Hallo, seit Mitte April 2008 nehme ich nach einer Lungenembolie und
Venenthrombose MArcumar ein, der Quickwert ist ständig schwankend von
1,95 bis 4,96, sodaß ständig die Tabletteneinnahme nach oben bzw.
unten korrigiert werden muß.
Aufgrund einer Blutuntersuchung während meines Klinikaufenthalts nach
einer Lungenembolie/Venenthrombose wurde festgestellt, daß die
entstandene Venenthrombose nicht erblich bedingt ist und daher soll
ich Marcumar maximal 6 Monate einnehmen.
Seit der Einnahme von MArcumar habe ich ständig Blutdruck/Puls-
frequenzschwankungen, zeitweise Schwindel und wiederholt rote
Blutkörperchen im Urin (wurde mehrfach beim Hausarzt und Urologen
festgestellt).
In Kürze werde ich die Leberwerte kontrollieren lassen, da bei
wiederholt schwankenden Quickwerten die Leber geschädigt werden
kann.
Da mich die o.a. gefährlichen Nebenwirkungen nach MARCUMAR Einnahme
mich jetzt auch psychisch belasten und ich nicht bereit bin, weitere
Organe meines Körpers zu schädigen, möchte ich um Rat fragen, ob
man mit ärztlichem Einverständnis die Einnahme von MARCUMAR auch
schon vorzeitg sanft abbrechen kann bzw. ob es evtl. weniger
gesundheitsschädliche Medikamente homöopathische Medikamente gibt?
Für eine baldige Beantwortung durch Experten wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße
F. Langer
MEdik
Hallo FL,
der Quickwert ist ständig
schwankend von
1,95 bis 4,96, sodaß ständig die Tabletteneinnahme korrigiert werden :muß.
Ich nehme an, du meinst den INR-Wert. Laß Dich doch mal beraten, ob nicht Deine Eßgewohnheiten Ursache für die Schwankungen sind. Du solltest Vitamin-K-reiche Nahrung meiden. Wie oft läßt Du messen? Evtl. könnte eine Selbstmessung für Dich in Frage kommen (sog. Coaguchek-Gerät). Da kannst Du öfter messen und besser anpassen.
wiederholt rote
Blutkörperchen im Urin
Ist wahrsch. nur Nebeneffekt der hohen INR-Werte und per se wohl eher ungefährlich
ob
man mit ärztlichem Einverständnis die Einnahme von MARCUMAR
auch
schon vorzeitg sanft abbrechen kann bzw. ob es evtl. weniger
gesundheitsschädliche Medikamente homöopathische Medikamente
gibt?
Bitte keine Homöopathie in diesem Fall. Alternativ gibt es nur Coumadin (in angloamerik. Ländern bevorzugt) statt Phenprocoumon (Falithrom, Marcumar), aber der Unterschied ist nicht gravierend. Man kanns aber zumindest versuchen. Insgeamt sind beide Medikamente recht gut verträglich, schlimme Nebenwirkungen sehr selten. Heparin und dessen Abkömmlinge sind ebenso wirksam, müssen aber täglich gepritzt werden und sind deutlich teurer. Und können auch Nebenwirkungen haben.
Insgesamt ist eine Lungenembolie eine lebensgefährliche Sache, bei der Du kein Einverständnis eines Arztes zu erwarten hast bei vorzeitigem Abbruch. Wenn Du dann doch tot in der Ecke liegen solltest, kriegt der Doc die Hölle heiß gemacht und kann seinen Laden zu machen. Wie lang mußt Du noch durchhalten?
Hier vielleicht ein hilfreicher Link:
http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll/065-002.htm
good luck!
pp