Hi!
Meine Mutter leidet unter Depressionen und Ohnmachtsanfällen (die auch arbeitsbedingt sein könnten - Stress). Als Sie einen Arzt aufsuchte, meinte er, dass sie unter einer Unterfunktion der Schilddrüse leiden würde, worauf er Ihr direkt was verschrieben hat.
„L-Thyroxin beta“ heisst das Medikament, das Ihr verschrieben wurde
(Eine Woche lang halbe Tabletten, 1 Woche ganze Tablette, 1 Woche eineinhalb, etc, o.ä.).
Meine Mutter hat keine große Lust Medikamente in dieser Konstellation zu sich zu nehmen, da ihr Tag keine solchen Einnahme-Maneuver zulässt (vergißt sie einzunehmen).
Meine Frage: Was hat es mit einer Schilddrüsenunterfunktion auf sich und sind diese Medikamente in Ordnung?
Danke vielmals für jegliche Antworten.
Christian
Hallo,
Meine Mutter hat keine große Lust Medikamente in dieser
Konstellation zu sich zu nehmen, da ihr Tag keine solchen
Einnahme-Maneuver zulässt (vergißt sie einzunehmen).
Man steht auf, greift zum Wasserglas auf dem Nachttisch, nimmt die Tablette. Das wars schon. Alles andere ist eine Schutzbehauptung.
Meine Frage: Was hat es mit einer Schilddrüsenunterfunktion
auf sich und sind diese Medikamente in Ordnung?
Die Schilddrüse produziert Hormone, welche für den Körper sehr wichtig sind. Bei einer Unterfunktion werden zu wenig dieser Hormone produziert und der Hormonhaushalt gerät in Unordnung. Das kann allerlei Symptome hervorrufen, unter anderem auch eine Depression.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schilddr%C3%BCsenunterf…
Das Medikament Thyroxin ist das Schilddrüsenhormon, welches vom Körper zu wenig gebildet wird (bzw. eins davon). Es ist sehr sinnvoll, es einzunehmen. Möglicherweise muss man ein wenig experimentieren, bis die richtige Dosis gefunden wird. Viele Deppressionskranke wären froh, wenn ihr Problem so leicht und ohne Antidepressiva zu lösen wäre.
Die Abneigung Deiner Mutter gegen das Medikament und die tägliche Einnahme kann übrigens auch ein Symptom der Unterfunktion sein. Es ist einem dann gern mal alles total egal …
Gruß,
Myriam
Hi Christian,
ergänzend zu Myriam:
wenn man anfängt, Schilddrüsentabletten zu nehmen (dieselben nehme ich übrigens auch), ist es ganz wichtig, die Dosis „einzuschleichen“, d.h. die Dosis langsam bis zur gewünschten Dosis steigern. Wenn man sofort eine (hohe) Dosis nehmen würde, hätte man möglichweise die Symptome einer Überfunktion (z.B. Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Nervosität und Zittern, Bluthochdruck, Gewichtsverlust trotz Heißhunger, Schweißausbrüche, Haarausfall…) - so hat mirs zumindest mein Arzt erklärt.
Meine Mutter hat keine große Lust Medikamente in dieser
Konstellation zu sich zu nehmen, da ihr Tag keine solchen
Einnahme-Maneuver zulässt (vergißt sie einzunehmen).
Tja, leider ist die Einnahme dieser Tabletten die einzige Möglichkeit, eine SD-Unterfunktion zu behandeln (soweit ich weiß, bin kein Arzt). Deine Mutter sollte sich also schon irgendwie dazu durchringen, die Tabletten zu nehmen. Vielleicht kann sie jemand an die Tabletteneinnahme erinnern?
Viele Grüße,
Annegret
Hi,
wenn deine Mutter möchte, dass es ihr besser geht, sollte sie das Zeug nehmen. Ich nehme auch L-Thyroxin Henning und fand es anfangs nervig, die Tabletten halbieren und sogar vierteln zu müssen (ich musste zeitweilig eine 3/4 Tablette nehmen), aber relativ schnell kommt man bei einer ganzen an und dann gehts.
Als erstes habe ich gemerkt, dass ich wesentlich besser schlafe, und allein das war es schon wert!
Davon abgesehen finde ich es ein bisschen heikel, den Aussagen von Forenusern hier mehr Vertrauen zu schenken als dem eigenen Arzt - holt im Zweifel eine zweite Meinung ein, wenn ihr unsicher seid!
Gruß
Cess
Hi,
wunderbar 
Nur zwei Ergänzungen. WEil es um Medikamente in dieser Konstellation geht, es gibt wohl kaum Tabletten, die kleiner und leichter zu schlucken sind (ist für viele ja auch ein Argument), und dieses Schilddrüsenhormon gehört wohl mit zu den erprobtesten und daher nebenwirkungsfreiesten Medikamenten, soweit ich weiß - weil einfach sehr viele Leute an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden.
Was den Wirkungseintritt betrifft, den verspürt man nahezu sofort. Ich habe mich bereits am zweiten Tag gleich viel motivierter gefühlt - sogar etwas überdreht. Zwei weitere Tage später hatte sich das dann eingependelt 
Die Franzi
Danke an alle. Ich werde ihr definitiv helfen die Tabletten einzunehmen. Und wer weiss, vielleicht ist sie dann motiviert genug sie selber einzunehmen.
Thx again,
Christian
Nur zur Sicherheit:
der Hausarzt hat doch die Tabletten verschrieben, NACHDEM er eine Blutuntersuchung durchgeführt hat, oder?
(eigentlich eine blöde Frage, wie gesagt, nur zur Sicherheit, daß wirklich eine Unterfunktion vorliegt).
Zusätzlich sollte ein Ultraschall der Schilddrüse und eine Antikörperbestimmung der Schilddrüse durchgeführt werden!