Probleme durch Präparatwechsel Beta-Blocker

Hallo liebe Leute,

bin derzeit total am Ende und hoffe dass mir hier jemand helfen kann:

Vor etwa 8 Wochen habe ich bedingt durch einen Krankenkassenwechsel einen anderen Betablocker in der Apotheke ausgehändigt bekommen (gleicher Wirkstoff, anderer Hersteller).

Vor 3 Wochen ging es dann auf einmal los:

Heftigste Schwindelattacken wegen denen ich auch schon beim HNO war, dieser hat allerdings nichts gefunden. Auch die Blutuntersuchung beim Internisten blieb ergebnislos.

Ich war dann zwei Wochen krank geschrieben und in dieser Zeit ging es mir auch langsam besser. Seit einer Woche arbeite ich wieder und mir geht es einfach nur besch… Ich bin die ganze Zeit wie erschlagen und habe permanent nur Angst umzukippen weil mir so schwindelig ist (ist ein Schwankschwindel, vergleichbar mit besoffen sein nur leider nicht so angenehm :o).

Ich habe das ganze damals eigentlich eher auf Stress geschoben (bin beruflich sehr belastet) und das beim Arzt auch so „verkauft“.

Derzeit habe ich auf der Arbeit aber 0 Stress- also kann es das irgendwie nicht sein.

Habe mir jetzt schon Termine beim Orthopäden gemacht (dachte das Ganze könntee evtl. mit der HWS zu tun haben, da ich da auch immer Problem mit habe). Und in 2 Wochen folgt dann der Neurologe.

Ich glaube nur derzeit dass ich so lange nicht mehr durchhalte, ich bin jetzt gerade schon kurz davor ins Krankenhaus zu fahren.

Heute kam mir allerdings dann der (vielleicht) zündende Gedanke: Kann das ggf. etwas mit dem Betablocker-Wechsel zu tun haben?

Muss dazu auch noch sagen dass ich ständig Heulkrämpfe habe, weil es mir noch nie in meinem Leben so besch… ging.

In meinem alten Betablocker stehen die weiteren Bestandteile mit drin- in dem neuen aber leider nicht… Ist es möglich dass man auf einen der Bestandteile so reagiert wie ich jetzt?

Mir ist aufgefallen dass mein Blutdruck unter dem neuen Medikament troz gleicher Dosierung morgens immer deutlich niedriger ist (oft so bei 110/65), abends sind die Werte dann aber relativ normal (128/70).

Sorry dass es etwas lang geworden ist, aber ich weiß echt nicht was ich jetzt machen soll.

Viele Grüße

Susi

Hallo Susi,

die Probleme, die Du beschreibst, können durchaus auf eine medikamentöse Unverträglichkeit hindeuten. Und da Deine Beschwerden auch erst mit dem Präparatwechsel begonnen haben, scheint es zumindest wahrscheinlich.

An der Stelle verstehe ich auch nicht, warum Du Deinem Hausarzt nicht von Deiner Vermutung erzählst - das SOLLTEST Du nämlich.

Auch wenn der Wirkstoff derselbe ist, so kann auch schon eine andere Hülle Unverträglichkeiten hervorrufen.
Also warum quälst Du Dich selbst?

Vielleicht kannst Du Dir so Besuche bei anderen Fachärzten sparen.

Viele Grüsse

Logan

Hi Logan,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

Hast mich in meiner Annahme bestätigt, werde direkt morgen meinen HA aufsuchen.

Habe jetzt übrigens bei beiden doch die Bestandteile gefunden.

Mein alter Betablocker hat die folgenden: Calciumhydrogenphosphat, mikrokistalline Cellulose, Crospovidon, Dimeticon, Hypromellose, Macrogol 400, Magnesium (stearat, palmitat, oleat), Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Eisenoxidhydrat (E172), Titandioxid.

Der neue besteht aus folgende: Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph.Eur), Crospovidon, Eisenoxid gelb (E172).

Kennst Du Dich zufällig mit den genannten Stoffen aus? Mir persönlich kommt auf den ersten Blick bei dem zweiten Produkt nur die Laktose als möglicher Auslöser von Problemen in den Sinn!?!

Kann man sagen dass der vorherige Betablocker evtl. höherwertiger/ verträglicher ist weil er mehr Zeugs enthält?

Viele Grüße

Susi

Hallo Susi,

daß die Symptome erst 5 Wochen nach Beginn der Einnahme des neuen Präparats begonnen haben macht eine Unverträglichkeit unwahrscheinlich.
Betablocker können aber per se depressiv machen und vielleicht bist Du ja auch nicht mehr richtig eingestellt (könnte man im LZ-RR messen).
Du solltest unbedingt heute den Hausarzt aufsuchen, damit er Dir kompetent weiterhelfen kann!

Habe mir jetzt schon Termine beim Orthopäden gemacht (dachte
das Ganze könntee evtl. mit der HWS zu tun haben, da ich da
auch immer Problem mit habe). Und in 2 Wochen folgt dann der
Neurologe.

Die Termine sind sehr gut, denn die Symptome können durchaus andere Ursachen haben!

Viel Erfolg!

Garlochi