Knieprobleme

hallo

brauche dringend hilfe:

eine patientin von mir (16 jahre alt) hat seit jahren kniebeschwerden - v.a. beim treppensteigen, aber auch schon bei geringsten belastungen - oft auch schon wenn sie nur länger sitzt !!

o.k. - sie hat eine patelladsyplasie typ 2 - aber die haben viele und kommen trotzdem zurecht

therapiemäßig wurde schon alles probiert - ohne erfolg
sobald man geringste belastungen setzt hat sie schmerzen

der behandelnde arzt hat eine „verquellung“ der pattelarsehne diagnostiziert

wer hat noch ideen? links oder ähnliches??

vielen dank

matthias

Hallo Matthias!

Sie sollte mal zum Orthopäden gehen und ihre Füße vermessen/untersuchen lassen. Wenn die Füße die Kniegelenke nach außen oder innen drücken, hat sie Probleme, so wie geschildert.

Gruß Werner

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Bei jungen Menschen ist es nicht außergewöhnlich, daß Kniebeschwerden auftreten - hier vor allem mit gleizeitigem Beckenschiefstand. Nach meiner über zwanzigjährigen Erfahrung kann hier nur Abhilfe schaffen den Beckenschiefstand zu regulieren. Schau doch einmal in www.rueckenschmerzennet.de

Gruß Harald Links

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Matthias!

eine patientin von mir (16 jahre alt) hat seit jahren
kniebeschwerden - v.a. beim treppensteigen, aber auch schon
bei geringsten belastungen - oft auch schon wenn sie nur
länger sitzt !!

Kommt mir bekannt vor! Ich bin zwar keine Ärztin oder so, aber Patientin. Bei mir wurde ein Plica-Syndrom festgestellt, zusätzlich noch ein paar kleinere Sachen. Die Plica hat die Beschwerden verursacht, eine OP, bei der die Schleimhaut im Knie eingekerbt wurde, hat zumindest eine zeitlang Erfolg gebracht. Ich konnte keine 5 Minuten ruhig sitzen, bekam Schmerzen bzw. die Knie (es sind beide betroffen) fühlt sich unangenehm an. Treppensteigen verursacht Schmerzen, ebenso laufen/rennen.

therapiemäßig wurde schon alles probiert - ohne erfolg
sobald man geringste belastungen setzt hat sie schmerzen

Bei mir half weder Krankengymnastik noch Spritzen, diese Bandagen aus „Gummi“ rutschen bei mir, so dass ich sie nicht verwenden kann, wie gesagt, die OP brachte gut Besserung, nur jetzt schmerzt mein Knie wieder (allerdings weitaus weniger als vorher), ich habe allerdings nach der OP auch verpasst, rechtzeitig zur Krankengym zu gehen.

der behandelnde arzt hat eine „verquellung“ der pattelarsehne
diagnostiziert

Ich schreib’ dir mal meine Diagnosen vom Kernspin auf:
Patella alta (Kniescheibe zu hoch)
Fettgewebelippe medial der Patella (Plica)
Degeneration Grad 2a im Hinterhorn Innenmeniscus
Fabella (Sesambein, d.h. zusätzliches Knöchelchen)
progrediente Chondropathia patellae Stadium 2 (fortschreitende Knorpeldegeneration)
Degeneration des Ligamentum patellae (Patellasehne) mit Teilfaserrupturen
zusätzliche Plica ventrocaudal des vorderen Kreuzbandes gelegen
Gelenkerguss

Die „Übersetzungen“ sind nur laienhaft, so wie ich sie mit meinem Latein und etwas zusätzlichem Wissen zusammenbekommen habe.
Beckenstellung ist übrigens ok bei mir.

wer hat noch ideen? links oder ähnliches??

Links habe ich leider keine mehr.
Ach ja, Fango habe ich auch probiert, half nicht, Massagen auch nicht.

Liebe Grüsse
Bine *mit kaputten Haxen*

brauche dringend hilfe:
eine patientin von mir (16 jahre alt) hat seit jahren
kniebeschwerden

wer hat noch ideen? links oder ähnliches??

Hallo Matthias,

das Bemühen, einem Patienten gerecht zu werden, ist löblich. In dieser Weise aber finde ich es höchst bedenklich.
Wohin sollen denn Ideen oder Internet-links führen? Sie können bestenfalls zum „aha, das kann ich einmal ausprobieren“ führen. Insbesondere bei einem so jungen Patienten bestünde noch die Chance, korrigierend mit der Aussicht auf dauerhaften Erfolg einzugreifen. Das setzt aber eine klare Diagnostik voraus. Soll mir bitte niemand erzählen, daß diese Klarheit bei Kniebeschwerden nicht mit letzter Sicherheit möglich ist.

Die Vorstellung der Patientin einschl. zugehöriger Röntgenbilder bei einem Facharzt, besser noch einer orthopädischen Klinik, wären geeignete Schritte.
Die Hemmschwellen von Therapeuten und niedergelassenen Ärzten, einen Patienten einem klinischen Kollegengremium vorzustellen, sind mir bekannt. Privat organisierte Gresprächskreise zum Austausch fachlicher Probleme sind in einigen Berufsgruppen eine Selbstverständlichkeit. Bei niedergelassenen Vertretern der Heilberufe scheint das aber die große Ausnahme zu sein.

Geht der Futterneid so weit, daß das Patientenwohl in den Hintergrund tritt, daß man lieber bastelt und probiert, statt diagnostiziert? So weit, daß lieber ein Tipp von Leuten unbekannter Qualifikation in einem Forum wie w-w-w statt eines Gespräches unter ausgewiesenen Fachleuten gesucht wird?

Gruß
Wolfgang

PS: Meine hier gewählten Formulierungen halte ich für vorsichtig und zurückhaltend. Nur wegen fehlender Detailkenntnis des konkreten Falles lasse ich es dabei.