Frage zu Organspenden

Liebe medizinisch bewanderte Forumsteilnehmer,

wenn jemand für eine ihm nahestehende Person baldigst ein Organ, sagen wir mal ne Leber benötigte und zwar unter Umgehung der Eurotransplantgeschichte, will sagen, er hätte meinetwegen durch fundierte Hackerkenntnisse die Daten von Personen mit der passenden Leber erlangt, würde dann selbigen Personenkreis final der „Verwertung“ zuführen, Leber raus, ab in den Kühli, mitsamt nahestehender Person in die Klinik befördert.

Wie unrealistisch wäre dieses Szenario? Wen und wieviele vom dem für die nun anstehenden Transplantation notwendigen medizinischen Fachpersonal müßte er schmieren/unter Druck setzen/umnieten etc.?

Ich verfasse grad eine kleine Geschichte, in der trotz mittlerweile recht ausuferndem Rumgemetzels doch, denke ich, eine romantische Liebesgeschichte ihren Platz fände, für die weiblichen Leser. Der Held ist ein psychopathischer Vollirrer, der sich aber trotzdem unsterblich in eine Dame verknallt, die aber nun leider an Leberzirrhose oder was auch immer leidet.

Dies zu meiner Entlastung, bevor ihr jetzt alle zum Telefonhörer greift.

In der Klinik, in der ich manchmal tätig bin, trau ich mich irgendwie nich zu fragen, die tratschen mir alle zu viel rum.

Ich hoffe, der eine oder andere kann mir ein wenig weiterhelfen.

Liebe Grüße

Awful Annie

Nachtrag
Hei, ich nochmal,

vorsorglich möchte ich mich ganz ausdrücklich für die mißbräuchliche Verwendung des Medizinbretts bei all denen entschuldigen, denen tatsächlich Unbill jedweder Art widerfährt. Natürlich habe ich vollstes Verständnis dafür, wenn die Fachkundigen unter euch diesem Personenkreis den Vorrang einräumen.

Bloß fürchte ich mit meiner Frage nicht so wirklich ins Literaturbrett zu passen, soviel ich weiß, gibt es daselbst recht wenige Mediziner.

Also Sorry nochmal

Awful Annie

Hallo,

wenn dann solltest du deine Geschichte irgendwo im Ausland spielen lassen. Im Bürokratischen Deutschland ist glaub ich und hoffe ich sowas nicht möglich, jedenfalls nicht ohne nachhaltige Konsequenzen.

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Hallo schreckliche Annie,

also in Deutschland würde es nicht funktionieren,sicher auch in keinem anderen europäischen Land.
Einfach so mit dem Spenderorgan in der Klinik aufschlagen…das geht nicht. Ausserdem gibt es im Bereich von Eurotransplant keinen „freien“ Organe - jeder potentiell hirntote Organspender ist im System.
Man müsste also das Organ erstmal nach der Entnahme stehlen.

Von so Kleinigkeiten wie der immunsupressiven Therapie nach der Transplantation will ich mal gar nicht anfangen (gibt romantechnisch auch nichts her (:smile:) )

Wenn du einen willigen Leber - Lebendspender findest, die EntnahmeOP ist nicht gerade ungefährlich. Da müsstest du mir schon einen Haufen Geld geben dass ich das mache.
Wenn der Lebendspender allerdings nicht mit dem Empfänger verwandt ist oder wenigstens eine enge Beziehung hat wird es in Deutschland wieder nix.

Ihr könntet aber den ganzen Entnahme - Transplantationsvorgang in einem Land wie Indien (romantisches Setting(:wink:) oder dem Iran vornehmen lassen.
Da gibt es keine, oder sie werden wenig beachtetet, Regelungen die Organkauf verbieten.

viele Grüße
susanne

Hallo,

hierzu passen:

Ihr könntet aber den ganzen Entnahme - Transplantationsvorgang
in einem Land wie Indien (romantisches Setting(:wink:) oder dem
Iran vornehmen lassen.
Da gibt es keine, oder sie werden wenig beachtetet, Regelungen
die Organkauf verbieten.

http://www.freace.de/artikel/200805/180508a.html

Gruss,
Julia

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Hallo Sue,

lieben Dank erstmal für deine Ausführungen,

Einfach so mit dem Spenderorgan in der Klinik
aufschlagen…das geht nicht.

Weiss ich wohl, liebe Sue, das dies so erstmal nich so einfach ist, aber, wie schon gesagt, hier gehts um nen ausgesprochenen Splatter-Roman. Also wenn ich Herrn Psychokiller die ganze Klinik als Geisel nehmen lassen würde, indem ich, sagen wir mal, erstmal dem OP-Team ihre Meerschweinchen oder was kidnappe…

Man müsste also das Organ erstmal nach der Entnahme stehlen.

Man müßte erstmal davon ausgehen, dass der Spender eher nicht ganz freiwillig so einfach sene Leber zur Verfügung stellte, nich wahr…

Von so Kleinigkeiten wie der immunsupressiven Therapie nach
der Transplantation will ich mal gar nicht anfangen (gibt
romantechnisch auch nichts her (:smile:) )

Doch, Sue, verlass dich drauf, kommt mit rein, schon aus Respekt vor den hochgeschätzten Damen und Herren Transplantationsmediziner. Außerdem solls ja auch ein Stückchen authentisch wirken, Stichwort semi-fiktional.

Wenn du einen willigen Leber - Lebendspender findest, die
EntnahmeOP ist nicht gerade ungefährlich. Da müsstest du mir
schon einen Haufen Geld geben dass ich das mache.

ebend, Sue, siehe oben. Ich hatte nich vor, den Spender lang und breit um Erlaubnis zu fragen. Das benötigte Personal hierzu ebensowenig *fiesgrins*

Ihr könntet aber den ganzen Entnahme - Transplantationsvorgang
in einem Land wie Indien (romantisches Setting(:wink:) oder dem
Iran vornehmen lassen.

…wär für meinen Geschmack was zu traumschiffmäßig, um ehrlich zu sein.

Da gibt es keine, oder sie werden wenig beachtetet, Regelungen
die Organkauf verbieten.

verbieten ist eine Sache. Ach. ich seh schon, das artet in ne recht unerquickliche Metzelei aus, das Ganze…

Nochmal vielen Dank für deine Hilfe

Awful Annie

Danke für eure Antworten owt
.

Hai, Annie,

verbieten ist eine Sache. Ach. ich seh schon, das artet in ne
recht unerquickliche Metzelei aus, das Ganze…

na - wenn’s splättern darf: Du brauchst den unwilligen Spender, das Kind des Chefarztes, möglichst auch noch eines vom besten Chirurg und vom Anästis… Anesthä… Schlafenleger.
Die vier (sieh zu, wie Du mit denen klar kommst) und die Empfängerin schleifst Du in’s Krankenhaus, schwingst dramatische Reden, erschießt den Spender (möglichst nicht zu viel kaputt machen) und schon hast Du Dein OP-Team am Werkeln…
Wie Du da wieder raus kommen willst, weiß ich nicht…
Echt - Du bringst Dich in Situationen…*Kopf-schüttel*

Gruß
Sibylle

BOAH:::

du bist ja echt schrecklich (:wink:))

Klar…wenn der Spender nach der „Spende“ entbehrlich wird…

Einziges Problem …wie kriegst du raus dass er die selbe Typisierung wie dein Empfänger hat? Virtueller Einbruch in eine Gendatenbank???

Spannend…

will die Geschichte auch lesen !!!

Susanne