Hallo!
Ich weiß, dass es auch ein Brett für Sucht gibt, aber ich habe meine Frage mit Absicht hier hinein gesetzt, weil ich denke, die Antwort hat mehr mit Medizin zu tun.
Ich verstehe nicht, wieso jede Droge (also Alkohol, Tabak, Haschisch, LSD, …) auch schädlich für den Körper ist, also logisch verstehe ich es schon in den Einzelfällen, aber woran es hapert, ist eben, dass jedes Mittel, was einen Rausch erzeugen kann, auch dem Körper schadet…
Daher meine Frage: Ist das Zufall? Hat es mit „Viel von etwas schadet viel?“ zu tun?
Bin für alle Antworten dankbar! 
Liebe Grüße, Cleo
Hallo!
Woher hast Du diese Aussage?
Aber wie dem auch sei: Wie überall macht auch hier die Dosis erst das Gift. Körperliche Schäden ergeben sich (bei unsachgemäßen [also übermäßigen und zu häufigen] Gebrauch) v.a. durch:
- Schädigungen der Nervenzellen im Gehirn
- Schädigung der Leber und der Nieren durch toxische Abbauprodukte
- allgemeine Organschädigung durch Veränderungen der Durchblutung
- bei inhalierten Drogen auch direkte Schädigung der Lunge
Nochmal zum Anfang: Koffein ist eine „starke“ Droge, die gesundheits_fördernde_ Wirkung von 1-3 Tassen Kaffee am Tag ist aber durch viele Studien belegt. Viele Opiate werden eigentlich als Schmerz- und Beruhigungsmittel eingesetzt, auch Aufputschmittel sind eigentlich Medikamente. Erst die falsche Anwendung kann zu unkontrollierten körperlichen Schädigungen führen.
Das eigentlich Schlimme an den Drogen ist aber nicht ihr physisches Schadpotential, sondern das psychische (und mithin auch das soziale).
LG
Jochen
Hallo,
Gut verdeutlichen kann man sich die Giftwirkung, wenn man den Zeitfaktor betrachtet. „Einmal“ im Leben eine rauchen ist nicht schädlich. Aber regelmäßig eine schon. Also „Gift“+„regelmäßiges Zuführen“ = Schädlich.
Gruß,
Rüdi
Hi
Selbst, wenn es theoretisch ein Mittel gäbe, was keine körperlichen Schäden hervorruft, würde man abhängig werden, da sich der komplette Hirnstoffwechsel anpasst.
Kann also sein, dass man immer mehr „Stoff“ braucht, um high zu werden, wie das ja bei vielen bekannten Drogen der Fall ist.
Und man bekommt Entzugserscheinungen, wenn man mit dem Konsum aufhört, es ist also dann eben doch schädlich.
Grüße
Laralinda
Hallo Cleo,
Ich verstehe nicht, wieso jede Droge (also Alkohol, Tabak,
Haschisch, LSD, …) auch schädlich für den Körper ist,
wieso sollten sie?
Drogen können nur dann wirken, wenn sie irgendwelche Rezeptoren haben. Und Rezeptoren bilden sich nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil sie wichtige biochemische Funktionen erfüllen.
also
logisch verstehe ich es schon in den Einzelfällen, aber woran
es hapert, ist eben, dass jedes Mittel, was einen Rausch
erzeugen kann, auch dem Körper schadet…
Es ist wie immer, die Dosis macht das Gift.
Cannabis, Coffein, Alkohol, Morphin und andere Drogen sind potente Drogen, die durchaus positive Wirkungen haben können. Übertreibt man es aber, überwiegt der Schaden.
Reagiert ein Mensch mit Suchtsymptomen auf diese Verbindungen, ist natürlich strikte Abstinenz angesagt, ist es nicht der Fall, ist ein kontrollierter Genuss geringer! Mengen unproblematisch. Wobei natürlich illegale Drogen zu meiden sind 
Daher meine Frage: Ist das Zufall? Hat es mit „Viel von etwas
schadet viel?“ zu tun?
Wie gesagt, was wirkt muß irgendwas bewirken.
Morphin z.B. ist körpereigenen Substanzen sehr ähnlich und belegt die gleichen rezeptoren wie diese.
Gandalf
Hallo,
Selbst, wenn es theoretisch ein Mittel gäbe, was keine
körperlichen Schäden hervorruft, würde man abhängig werden, da
sich der komplette Hirnstoffwechsel anpasst.
Kann also sein, dass man immer mehr „Stoff“ braucht, um high
zu werden, wie das ja bei vielen bekannten Drogen der Fall
ist.
Und man bekommt Entzugserscheinungen, wenn man mit dem Konsum
aufhört, es ist also dann eben doch schädlich.
das ist einfach nur Blödsinn.
Ja, es gibt Substanzen, die sowas unter Umständen machen. Aber nicht jedes Rauschmittel ist schädlich für den Körper, nicht jedes Rauschmittel lässt den „Hirnstoffwechsel“ sich anpassen, nicht jedes Rauschmittel macht Entzug.
Also, was genau wolltest Du jetzt fundiertes mit Deinem Beitrag sagen? Dass „Drogen böse“ sind? Och Gottchen…
Allein schon, was genau „Rauschmittel“ ist, bietet genug Stoff für Diskussion. Die Frage ist also an sich in der Form ziemlich sinnfrei.
.m
Allein schon, was genau „Rauschmittel“ ist, bietet genug Stoff
für Diskussion. Die Frage ist also an sich in der Form
ziemlich sinnfrei.
Vielleicht haben wir auch nur eine unterschiedliche Auffassung des Wortes „Rauschmittel“
Für mich sind es immer Substanzen, die in den Hirnstoffwechsel eingreifen.
Alle mir bekannten Mechanismen sind vergleichsweise flexibel, d.h. der Körper kann lernen, mit anderen Umständen umzugehen, eine Gewöhnung tritt ein.
Wenn du es genau nehmen willst, ist das bei jeder Sucht der Fall. Ein Bunjee-Jumper gewöhnt sich an das Adrenalin (oder an die anderen Hormone, die für den „Kick“ sorgen) und sucht nach immer größeren Herausforderungen. Wenn er den Kick nicht bekommt, wird er unglücklich - mal bewusst etwas extrem formuliert. Sogesehen eine Nebenwirkung der Umstellung des Hirnstoffwechsels auf längere Zeit gesehen.
Übrigens, ich fahre für mein Leben gerne Achterbahn, wenn mir das jemand nehmen würde… ich bin halt schon abhängig 
freundlichste Grüße
Laralinda