wenn es denn wirklich das burn-out-syndrom sein sollte, wie
kann man sowas denn behandeln? ich hab im internet was darüber
gelesen und da stand etwas über antidepressiva und
psychotherapie… gibt es denn nichts anders? ich bin doch
nicht verrückt, dass ich nen therapeuten brauche…
Ich bin kein Arzt, ich kann dir nicht sagen, wie man was behandelt.
Burn-out ist auch ein weites Feld - das war jetzt nur mein Laienverständnis.
Aber wenn du soviel um die Ohren hast, Abi, Stress daheim, dann liegt es nahe, dass die Psyche einfach nach Ruhe schreit. Die holt sie sich dann halt und du merkst es als ständiges Müdesein z.B., so erklär ich mir das.
Ich hatte sowas seinerzeit auch mal. Es wurde nicht „behandelt“ in dem Sinn, sondern ich hab versucht, diese Situation zu ändern. Bei mir war es die Arbeit - also hab ich mir eine andere gesucht.
Wenn man die Situation nicht so einfach ändern kann, dann müsste man schauen, wo man sich Ruhe-Oasen schaffen kann. Urlaub? Wochenende mal raus, abschalten? Entspannungstechniken lernen? Viel schlafen? Eigene Wohnung statt Stress bei den Eltern daheim?
Ein Arzt kann dich z.B. mit Johanniskraut unterstützen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Echtes_Johanniskraut#Ve…
… gelesen und da stand etwas über antidepressiva und
psychotherapie… gibt es denn nichts anders? ich bin doch
nicht verrückt, dass ich nen therapeuten brauche…
Mit verrückt hat das doch nichts zu tun! Wer einen Therapeuten braucht oder aufsuchen möchte, der ist alles, aber nicht „verrückt“.
So wie dein Körper einen „Schnupfen“ haben kann, so kann auch die Seele als Bestandteil von uns auch ihren „Schnupfen“ haben - will heißen, auch die Seele braucht mal Hilfe.
Aber das heißt nicht, es wie viele Leute es als „verrückt“ zu bezeichnen oder abzutun. Das sind Vorurteile und Nichtwissen.
Lies mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom
Du kannst ja erstmal mit deinem Hausarzt drüber reden. Einen Therapeuten sucht man meist erst auf, wenn der Leidensdruck immens ist und das eigene Leben wirklich durch die Belastungen eingeschränkt ist.
Ein Therapeut hilft dir entweder durch Gespräche, indem er dir neue Wege aufzeigt, zu Denken, zu Handeln, indem er dir neue Denkimpulse gibt, auf die du z.B. vorher nicht selbst gekommen wärst … u.v.m. - ein weites Feld.
Er kann, muss aber nicht, das Ganze medikamentös unterstützen. Aber das, denke ich, ist erst der Fall, wenn es einem wirklich sehr dreckig geht, man z.B. Panikattacken hat oder starke Angst(störungen), starke Depressionen etc.
Dann reicht die medikamentöse Behandlung vom pflanzlichen Johanniskraut über sog. „selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Serotonin-Wiederaufnahm…) bis hin zu diversen Antidepressiva (http://de.wikipedia.org/wiki/Antidepressivum)
Selbst das wäre nicht schlimm, wenn man das mal eine zeitlang nehmen muss/soll. Stell dir solche Medikamente wie eine „Krücke“ vor, die dir helfen sollen, eine zeitlang zu „gehen“ - im übertragenen Sinn, bis es dir wieder besser geht in deinem Leben, bis du wieder selbstständig laufen kannst - ohne dass du aufgrund div. Belastungen buchstäblich „in die Knie gehst“.
Leider urteilt „die Gesellschaft“ über so etwas sehr abfällig, und viele Menschen, die psych. Probleme haben werden entsprechend abgestempelt und behandelt. In USA ist es schon fast „Mode“ und nichts Ungewöhnliches, dass man „seinen“ Therapeuten hat und seine „Aufputschpillen“, sog. Managerpillen bekommt 
Hierzulande wird man als „verrückt“ abgestempelt und ausgegrenzt.
Reines Unwissen, Unkenntnis, weil „man“ dann einfach nicht mehr so funktioniert, wie unsere Gesellschaft das gerne hätte.
Also denk dir nichts - DU musst dir wichtig sein, egal, was wer auch immer denkt. Du musst es ja nicht an die große Glocke hängen.
Geh mal zum Hausarzt, erzähl ihm von deinen Beschwerden und deinem Stress und dann diskutiert mal darüber, was man tun kann:
Situation ändern, Entspannungstechniken lernen, mit Johanniskraut o.a. unterstützen.
Übrigens: Stress und zuviel Stresshormone im Gehirn blockieren das Gehirn und damit die Denkleistung enorm!
Ist auch irgendwie logisch: das Gehirn „schaltet“ irgendwann ab, wenn es aufgrund von massivem Stress, Ängsten, Depressionen etc. überlastet ist. Auch ein Grund, warum man unter Depressionen oft ungemein vergesslich wird.
Schon in Anbetracht deines Abis könnte man überlegen, ob man bis dahin Johanniskraut z.B. nimmt.
Achtung: Johanniskraut macht die Pille unwirksam!!!
http://www.onmeda.de/arztbesuch/alternative_heilverf…
Alles Gute für dich und: du bist nicht „verrückt“, du bist überfordert, überlastet - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Christina