Borreliose die Zweite!

Hallo.
Ich hatte letztlich schon einmal wegen Borreliose nachgefragt und ein paar wirklich hilfreiche Tips bekommen.
Jetzt ist bei mir ein Bluttest gemacht worden, der aber (nach 3 Tagen „Einwirkzeit“) negativ war.
Mein Arzt lässt sich nicht dazu bewegen einen weiteren Test machen zu lassen. Er sagt ich solle in einem halben Jahr wieder kommen, vielleicht könne man dann etwas nachweisen.
Alle anderen Tests wären ihm zu aufwendig. Und ausserdem sei er der Arzt und ich solle ihm die Entscheidung überlassen, auf welche Art er seine Diagnostik mache.
Was nun? fragt das Huhn.
Soll ich den Arzt wechseln?
Habe ich überhaupt einen Anspruch darauf, nach einem anderen Testverfahren als ELISA getestet zu werden?
Vielen Dank im vorraus!
LG Anja

MOD: Realen Namen aus Artikeltitel entfernt, da dieser sonst über Suchmaschinen gefunden werden kann. Außerdem die Bitte: Wenn ihr Antworten von speziellen Usern möchtet, dann schreibt diese doch per mail an oder fragt im Brett um allgemeine Antworten zu bekommen und sendet dem speziellen User den link zum Artikel. Ansonsten ist die Idee des wer-weiss-was-Forums ein öffentliches Fragen-Antwort-Forum zu sein, wobei sich jeder an den Diskussionen beteiligen darf und soll, deshalb sind spezielle @im Titel unerwünscht. K.

Hallo Anja,

ja, das ist leider diese unglaubliche Arroganz vieler Weißkittel. Sie wissen nichts und behaupten dennoch alles zu wissen.

Letztlich ist die Aussage Deines Arztes eindeutig, warum er nichts anderes ausprobieren will: Er sagt deutlich, es sei ihm zu aufwendig. Das heißt nichts anderes: Ich will Geld verdienen und das kann ich nur mit Menschen, die krank sind. Also mach ich mit Ihnen sicher nichts, was Sie gesund werden lassen könnte. Da würde es vermutlich auch nichts helfen, wenn Du ihn an das Borreliosezentrum (Europa-weit die einzige ambulante Fachklinik für Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden; ich habe es bewusst nicht so geschrieben, wie die Klinik genau heißt, damit man mich nicht belangen kann) verweisen würdest. Würde er vermutlich ebenso ablehnen. Er ist ja der Halbgott in weiß… Vermutlich hat er noch nie etwas von den Co-Erregern gehört, die ebenfalls durch Zecken übertragen werden können.

Die rechtliche Situation ist für Patienten leider extrem besch*. Du hast keinen Anspruch darauf, welcher Test der Arzt machen lässt und welchen nicht. Leider. Es hilft nur eines: den Arzt wechseln. In einer größeren Stadt dürfte das nicht das Problem sein, einen anderen Hausarzt zu finden, der auch aufwendigere Tests durchführen lässt. Auf dem flachen Land dagegen kann das schon mit Fahrerei verbunden sein (in das nächste Dorf, die nächste Stadt). Auch wenn es schwierig ist, versuche über Mund-zu-Mund-Propaganda oder über die Mitglieder des Borreliose-Forums einen Arzt zu finden, der kein solcher Betonkopf ist und seine Patienten nicht reihenweise in die Berufsunfähigkeit schickt. Verlass Dich dabei aber nicht auf irgendwelche Googeleien, denn in der Homepage kann jeder schreiben, was er gerade will und meint. Und es gibt etliche Ärzte, die BEHAUPTEN von sich, sie seien Experten für Borreliose, sei versichert: in aller Regel sind sie es nicht. So gibt es in ganz München beispielsweise keinen einzigen Arzt, der dieses Prädikat verdienen würde. Was aber nicht heißt, dass überhaupt kein Arzt auf die Ratschläge der Fachkollegen aus dem Borreliosezentrum hören würde. Solche gibt es natürlich durchaus, wenngleich dies auch nicht für alle Hausärzte flächendeckend gilt.

Aber für Deine Krankheit - ob nun Borreliose oder auch irgend eine andere Infektion, ganz gleichgültig - ist es wichtig, dass Du möglichst schnell richtig untersucht (also auch mit aufwendigeren Tests) und in der Folge auch richtig behandelt wirst. Denn je länger eine Infektionskrankheit verschleppt wird, um so schwerer wird sie zu heilen und Spätfolgen auszuschließen.

Hast Du im (Internet-) Borreliose-Forum des Deutschen Borreliose Bundes

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

mitgelesen, Dir einige der ca. 1000 Krankengeschichten durchgelesen? Hast Du den Eindruck, dass von den ca. 130 Symptomen der Borreliose und der Folgeerkrankungen bei Dir keine/wenige/einige/eine ganze Reihe/ziemlich viele/sehr viele dieser Symptome auftreten (unabhängig der Intensität, in der sie sich bei Dir zeigen). Je mehr Symptome Du hast, um so wahrscheinlicher ist eine Erkrankung an einer der von Zecken übertragenen Krankheiten.
Im Borreliose-Forum darf man zwar genau wie auch hier keine Namen von Ärzten nennen, aber über private e-mails kannst Du dort schon konkrete Namen erfragen. Solltest Du in Pforzheim bei Stuttgart wohnen, so hättest Du es zu einem dieser Spezialisten nicht weit. Leider hat er sehr lange Wartezeiten.

Da jedoch bei Dir schnelles Handeln angesagt ist, wäre auf den dortigen Termin in 9-10 Monaten zu warten ein sehr schlechter Rat. Bei der Suche nach einem geeigneten neuen Hausarzt könntest Du vielleicht schon bei der Terminvereinbarung fragen, ob dieser Arzt in der Vergangenheit schon viele Borreliose-Patienten (wie viele?) behandelt hat und ob er mit der ambulanten Spezialklinik (siehe oben) zusammen arbeitet oder nicht. Aufgrund der Reaktion auf diese Frage wirst Du sofort merken, ob er den modernen aber langwierigen Therapieverfahren aufgeschlossen ist oder nicht.

Bei der oben genannten ambulanten Klinik bekommst Du recht schnell einen Termin. Allerdings muss Dir klar sein, dass das keine Kasse zahlt. Untersuchung + Therapievorschlag + Rezept können schon gut über 500 EURO kommen. Es ist halt die Frage, ob Du - vorausgesetzt genügend Anzeichen für eine durch Zecken übertragene Krankheit sind gegeben - mehr an dem Geld hängst und eine Berufsunfähigkeit riskierst oder eher umgekehrt. Aber Achtung: Natürlich kann Dir ABSOLUT NIEMAND die Garantie geben, dass das dort erarbeitete Ergebnis und die dort vorgeschlagene Therapie auch wirklich und absolut hilft. Nur ist die Wahrscheinlichkeit eines Therapieerfolges in einem recht frühen Stadium doch deutlich größer, als gar nichts zu tun, so wie Dein Arzt vorgeschlagen hat. Und dann kannst Du Dir ja immer noch einen Termin bei dem „Spezi“ (= Spezialisten) der in Pforzheim auf Krankenschein behandelt, geben lassen, Hauptsache, die Behandlung beginnt bei Dir jetzt schnell (NOCHMAL: unter der Voraussetzung, dass etliche Symptome bei Dir für Borreliose sprechen). Jeder Tag Zeitverzug bedeutet ein vergrößertes Risiko der Berufsunfähigkeit.

Zusammenfassung:

  1. Sind bei Dir etliche Symptome gegeben, die auf Borre oder eine der Co-Erreger-Erkrankungen hinweisen, gegeben? Liste(n) der ca. 130 Symtome findest Du teilweise im Internet sowie im Borreliose-Forum

  2. Wenn ja, wechsle den Hausarzt, da Dein HA offenbar keine Erfahrung mit Borreliose hat.

  3. Es wäre sehr wichtig, schnell eine Therapie zu beginnen.

  4. Fahre nicht eingleisig, d. h. lass auch unabhängig von einer Therapie weitere Untersuchungen auf andere Krankheiten durchführen.

  5. Lass Dich nicht von Ärzten einschüchtern. Du bist der beste Spezi (= Spezialist) für Dich selbst. Du musst die Schmerzen und Einschränkungen erleiden, nicht der Arzt. Ärzte geben oft nur vor, etwas zu wissen, in Wahrheit wissen sie oftmals viel weniger als der Patient.

  6. In der Internet-Selbsthilfegruppe „Borreliose-Forum“ des Deutschen Borreliose Bundes sind viele Gezwungenermaßen-Experten (weil Betroffene), die viiiieeel mehr über die Krankheit wissen als ich. Hole Dir dort Rat und Unterstützung. Ich kenn mich halt ein ganz klein wenig aus, weil meine Frau eben auch eine derjenigen ist, die durch falsche Behandlung im Frühstadium zur Chronikerin wurde. Aber mein Wissen ist im Vergleich zu denen aus dem Borreliose-Forum wirklich rudimentär.

Soweit für den Moment,

wenn Du mehr Infos brauchst, kannst Du mich ja auch per e-mail anschreiben.

Schnelle Besserung und Viel Erfolg bei der Suche nach einem verständnisvollen Arzt.

Ein schönes Wochenende wünscht

Alexander


MOD: Realen Namen aus Artikeltitel entfernt, Vollzitat entfernt. M.

Hallo Alexander,

Ich bin positiv getestet auf ein Bakterium hin. Ich habe alles privat bezahlt, wie Du schon sagtest gute 600 EURO gezahlt. Leider stand die Diagnose zwar, aber der Arzt wurde darüber arbeitsunfähig - wahrscheinlich für sehr lange.

Hast Du im (Internet-) Borreliose-Forum des Deutschen
Borreliose Bundes

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Leider funktioniert der Link nicht, kannste den nochmals so reinsetzen, dass ich ihn anklicken kann?

Jetzt habe ich zwar die Diagnose - aber leider keine Behandlungsmöglichkeiten. Liegt die Klinik/Arzt zufällig in Belgien die Du meinst. Mein Blut wurde sehr sehr weit weg geschickt und hat „Unmenge“ Transportkosten verursacht… mit dem Hinweis, es sei die einzigste Klinik die es GENAU diagnostizieren könnte.

Vllt. kannste mir ja mal was näheres sagen?
Wäre wirklich dankbar, denn eine Diagnose zu haben, aber keine Therapie zu bekommen ist doof.
Ich hätte ein Angebot für eine Weitertherapie, aber DA möchte ich nicht hin - zu geschäftstüchtige Leute, schreiben u. a. auch Bücher… weiß man auch nicht ob geholfen oder abkassiert wird…
Würd mich freuen wenn Du mir näheres schreiben könntest.
Grüße
Marie

Borelliose
fürs Archiv

Hallo Marie,

also, bei mir funktioniert der Link.

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Später oder morgen mehr.

Gute Nacht

Alexander

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo,
wenn es der große bluttest war und negertiv ausgefallen ist, dann ist es doch o.k., wenn du noch zweifel hast- kannst du immer noch 21 tage ein antibiotikum nehmen. ist für die darmflora nicht so günstig, aber wenn es…an hand des blutwertes kann festgestellt werden, ist der vorgang akut oder schon länger her und nun kannst du noch ein bißchen warten, einen neuen test machen lassen und wenn dieser wieder negativ ist, gibt es keinen grund zur sorge.
vor 3 jahren war der erste vorgang positiv (laborwerte wie pk-test). im mai hatte ich wieder einen zeckenbiss, habe mich psychokinesiologisch testen lassen = negertiv und die laborwerte waren auch negertiv. zwischen biss und blutabnahme lagen auch 4/ 5 tage. ich hätte grund zur besorgnis, aber ich habe auch vertrauen das die laborwerte i.o. sind. lg konstanze

Hallo Alexander,
hm, jetzt funktioniert der Link.

DANKE für die Info.
Wäre schön, wenn Du mir nochmals antworten würdest - hätte sehr großeres Interesse…

Grüße
Marie

Hallo,
zu einem anderen Arzt gehen, zur Not so lange, bis Du hast, was Du willst.
Der Elisa alleine ist relativ sinnlos, dazu gehört der Westernblot,viele Ärzte machen das gleich immer kombiniert, den anderen mangelt es an Durchblick…
DIe KAsse zahlt nur, wenn Verdacht besteht.
Also, wenn es um mich ginge, ich würde behaupten, ein Erythem, die typische Wanderröte gesehen zu haben, einen ungleichmäßigen flächigen roten Fleck, vielleicht in der Kniekehle beschreiben, und sagen, dass ich den in der Badewanne gesehen habe, im heissen Wasser.
Glaubwürdig, weil oft schon eben so geschehen.Der Fleck ist nicht immer so leicht sichtbar.
Und natürlich, dass ich mehrere Zeckenbisse hatte, selbstverständlich auch einen in der Kniekehle.

Du wirst schnell einen Arzt finden,der Dir den blot mitmacht, es wäre fahrlässig, unter Schilderung solcher Symptome das nicht zu tun.

Und wenn Du nicht gut lügen kannst, na dann zahlst Du den est halt selber…

Gruß,Zahira

Konstanze,

21 Tage sind zu kurz. Mindestens 4 Wochen um sicher zu gehen und keine Resistenzen zu riskieren. Ferner muss immer das Gewicht des Patienten berücksichtigt werden: 4 mg pro Tag je kg Körpergewicht sollten es schon sein. unter 3,5 mg/Tag wird es fahrlässig. Bei Medikamentenverseuchten Patienten (also solchen, die schon viel ABs genommen haben, können auch 5 mg/Tag angesagt sein. -> wichtig welche Medikamente wie lange in welcher Dosierung zur Zeit oder früher genommen werden/wurden. Ein verantwortungsbewusster Arzt sollte da von sich aus drauf kommen!

Der Elisa gilt als ein sehr unsicherer Test (Fehlerquote 80-85%), was man schon an der Dauer ablesen kann, bis das Ergebnis da ist (3 Tage) im Vergleich zum z.B. LTT oder ELISPOT, wo die Ergebnisse 2 bis 3 Wochen auf sich warten lassen. Natürlich werden diese zuverlässigeren Tests noch lange nicht in jedem Labor durchgeführt (Karlsruhe, Köln und Berlin haben da einen guten Ruf). Und wie im geschilderten Fall sträuben sich auch immer mal wieder Ärzte, diese anderen Testverfahren - weil aufwendiger und damit weniger einträglich für den Arzt - durchführen zu lassen.

Wichtig ist ferner, sich nicht nur auf die Borrelien bei der Untersuchung zu beschränken, sondern auch die Co-Erreger (ca. 20 Stück) mit testen zu lassen (zumindest die häufigsten: Ehrlichien, Babesien, Bartonellen, Clamydien, Rickettsien, EBV etc.). In dem Zusammenhang sei deutlich darauf hingewiesen, wenn hier durch mich von „Borreliose“ zu lesen ist, so meine ich immer „Erreger, welche durch Zecken übertragen werden“. Medizinisch müsste man auch von Ehrlichiose, Babesiose etc. sprechen, der Einfachheit halber hat sich aber sowohl im Ärzte- als auch im Patientenwortschatz der Begriff „Borreliose“ als Überbegriff für all diese durch Zecken übertragenen Krankheiten mehr und mehr durchgesetzt.

Auch werden ständig weitere Erreger entdeckt, die durch Zecken übertragen werden. Der jüngste hat meines Wissens noch gar keinen eigenen Namen sondern wird als „Bartonellen-ähnlicher Erreger“ bezeichnet. Nachgewiesen von einem Prof. Dr. Fry in den USA, vor ca. 3 Wochen.

Da eben die Krankheit noch sehr schlecht erforscht ist, ist es auch so schwierig, diese effizient zu behandeln.

Bisher scheint folgendes fest zu stehen:

  1. Ohne Antibiotika geht es nicht, Ergänzend dazu können alle möglichen Verfahren eingesetzt werden (auch auf Naturheilbasis, Homöopathie, TCM etc.), aber eben nur zusätzlich. Basis ist die AB-Therapie in genügender Dauer (abhängig vom Stadium der Erkrankung; meine Frau hat jetzt 6 Monate am Stück teilweise mehrere ABs gleichzeitig genommen) und in genügender Dosierung (siehe oben). Für das Anfangsstadium sind 4 Wochen AB aus der Tetracyclin-Gruppe (Bevorzugt wird derzeit allgemein Doxycyclin) angesagt, für die späteren Stadien (Chroniker) müssen andere AB-Gruppen zur Anwendung kommen. Je nach Dauer der Erkrankung gibt es Patienten, die weit über ein Jahr ABs am Stück nehmen. Das längste mir bekannte ist 18 Monate.

  2. Es gibt deutschlandweit nur eine Handvoll Ärzte, die sich über den heutigen Stand der Erkenntnisse über diese Krankheit so auskennen, dass man sie als Spezi (= allgemein übliches Kurzwort von Betroffenen für „Spezialisten“) bezeichnen kann. Die meines Wissens einzige abulante Spezialklinik für Borreliose Europas sitzt in Augsburg/Bayern.
    Sollte - wie ich aus einem anderen Beitrag als Frage gelesen habe - tatsächlich in Belgien eine weitere aufgemacht haben, so wäre das schön und begrüßenswert, sofern diese denn was taugt (ich hatte bisher noch keine Kenntnis darüber geschweige denn irgend welche Erfahrungsberichte).Die wirklichen Koryphäen zu dem Thema sitzen in den USA. Dort wurden auch die ILDA-Richtlinien (International Lyme-Disease Assosiation) entwickelt, an die sich außer der bereits erwähnten Handvoll Ärzte (u.a. auch die Augsburger) halten. Die meisten deuschen Ärzte handeln nach gut Dünken oder plappern das nach, was selbsternannte deutsche Borrreliose-Gurus von sich geben. Wieder andere Ärzte leugnen die Krankheit vollkommen und sind auch nicht bereit, sich über den Stand der Erkenntnisse zu informieren. Leider haben auch diese Spezialisten keine einheitliche Meinung und keine einheitlichen Therapie-Verfahren. Jeder bevorzugt seine eigene These, teilweise widersprechen sich diese Thesen sogar. Auch das ist ein Zeichen, dass die Borreliose-Forschung noch in den Kinderschuhen steckt. Vieles ist nur ein Herumprobieren, nach dem Prinzip Try-and-Error. Leider. So kann es einem passieren, dass man von genau dem gleichen Arzt heute etwas völlig anderes erzählt bekommt als vor 6 Monaten. Das ist zwar nicht erfreulich, aber immer noch besser als von einem Arzt behandelt zu werden, der der Meinung ist, Borreliose käme so gut wie nicht vor, und die chronische Borreliose schon gleich gar nicht. Oder die von Simulantentum sprechen oder von „Internet-Borreliose“ oder von der „Modekrankheit, weil man das Gleiche haben möchte wie der Schweinsteiger“ (so ein Quatsch und eine Respektlosigkeit! Als ob man krank sein möchte!)

  3. Je schneller eine durch Zecken übertragene Infektion behandelt wird, um so größer sind die schnellen und nachhaltigen Heilungschancen. Insbesondere ist mittlerweile die These widerlegt, dass Zecken erst nach 24 Stunden ihre Erreger übertragen. Heute weiß man, dass die Erreger mit der Sekunde des Einstiches übertragen werden. Daher kann die Devise nur lauten: So schnell wie irgend möglich die Zecke fachmännisch/fachfrauisch entfernen lassen. Hier zählt jede Minute. Hier nicht an den 10 Euro Gebühren für die Notfall-Behandlung im Krankenhaus sparen, wenn’s am Wochenende passiert. Chroniker ziehen oftmals ein Leben lang damit rum und werden zu einem hohen Maß berufsunfähig. Ich selbst hatte neulich auch mal 'ne Zecke und habe auf einer 4wöchigen prophylaktischen AB-Therapie bestanden. Begonnen habe ich noch am selben Abend, als mich die Zecke gestochen hatte. Die Nebenwirkungen einer derartigen Therapie und die Kosten dafür sind vernachlässigbar im Vergleich zu den Spätfolgen mit Berufsunfähigkeit.

  4. Leider gibt es keine Immpfung gegen Borreliose. Es gab vor einigen Jahren mal einen, der wurde aber aufgrund der Nebenwirkungen und vor allem aufgrund der Kürze der Wirksamkeit (weniger wie 6 Monate) wieder vom Markt genommen. Allerdings habe ich gehört, dass es anscheinend eine Impfung für Tiere (Hunde, Katzen, Pferde) gibt. Hier erkundige man sich aber bitte im Tier-Brett.

  5. Viele Menschen - und sogar einige Ärzte - werfen die FSME (Hirnhautenzündung) und die Borreliose durcheinander. Gegen FSME kann man impfen, in aller Regel ist der Impfstoff gut verträglich und hält auch einige Jahre vor. Die FSME ist jedoch die viel seltenere Krankheit im Vergleich zur Borreliose.

  6. Durchseuchung - Risikogebiete
    auch hier werden beide Krankheiten regelmäßig miteinander vermengt.
    Die FSME wird durch 2 bis 5% aller Zecken übertragen. Allerdings ist die Verteilung, wo FSME-Erreger vorkommen sehr unterschiedlich. Hochrisiko-Gebiete sind der Schwarzwald, die Vogesen auf französischer Seite, das Oberrheintal sowie der Bayerische Wald und auf tschechischer Seite der Böhmerwald. Es gibt weitere Hochrisiko-Gebiete innerhalb Deutschlands, diese sind aber von der Ausdehnung her deutlich kleiner. In anderen Gegenden Deutschlands dagegen kann man sich die FSME eigentlich sparen, weil dort der Erreger nicht vorkommt. Aber wer garantiert, dass man nicht von Hamburg aus im nächsten Urlaub in den Bayerischen Wald fährt… Daher ist das mit dem „Impfung sparen“ so eine zweischneidige Sache. Zeckenkarten hängen mittlerweile in vielen Apotheken rum, in Arztpraxen sowieso. Im Gegensatz dazu ist die Durchseuchung mit Borreliose von der Nordseeküste bis zu den Alpen in eine Höhe von ca. 1800 Metern überall etwa gleich groß. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass die Zecken mit 75 bis 85% mit Borrelien oder/und Co-Erregern infiziert sind. Somit ist für die Borreliose (& die Co-Erreger-Erkrankungen) ganz Deutschland als "Hochrisiko-Gebiet einzustufen. Wer wohnt schon auf einer Alm höher als 1800 Meter und kommt nie in tiefer gelegenere Gefilde…

  7. Symptome

die Symptome der Borreliose sind derart vielfältig, dass man sie nur mittels Listen erfassen kann. Im IN sind verschiedene Listen zu finden, alles in allem sind ca. 130 verschiedene Symptome im Augenblick bekannt. Natürlich muss nicht jeder Patient alle 130 Symptome aufweisen, weder gleichzeitig noch nacheinander. Charakteristisch für die Krankheit ist der wechselnde Schmerz, jetzt das, in einer Stunde jenes, einen Tag später wieder was anderes etc. Man spricht von „springendem Schmerz“. Charakteristisch ist auch eine auffallende Müdigkeit, Schlappheit, Antriebslosigkeit, die nicht wesenimmanent ist (d.h. vor der Erkrankung war diese Müdigkeit etc. nicht gegeben). Ferner ist die schleichende Verschlimmerung der Krankheit typisch.

  1. Bluttest - Blutwerte:

Sämtliche derzeit auf dem Markt befindliche Bluttests sind nicht wirklich sicher. Der schon angesprochene Kurz-Test „ELISA“ liefert nach ca. 3 Tagen die Ergebnisse allerdings mit einer Fehlerquote von 80 bis 85%. Aber auch die zuverlässigeren Tests weisen noch eine Fehlerquote von 25-35% auf, was eigentlich auch kaum zu tolerieren ist. Aber sie sind halt immer noch deutlich besser als der Kurztest.
Ein Blutwert, der im Normbereich liegt, besagt somit noch keinesfalls, dass keine Infektion/Erkrankung vorliegt. Umgekehrt sagt ein überhöhter Wert auch nicht unbedingt aus, dass der Patient tatsächlich ERKRANKT ist. Er ist infiziert, aber nicht unbedingt erkrankt. Es sind Fälle nachgewiesen, die einen Titer (= Blutwert) aufweisen, bei dem man in aller Regel die Hände über dem Kopf zusammen schlägt und glaubt, der arme Patient kann gar nichts mehr tun, so geschwächt muss er sein. In Wirklichkeit ist er aber das blühende Leben und fühlt sich völlig gesund.

  1. Inkubationszeit und Wanderröte

Beginnen wir mit der Wanderröte: es ist eine mehr oder minder kreisförmige oder ovale Rötung größerer oder kleinerer Dimension, welche meist aber eben nicht immer um die Einstichstelle herum auftritt. Leider erscheint eine derartige Rötung bei weitem nicht bei allen Betroffenen, man weiß heute, dass sie nur in etwa 40% aller Fälle auftritt. somit bedeutet eine fehlende Wanderröte keineswegs, dass keine Infektion vorliegt.
Auch ist mittlerweile klar geworden, dass zwischen dem Zeitpunkt der Erregerübertragung und dem Ausbruch der Krankheit Jahre vergehen können. Somit bedeutet es nicht, dass wenn man - sagen wir - die ersten 2 Monate nach dem Zeckenstich keine Krankheitssymptome hat, dass dann alles gut gegangen ist. Das kann 20 Jahre später plötzlich und unerwartet ausbrechen, da hat man die Zecke von heute lange vergessen. Umgekehrt kann es aber auch ganz schnell gehen. Bei meiner Frau haben die ersten Symptome keine 14 Tage auf sich warten lassen. Leider sind in diesem Anfangsstadium die Symptome derart unspezifisch, dass keiner - weder Arzt noch Patient - damit was anfangen kann und auf Borreliose kommt…
Auch scheint sich in der Forschung der Verdacht zu erhärten, dass wohl die Gene des einzelnen Menschen mit herein spielen, wenn es um die Frage geht ob man „anfällig“ auf Borreliose ist oder eben nicht. Untersuchungen scheinen darauf hinzudeuten, dass manche Menschen ein Gen (oder etwas Vergleichbares) besitzen, was sie resistent - oder zumindest weniger anfällig - für die durch Zecken übertragenen Krankheiten sein/werden lässt als andere, denen dieses Gen fehlt. Ich selbst kenne auch eine Frau, die hat regelmäßig Zecken (hält sich viel in Wald und Wiese auf), ist aber (zumindest bisher) noch nie an Borreliose erkrankt.

  1. Behandlung

somit sind die Blutbild-Fanatiker bei dieser Krankheit völlig auf dem Holzweg. Bei dieser Krankheit geht - zumindest solange die Forschung noch nichts anderes entwickelt hat, also Stand August 2008 - sehr viel über die Befindlichkeitsempfindung des Patienten und recht wenig über die Blutergebnisse. Wie gesagt: Es gibt Personen mit deutlich überhöhtem Titer, bei denen braucht man gar nichts machen, sie fühlen sich gesund - und andere, die kann man mit allen existierenden Testverfahren testen, alle Tests fallen negativ aus, und dennoch fühlen sich diese Personen hundeelend und weisen eine Vielzahl der Borreliose-Symptome auf. Ein verantwortungsbewusster und informierter Arzt behandelt dann den Patienten dennoch mit ABs, siehe weiter oben.

  1. Sonderfall: Borreliose und Babys

ein ganz schwieriges Thema, da Antibiotika bei Babys verheerende Wirkungen auslösen können. Ich bitte ausdrücklich, für dieses Gebiet sich gezielt z.B. im Borreliose-Forum (siehe unten) Informationen zu holen. An dieses Thema traue ich mich echt nicht ran, zu widersprüchlich sind die Aussagen, die ich darüber schon gelesen habe (von Babys sind dagegen immun und ABs rufen geistige Schäden beim Baby hervor, bis hin zur gegenteiligen Auffassung: ohne AB sei (bewusst Konjunktiv!) das Leben des Babys in Gefahr).

  1. Hilfe und weiterführendes

Ich bin zwar durch meine Frau als Mitbetroffener durchaus ein wenig in die Thematik eingelesen, aber ich bin nicht DER Experte schlechthin. Daher findet sich in fast allen meinen Beiträgen, die sich irgendwie mit Borreliose beschäftigen der Hinweis auf die Patienten-Selbsthilfe-Gruppe im Internet, deren Mitinitiator der Deutsche Borreliose Bund ist. Dort sitzen wahre Experten, obwohl sie keinen Doktor-Titel haben, die beantworten gerne und ausführlich alle Fragen zum Thema, und obendrein viel besser und fundierter als ich das überhaupt könnte.

Hier der Link

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Ich hoffe, es hat allen am Thema interessierten Personen - betroffen oder nicht - ein wenig geholfen. Aber mit Sicherheit habe ich nur einen Bruchteil aller möglichen Punkte und Aspekte angesprochen. Wer mehr wissen möchte, den bitte ich eindringlich, sich im Borreliose-Forum anzumelden. Dort sind ca. 1000 Krankengeschichten nachzulesen, Symptomlisten erhältlich und Leute, die jegliche Fragen zum Thema gerne und fundiert beantworten.

Mit der Borre ist wirklich nicht zu spassen!

In der Hoffnung, Ihr möget alle von dieser heimtückischen Krankheit verschont bleiben.

Spruch:

„An Borreliose stirbt man nicht, sie tötet nur das Leben“.

Gute Nacht

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1 „Gefällt mir“

Hallo Marie,

ich habe heute schon einen ausführlichen Beitrag geschrieben, daher an dieser Stelle nur recht kurz:

Ich bin positiv getestet auf ein Bakterium hin.

es gibt ca. 20 verschiedene Erreger. Welchen hast Du? Nach welchem Verfahren wurde getestet, wie lange ist der Zeckenstich her, welche Therapie hast Du bisher bekommen? Welche Beschwerden hast Du? Hattest Du die Wanderröte? Wurden auch die Co-Erreger getestet? Wenn ja, welche?

Behandlungsmöglichkeiten. Liegt die Klinik/Arzt zufällig in
Belgien die Du meinst. Mein Blut wurde sehr sehr weit weg
geschickt und hat „Unmenge“ Transportkosten verursacht… mit
dem Hinweis, es sei die einzigste Klinik die es GENAU
diagnostizieren könnte.

siehe in meinem ersten Artikel von heute: Nein, ich meine Augsburg.

Vllt. kannste mir ja mal was näheres sagen?
Wäre wirklich dankbar, denn eine Diagnose zu haben, aber keine
Therapie zu bekommen ist doof.

stimmt.

Ich hätte ein Angebot für eine Weitertherapie, aber DA möchte
ich nicht hin - zu geschäftstüchtige Leute, schreiben u. a.
auch Bücher… weiß man auch nicht ob geholfen oder abkassiert
wird…

das mit dem Abkassieren und der noch heftigeren Variante (siehe Siemens) ist echt schwierig. Die Krankheit ist noch sehr wenig erforscht, daher kann es bei verschiedenen Leuten
A) Abkassieren
B) Ausprobieren „Versuch und Irrtum“
C) Siemens-Effekt

sein. Für unser eins ist das kaum auseinander zu halten.

da wir beide hier ja keinerlei Namen nennen dürfen, würde ich Dich bitten, wenn Du willst, mir an meine e-mail-Adresse zu schreiben, dann können wir etwas offener reden. Insbesondere würde uns interessieren, was Du von dieser Belgien-Stelle weißt. Diese ist mir völlig unbekannt.

Bücher-schreiben alleine ist aber noch kein Zeichen von Scharlatanerie und Abzocke. Auch darüber kannst Du, wenn Du willst, mir in einem persönlichen e-mail mehr schreiben.

Meine Bitte auch an Dich: Wenn Du solche Infos hast (sei es über ein neues Zentrum in Belgien oder über Abzocke) gib es an das Borreliose-Forum weiter! Dort ist man für solche Infos dankbar.

Bitte lies Dir auch den Beitrag von mir von heute durch, er ist ewig lang, ich weiß. Trotzdem, es steht etliches dort drin, was auch hier her passen würde. Und ich möchte mich halt nicht unnötig wiederholen.

So, jetzt gehe ich aber wirklich ins Bett

Gute Nacht und viele Grüße, für Dich dass Du schnell gesund werden mögest.

Alexander

Hallo

Du schneidest da eine Frage an, auf die ich seit Jahren eine Antwort suche. Ich hab eine großflächige Rötung am Rücken (von Schulter zu Schulter, etwa 20cm vertikale Ausbreitung). Oft treten Ausläufer dieser Rötungen auch an Schultern und Oberarmen auf. Typisch ist allerdings, dass sie erst beim Kontakt mit Wasser rot aufleuchten. Da ich seit Jahren eben nicht nur daran leide sondern an einer unbekannten Krankheit, könnte das ein Schlüssel zur Diagnose sein.

Stellt sich mit also die Frage, ob diese Reaktion auf Wasser einen Rückschluss zulässt?

lg.

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Also, wenn es um mich ginge, ich würde behaupten, ein Erythem,
die typische Wanderröte gesehen zu haben, einen
ungleichmäßigen flächigen roten Fleck,

Du wirst schnell einen Arzt finden,der Dir den blot mitmacht,
es wäre fahrlässig, unter Schilderung solcher Symptome das
nicht zu tun.

Hallo Zahira.
Genau so einen Fleck hatte ich am Arm.
Das habe ich auch meinem Arzt geschildert. Ebenso alle Symptome (mittlerweile ein Haufen Zeugs!).
Trotzdem kam dann diese Reaktion.
Als der TEst negativ war, habe ich ihn gebeten anderweitig zu suchen, denn an IRGENDWAS müsse es ja schließlich liegen.
Da bekam ich nur ein müdes Schulterzucken und lapidare Ausflüchte.
LG Anja

Hallo!
Das mit dem Wasser , dem heissen wohlgemerkt erweitert die Blutgefäße und eine Rötung wird leichter sichtbar.
Du schreibst „seit Jahren“.
Das Erythem der Borreliose tritt im Anfangsstadium auf, später verschwindet es wieder.

Was das auf Deinem Rücken sein könnte, dazu fällt mir gar nichts ein, vielleicht jemand Anderem hier?

Andererseits, gerade bei der Borreliose gibt es nichts, was es nicht gibt.
Warst Du schon bei einem Rheumatologen?

Gruß,
Zahira

HAllo Anja!

Nur der Elisa ist zum in die Tonne werfen…
Geh unbedingt zu einem anderen Arzt, wenn Du tatsächlich sogar einen roten Fleck (nicht den kleinen Bissfleck, den fast jeder Zeckenbiss hinterlässt., sondern einen richtig flächigen?) hattest.
Wirklich unbedingt.
Das ist wichtig, egal wie.
Elisa und Westernblot!

Gruß,
Zahira

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Zahira,

Das mit dem Wasser , dem heissen wohlgemerkt erweitert die
Blutgefäße und eine Rötung wird leichter sichtbar.
Du schreibst „seit Jahren“.
Das Erythem der Borreliose tritt im Anfangsstadium auf, später
verschwindet es wieder.

Was das auf Deinem Rücken sein könnte, dazu fällt mir gar
nichts ein, vielleicht jemand Anderem hier?

Andererseits, gerade bei der Borreliose gibt es nichts, was es
nicht gibt.

wie wahr, wie wahr.

Warst Du schon bei einem Rheumatologen?

ich denke, Leitwolf sollte eine Zeitlang im Borreliose-Forum des Deutschen Borreliose Bundes mitlesen. Dann wird ihm/ihr sehr schnell klar, ob die Borre oder eine der Co-Erreger-Erkrankungen in die engere Wahl für seine/ihre Krankheit kommt oder nicht. ich denke aber, so nachdem was ich bisher von ihm gelesen habe, dass das nicht ausgeschlossen sein könnte.

@Leitwolf,

ich habe hier schon mehrfach über die Borre geschrieben. es gibt ca. 130 verschiedene Symptome. Die wahren Experten sitzen in diesem erwähnten Forum, dort kannst Du ca. 1000 Krankengeschichten von Betroffenen nachlesen und Dir zu allen Fragen rund um die Borre Tipps holen.

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

vorneweg gesagt: Leider ist die Krankheit noch sehr wenig erforscht. Es gibt eine enorm hohe Dunkelziffer von chronisch an Borreliose Erkrankten. Die tatsächliche Zahl kennt niemand. Man schätzt die Zahl in Deutschland auf ca. 600.000 Menschen.

Ich wünsche Dir eine schnelle Besserung Deiner Beschwerden und einen schönen Abend

Viele Grüße

Alexander

Hallo Alexander,
danke für die noch so spät gemachten Ausführungen.
Ich werde Dir eine private e-mail senden.
Grüße
Marie

Hallo Alexander,

habe es jetzt geschafft mit der e-mail an Dich.

Grüße
Marie

Hallo!
Mein Hausarzt hat mir vor einigen Wochen auf meine Bitte hin, bzw. der Bitte meines Psychiaters hin auch einen Bluttest auf Borreliose durchgeführt und dieser war negativ.
Mein Neurologe hat mich dann in eine neurologische Klinik geschickt und dort wurde im Nervenwasser nach Borreliose gesucht.
Scheint also nicht immer im Blut nachweisbar zu sein. Auf die Ergebnisse warte ich nun seit 2 Wochen, aber sie sind immer noch nicht da.
Grüsse Ali

Zahira,

erst vor ein paar Tagen war im Borreliose-Forum des Deutschen Borreliose Bundes ein Beitrag, wo berichtet wurde, dass ein Borre-Chroniker (langjährige Borreliose) auf irgend was anderes mit einem Medikament (weiß nicht welches) behandelt wurde, und dass dann bei diesem Chroniker ausgerechnet im Kontakt mit heißem Wasser die Wanderröte wieder erschienen ist.

Daher: Die Symptome der Borre sind soooo derart variabel, dass da eigentlich der Werbespruch gut herpasst „Nichts ist unmöglich - T…“ äh - ich meinte natürlich „Nichts ist unmöglich - Borreliose“ (auch wenn’s leider eine Silbe länger ist)

Beste Grüße und einen schönen Sonntag

Alexander

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