Gibt es Spontanheilung auch bei: Knochenbrüchen, schweren Organschädigungen (MS, Leberzirrose, u.s.w.), erworbenen Geisteskrankheiten, insbesondere Suchterkrankungen?
obwohl ich leise Zweifel hege, ob Deine Frage ernst gemeint ist: Man muß kein Mediziner sein und braucht auch keine Statistiken zu bemühen, um Spontanheilungen eines Knochenbruches oder auch nur Anbruches ins Reich der Fabel zu verweisen. So wenig wie beim abgebrochenen Ast eines Baumes wird auch aus der zerstörten mechanischen Struktur eines Knochens plötzlich wieder ein intaktes Stück. Ebenso eindeutig verhält es sich bei zerstörter oder gar abgestorbener Zellstruktur irgendwelcher Organe. Die Reinkarnation der Leber wäre ein Thema für ein anderes Brett.
Die anderen Beispiele liegen auf gänzlich anderer Ebene. Als medizinischer Laie weiß ich, daß MS gewöhnlich in Schüben verläuft, deren Folgen sich durchaus zurückbilden können.
Erworbene Geisteskrankheiten, nein, dazu kann ich nichts sagen.
Suchterkrankungen: Ein Alkoholiker bleibt ein Alkoholiker, aber er kann von jetzt auf gleich mit dem Suff aufhören, wenn er dies eisern wirklich will. „Geheilt“ ist er aber ganz bestimmt nicht. Sobald er das glaubt, ist der Alki wieder „voll drauf“.
Das Bild, das Deine Frage schon durch das Beispiel mit den Knochenbrüchen vermittelt, führt in die Irre. Psychosomatisch bedingte Leiden, die mit ernsten Beeinträchtigungen verbunden sein können, können sich innerhalb kürzester Zeit buchstäblich in Wohlgefallen auflösen. So mag dann der Eindruck entstehen, daß ein Mensch mit Atem-, Magen- oder Rückenproblemen spontan von einem zuvor vermeintlich sicher diagnostizierten organischen Leiden befreit wurde.
Es soll auch Karzinome gegeben haben, die sich ohne die gängigen Behandlungen zurück bildeten und sogar vollständig verschwanden. So weit mir bekannt, geschah dies aber stets über einen längeren Zeitraum.
Gruß
Wolfgang
Wieso poste ich in diesem Brett? Hab’ doch keine Ahnung von der Materie.
Also Knochenbrüche dauern ihre Zeit, da geht nichts plötzlich. Und bei Leberzirrose geht überhaupt nichts, die kommt höchstens zum Stillstand. Fettleber ist heilabr, Zirrose nicht mehr.
Spontanheilung bei Suchterkrankungen…
Das ist ein weites Feld. Da können mitunter recht unscheinbare Erlebnisse bewirken, daß der Betroffene plötzlich den Ernst der Lage begreift und beginnt, an seinem Problem zu arbeiten. Das ist nicht selten. Ansonsten sind Suchtkrankheiten generell nicht heilbar (es gibt allerdings neuerdings ein paar Scharlatane, die das in Einzelfällen für möglich halten), das ist einfach nicht drin.
Man kann mit seiner Abhängigkeit leben, sehr gut sogar, aber nur durch völlige Abstinenz. Dazu muß man aber sich selbst ändern, und das wiederum braucht Zeit.
Aber wie gesagt, das ist ein weites Feld. Da ist jeder Fall etwas anders, es gibt unheimlich viele Spielarten und Ausprägungen. Manches sieht wie Spontanheilung aus, ist aber keine, weil der Betroffene nach Jahren wieder rückfällig wird.
Viele scheinbar ausschließlich körperliche Erkrankungen haben einen psychosomatischen Ursprung. Es gibt Fälle von Erblindunen, Ertaubungen, Lähmungen, die therapieresistent waren, aber durch außergewöhnliche psychische Umstände spontan „geheilt“ wurden, weil die Blockade, die die eigentliche Erkrankung war, gelöst wurde. Um solche „Heilungen“ dürfte es sich auch vielfach in Wallfahrtstätten handeln.
Das Problem ist, daß es meines Wissens nicht (oder nur sehr beschränkt) möglich ist, eindeutig(!) zu erkennen, ob eine Erkrankung körperlichen oder psychosomatischen Ursprungs ist.