Wirbelsäulenskoliose - ein paar Fragen dazu

Hallo,

also diese Diagnose wurde bei meiner Mutter gestellt, sie hatte schon länger Schmerzen in der Schulter und probleme mit ihren Gelenken, vor allem an Hand und Finger (da hat sie auch Arthrose).
Ich habe mich etwas schlau gemacht im Internet, und sie hat wohl eine sehr starke Verkrümmung (70%).
Muss sie da jetzt auf jeden Fall operiert werden? Sie ist gerade in der Kur (da wurde das auch festgestellt, bei allen vorherigen Ärzten/Orthopäden war das irgendwie nicht der Fall…) und da bekommt sie Gymnastik für den Rücken und so, aber wenn ich das richtig Verstanden habe, wird es nicht viel helfen, oder?

Wenn sie operiert wird, wie lange wird sie dann in ihrem Beruf ausfallen (sie ist Krankenschwester in einer Dialyse) oder kann sie überhaupt wieder in dem Beruf arbeiten?

Es besteht erblich bedingt auch eine Osteoporose Gefahr.

Meine Mutter ist übrigens 53 Jahre alt.

Ich will das nur wissen, weil ich nicht weiß, was durch diese Diagnose auf sie bzw. meine Eltern zukommt. Und ob ich ihr irgendwie helfen kann oder so.

LG

Hallo Papilio,

Ich habe mich etwas schlau gemacht im Internet, und sie hat
wohl eine sehr starke Verkrümmung (70%).

Nee, nee, Skoliose wird nicht in Prozent, sondern in Grad (Krümmungswinkel nach Cobb) gemessen.

gerade in der Kur (da wurde das auch festgestellt, bei allen
vorherigen Ärzten/Orthopäden war das irgendwie nicht der
Fall…)

Häää??? Willst du uns auf den Arm nehmen? Eine 70°-Skoliose - also eine extreme Deformation der Wirbelsäule - wurde jahrelang nicht bemerkt und rein zufällig festgestellt??? Das nehme ich dir nicht ab.

und da bekommt sie Gymnastik für den Rücken und so,
aber wenn ich das richtig Verstanden habe, wird es nicht viel
helfen, oder?

Physio allein mit Sicherheit nicht. Bei einer so starken Skoliose müßte man schon zusätzlich mit einer Rumpforthese (= Stützkorsett), die praktisch rund um die Uhr getragen wird, ran.

Muss sie da jetzt auf jeden Fall operiert werden?

Im Erwachsenenalter auftretende Skoliosen müssen nicht zwingend operiert werden, aber die Entscheidung ‚OP oder nicht OP‘ hängt von vielen Faktoren ab. Chirurgisch gibt es ohnehin nur eine Lösung: Spondylodese (= Versteifung der Wirbelsäule bzw. von Wirbelsäulenabschnitten).

Wenn sie operiert wird, wie lange wird sie dann in ihrem Beruf
ausfallen (sie ist Krankenschwester in einer Dialyse) oder
kann sie überhaupt wieder in dem Beruf arbeiten?

Lass es mich so ausdrücken: je stärker die Krümmung, desto schwieriger die OP. Bei 70° und Osteoporose-Veranlagung ist so eine OP schon eine größere Veranstaltung, nach der sie sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von ihrem Job als Krankenschwester verabschieden darf.

Ich will das nur wissen, weil ich nicht weiß, was durch diese
Diagnose auf sie bzw. meine Eltern zukommt.

Das kann dir nicht einmal der beste Orthopäde der Welt beantworten - es ist ein Zusammenspiel von vielen Faktoren, die niemand im Vorfeld beurteilen kann.

Und ob ich ihr
irgendwie helfen kann oder so.

Nicht wirklich…

Grüße
Renee

Häää??? Willst du uns auf den Arm nehmen? Eine 70°-Skoliose -
also eine extreme Deformation der Wirbelsäule - wurde
jahrelang nicht bemerkt und rein zufällig festgestellt??? Das

Mein partner hat auch eine Skoliose mit extremer Deformation… in der Schule wurde es nie erkannt, ebim Bundesheer schon aber er wurde nciht informiert
Das kann also schon mal passieren das sowas jahrelang nicht bemerkt wird
Ich bin nur unheimlich wütend weil sich in seiner Kindheit anscheined niemand um seinen gesundheitszustand gekümmert hat!

Erstmal danke für die Antworten
Veräppeln möchte ich euch mit Sicherheit nicht, aber ich kenne mich mit dem Thema doch nicht aus und habe nur ein paar Daten aus dem Internet. Und da stand halt, dass es zu 70% ist, wenn es Schmerzen verursacht bzw. andere Gelenke davon betroffen sind und bei meiner Mutter ist es das Schultergelenk.

LG