Test auf Weizenallergie beim Kleinkind?

Hallo,

meine 15 Monate alte Tochter hat die letzten 4 Monate kaum noch zugenommen. Klein und leicht war sie schon immer, aber jetzt scheint es völlig zu stagnieren.

Unsere Kinderärztin - mit welcher wir bisher eigentlich sehr zufrieden sind - ist auch alternativmedizinisch angehaucht und hat über Bioresonanz einen Test gemacht und dabei herausbekommen, daß meine Tocher u.a. gegen Weizen allergisch sei.

Wir haben jetzt mal soweit weizenfrei gefüttert, wie es ging, sie hat danach auch etwas zugenommen, jetzt stagnierts allerdings wieder.

Unsere Kinderärztin will jetzt diese Allergie mittels dieser Bioresonanz behandeln. Nun bin ich alternativer Medizin nicht absolut abgeneigt und möchte hier auch keine Diskussion über die Bioresonanz vom Zaun brechen, aber gerade die Bioresonanz ist mir doch ein wenig „esoterisch“.
Meine Befürchtung ist, daß man dort jetzt zwei Monate mit der Behandlung rumdödelt (und während dieser Zeit soll dann wirklich 0,0 Weizen mehr gefüttert werden - was ja gar nicht so einfach ist) und am Ende wars vielleicht gar nichts und meine Tochter hat nur so stagniert und man hat sich den ganzen Umstand gemacht - oder schlimmer noch, es liegt an irgendetwas anderem und diese zwei Monate vergehen ungenutzt.

Mit meiner Kinderärztin kann man darüber leider nicht vernünftig reden. Ich habe nach schulmedizinischen Tests gefragt und sie meint, die seien nicht zuverlässig und dann müßte meine Tochter ins Krankenhaus und wer wolle ihr das antun (vor allem, da sie sehr stark fremdelt) usw.
Für die Ärztin ist die Sache absolut klar, sie ist davon überzeugt und hätte bislang auch jede Allergie wegbekommen.

Ich muß sagen, daß ist für mich ein echter Mangel, meiner Meinung nach muß jeder Arzt, der auch alternativmedizinisch arbeitet, Verständnis dafür aufbringen, wenn der Patient (bzw. hier der Erziehungsberechtigte) Zweifel an der alternativmedizinischen Methode hat. Diese Verweigerung der schulmedizinischen Schiene gefällt mir nicht.
Wir haben tatsächlich schon überlegt, den Arzt zu wechseln, aber die Alternativen hier aufm Land sind nicht so berauschend.

Langer Rede, kurzer Sinn: Gibt es eine vernünftige schulmedizinische Methode, um eine Weizenallergie beim Kleinkind festzustellen?

Wenn es tatsächlich die Weizenallergie sein sollte, dann hab ich auch kein Problem, die Bioresonanz auszuprobieren - wer weiß, vielleicht hilfts ja tatsächlich, schaden kanns ja auch nicht.
Aber ich hätte doch gerne eine vernünftige Diagnose.

Achso: Entwicklungstechnisch ist meine Tochter trotz ihrer Kleinheit mindestens mit ihrem (eher groß geratenem) Zwillingsbruder gleichauf, wenn nicht in manchen Dingen voraus. Also da gibts keine Probleme.

Wäre nett, wenn jemand einen Rat für mich hat…

Gruß,
Martin

hi

wenn die Weizenallergie keine Weizenallergie sondern eine Glutenallergie(unverträglichkeit ist, wird sie mit Bioresonanz nicht wirklich weiterkommen - dagegen bzw. gegen die Auswirkungen hilft nur allerstrengste lebenslange Diät

Um Sprue bzw. Zöliakie zu diagnostizieren, braucht ihr einen Bluttest und noch wichtiger eine Dünndarmbiopsie - die wird sie wohl kaum durchführen können / wollen

ich halte alternative Ärzte und deren „Medizin“ genau solang für gut sinnvoll und seriös, wie sie bereit sind ihre Grenzen zu erkennen - so wie ich das auch anderen Medizinern erwarte

Ein Arzt der andere Wege einfach „aus prinzip“ ablehnt ist für mich nicht vertrauenswürdig

Gruß H.

Hallo,

das Problem ist wirklich, daß die Ärztin dann anfängt einem ins Gewissen zu reden, wie könnte man solche Untersuchungen und einen Krankenhausaufenthalt usw. dem kleinen Kind antun…

Gut, ich will die kleine auch nicht unbedingt ins Krankenhaus geben, wenn es nicht sein muß. Und vielleicht hat sie ja auch gar nichts (von den Zöliakie-Symptomen trifft eigentlich nichts zu außer „Gedeihstörung“), sondern macht im Moment einfach Wachstums-Pause.

Wenn sie allerdings etwas hat, möchte ich nicht zu viel Zeit verstreichen lassen.

Deshalb frage ich mich, ob es nicht erstmal das sinnvollste wäre, ein Blutbild machen zu lassen - und dann je nach dem ob es was ergibt oder nicht weiter vor zu gehen.

Nur dafür muß ich mir einen neuen Arzt suchen…

Gruß,
Martin

Hallo,

ganz deutlich:

. . . und dann müßte meine Tochter ins Krankenhaus und
wer wolle ihr das antun (vor allem, da sie sehr stark fremdelt) usw.

einen Arzt, der sowas absondert, würde ich nie wieder aufsuchen!
Wenn man krank ist, braucht man einen Arzt. Wenn’s schwerwiegender ist oder spezielle Geräte gebraucht werden, geht man in’s Krankenhaus.
Das abzulehen, weil’s unangenehm sein könnte (Kind oder nicht ist dabei völlig egal) halte ich für einen ziemlichen Kracher.

An die Untersuchung oder ein paar Tage im Krankenhaus wird sich dein Kind in wenigen Wochen kaum noch erinnern, an einer fehlerhaften Diagnose oder Behandlung kann sie u.U. ihr Leben lang leiden.

Geh ins Krankenhaus und such dir dann einen neuen Kinderarzt.

lg, schönes WE und gute Besserung für deine Tochter,
mabuse

Hi!

Bist Du Dir sicher, dass es an einer Allergie liegen müßte? Ich habe schon so oft von Kindern im Bekanntenkreis gehört, die in dem Alter z.T. sogar ein klein wenig abnehmen, weil sie anfangen zu laufen und körperlicher viel aktiver sind als noch ein paar Monate vorher. Das würde sich dann aber später wieder fangen. Könnte das bei Deiner Tochter vielleicht auch sein? Ich mein, wenn sie keine Bauchschmerzen, Durchfälle oder sonstwas hat und putzmunter ist??? Ist es nur das Gewicht oder ist sie die letzten 4 Monate auch kein bischen mehr gewachsen?

Gruß
Andrea

Hallo

Nur dafür muß ich mir einen neuen Arzt suchen…

fragt sich was das kleinere Übel ist. Es wird doch noch andere Ärzte geben in dem Kaff und wenns der Allgemeinarzt ist, ohne „Kinder-“ davor

Gruß Susanne

Hi,

kurz gesagt - Bioresonanz ist zu zuverlässig wie pendeln.

Die Aussage dass du deinem Kind mit dem Krankenhaus etwas „antust“ ist unterirdisch. Solange die Eltern mit im KH sind und ihr Kind positiv unterstützen sind da keine negativen Folgen zu befürchten.
Ich würde zu einem anderen Kinderarzt gehen bevor ich nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ Diätversuche starte.

viele Grüße und alles Gute für euch beide

susanne

hallo,
zöliakie wäre die schulmedizinische vergleichsdiagnose. glutenbedingte
enteropathie, unverträglichkeit. es gibt glutenfreie nahrungsmittel auch brot. gruss konstanze

Hallo Susanne,

fragt sich was das kleinere Übel ist. Es wird doch noch andere
Ärzte geben in dem Kaff und wenns der Allgemeinarzt ist, ohne
„Kinder-“ davor

ganz schön frech, den Allgemeinarzt als ein kleineres Übel zu bezeichnen. :wink:
Du wärest überrascht, was die manchmal alles wissen und können.

Gerd

Hallo Susanne,

fragt sich was das kleinere Übel ist. Es wird doch noch andere
Ärzte geben in dem Kaff und wenns der Allgemeinarzt ist, ohne
„Kinder-“ davor

ganz schön frech, den Allgemeinarzt als ein kleineres Übel zu
bezeichnen. :wink:
Du wärest überrascht, was die manchmal alles wissen und
können.

Hallo Gerd, der Allgemeinarzt war nicht als kleineres Übel gemeint, sondern, falls der Fragesteller und sein Kind in so einen Pupsigen Kaff wohnt, dass er deshalb den Arztwechsel scheut, „weil kein anderer Kinderarzt da ist“, der Hinweis, dass auch Allgemeinärzte für Kinder da sind.

die Übel die zur Auswahl standen (die gemeint waren) wären:

  • eine weiter herumlaborierende alternativ angehauchte Kinderärztin, bei der der Fragesteller das Gefühl hat, dass die Krankheit bzw. schulmedizinische Diagnostik verschleppt wird (sprich sich unwohl fühlen dabei)
  • der Wechsel des Arztes, sei es ein anderer Kinderarzt oder eben ein Allgemeinazt oder auch ein passender Facharzt (Allergologe, Gastroenterologe) um eine andere Sichtweise zu erfahren (dennoch gibt so ein Arztwechsel immer auch ein gewisses Gefühl von Unsicherheit)

Ersteres ist das größere Übel und der eigentliche Skandal. Vor allem dass den Eltern gesagt wurde um schulmedizinische Tests zu bekommen müsse man ins Krankenhaus (völlig überdimensioniert) und dass das was in der Praxis machbar wäre (zB. ne Blutuntersuchung, hilft zwar nicht um ne Weizenallergie vernünftig zu bestimmen, aber zumindest um anderes auszuschließen) den Eltern verweigert wird ist evtl schon ein Beschwerde bei der Ärztekammer wert.

Drum ist der Besuch bei jedem anderen Arzt (und auf dem Land soll es ja doch eher Allgemein- als Fachärzte geben) wirklich das kleinere Übel.
Gruß Susanne

Hallo Gerd, der Allgemeinarzt war nicht als kleineres Übel
gemeint, sondern, falls der Fragesteller und sein Kind in so
einen Pupsigen Kaff wohnt, dass er deshalb den Arztwechsel
scheut, „weil kein anderer Kinderarzt da ist“, der Hinweis,
dass auch Allgemeinärzte für Kinder da sind.

Die Allgemeinärzte (zumindest die, die ich kenne), wollen eher nicht an Kleinkindern herumdoktoren.

überdimensioniert) und dass das was in der Praxis machbar wäre
(zB. ne Blutuntersuchung, hilft zwar nicht um ne
Weizenallergie vernünftig zu bestimmen, aber zumindest um
anderes auszuschließen) den Eltern verweigert wird ist evtl
schon ein Beschwerde bei der Ärztekammer wert.

Ich glaube kaum, daß mir die Ärztin das verweigern würde, wenn ich darauf bestehen würde. Aber da für sie die Diagnose absolut klar ist, wäre das halt Unsinn und eine unnötige Belastung für das Kind.

Drum ist der Besuch bei jedem anderen Arzt (und auf dem Land
soll es ja doch eher Allgemein- als Fachärzte geben) wirklich
das kleinere Übel.

Allgemeinärzte: siehe oben.
Kinderärzte:
Kinderärztin 1: Ist immer wahnsinnig voll, hat beim Kind von Verwandten eine schwere Hüftdysplasie nicht erkannt, so daß das Kind erst zu spät behandelt wurde, ewig ein Gestell tragen mußte und nur so gerade um eine OP herumgekommen ist. Da sind wir gar nicht erst hin.

Kinderärztin 2: Bei der saßen wir mit meine schwerkranken 6 Wochen alten Zwillingen (die so krank waren, daß sie sofort ins Krankenhaus eingewiesen wurden) über eine Stunde im Wartezimmer, während andere ältere und anscheinend gesundere Kinder durch das Wartezimmer tollten und vorher ran kamen. Die Unfreundlichkeit der Sprechstundenhilfe (und die wiederholte Aussage „es ist sehr voll“ als ob wir aus Spaß kommen) taten ein übriges, daß wir nicht mehr dort hingingen.

Bei der jetzigen Kinderärztin waren wir eigentlich immer sehr zufrieden, extra Baby-Wartezimmer, vernünftige Terminplanung und dadurch kurze Wartezeiten.
Vielleicht bringt ihre Bioresonanz ja tatsächlich was, ich hab schon seltsamere Dinge in der Medizin erlebt, aber auch wenn die Diagnose sie überzeugt, mich überzeugt sie halt noch nicht…

Ich bin mir überhaupt noch nicht sicher, daß überhaupt ein Problem vorliegt. Die Zunahme hat tatsächlich mit Beginn des Laufens stagniert, seitdem ist meine Tochter natürlich viel mobiler und verbraucht sicherlich mehr Kalorien. Hinzu kommt, daß sie gerade die ersten Backenzähne bekommen hat und deshalb vielleicht auch nicht so viel Lust zum Essen hatte.

Ist eine schwierige Situation, weil ich auch nicht jemand bin, der jetzt der Ärztin vorschreibt, was sie zu tun hat.
Im Moment stellen wir meine Tocher regelmäßig auf die Waage und beobachten ihr Gewicht, sie hat ein wenig zugenommen…

Einen Allgemeinarzt wüßte ich vielleicht noch, welcher sich an Kleinkinder rantraut, vielleicht frag ich den mal.

Gruß,
Martin