumenten nicht oder nicht ausreichend zugänglich sind.

Benni

Hi
Wie gehen die anderenKinder denn damit um, wissen

die was hinter dem seltsamen Verhalten des Kindes steckt
(willst du einen Gummibär, ne ich darf nicht)

Glücklicherweise ganz normal die haben da von selber drübergesprochen und es ist alles Klar. Die wollten allerdings neulich beim Spritzen zusehen was ich aber nicht erlaubt habe (auch wenns Ihn selber angbelich nicht gestört hätte)

Vielleicht könnt ihr euch ja mal umschauen ob es nicht auch
Diätassitentinnen gibt, die auch mal in so eine Jugendgruppe
kommen und das mal mit allen in einem Workshop besprechen.
(ich hab hier mal von so Kursen gehört, evtl gibts da ja
Kontakte über eine Selbsthilfegruppe).

Gute Idee

Dabei gibt es auch Hinweise worauf alle achten sollt, wenn ihm
schwummerig wird oder so, kriegt man ja evtl als Betreuer gar
nicht sooo schnell mit, wenn grad irgendwo noch ein oder mehr
Probleme (aufgeschlagene Knie, Streit oder was auch immer) da
ist.

  1. Bekommt er das Laut Mutter meist Frühzeitig mit und sagt es auch.
  2. Sind wir immer zu 2 meist zu 3 Leitern auf max 12. Kinder.
  3. Achten wir auf „Problem-Fälle“ (schei… Wort aber ich finde grad kein besseres) immer besonders (aber unauffällig)

Ich mach übrigens so Workshops in denen ich mit Kindern
Gummibärchen (ok, Drops, der Form wegen) herstell, da hatten
wir auch mal überaschend ein Kind mit Diabetes dabei, glaub
mal ja nicht dass die Mutter uns das schon bei der Anmeldung
gesagt hat, ne erst 5 Minuten vor Beginn und wir

Sowas regt mich auf! Die wollen das man Ihr kind betreut aber keine Korrospondenz tz.
Einige Eltern wollen Ihre Kinder nur „Parken“

Gruß Susanne

Gruß Ww

Guten Morgen,

einen Ersatz für herkömmliche Süßigkeiten zu finden ist in der Tat schwierig. Oftmals sind in den angeblich zuckerfreien Süßigkeiten trotzdem Kohlehydrate vorhanden.

Unser Sohn ist Insulintechnisch zum Beispiel so eingestellt, dass wir vor einer Hauptmahlzeit die BE’s berechnen und dabei auch eine Zwischenmahlzeit einrechnen, die er ca. zwei Stunden nach der Hauptmahlzeit zu sich nimmt. Das kann Obst sein, ein Joghurt oder Süßigkeiten. Dementsprechend wird dann die Insulindosis berechnet und gespritzt.

Wir versuchen, auf Lebensmittel mit künstlichen Süßstoffen weitgehend zu verzichten. Süßstoffe können zu Verdauungsstörunggen führen. Nur bei Süß-Getränken, die unser Sohn allerdings nur in Maßen trinkt, da greifen wir auf Zero-Limonade zurück. Da kann er auch mal zwischendurch - spontan - ein Glas Limo trinken.

Die Idee mit der Ernährungsberatung ist sehr gut. Verschiedentlich werden auch von den behandelnden Diabetesärzten Schulung angeboten.

Außerdem finde ich es ganz toll, dass ihr euch als Betreuer diese Verantwortung übernehmt!

Liebe Grüße

Andrea

Hallo,

abends zum Knabbern zb Aepfel in Wuerfel

Hätte ich jetzt als Schwirig eingestuft da hie ja wieder viel
Fruchtzucker drin ist (hätte ich gedacht)

Ja, muss beachtet werden vom Diabeteskind
aber alle essen dann dasselbe, keine Extrabehandlung waere der Vorteil

Nuesse und Mandeln vielleicht auch 2 Stunden in Wasser eingeweicht.

Warum?

Diabetisch gesehen egal, sie werden weicher, das ist vielen neu, und sie werden dann eher von Kindern gegessen, es muss schon mal jeder probieren, ob sie wirklich weicher sind.

Das es auch die Normaln Mahlzeiten zu berücksichtigen gilt ist
Klar, und wie gesagt wir stehen mit der Mutter in Gutem
Kontackt, wollte nur zeigen das wir uns auch gedanken machen
auf diese besondrheit einzugehen.

Ja, und auch faehig sind, damit umzugehen.

Denn es sollte kein grund sein bei sowas nicht mitzumachen.

Prima Vorsatz.

Gruss Helmut