Für unter Zweijährige keine Medikamente?

Guten Morgen an alle Mediziner und sonst Auskunftgebenkönnende,

ich habe in einem Gespräch mit einer Mutter die Auskunft bekommen, dass Kinder unter zwei Jahren keine Medikamente nehmen dürften. Von Zahnschmerzen abgesehen und Zäpfchen bei Fieber bekäme ihr Sohn (18 Monate) nichts gegen seinen Husten verordnet.

Ich habe ein Problem das zu glauben, da das von mir gesuchte Gespräch einen Anlass hat, der mir Sorgen bereitet. Wenn mir nun hier ein (Kinder-)Arzt erklärte, dass dies als Regelfall erstmal so stimmt, Ausnahmen nur nach sorgfältiger Abwägung für schwer kranke Kinder gemacht würden, dann wäre ich etwas beruhigt.

Ergänzungsfrage: Gibt es wirklich keine Möglichkeit mit einem 18 Monate altem Kind irgendetwas zu tun, was dazu führt, dass es sich beruhigt und nicht über eine Stunde (keine gefühlte Stunde, sondern wirklich die überprüfte Zeitspanne) doll und laut, verzweifelt weinen muss?

Für Antworten sehr dankbar
Renate

[MOD]: Ganzkörperzitat entfernt. Bitte beachtet die Netiquette,Satz 3 Pkt.7: http://www.wer-weiss-was.de/content/netiquette.shtml Danke!

Hallo Renate

Ich habe 5 Kinder und ich kann das nicht glauben , wenn ein Kind Medikamente braucht - bekommt es diese auch - natürlich ein Medikament für sein Alter entsprechend - bei Husten ist es so, dass die Kinderärzte keinen Hustensaft verschreiben - weil man den laut Krankenkasse selber zu bezahlen hat - wobei es hier auch Ausnahmen gibt- unser Kinderarzt empfiehlt z.B. ein für den jeweiligen Fall entsprechendes Präperat - oder macht auch mal eine Ausnahme - von meiner Schwester weiß ich- sie hat 3 Kinder dass sie sogar immer Hustensaft auf Rezept bekommt - eines meiner Kinder war seit Geburt an krank (Lunge) und hat immer die notwenigen Medikamente bekommen -ich bin auch nicht dafür - immer gleich Medikamente geben - aber manchmal ist es wichtig um Folgeschäden zu verhindern -
Warum das Kind schreit sollte abgeklärt werden - einfach etwas geben finde ich nicht so toll und dann gibt es ja z.B. pflanzliche Mittel die bei Kleinkindern sehr gut wirken z.B. einen pflanzl. Beruhigungstee (Apotheke oder Drogerie), oder wenn das Kind Bauchweh hat habe ich immer eine Bauchmassage mit Johanniskrautöl gemacht
Hoffe ich konnte Dir etwas helfen viele Grüße Chipsy

renate, komm! du bist doch sonst nicht so leichtgläubig!

gruß
ann

Hallo,

also auch Kleinkinder bekommen Medikamente. Allerdings gibt es nicht so viele Medikamente wie für Erwachsene, weil einfach Testreihen fehlen.

Lies mal hier:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,303…

VG
Monroe

renate, komm! du bist doch sonst nicht so leichtgläubig!

GENAU deshalb frage ich hier!

Weil mir der Anlass des von mir initierten Gesprächs nicht gefällt, sondern Sorgen macht. Weil der Vater, während unserer Unterhaltung dabei war, aber außer eifrig am Riesenmotorrad weiterschrauben keinerlei Aktivität zeigte. Nicht EIN EINZIGES WORT! während zwei Frauen darüber sprachen, dass sein Sohn in der vergangenen Nacht EINE STUNDE lang geweint hat.

Weil ich auch „Aua“ und „Nein“ gehört habe, aber nicht ein einziges Mal husten.

Weil die Mutter mir zwar geantwortet hat, aber auf eine unterdrückt- aggressiv/abwehrende Weise (weiß nicht ob du dir vorstellen kannst was ich meine). So als kenne sie die Situation, das Weinen ihres Kindes erklären zu müssen. Und als hätte sie die Nase gestrichen voll davon, als denke sie die ganze Zeit „kümmer dich um deinen eigenen Kram, du alte Hexe“.

Weil die Mutter erzählte, dass sie dann um vier Uhr früh mit dem Kind aufgestanden sind, gefrühstückt haben und der Junge war, als ich so gegen 10/11 Uhr das Gespräch suchte, in der Kita. Nachdem für ihn um drei Uhr früh die Nacht vorbei war. Würdest DU ein Kind unter diesen Umständen in die Kita bringen?

Weil es ja doch, gegen jeden Anschein, sein kann, dass er auf Grund des Hustens aufwacht, nicht wieder einschlafen kann … „und dann heult er eben“

Hallo Renate,

Mediziner und sonst

Auskunftgebenkönnende,

Mediziner bin ich nicht, aber in dieser Industrie tätig. Der Hintergrund ist einfach folgender. Bevor ein neues Medikament auf den Markt kommen darf, muss erst geprüft werden, dass es keine Nebenwirkungen in inakzeptablem Maße hat und, seit neuerem, dass es einen erheblichen Vorteil für das betreffende Krankheitsbild gegenüber alteingesessenen Medikamenten vorweisen kann. Ersterer Fall wird über Prüfreihen festgestellt, u. a. auch an Menschen. Dummerweise reagieren Kinder anders auf Medikamente als als Erwachsene. Jetzt stell dir mal vor, welchen Aufschrei es geben würde, wenn Medikamente an Kindern getestet werden würden. Das Resultat ist, dass von einigen(!) Medikamenten Kindern einfach kleinere Mengen gegeben werden, weil aus langjähriger Erfahrung bekannt ist, dass diese (fast) keine Nebenwirkungen haben, auch nicht bei Kindern. Dies ist aber nur bei wenigen Medis der Fall, doe allermeisten werden Kindern nicht, bze. nur in absoluten Notfällen gegeben.
Bei Hustenmitteln ist in letzter Zeit wohl auch die Frage aufgetaucht, ob sie überhaupt eine Wirkung haben.
Hilfts?

Ralph

Hallo Renate,

vielleicht habt ihr aneinander vorbeigeredet und die Mutter meinte dass das Kind keine Antibiotika bekommt (wäre bei einer Viruserkrankung auch nutzlos)

Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass Antibiotika späteres Asthma fördern könnte.

grüsse
dragonkidd

renate, ich weiß auch nicht, was ich dir dazu raten soll. außer am ball bleiben, es immer wieder zu versuchen, und wenn du den verdacht hast, dass es wirklich ernst ist, das jugendamt informieren. die sind z.z. sehr sensibel bei den vielen vernächlässigten kindern, über die in diesen tagen berichtet wird.

dass unter 2-jährige keine medikamente bekommen dürfen, ist schlichtweg quatsch. mein jüngster sohn würde dann nämlich schon lange nicht mehr leben.
natürlich sollte das ein kompetenter kinderarzt beurteilen, ob, wann und welche medikamente verabreicht werden sollten. also wäre die forderung an die eltern doch: ab zum doc!

schöne grüße & dicke nerven wünscht
ann

PS: staaken ist ja nun nicht weit weg von hier

hi

Weil der Vater, während unserer
Unterhaltung dabei war, aber außer eifrig am Riesenmotorrad
weiterschrauben keinerlei Aktivität zeigte. Nicht EIN EINZIGES
WORT! während zwei Frauen darüber sprachen, dass sein Sohn in
der vergangenen Nacht EINE STUNDE lang geweint hat.

??

Weil ich auch „Aua“ und „Nein“ gehört habe, aber nicht ein
einziges Mal husten.

???

So als kenne sie die
Situation, das Weinen ihres Kindes erklären zu müssen.

sie ist die Treppe heruntergefallen … hat meine Mutter dann gesagt

Weil die Mutter erzählte, dass sie dann um vier Uhr früh mit
dem Kind aufgestanden sind, gefrühstückt haben und der Junge
war, als ich so gegen 10/11 Uhr das Gespräch suchte, in der
Kita. Nachdem für ihn um drei Uhr früh die Nacht vorbei war.
Würdest DU ein Kind unter diesen Umständen in die Kita
bringen?

vielleicht ist es da sicherer ?

„Geht es ihrem
Sohn denn wieder besser, sie hatten ja eine schlimme Nacht,
was hat er denn, ist er krank?“ So in der Art.

o) hast du gut gemacht :o)

hmmmm ich würde sagen Ohren offenhalten und wenn wieder „aua“ und „nein“ kommt , die Mutter zu dir nach Hause einladen … ohne Mann in Hörweite … und wenn sie das nicht will, das JA einschalten

Gruß H.

mag sein ich seh Gespenster, aber wenn man da vorbelastet ist, ist das eben so und lieber einmal zu früh als einmal zu spät …

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