Schwanger mit Spirale

Liebe Leute,
es lässt mich nicht los, aber ich möchte mit dem Thema endlich abschließen - bisher habe ich es nicht getan: Vor zig Jahren habe ich abtreiben lassen, weil ich trotz Spirale schwanger geworden war. Mein Frauenarzt hatte mich nicht darauf hingewiesen, dass frau, wenn die Spirale neu eingesetzt ist, in der ersten Zeit zusätzlich Verhütungsmittel nutzen sollte (richtig so? Gilt das immer noch? Habe mich vor 17 Jahren, nach der Geburt meines zweiten Sohnes, sterilisieren lassen und das niemals bereut! Deswegen habe ich das Thema Verhütungsmittel schon lange nicht verfolgt…!)

Ich habe dann abgetrieben (Anfang 4. Monat). Im Krankenhaus hieß es, zehn Frauen hätten trotz Spirale ein gesundes Kind auf die Welt gebracht - mehr konnte man mir dazu nicht sagen. Im Familienkreis riet man mir zur Abtreibung, weil einer Person eine Frau bekannt war, die trotz Spirale ein Kind zur Welt gebracht hatte, welches dann „ein Loch im Körper wegen der Spirale“ gehabt haben soll.
Ich glaube, es wird Zeit, endlich zu wissen, ob dieses Kind, das heute 23 Jahre alt gewesen wäre, gesund gewesen wäre oder nicht.
Gruß, Susanne

Hallo Susanne,
ich denke eine 100% antwort wirst Du nie erhalten, und Du kannst für Dich selbst nur damit abschließen in dem Du Dir sagst das du das beste getan hast was Du in der damaligen Situation für richtig hielst.

Ich hab auch eine *Trospi* Tochter , und bei mir hat es bis zur 18 woche gedauert bis ich dann endlich vom Arzt erfuhr das ich schwanger bin. Die Spirale wurde entfernt mit den Worten es kann aber jetzt zu einer Fehlgeburt kommen.
M.E. kann es doch garnicht zu Löchern in dem Embryo kommen da es ja geschützt ist, und die Spirale müsste sich ja dann durch die Plazenta durchbohren. Aber das ist nur meine Nichtfachmann- vermutung.
Leider war früher die Beratung lange nicht so gut wie heute und das Wissen der Ärzte nicht auf dem Stand von heute.
Nichtsdestotrotz hab ich meiner Tochter verboten sich die Spirale verschreiben zu lassen und hab sie gebeten die Pille zu nehmen.
Für Dich und deinen Seelenfrieden gibt es kein rezept , höchstens das Sprichwort: Das Leben macht uns zu dem was/ wie wir jetzt sind.
Ich wünsche Dir alles alles Gute
Angela

es lässt mich nicht los, aber ich möchte mit dem Thema endlich
abschließen - bisher habe ich es nicht getan: Vor zig Jahren
habe ich abtreiben lassen, weil ich trotz Spirale schwanger
geworden war. Mein Frauenarzt hatte mich nicht darauf
hingewiesen, dass frau, wenn die Spirale neu eingesetzt ist,
in der ersten Zeit zusätzlich Verhütungsmittel nutzen sollte
(richtig so? Gilt das immer noch? Habe mich vor 17 Jahren,
nach der Geburt meines zweiten Sohnes, sterilisieren lassen
und das niemals bereut! Deswegen habe ich das Thema
Verhütungsmittel schon lange nicht verfolgt…!)

Ich habe dann abgetrieben (Anfang 4. Monat). Im Krankenhaus
hieß es, zehn Frauen hätten trotz Spirale ein gesundes Kind
auf die Welt gebracht - mehr konnte man mir dazu nicht sagen.
Im Familienkreis riet man mir zur Abtreibung, weil einer
Person eine Frau bekannt war, die trotz Spirale ein Kind zur
Welt gebracht hatte, welches dann „ein Loch im Körper wegen
der Spirale“ gehabt haben soll.
Ich glaube, es wird Zeit, endlich zu wissen, ob dieses Kind,
das heute 23 Jahre alt gewesen wäre, gesund gewesen wäre oder
nicht.
Gruß, Susanne

Hallo Susanne,

die Spiralen von damals sind natürlich nicht so ausgefeilt wie heute, ich weiß nicht, aber es kann vielleicht schon sein, dass du dein Kind damit leicht verletzt hättest, aber ein Loch im Körper? Das halte ich für ziemlich übertrieben, da dürfte so ein „Gerät“ doch gar nicht auf den Markt, geschweige denn in die Frau.
Was ich weiß, ist, dass Kinder, die sich trotz Spirale einnisten, können, beim Entfernen verloren gehen, und das mit großer Wahrscheinlichkeit. Und beim „Drinnen-Lassen“ kann es sein, dass durch die Spirale die Fruchtblase vorzeitig platzt und es so zu einer Frühgeburt kommt. Das Einwachsen der Spirale in die Frucht ist eigentlich nur in der ersten Zeit möglich, wenn die Fruchthöhle mal geschlossen ist, ist keine Gefahr mehr. Wie gesagt, das gilt aber nur für die heutigen Modelle, wie das bei den „Oldtimern“ vor zig Jahren war, weiß ich nicht genau, schätze aber, soooo viel anders kann es nicht gewesen sein. Und, ich trage selbst die (normale, ohne Hormone) Spirale und ich habe noch nie gehört, dass man da die erste Zeit zusätzlich verhüten soll. Im Gegenteil, mein Gyn. hat beim Einsetzen gesagt, das ich ab sofort geschützt wäre, aber regelmäßig zur Kontrolle muss, erst nach 1 Monat, dann halbjährlich.
Ich hoffe, ich konnte ein bißchen helfen,
herzliche Grüße,
nxenia.

Hallo Susanne,

welches dann „ein Loch im Körper wegen
der Spirale“ gehabt haben soll.

Um ein „Loch im Kind“ zu verursachen, müßte die Spirale die Fruchtblase durchstoßen, was sicher zu einem Abort geführt hätte.
Da scheint aus Unwissenheit was falsch weitererzählt worden sein.

Aber ob dein Kind gesund gewesen wäre???
Zumindest wäre es nicht wegen der Spirale krank gewesen.

Gruß Steffi

Hallo Susanne!
Ich selber trage keine Spirale, kann dir also keine Auskunft zu der „zusätzlich-Verhüten“-Frage geben.
Ich weiß aber, dass meine Kollegin vor ca. 8 Jahren trotz Spirale mit Zwillingen schwanger war. Sie hat die Kinder abgetrieben, da sie beide mit dem Kopf an der Spirale hafteten. WENN sie denn zur Welt gekommen wären, dann wären sie höchstwahrscheinlich schwer behindert gewesen. Also Schäden durch die Spirale sind sicherlich möglich, kommt wahrscheinlich darauf an wie und wo die Spirale die Entwicklung des Embryo gestört hat.

Ich hoffe, dass du mit dem Thema abschliessen kannst!
LiGrü,
finnie

Hallo

Im Familienkreis riet man mir zur Abtreibung, weil einer
Person eine Frau bekannt war, die trotz Spirale ein Kind zur
Welt gebracht hatte, welches dann „ein Loch im Körper wegen
der Spirale“ gehabt haben soll.

Ich vermute mal, dass dieses Kind einen sogenannten Offenen Rücken /Spina bifida hatte, was durchaus auch ohne Spirale passieren konnte und damals noch nicht so gut vorzeitig diagnostiziert werden konnte.
Alternativ kann es auch sein, dass es ein Anenzephale (das ist quasi ein Offener Rücken in Schädelhöhe und kann durchaus ein größeres Loch darstellen) war, wenn die Hirnreife verhindert wurde, wie evtl bei den anderswo erwähnten Zwillingen die mit dem Kopf an der Spirale hingen.

Oft ist es ja auch so, dass die liebe Verwandtschaft gar nicht genauer wissenwill was denn genau bei einer missglückten GEburt schiefgegangen ist und im ersten Moment weiß die frischgebackene Mama, die ja eigentlich nur „Alles gut gelaufen“ sagen wollte, nicht wie sie es verpacken soll. Dann wird aus einer (womöglich ohne ZUsammenhang mit der Spirale) ersten Vorab-Diagnose und den eigenen Selbstvorwürfen verbundener kurzer Satz gesagt wie „Ne ist nicht gut gegangen, das Kind ist irgendwie offen an einer Stelle“
Die Verwandtschaft spinnt sich was zusammen (die Mutter hat ja schon die ganze Zeit Sorge wegen der Spirale gehabt)fragt aber auch nicht nach, da sie die Mutter nicht belasten wollen, so bleibt dieses Kind für ewig das Kind mit dem durch die Spirale verursachten Loch und vermutlich stellt man es sich so vor wie Goldie Hawn in diesem einen Film…wie hieß er noch gleich???

Wenn du also nun ins Grübeln kommst und womöglich ein Problem damit hast, dass evtl doch alles gut hätte laufen können, dann such dir lieber zu früh als zu spät einen Profi um das erlebte aufzuarbeiten.
Denn anscheinend arbeitet es grad in dir. Nutz das, damit du danach mit dir selbst im reinen bist und glücklich bleibst.
Gruß Susanne

Danke für eure Antworten!
Ja, es arbeitet in mir - betreibe Schattenarbeit. Leider habe ich mich damals einschüchtern lassen - habe mich nicht umfassend informiert; es gab noch kein Internet… Habe mich unter Druck setzen lassen - hätte das Kind lieber gehabt.
Gruß, Susanne