Hüftgelenk

Hallo, Leute,
mein Leben ist Laufen, behaupte ich mal so einfach. Ich war am 13.Januar wandern ca. 3 Stunden, am nächsten Tag im Studio 12 km auf dem Laufband. Danach ging nichts mehr. Es wurde alles mögliche vermutet, aber nach umfangreichen Untersuchungen wurde dann leider ein Gelenkverschleiß festgestellt. Vermutlich durch dauernde Überlastung und vielleicht auch durch meinen Motorradunfall.
Jetzt soll ich ein neues Hüftgelenk bekommen und habe einen Wahnsinnsbammel davor.
Hat jemand Erfahrung damit, zum Beispiel ob ich hinterher wieder Kilometer ‚fressen‘ kann? Und wie lange es dauert, bis ich wieder ohne Stütze laufen kann?
Danke für jede Antwort.

Verena

Hallo,

mein Leben ist Laufen,

besser als saufen… :wink:

Jetzt soll ich ein neues Hüftgelenk bekommen und habe einen
Wahnsinnsbammel davor.
Hat jemand Erfahrung damit, zum Beispiel ob ich hinterher
wieder Kilometer ‚fressen‘ kann? Und wie lange es dauert, bis
ich wieder ohne Stütze laufen kann?

Wird selbst alten Omas und Opas mit Oberschenkelhalsfraktur oft eingebaut und funktioniert absolut problemlos. Die OP hat etwas von „Schlachthof“ weil es martialisch aussieht wenn das Gelenk herausgesägt wird. Aber das bekommst du ja nicht mit weil du schläfst :smile: und wenn du wach wirst ist alles erledigt.

Das neue Gelenk wird perfekt sein und damit kannst du rennen soweit du willst. Wenn das komplette Gelenk ausgetausch wird spricht man von einer Total-Endo-Prothese (TEP). Neben allgemeinen Operationsrisiken keine wirklich heukle Sache, sondern eine sehr häufige OP, die auch bei alten Menschen fast immer problemlos läuft.

Wenn Du im Netz einfach mal ein bisschen nach TEP googlest findest du bestimmt viele gute Infos dazu.

Alles Gute,

MecFleih

Hat jemand Erfahrung damit, zum Beispiel ob ich hinterher
wieder Kilometer ‚fressen‘ kann? Und wie lange es dauert, bis
ich wieder ohne Stütze laufen kann?
Danke für jede Antwort.

Hallo Verena,
im näheren Bekanntenkreis hat jemand eine Alternative
zur bekannten Hüftprothese gewählt, bei der das kaputte
Gelenk „nur“ überkront wurde (quasi eine Kappe).
Er konnte schon nach kurzer Zeit wieder Tennis spielen
und hat auch beim Laufen keinerlei Probleme mehr.
Mal kurz gegooglet: http://www.orthoprof.com/article.php?pdf=1165349603_…
Grüße
Christian

halb so wild
hi verena

ich hab seit dem jahr 2000, zwei künstl hüftgelenke. damals war ich 30 jahre.

die op an sich hat pro seite ca. 1,5 stunden gedauert. aufstehen gleich am nächsten tag…mit krücken natürlich. vollständig ohne gehhilfen laufen war glaube ich nach 6 wochen möglich.

heute gibt es aber wieder andere op-methoden…musste einfach mal googeln.

ich wandere sehr viel, fahre auch viel mtb, mache generell viel sport. in keinster weise habe ich probleme. es gibt sportarten die ich nicht mache. zb. fussball, joggen, tennis ski. also alles was eine hohe belastung und verletzungsrisiko darstellt.

ich kann nur sagen: hab keinen bammel, es ist keine grosse sache. informier dich ausreichend, auch über eine klinik die darauf spez. ist.

übrigens habe ich von einer methode gelesen, die es ermöglicht, sehr schnell wieder ohne krücken zu laufen. dabei wird nicht wie früher üblich, der muskel durchtrennt um an das gelenk zu kommen.

google mal nach „minimal invasive op“

viel glück

markus

Hallo Verena,

ja (wie alt bist Du eigentlich?)
1). die Operationen werden immer besser
2). je früher Du den Schritt wagst, desto kleiner kann der erste Gelenkersatz ausfallen, desto besser kann man ihn später noch mal erneuern und desto mehr kannst Du damit auch noch machen und desto schneller kommst Du in Gang.
D.h. warte bloß nicht so lange, bis Du vor Dauerschmerz eine so starke Schmerzhaltung hast, dass die das Operationsergebnis mindert.

Aber, was ich zu bedenken geben möchte ist folgendes:
Du bist Wandern/Laufen gewohnt und auf ein mal geht nichts mehr und der Verschleiß, den man auf dem Röntgen sieht, soll Schuld sein.
Das passt nicht zusammen.
Zu der Anamnese passt eher eine akute Muskelnüberlastung, die evtl nur so schlimm ist, weil die Hüfte ein Problem hat, aber das würde ich erst mal behandeln lassen und dann weiter sehen. Frag Physios oder Osteopathen. In dieser Gruppe habe ich die besten Erfahrungen mit den Brügger-Therapeuten und den Osteopathen die nach dem Faszien Distorsionsmodell arbeiten. Zumindest für diese Art Anamnese.
www.fdm-europe.com und www.brügger-therapie.com z.b.

Und wenn das nicht komplett hilft und Du operiert werden möchtest, lass Dich von den Kollegen auf die OP vorbereiten. Es gibt Hinweise, dass es dann hinterher noch besser wird. Also die verkürzten Muskeln, die bei Verschleiß betroffen sind schon mal aufarbeiten und Kräftigung!

Gruß
Kathy

Hi,

meine Schwiegermutter hat nach 6 Wochen wieder Golf gespielt. Bei der OP war sie 65. Also mach Dir keine Sorgen, allerdings sind 50% des OP Erfolgs die Rehamassnahmen. Da würde ich viel wert drauf legen.

Gruß
C.