Hallo zusammen,
nachdem ich wegen Schmerzen in der linken Gesichtshälfte (hatte das schonmal vor ein paar Wochen gepostet) bei verschiedenen Ärzten war, wurde bei mir durch Zufallsbefund ein gutartiger Hirntumor festgestellt. Laut Neurochirurg ersteinmal nichts schlimmes, solange er nicht wächst.
Meine Frage ist nun, woran der Arzt nur anhand des CTs fesstellen kann, dass er gutartig ist? Ist die Verkapselung ein Anzeichen dafür?
Meine zweite Frage wäre, welcher Bereich des Gehirns für den Bewegungsapparat zuständig ist. Ist das der Frontallappen?
An den Schmerzen in der linken Gesichtshälfte ist anscheinend der Trigeminusnerv schuld. Hat jemand auch schonmal damit Malessen gehabt und kann mir schildern was die Ursache war und wie behandelt wurde?
Vielen Dank und viele Grüße
Samira
Hallo!
Meine Frage ist nun, woran der Arzt nur anhand des CTs
fesstellen kann, dass er gutartig ist?
Das ist eine Frage, die nur er selbst beantworten kann.
Ist die Verkapselung
ein Anzeichen dafür?
Ja.
Meine zweite Frage wäre, welcher Bereich des Gehirns für den
Bewegungsapparat zuständig ist. Ist das der Frontallappen?
Viele Bereiche des Gehirns sind für „den Bewegungsapparat“ zuständig. U.a. im Frontallappen z.B. auch der Gyrus praecentralis (Motorcortex).
Gruß, Stefan
Hallo Samira,
woran der Arzt nur anhand des CTs
fesstellen kann, dass er gutartig ist?
Die 100 %ige Diagnose kann natürlich nur ein Neuropathologe durch Untersuchung einer Gewebeprobe stellen, aber es seit einigen Jahren in der Tat möglich, mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit allein anhand der bildgebenden Diagnostik zu sagen, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist. Grob gesagt schaut sich der Doc
- Form (relativ glatt umschrieben? wild wuchernd? auf benachbarte Areale übergreifend?),
- Lage,
- Größe und
- Struktur; lies: je nach gewähltem Verfahren - Dichte (beim CT) bzw. Signalaufnahme (beim MRT) des tumorverdächtigen Herdes
an. Und natürlich gibt es da noch die klinischen Symptome, die bei bestimmten Tumorarten ‚typisch‘ sind bzw. auf diese hindeuten können. MRT wird jedenfalls in puncto Diagnostik als Verfahren der ersten Wahl angesehen - http://www.aerzteblatt-international.de/v4/archiv/ar… (lass dich nicht davon abschrecken, daß es dort um einen bösartigen Tumor geht).
An den Schmerzen in der linken Gesichtshälfte ist anscheinend
der Trigeminusnerv schuld.
Ich will dich nicht in Panik versetzen, aber du hast blöderweise nicht geschrieben, in welchem Bereich der Tumor entdeckt wurde… Es gibt sogenannte Akustikusneurimone (auch Schwannome genannt), die bei entsprechender Größe bzw. einer ungünstigen Lage Druck auf den Trigeminus ausüben und durch die Kompression für gemeine Schmerzen im Gesicht sorgen: http://aerzteblatt.lnsdata.de/pdf/99/43/a2854.pdf; http://neuro24.de/ks10.htm.
Grüße
Renee
Hallo Renee,
ich danke dir sehr für deine beiden Antworten.
Ich will dich nicht in Panik versetzen, aber du hast
blöderweise nicht geschrieben, in welchem Bereich der Tumor
entdeckt wurde… Es gibt sogenannte Akustikusneurimone (auch
Schwannome genannt), die bei entsprechender Größe bzw. einer
ungünstigen Lage Druck auf den Trigeminus ausüben und durch
die Kompression für gemeine Schmerzen im Gesicht sorgen:
http://aerzteblatt.lnsdata.de/pdf/99/43/a2854.pdf;
http://neuro24.de/ks10.htm.
keine Angst, du versetzt mich nicht in Panik. Die Panik hatte ich beim ersten Röntgenbild, dass der HNO gemacht hatte. Dort bildete sich der Tumor (wusste man da noch nicht, dass es einer ist) als großer Fleck in der Augenhöhle ab. Mensch, hatte ich da ne riesen Angst, dass etwas mit meinem Auge ist. Vor allem, weil ich auf diesem Auge seit Jahren schwarze Flecken sehe, die immer mehr waren. Dass der Fleck in der Augenhöhle zu sehen war, lag wohl an der Schräglage der Röntgenaufnahme. Beim CT stellt man dann fest, dass es nicht die Augenhöhle ist. Der Radiologe diagnostizierte eine Verknöcherung der Schädeldecke. Erst der Neurochirurg hat den Tumor diagnostiziert.
Der Tumor sitzt an der linken Gehirnhälfte im vorderen Bereich. Ich glaube dort sitzt der Frontallappen. Der Arzt meinte er würde am Bewegungsapperat sitzen. Was immer das bedeuten soll. (Ich war bei der Diagnose so verdattert, dass ich nicht alle Fragen gestellt habe, die ich hätte stellen sollen. Das hole ich beim nächsten Mal nach.) Der Tumor sitzt quasi unter der Schädeldecke.
Dass ein Tumor eine Trigeminusneuralgie verursachen kann, habe ich gelesen. Der Neurochirurg meinte allerdings, dass die beiden Dinge bei mir unabhängig voneinander sind und der Tumor bei mir eher ein Zufallsbefund ist. Ich werde beim nächsten Mal aber auf jeden Fall nochmal nachfragen.
Jetzt lese ich mir erstmal deine Links durch. Danke dir sehr!
Gruß
Samira
Grüße
Renee