Antibabypille

Von: , Frage gestellt am So, 17. Dez 2000

Hallo zusammen!!

Ich hab mich jetzt an verschiedenen Stellen erkundigt bzgl. der ABP und hab verschiedenen Infos erhalten. Jetzt hab ich halt auch "erfahren", dass es zwei verschiedene Arten von Pillen gibt. Die eine, die eine Schwangerschaft vortaeuscht und so einen Eisprung "verhindert", und die, welche den Zervix-Schleim (oder wie der Schleim auch heisst) "verdickt" und so ein Absetzen eines befruchteten Eis verhindert (und das Milieu in der Gebaermutter einfach veraendert).

Ich hoffe, ich hab das jetzt halbwegs richtig ruebergebracht.

Auf jedem Fall ist es so, dass ich die Diane mite nehme (erst seit kurzem) und jetzt nicht weiss, wo ich diese Pille einzustufen habe. Ich hab ehrlich gesagt nicht gewusst, dass es zwei verschiedene Varianten gibt *schaem* ; daher hab ich auch noch nicht die Moeglichkeit gehabt meinen Arzt zu fragen, aber bei welcher Variante ist die Diane einzugliedern??

Weiss das jemand von euch? Habt ihr Erfahrung mit dieser Diane mite??

Bin ueber Infos dankbar :-).

Liebe Gruesse und Danke,
Babs

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
    Re: Antibabypille

    hallo babs.

    schau doch mal in den beipackzettel, hm? ;-) wenn da irgendwas von "ovulationshemmer" steht, dann isses ne pille, die ne schwangerschaft vortäuscht. vielleicht steht's sogar noch ausführlicher drin.

    gruß

    michael

  2. Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
    Re: Antibabypille

    Hallo Babs,

    kurz zur Wirkung der Pille allgemein:

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    (aus: http://www.pille.com/techno/erklaer/d_index3.html)


    1. Welche Arten von Pillen gibt es?
    Es gibt die Kombinationspille. Sie wird auch Ovulationshemmer genannt, da durch diese Art der Pille der Eisprung (Ovulation) verhindert wird. Diese Pille enthält eine Kombination zweier verschiedener Hormonsubstanzen (Östrogen und Gestagen). Die Mikro-Pille gehört auch zu dieser Kategorie, enthält aber weniger Östrogen und ist für Frauen, die sensibel auf dieses Hormon reagieren, besser geeignet. Die Mini-Pille hingegen enthält nur ein Hormon (das Gestagen) und verhindert nicht den Eisprung. Sie wirkt, indem sie die Verflüssigung des Gebärmutterhalsschleims verhindert. So können die Samenfäden nicht in die Gebärmutter vordringen, um das Ei zu befruchten.

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    Zur Diane: Dies gehört zu den sog. Ovulationshemmern (also kein reines Gestagen-Präparat). Diese Pille ist aber mit einiger Vorsicht zu geniessen und wg. ihrer Stärke und möglicher schwerer Nebenwirkungen (siehe untenstehedes Zitat mit nur sehr bedingt zu empfehlen):

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    Diane 35 enthält das Cyproteranazetat, ein Antiandrogen, das verdächtigt wurde, Leberkrebs zu erzeugen (div. Beiträge im "arzneimitteltelegramm"). Solange dieser Verdacht nicht komplett vom Tisch ist, sollte diese Antibabbypille nicht "einfach" nur als Verhütungsmittel verschrieben werden, sondern nur bei gleichzeitiger massiver Akne (wo es aber auch sehr gute und effektive Alternativen gibt!).

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    Eine Übersicht aller Pillen findest Du unter:

    http://www.gyn.de/medikament/index.htm

    Zu diesem Thema auch noch ein interessanter Artikel aus der Medical-Tribune:

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    Verhüten auf Nummer Sicher
    Für jede Frau die passende Pille


    MT-Bericht
    WIESBADEN - Als die Pille vor fast 40 Jahren auf den Markt kam, war die Verordnung einfach. Alle Frauen bekamen sie in derselben Dosierung. Ganz anders heute. Da gilt es aus dem umfangreichen Angebot das für Ihre Patientin maßgeschneiderte Kontrazeptivum auszuwählen. Aber: Finden Sie sich noch zurecht im Pillenwald?

    Hormonale Kontrazeptiva enthalten als Östrogenkomponente uniform das synthetische Ethinylestradiol. Von dieser Seite ist die Sache einfach. Zahlreicher sind die Gestagene, obwohl genau betrachtet nur zwei Gestagengruppen verwendet werden:

    1. Progesteron-Derivate – Chlormadinonacetat sowie Cyproteronacetat,

    2. 19-Nortestosteron-Derivate – Desogestrel, Dienogest, Gestoden, Levonorgestrel, Norethisteronacetat sowie Norgestimat. Für Präparate, die Desogestrel oder Gestoden enthalten, ist die Erstverordnung an Frauen unter 30 Jahren nicht länger eingeschränkt.


    Es gibt kein bestes Gestagen
    Sie können also zwischen vielen Gestagenen wählen. Das kann auch eine Qual werden. Professor Dr. Alexander Teichmann, Frauenklinik, Klinikum Aschaffenburg, dazu: "Ein Ordnungskriterium ist das klinische Bild. Weist eine Patientin androgenetische Symptome auf, bieten Gestagene wie Dienogest, Chlormadinonacetat und Cyproteronacetat einen zusätzlichen therapeutischen Nutzen." Die breite Palette enthält auch ältere Gestagene, "die weder schlechter oder risikoreicher als die neueren sind. Atherogene Effekte von Gestagenen, soweit es die niedrigdosierten oralen Kontrazeptiva angeht, sind nicht nachgewiesen. Daher kann auch vom besten oder günstigsten Gestagen nicht die Rede sein", unterstrich Prof. Teichmann, und: "Auch Venenthrombosen unter der Mikropille waren eigentlich nie das große Thema – geht man von der tatsächlichen Inzidenz aus. Das relative Thromboserisiko bei den niedrigdosierten Präparaten erhöht sich schätzungsweise um den Faktor 2 bis 4."

    Was tun bei Kopfschmerz und Gewichtzunahme?
    Für die Erstverordnung – so der Experte – gilt: Wählen Sie ein niedrigst dosiertes Präparat aus. Am einfachsten ist es, Sie richten sich nach dem Ethinylestradiol. Präparate in einer Dosierung von 15 bis 30 µg enthalten in aller Regel auch ein niedrigdosiertes Gestagen.
    Paradox ist allerdings, daß selbst sehr junge Mädchen eine etwas höher dosierte Pille oft besser vertragen als die sehr niedrig dosierten, erklärte der Gynäkologe. Zum einen ist unter den höher dosierten Präparaten der Zyklus stabiler, zum anderen treten seltener vegetative Symptome auf. Doch erst wenn nach drei Zyklen z.B. Blutungsstörungen, Kopfschmerzen oder Gewichtszunahme persistieren, sollte die Dosis nach oben modifiziert oder eine Pille mit einem anderen Gestagen verordnet werden. Denken Sie an einen Pillenwechsel auch bei sehr jungen Mädchen mit Bauchschmerzen, wenn Sie keine Ursache finden. In diesen Fällen könnte eine ungenügende FSH-Suppression die Beschwerden auslösen.


    Implantate für Raucherinnen
    Bekanntlich ist bei Raucherinnen ab dem 35. Lebensjahr die Pille kontraindiziert. Diese Frauen können dann zyklusgerecht auf ein Levonorgestrel-Implantat wechseln, ein nahtloser Schutz ist vorhanden. Die Gestagen-Implantate werden auch kinderlosen Frauen eingelegt, da die typischen Beschwerden der Spirale nicht auftreten, so der Experte. Doch wie ist es mit jüngeren Frauen? Dürfen die 20 oder mehr Zigaretten täglich rauchen, wenn sie mit der Pille verhüten wollen? Von einem puristischen Standpunkt aus gesehen, ist jede Zigarette zu viel, meinte schmunzelnd Prof. Teichmann, und: "Durch die Literatur geht die magische Zahl: 5 Zigaretten pro Tag. Wer seinen Rauchgenuß nicht drücken kann, sollte eine intrauterine Kontrazeption mit Levonorgestrel wählen. Die Zykluskontrolle ist gut."
    Die oralen Gestagen-Präparate, die sog. Minipillen, spielen schon lange keine große Rolle mehr. Zum einen kommt es doch recht häufig zu Blutungsstörungen. Zum anderen muß die Minipille immer peinlich genau zur gleichen Uhrzeit genommen werden, was schon sehr lästig ist. Und wehe, wenn ein Pillchen vergessen wird.

    Die Mikropille dagegen kann man irgendwann im Laufe des Tages schlucken. Das tut der Sicherheit keinen Abbruch. "Genauso verhält es sich mit den viel zitierten Durchfällen. Die Inhaltsstoffe der Pille werden bereits im Dünndarm resorbiert", machte Prof. Teichmann aufmerksam. Mit der Sicherheit kann es aber vorbei sein, wenn die regelmäßige Einnahme einer besonders niedrig dosierten Mikropille in der ersten Zyklushälfte unterbrochen wird. Strenggenommen bewirken diese Präparate keine komplette Unterdrückung der Ovarialfunktion. Wurde also eine Pille in einer frühen Phase des Zyklus vergessen, kann es trotz fortgesetzter Einnahme zur Ovulation kommen. Frauen sollten das wissen.

    Bei Hochdruck und Fettsucht Pille verboten Heutzutage setzen viele Frauen die Pille erst mit Beginn der Menopause ab. Dagegen ist nichts einzuwenden. Vergessen Sie aber nicht, daß auch eine einst gesunde Frau Risikofaktoren entwickeln kann. Kontrollieren Sie deshalb bei Ihren über 35jährigen Patientinnen regelmäßig Blutdruck und klinischen Befund. Risikofaktoren wie arterielle Hypertonie, Hyperlipidämie, Adipositas mit mehr als 20% Übergewicht, Diabetes mit Angiopathien sowie gehäuftes Auftreten koronarer Herzkrankheiten in der Familie sind bei jüngeren und reiferen Frauen absolute Kontraindikationen.

    Mikropillen für den Einstieg
    Das sind die niedrigdosierten Mikropillen mit 15 bis 30 µg Ethinylestradiol und die Gestagengruppen:
    Chlormadinonacetat: Belara®
    Desogestrel: Lovelle®, Marvelon®
    Dienogest: Valette®
    Gestoden: Femovan®, Minulet®
    Levonorgestrel: Femigoa®, Femranette® mikro, Leios®, Microgynon®, Minisiston®, Miranova®, MonoStep®, Stediril®-30/28
    Norethisteron: Conceplan®M, Eve®, Neorlest®, Sinovula®;mikro


    Auch junge Mädchen intensiv befragen

    Hormonale Kontrazeptiva gehören zu den am häufigsten angewandten Medikamenten. Sie sind auch insbesondere in epidemiologischen Studien die am besten untersuchten. Die Vorteile übertreffen die Risiken bei weitem. "Trotzdem sind die Inhaltsstoffe der hormonalen Kontrazeptiva pharmakologisch hochwirksame Substanzen. Die Pille wird gesunden Mädchen und Frauen verschrieben. Damit ist die Verantwortung für eine solche Langzeitmedikation eine besonders hohe", gibt Prof. Teichmann zu bedenken.
    Geschlechtsverkehr in sehr jungem Alter gilt unter Jugendlichen heutzutage als selbstverständlich. Doch auch das Gespräch mit einem jungen Mädchen sollte sich nicht nur auf "Ach, Sie wollen die Pille" beschränken. Erheben Sie immer eine sorgfältige Patientinnen- plus Familienanamnese. So wecken Sie zudem das Bewußtsein, daß es sich bei der Pille um ein Medikament handelt.

    bg
    MTD 27 / 1999 S. 6

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    Will damit sagen: Es gibt viele vertägliche Möglichkeiten auf dem Markt. Bei der Diane wäre ich als Frau vorsichtig.

    Gruss

    Ulrich [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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