Hallo alle zusammen
Ich war vor 14 Tagen bei der Darmspiegelung, da ich seit Monaten Probleme (Schmerzen im rechten Unterbauch, neben dem Nabel) habe. Anfangs dachten die Ärzte noch, es wäre eine Eierstock oder Gebärmutterentzüdung. Darauf wurde ich auch heftig mit Antibiothika behandelt.
Da die Schmerzen aber nicht nachliesen, zitierte mich mein Hausarzt nach Röntgen und Blutbild zur Spiegelung. Die ergab, dass mein Darm Vernabungen (höchstwahrscheinlich durch die Blinddarm OP 2004!) aufweist. Also nicht bösartiges, was mich schon einmal beruhigt hatte. Allerdings habe ich jetzt seit ein paar Tagen wieder sehr starken Schmerzen an eben dieser genannten Stelle. Die Schmerzen erstrecken sich über den Darm in Richtung Magen und Lunge sowie in Richtung Unterleib und Oberschenkel. Gleich gestern war ich bei meinem Hausarzt, der meinte, es wären Symptome meiner Vernarbungen und hat mir krampflösende Mittel verschrieben. Allerdings ist es nicht besser.
Könnt ihr mir helfen? Habt ihr vielleicht Erfahrungen, wie man einen sooo gereizten Darm beruhigen kann? Kann man die Narben vielleicht „elatischer“ machen?
Ich wäre euch echt dankbar, wenn ihr einen Rat für mich hättet. Momentan kann ich nichtmalmehr richtig sitzen, weil alles auf den Bauch drückt.
Viele Grüße
Elli
Vernarbungen im Darm
Meine Füßiotherapeutin meinte, die Osteopathen könnten sowas. Ich habe keine Ahnung was die machen und obs stimmt. Meinerseits gibts nur die Varianten aushalten und freuen, dass nit bösartig - oder Medikamente gegen Krämpfe und/oder Schmerzen.
pp
Hallo Elli,
hättest Du denn Blinddarm noch und wärst Du nicht grad gespiegelt worden, würd ich sagen: Ab zum Arzt.
Aber so…
Sage ich als Füsio, Osteopathin und Betroffene, dass man da gut was machen kann.
1). Neuraltherapie, d.h. mit einem lokalen Betäubungsmittel die Narbe spritzen lassen. Ich hatte vorher 9 Jahre lang Schmerzen.
2). Das Spritzen hatte einen großen Anteil, aber gleichzeitig fand ich endlich einen Kollegen, der mich genau dort behandelte, wo ich draufzeigte. D.h. zum einen kann ich die Narbe direkt behandeln. Einfahc nur manuell, also testen, wohin sie sich nicht bewegt und dann beweglich machen. Das geht auch sanft.
Zum anderen kann ich mir den Hüftbeugemuskeln anschauen, auf dem liegen Blinddarm und Eierstock und der verklebt gern mit und verkürzt. Das Becken könnte schiefstehen und somit auch vermehrt Schmerzen machen.
So was kann man nur genau sagen, wenn man Dich befragt und untersucht hat. Aber das wären Ideen dazu.
Vielleicht hilfts schon mal…
Gruß
Kathy
Im Darm? Oder am Darm?
Hallo,
ich habe schon so einige kennen gelernt, die starke Probleme mit dem Darm hatten, weil dieser von aussen verwachsen ist/war. D.h. nach Voroperationen oder Entzündungen gab es eine überschiessende Narbenbildung, die den Darm an einigen Stellen eingeschlossen hat. Die dadurch entstehende Minderbeweglichkeit/Einengung hat dann Schmerzen oder andere Probleme bereitet. Hast Du wirklich Narben im Darm? Kann ich mir (als Laie) bei einer Blinddarm-OP nicht so recht vorstellen, ich dachte der Blinddarm hängt da wirklich nur als „Anhängsel“ so rum.
Bei den Verwachsungen gab es dann u.a. Hilfe mit der bereits genannten Osteopathie, aber auch mit Sport, Ernährungsanpassung. Zum Thema Verwachsungen findest Du dann auch viel über google. Und viele Dinge sollten hilfreich sein, egal ob die Narben von aussen oder innen sind.
VG
Monroe
Hallo Kathy,
Danke für deine Ratschläge. Geht das denn mit der Betäubung der Narben IM Darm so einfach? Oder müsste dazu wieder gespiegelt werden?
Ich habe oft das Gefühl, dass die Ärzte alles mögliche irgendeinem ausstrahlenden Organ zuordnen möchten. Aber dort wo es tatsächlich weh tut, suchen sie nicht!
Die Sache mit dem Hüftbeugemuskel hört sich für mich sinnvoll an. In Anbetracht dessen, dass ich mich schlecht bücken kann, da dann der Bauch und der Unterleib gleich sehr weh tun, wäre das eine Alternative. Welcher Facharzt stellt so etwas fest? Der Frauenarzt, der Internist oder gar ein Orthopäde?
Und wie kann man testen, in welche Richtung sich eine Narbe bewegen lässt? Etwa auch durch eine Spiegelung?
Danke nochmal für deine Anregungen
Elli
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Hallo Elli,
es ist alles recht einfach.
Der Arzt, der Neuraltherapie macht, kann ganz einfach von Außen mit der Spritze ran und die Untersuchung der Narbe und des Hüftbeugemuskels sollten in das normale Repertoire eines Osteopathen, eigentlich auch guten Physiotherapeuten, fallen und somit ganz einfach ohne neue Bauchspiegelung möglich sein.
Du liegst einfach entspannt und warm auf der Behandlungsbank und der Therapeut untersucht in Ruhe Deinen Bauchraum, Dein Becken und Deine Muskeln, in Rücksprache mit Dir.
Wenn die Ärzte jetzt tatsächlich anfangen, Beschwerden den Organen zuzuschieben, dann wären wir ja schon einen wichtigen Schritt weiter, denn dagegen kann man ja was tun, besser als reine „Psychosomatische“ Beschwerden, bei denen eigentlich z.B. Vernarbungen hinterstecken.
Das mit der Narbe kannst sogar Du selber testen. Die Narbe einer Bauchspiegelung ist stilförmig und momentan noch sehr fest, da in Heilung und später Umwandlung zu weicherem Gewebe. Die vom Blinddarm liegt schon tiefer, aber die von der Spiegelung, da gehst Du mit 2 Fingern auf den Punkt, an dem die Öffnung war und bewegst ihn mal in alle Richtungen und schaust mal, ob er überall frei und schmerzfrei hingeht, oder ob er sich in eine Richtung kaum bewegen lässt. Die Richtung kannst Du dann z.b. halten, bis sie sich entspannt. Ganz sanfte Sache.
Das alles gehört in den Fachbereich eines Osteopathen oder guten Physiotherapeuten.
Gruß
Kathy