Hallihallo,
mein Vater musste vor 3,5 Wochen ins Krankenhaus wegen einem „Routineeingriff“ bzgl. seines Magens. Nach der OP hat er 5 Tage vor sich hinvegetiert, hat vor Schmerzen geweint und hatte einen übelst aufgeblähten Bauch. Er wurde nicht ernstgenommen, hat Einläufe bekommen (Vermutung Verstopfung), aber total sinnlos, denn nach 5 tagen ohne Nahrungsaufnahme war ja gar nix drin!!
Dann kam ein Seelsorger der Klinik, weil die der Ansicht waren, es wäre psychosomatisch bedingt, dass er solche Schmerzen hat. Nunja, danach stellte Papa die Ärzte vor die Wahl, entweder es wird was passieren oder er wechselt die Klinik.
Tja, dann ab durch die Röhre und siehe da, sein ganzer Bauch war voller Flüssigkeit. Daraufhin folgte vor 1,5 Wochen eine Not-OP in der die Ärzte feststellten, dass bei der ersten OP „AUS VERSEHEN“ ein Loch in den Magen gestoßen wurde bei der ersten OP!!! Die ganze Magenflüssigkeit + Eiter hat den ganzen bauch ausgefüllt!
Nunja, die Not-OP war vor 1,5 Wochen…Erst gings ihm besser, dann folgte ein Lungenproblem (Embolie oder Entzündung. weiss ich leider nicht), er brach zusammen und kam letzte Woche Donnerstag bis gestern auf Intensiv.
Ihm ging es dort immer noch nicht beser, gestern wurde er auf Normalstation verlegt, sollte aufstehen und sich waschen…Ja, als er aufstand fing an langsam aber sicher das Wundwasser aus der narbe auszutreten und nicht grad wenig. Warum wurde auf der Intensiv nicht bemerkt, dass wieder Wasser im Bauch ist??
Heute soll sich entscheiden, ob nochmal operiert wird in dem Krankenhaus und ich habe wahnsinnige Angst! Aus einem geplanten Krankenhausaufenthalt von einer Woche wurden jetzt 3,5 Wochen und es nimmt kein Ende da!!
Ich hab allmählich wirklich Angst um die Gesundheit meines Vaters, er war ein gesunder Mann und aufgrund des Ärztefehlers ist er aktuell ein Wrack!
Ich würde ihn seiner gesundheit wegen gerne ins Krankenhaus meiner Stadt verlegen lassen, denn die haben einen super Ruf! Das Krankenhaus , wo er liegt, besticht nicht grad durch gute Mundpropaganda!
Würde in einem solchen Fall die Krankenkasse den Transport bezahlen? Kann man den Ärzten einfach das Vertrauen entziehen?
Liebe Grüße
Hallo,
Würde in einem solchen Fall die Krankenkasse den Transport
bezahlen?
Dort anfragen. Aber ich fürchte, nein.
Trotzdem an die Kasse herantreten und die Situation darstellen. In Zeiten von DRGs kann ein KH sich sowas kaum erlauben und wenn die Kasse die Unterlagen wegen vermutetem Pfusch zur genaueren Prüfung anfordert, erhöht das im KH schon mal die Motivation.
Kann man den Ärzten einfach das Vertrauen entziehen?
Natürlich, nur ist die Freie Arztwahl, wenn man erst mal im Kh. ist nicht mehr möglich. Bei Verweigerung der weiteren Behandlung erfolgt dann üblicherweise eine „Entlassung auf eigene Verantwortung“.
Gruß
Werner
Hi Jenny,
du solltest alle deine Fragen aufschreiben und auf ein Gespräch mit dem Operateur bestehen!
Lass dich nicht abwimmeln oder auf dem Gang abfertigen.
Der behandelnde Arzt soll dir genau erklären was passiert ist - und vor allem wie jetzt die Behandlungsstrategie aussieht.
Wenn du den Eindruck hast dass die Therapie planlos ist solltest du von dir aus eine Verlegung ansprechen.
Was will denn eigenlich dein Vater?
Kennst du denn ein KH in das dein Vater verlegt werden könnte?
Organisatorisches besprichst du am besten mit der Krankenkasse.
Die müssen nämlich die Verlegung bezahlen.
Alles Gute
Susanne
EIn Alptraum, kann nachfühlen, wie es Dir geht.
Wenig Ahnung, Zeitdruck, Angst falsche Entscheidungen zu treffen.
Mein EIndruck von aussen:
Wenn er das will, sofort in ein anderes Krankenhaus.Gut wäre ein Arzt Deines Vertrauens (Hausarzt?), der ein bisschen den Durchblick hat, zur Beratung.
Höre auf Dein Gefühl!!!
Der Transport, spielt das wirklich jetzt eine Rolle?
Zur Not dürfte es doch noch das kleinere Problem sein, das selber zu zahlen?
Dein Vater hat kein Vertrauen mehr, keine gute Grundlage zur Heilung, und was Du berichtest klingt auch wirklich haarsträubend.
UNd ja, man darf den Ärzten das Vertrauen entziehen.Einfach so.
Wäre ja auch noch schöner, wenn es anders wäre.
Nur Mut, mach Dich gerade jetzt in dieser wichtigen Situation nicht klein!
LAss Dich nicht von kühl argumentierenden Ärzten überreden,etwas zuzulassen, von dem Du in der Tiefe ein schlechtes Gefühl hast.
Das tun die im Krankenhaus gerne mal, und nutzen dabei unbewusst oder auch bewusst die schwache Lage des Menschen in Not aus.
Wünsch Dir einen kühlen Kopf und trotzdem einen Draht zu Deiner Intuition!!
Alles Gute Deinem Vater!
Zahira
Servus Jenny(?),
glaubst Du denn, daß Dein Vater in seinem Zustand so einfach verlegbar ist? Wie weit wäre denn der Transportweg?
Wurde Dein Vater von einem Arzt eingewiesen? Wenn ja, setz Dich mit dem in Verbindung, schildere die Situation und bitte ihn um Rat. Möglicherweise kennt er den Klinikchef und kann Dir dabei helfen, in der Klinik klarzumachen, daß dort alle Anstrengungen zur optimalen Behandlung nötig sind.
In der momentanen Situation mit Rechtsfolgen zu drohen, wäre nicht unbedingt hilfreich - nervöse Ärzte sind wohl das letzte, was Dein Vater brauchen kann.
Ich kann verstehen, daß Du Deinen Vater dort heraushaben willst, nur könnte eine Umlegung ihn derzeit mehr gefährden, als er verkraften kann.
Kai
Das Krankenhaus , wo er liegt, besticht nicht grad durch gute
Mundpropaganda!
Würde in einem solchen Fall die Krankenkasse den Transport
bezahlen? Kann man den Ärzten einfach das Vertrauen entziehen?
Hallo, Jenny,
nur die gesundheit Deines Vaters zählt, sonst nichts.
Glaubst du wenn Du jetzt Rücksicht auf die Klinik nimmst übernimmt hinterher irgendjemand von den Pfuschern die Verantwortung?
Die werden alles abwimmeln, obwohl sie versichert sind.
Also: Hausarzt sofort ansprechen und raus aus der Klinik.
Dein Vater ist Dir doch die evtl. eigene Übernahme der Transportkosten wert? Sprich sofort auch mit der KV Deines Vaters.
Fixiere aber alles schriftlich, selbst wenn es sich nur um Deine eigenen Gesprächsnotizen mit Datum, Uhrzeit und Gesprächspartner handelt. Hebe Deine Telefon- oder Handyabrechnungen als Nachweis auf.
Geht alles gut und waren Deine Vorsichtsmaßnahmen unnötig, und hat es nicht geschadet, sie getroffen zu haben.
Ansonsten werden alle Verursacher alles bestreiten.
Gehe stets vom „worst case“ aus und handele danach.
Ich wünsche Euch alles Gute.
Gruß:
Manni
Schwierige Sache. Welches Haus ist schon scharf darauf, die Komplikationen anderer Häuser auszubaden. Frage also unbedingt erst die ausgesuchte Klinik. Ich glaube nicht, dass das gegenwärtige Haus etwas gegen eine Verlegung einzuwenden hat. So eine Situation ist für beide Seiten blöd, egal ob der Operateur „Fehler“ gemacht hat, schlecht war oder obs einfach „blöd gelaufen“ ist. So wie du es schilderst, klingt es schon merkwürdig. Aus meiner Erfahrung hat das aber nicht unbedingt was zu sagen, da bin ich immer vorsichtig.
Mit sachlicher Argumentation läßt sich fast immer akzeptable Lösung für beiden Seiten erreichen. Vorwürfe sind da eher kontraproduktiv, weil die Wissensbasis einfach nicht gleich ist. Grundargumentation sollte sein, dass Dein Vater nun durch die lange und komplizierte Geschichte seelisch ziemlich am Ende ist und Euch eine Zweitmeinung oder -behandlung eines Zentrums diesbezüglich ein besseres Gefühl geben würde. Einen Vertrauensverlust würde ich eher nicht thematisieren, wenn was schief lief, haben die schon so ein schlechtes Gewissen, wenn sie keine Schuld trifft, reagieren sie genervt. Bedenkt, dass im Nachhinein jeder schlauer ist. Ggf. bittet um ein Gespräch mit Oberarzt oder Chef.
Viel Erfolg!
pp