Hallo Walter,
das hat mit Händezittern nichts zu tun, sondern mit dem Zusammenspiel zwischen Auge und Hirn und vor allem: dem Denkprozeß, der beim Tasse-anschauen entsteht und der, natürlicherweise, die gewollte körperliche Aktion (nämlich die Tasse stillzuhalten) durchkreuzt und irritiert. Wer mit dem Willen versucht Balance zu halten, wird schnell merken, daß das nicht geht, da Willenskraft Verspannung impliziert. (Man denke an Hochseilartisten - würden die mit dem Willen versuchen auf dem Seil zu bleiben, fielen sie sehr schnell herunter).
Richtest du dein Auge beim Gehen aber auf einen Ruhepunkt, bspw. den Tisch, auf dem du die Tasse abzustellen gedenkst, oder auch nur auf den dir bekannten Weg dorthin, läßt du zum einen die Irritation des Denkprozeßes (die immer auf körperliche Aktionen wirkt, auch wenn wir uns dessen nicht immer bewußt sind) nicht zu, und zum anderen signalisiert du dem Auge Ruhe, gibst der Bewegung einen Fixpunkt und kommst letztlich mit sauberem Hemd bei deiner Gattin an.
Shebop