Allein die Dosis macht,dass ein Ding kein Gift ist

Hallo.

wer kann mir dazu eine Interpretation geben? im Internet finde ich diese Aussage nur mit Studien belegt. Habe nächste Woche mündliche Prüfung und da ist dies ein Thema und im Unterricht wurde es nicht wirklich behandelt.

Bin für jede Hilfe dankbar

Moin,Moin

Alle Stoffe die eine Wirkung im Körper haben (Medikamente, Drogen, Umwelt"gifte", Heilkräuter, etc.) zeigen ihre Wirkung abhängig von ihrer Dosis.
Keine Wirkung -> erwünschte Wirkung -> schädliche Nebenwirkungen

Direkt: Herzmedikament Digitalis (auch in der Pflanze Fingerhut) erwünscht ist die Regulierung des Herzschlages, Überdosis führt zu Herzstillstand.

Indirekt (Nebenwirkung): Aspirin (ähnlich auch in Weidenrinde) erwünscht Schmerzmittel, lange Überdosis führt zu Magengeschwür

In jedem Trinkwasser findet man mit hochempfindlichen Analysemethoden Schwermetalle wie Blei. Diese kleinen Dosen haben aber keine Wirkung auf den Körper. Erst wenn eine Schwelle überschritten ist.

Mit diesen Überlegungen fallen dir bestimmt 100te von Beispielen ein.

Guido

Servus,

hier ein paar Fundstellen:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/fileadmin/pza/…

http://www.medizinstudent.de/lernen/skripte/skript-t…

http://www.pmu.ac.at/96.htm

http://www.tqu.de/tqu-wissen/philosophen/textparacel…

Die letzte würde ich mir zuerst anschauen.

Alles Gute!

Kai

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moien

Und noch der absolute Klassiker aus dem Bereich „Dosierung ist alles“:

http://www.dhmo.org/
http://www.dhmo.de/

Wenn du den Witz nicht verstehst dann lies das: http://de.wikipedia.org/wiki/Dihydrogenmonoxid

cu

LG
Jochen

Paracelsus war der Erste, der das so formulierte
…und der Inhalt versteht sich eigentlich von selbst.
Etwas, was in Spurenelementen nützlich ist oder eben in kleiner Dosierung, ist in „zuviel“ oftmals tödlich. Nimm z.B. nur mal den Fingerhut, Digitales - ein wchtiges Mittel für Leute mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz), aber du kannst „wunderbar“ damit jeman um die Ecke bringen…
Gruß,
Branden

Hallo,
Nee, das ist similia similium = gleiches mit gleichem (heilen).
Das dabei die Dosis so miniklein wird liegt nicht am Grundprinzip, sondern der praktischen auswirkung des Paracelsischen Prinzips. Arsen in Urtinktur (oder ähnlich fieses ZEug we das hier schon angesprochene Digitalis)kommt eben nicht so gut, da muss ein bisschen Verdünnung her, und weil er eine wissenschaftlich genaue Runterreduzierung haben wollte, kam es zu den Potenzen, also erst 1:10, dann davon wieder 1:10 etc.
Das ganze hat er dann an Frau und Kindern ausprobiert und damit ua. auch seine Kinderschar offensichtlich reduziert, denn manche starben erst in einem Alter, in dem sie aus dem gröbsten rausgewesen sein durften.
http://www.amazon.de/Samuel-Hahnemann-Begr%C3%BCnder…
Gruß Susanne

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Hallo,

Nee, das ist similia similium = gleiches mit gleichem
(heilen).

Ja doch doch, genau DAS habe ich ja gemeint. Allein die Dosis macht das Gift. Während zB. Arsen in „normalen“ Dosen ein Gift ist, wird es in hohen Verdünnungen nicht nur „ungiftig“, sondern sogar als Heilmittel nutzbar (bzw. genutzt - ob nun mit oder ohne echte Wirkung, sei hier mal dahingestellt).

LG
Jochen

Hallo

Nee, das ist similia similium = gleiches mit gleichem
(heilen).

Ja doch doch, genau DAS habe ich ja gemeint. Allein die Dosis
macht das Gift.

Aber das ist nicht das homöopathische Prinzip.
In der H bleibt man in so hohen Verdünnungen, dass eine eventuelle Giftwirkung des eingestzten Stoffen völlig irrelevant ist.
Das was Paracelsus meinte war die allopathische Verwendung von Stoffen.

Gruß
Werner

Hallo,

ich denke, Du verwechselst WIRKUNG und KLASSIFIKATION. Arsen oder Digitalis werden als Gifte klassifiziert, weil sie in den üblichen, vom Laien handhabbaren Dosen eben giftig sind. Als homöopathisches Mittel eingesetzt können sie aber aufgrund der geringen Dosis ihre giftige Wirkung nicht entfalten. Die Substanz „Arsen“ wird zwar immer noch zu den Giftstoffen gezählt, aber seine Wirkung (zB. auch als Herzmedikament! in hoher Verdünnung!) ist NICHT mehr die eines Giftes (sonst würde es ja schaden und nicht heilen).

LG
Jochen

Hallo,

ich denke, Du verwechselst WIRKUNG und KLASSIFIKATION.

Da ich von Gift wirkung sprach habe ich das kaum verwechselt.

Du hattest die Aussage des Paracelsus mit dem homöopathischen Prinzip in Verbindung gebracht, womt es aber im Grunde nichts zu tun hat, da mindestens in der klassischen homöopathie die Potenzierung (fast) jede direkte Stoffwirkung, auch eine giftige, ausschließt. Die Frage nach der Grenze zur Giftigkeit stellt sich dort einfach nie.

Eine gewisse Verwandschaft der Aussageabsicht könnte man bei Umkehrung der Aussage noch sehen, also wenn ausgesagt worden wäre, dass alles in entsprechend geringer Dosierung auch heilen kann. Das wäre zwar immer noch nicht das homöopathische Prinzip, aber stimmte mit dem Vorgehen in der Zubreitung von Arzneimitteln in der Homöopathie in etwa überein.

Die Frage, ab wann etwas giftig ist, ist aber eine klar allopathische.

Gruß
Werner