Hallo Herr Doktor a.D.
Gestern hatte ich wieder einen Krankenhaustermin zur Kontrolle.
Leider hat sich die Ärztin nicht so gefreut, das Lungenbild ist wohl identisch und sie hatte sich nach 7 MOnaten deutlich mehr versprochen von der Behandlung. Die Blut - und Urinbefunde stehen aber noch aus.
Nach dem vielen Laufen gestern waren meine Sprunggelenke aber auch wieder enorm dick.
Ausserdem habe ich ja seit einiger Zeit sehr starke Nackenschmerzen, sobald das Diclo in der Wirkung nachlässt.
Sie meint aber, das das nicht ins Krankheitsbild Löfgren passt.
Und auch ich finde, das die Nackenschmerzen (meist ist es eher ein Druckschmerz auf den Knochen oberhalb des Nackens, aber es zieht dann in den Rücken und Kopf und Bewegung des Kopfes ist dann wie ein steifer Hals) sehr stark sind. Es ist aber ein stichartiger Schmerz, der bei Druck oder Bewegung des Kopfes auftritt.
Naja Sie möchte jetzt eine Behandlung mit Sulfasalazin machen und langfristig das Diclo damit ersetzen. Ausserdem steht wohl eine ganze Reihe an weiteren Untersuchungen an, wo die Frage ist, ob ich mich dazu ein paar Tage in die Klinik begeben sollte.
Heute ist es sehr kühl und es geht aber soweit ganz gut.
Was meinst du denn dazu???
Mfg Werner
[MOD]: Ganzkörperzitat entfernt. Bitte beachtet die Netiquette,Satz 3 Pkt.7: http://www.wer-weiss-was.de/content/netiquette.shtml Danke!
Hallo Werner,
ich bedauere, dass die Heilung so langsam voranschreitet; aber wie wir ja wissen, ist das beim Löfgrensyndrom nicht selten und verlangt halt viel Geduld. Die Verdickungen der Lymphknoten in der Lungenwurzel (sichtbar im Röntgenbild) können alle anderen Symptome überdauern, was aber keine besondere Behandlung mehr erfordern würde. Bei dir sind allerdings, so scheint es, auch die Gelenke noch nicht zur Ruhe gekommen. Ob die Nackenschmerzen auch zum Löfgren-Syndrom gehören oder ob es sich hier um eine gesonderte Erkrankung der Halswirbelsäule handelt, lässt sich natürlich ohne Untersuchung nicht feststellen.
Wenn man dir eine stationäre Untersuchung im Krankenhaus empfiehlt, solltest du davon Gebrauch machen.
Mehr kann ich dazu derzeit leider nicht sagen und dir nur wünschen, dass die Genesung nicht solange dauert und du die notwendige Geduld aufbringst.
Mit besten Grüßen
Montanus
Hi
und was ist mit dem Medikamtent Sulfadingens?
Mfg Werner
Hi
und was ist mit dem Medikamtent Sulfadingens?
Mfg Werner
Hallo, Werner,
ich habe kein Recht und auch nicht die Absicht, mich in die Behandlung durch deine Ärztin einzumischen. Das wirst du sicherlich verstehen. Zum Sulfasalazin kann ich sagen:es ist ein entzündungshemmendes Medikament, das auch als langwirkendes Mittel gegen rheumatische Erkrankungen eingesetzt wird.
MbG
Montanus
Hallo
nein das sollst oder tust du ja auch nicht.
Ich finde, es nur sinnvoll, ein wenig zu berichten und vielleicht neue Ansatzpunkte oder Lösungen für manche Probleme zu finden.
Bei dem momentanen Krankheitsbild weiss ich eh nicht weiter bzw. kann beurteilen, ob hier noch irgendetwas positiv verläuft oder nicht.
Das Diclo überdeckt nämlich sämtliche Symptome oder Schmerzen, so das ich gar nicht beurteilen kann, wenn eine Besserung eintritt.
Da wundere ich mich, warum die Ärztin fragt, ob mir das oder das weh tut, irgendwie schon wieder lustig.
Also nix für ungut, einfach ein wenig Senf dazugeben, das hilft mir schon weiter.
Mfg Werner
Hallo,
Werner,
ich verstehe deine Bedenken angesichts des schleppenden Heilungsverlaufs (was bei einem Löfgrensyndrom leider nicht so ungewöhnlich ist) durchaus und möchte dir so gut, wie es in diesem Rahmen möglich ist, raten.
Das Diclo überdeckt deine Schmerzen nicht nur, sondern wirkt auch unmittelbar gegen die chronisch verlaufende Entzündung. Die Frage deiner Ärztin hat m.E. den Sinn, von dir zu erfahren, ob das Diclo ausreicht oder ob ein anderes, evtl. auch stärkeres Medikament alternativ oder zusätzlich notwendig ist.
Das kann natürlich nur durch die unmittelbare Anwendung herausgefunden werden. Sulfasalazin ist ein bewährtes Medikament. Ob es und wie stark es bei dir wirken wird, lässt sich natürlich nicht voraussagen. Leider kann ich mich sonst nur wiederholen: Versuche so geduldig zu sein, wie es dir möglich ist.
Angeregt durch unseren Schriftwechsel durchforsche ich z.Zt.alle mir zugänglichen Medien, ob sich irgend etwas Neues hinsichtlich des Löfgrensyndroms finden lässt. Die Zahl der Erkrankungen an Löfgren ist nicht sehr hoch, entspechend geringfügig sind die passenden Publikationen. Löfgren ist eine Sonderform der Sarkoidose und macht laut Literatur etwa 5% aller Sarkoidosen aus.
Beste Grüße,
Montanus
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