Hallo blutenderEngel,
danke für Deine im Großen und Ganzen beruhigenden Worte.
Als Betroffener, der sich für sich und seine Krankheit interessiert, wird man fast zwangsläufig zum „Laienexperten“ (auch wenn sich dieser Begriff scheinbar in sich widerspricht), Du weißt was ich meine.
Mir ist auch klar, dass ein Allgemeinarzt sich nicht über ALLE Krankheiten gleich gut auskennen kann (das geht schon zeitlich gar nicht). Aber leider muss ich dann doch leider feststellen, dass sich viele Ärzte in skanalöser Weise eingebildet und hochnäsig verhalten „ich bin der Arzt und Du kleiner Wurm, Du weißt ja gar nix! ich bestimme, was Du hast!“ Oder man bekommt so Aussprüche an den Kopf geknallt „Sie sind doch nicht schwer krank, Ihnen läuft doch nichts davon“ „Sie haben die Internet-Borreliose“ und tausende solcher Aussagen mehr. Es fehlt halt bei vielen Ärzten der Respekt vor dem Patienten und dessen Schmerzen „Jetzt stellen Sie sich nicht so an! Sie müssen halt mehr Ausdauersport machen!“
„Ich muss mich zügeln, hier steigt großer Zorn in mir hoch,
wenn ich an die vielen hanebüchenen Aussagen und völlig
falschen Behandlungen denke, die diese „Gstudierten“ da an den
armen Patienten auslassen.“
ich kann solche und die damit verbundenen aussagen im gewissen
rahmen nachvollziehen… wenn ich erahne, was deiner frau
passiert ist… (und so manchem anderen in dem verwiesenen
forum…)
Danke. Dieses Verständnis tut gut und trägt zur Beruhigung bei.
Problem mit Verallgemeinerungen
wenn Du meine anderen Beiträge hier im Forum über die Borre mitgelesen hast, so weißt Du auch, dass ich bei unspezifischen Symptomen in der Regel empfehle, sich im Borreliose-Forum anzumelden, sich dort einige der Krankengeschichten durchzulesen und die Beiträge eine Zeitlang mitzulesen, um sich über die ganze Vielfalt der möglichen Symptome zu informieren. Und dass ich dann in aller Regel schreibe: „…dann wirst Du sehr schnell für Dich selbst festlegen können, ob diese Krankheit auf Dich zutreffen könnte oder nicht. Je mehr von den Symptomen Du mit „Ja, trifft auf mich zu“ beantworten musst, um so wahrscheinlicher ist diese Krankheit“ (so oder so ähnlich, mehrfach in früheren Beiträgen nachzulesen).
Aber die Wanderröte ist nun einmal das einzige sichere Zeichen, dass Krankheitserreger durch die Zecke übertragen wurden. Da kann man einfach nicht warten, sondern muss handeln.
es ist klar, dass sich in einem solchen betroffenen-forum
natürlich auch eine bestimmte „auswahl“ sammelt… und ich
weiß, dass wenn man selbst (direkt oder indirekt) betroffen
ist, wahrscheinlich auch das nochmals besonders wahrnimmt…
ich möchte auch nicht die hand für alle kollegen ins feuer
legen… (da hab ich schon bei viel harmloseren sachen ganz
andere dinge gesehen)…
ich möchte jedoch trotzdem behaupten,
dass die mehrzahl der ärzte nach bestem wissen und gewissen
handelt…
Dein Wort in Gottes und Mediziners Ohr!
und mit panikmache (und darunter verstehe ich unter
anderem in jedem symptom sofort eine hochwahrscheinliche
borreliose zu „sehen“ und generalisierte aussagen wie „es
zählt jede stunde“
Man hat halt festgestellt, dass die frühere Aussage („Die Errreger werden erst nach ca. 24 Stunden Saugzeit der Zecke übertragen“) falsch ist und es schon von der ersten Sekunde des Zeckenstiches an zur Übertragung der Erreger kommt. Am wichtigsten ist natürlich, dass die Zecke schnellstmöglichst fachmännisch/fachfrauisch entfernt wird.
vor der therapie steht meist noch immer die diagnosestellung
und das heißt primär die vorstellung bei einem arzt…
ja, bei einem verantwortungsbewussten Arzt, der eben die Wanderröte als solche sofort erkennt und adäquat reagiert. Und genau in diesem Fall ist das von Dir verwendete Wort „meist“ goldrichtig und trägt ebenfalls zur Beruhigung bei: Die Wanderröte duldet keinen zeitlichen Therapie-Aufschub! Und bekanntlich dauert es, bis die Ergebnisse eines LTT oder eines ELISPOT da sind, immer seine zwei Wochen und länger.
das was du erwartest, ist unter anderem auch
volkswirtschaftlich der supergau… gerade weil es diese
vielzahl von symptomen gibt, die zum großteil sehr
unspezifisch sind… man beginnt halt mit der
wahrscheinlicheren diagnose… und einfach mit antibiotika um
sich zu schießen… ohne vorab eine bestmögliche diagnose
gestellt zu haben… (oder die wahrscheinlichste)… auch da
sollte klar sein, was man damit bewirkt… auf dauer gesehen…
(man schaue sich andere bakterien an, die als „seuche“
durchgehen könnten…) …
aber… das läuft in richtung offtopic… ich bin draußen…
Du hast Recht wir gehen Richtung OT
Danke nochmals für die Wogen-Glättung und ebenfalls
*abtauch*
schönen Abend noch
Alexander