Darmkur

Hallo,
ich habe seit einiger Zeit immer wieder Schwierigkeiten im Bauchraum.
Vor ca 5 Wochen bin ich operativ meine Gallenblase losgeworden, trotzdem habe ich 1 bis 2 x wöchentlich noch Koliken (teilweise richtig heftig), für die die Ärzte keine Erklärung finden - bin jetzt in homöopathischer Behandlung und warte da auf ein Wunder.
Außerdem habe ich immer wieder einen Druckschmerz im Bauch, als säße da ein Klumpen. Stuhlgang ist zwar ausreichend und regelmäßig, aber immer entweder sehr weich oder sehr hart.
Ich habe das Gefühl, ich müßte mal meinen Darm regelrecht „sanieren“.
Kann mir jemand Tipps dazu geben, wie ich da vorgehen könnte? Was sollte ich meiden, was ist gut?
Was ist von „probiotischem Joghurt“, Kombucha etc. zu halten?
Ich freue mich auf Statements - danke!
Gruß, Helma

Ich habe das Gefühl, ich müßte mal meinen Darm regelrecht „sanieren“.

Eigentlich das Übliche:

  • leichtverdauliches Essen (Obst, Fisch, getoastetes Brot, bläharmes Gemüse, Suppen, Naturjoghurt)

  • viel Trinken ohne Kohlensäure (zuckerarme verdünnte Säfte, zuckerfreie Tees, z.B. Fenchel-Anis-Kümmel)

  • Akutbehandlung mit Carminativum Hetterich

Was sollte ich meiden,

Schwerverdauliches:

  • Käse
  • Eier
  • wg. fehlender Gallenblase mit wenig Öl/Fett

Was ist von „probiotischem Joghurt“

http://de.wikipedia.org/wiki/Probiotikum

Nichts. Was sich auch mit den Aussagen aus dem Buch „Krank durch gesunder Ernährung“ deckt.

Kombucha etc. zu halten?

http://de.wikipedia.org/wiki/Kombucha

Also auch nicht wirklich wichtig.

Gruß

Stefan

Hallo, Helma,

häufige Koliken trotz Gallensteinoperation? Dann kann die Gallenblase nicht die Ursache der Koliken gewesen sein, jedenfalls nicht die einzige. Oder es ist ein Steinchen im Gallengang verblieben. Oder befinden sich die Koliken jetzt an anderer Stelle im Bauchraum?
Hat vor der Op. ein langjähriges Gallenleiden bestanden, muss man auf jeden Fall an eine überdauernde Begleitpankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) denken. Eine rein homöopathische Behandlung des Darmes reicht dann nicht aus. Das ganze lässt sich nur durch entsprechende Untersuchung klären und sollte nicht verschleppt werden.

Gruß, Montanus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo, Helma,

häufige Koliken trotz Gallensteinoperation? Dann kann die
Gallenblase nicht die Ursache der Koliken gewesen sein,
jedenfalls nicht die einzige. Oder es ist ein Steinchen im
Gallengang verblieben. Oder befinden sich die Koliken jetzt an
anderer Stelle im Bauchraum?
Hat vor der Op. ein langjähriges Gallenleiden bestanden, muss
man auf jeden Fall an eine überdauernde Begleitpankreatitis
(Bauchspeicheldrüsenentzündung) denken. Eine rein
homöopathische Behandlung des Darmes reicht dann nicht aus.
Das ganze lässt sich nur durch entsprechende Untersuchung
klären und sollte nicht verschleppt werden.

Gruß, Montanus

Hallo Montanus,
ich habe auch das Gefühl, daß nicht unbedingt die Galle die Ursache für die Koliken war und ist.
Die Koliken treten mittig im Oberbauch auf (vor der Gallen-OP auch zwei- oder dreimal leicht rechts davon, aber sehr viel häufiger nur mittig), es bildet sich dabei sehr schnell sehr viel Luft, ich muß häufig aufstoßen und bin danach sehr gebläht.
Die Blutwerte (Entzündungszeichen, Blutbild, Leberwerte) sind ok, und ich denke, irgend etwas müßte da doch auffallen, wenn die Pankreas nen Schaden hätte?
Das blöde ist, daß mir die Ärzte diese Beschwerden nicht glauben bzw. nicht ernst nehmen… weil immer dann, wenn ich dort bin, habe ich natürlich grad nix.
Einmal war ich am Tag danach beim Hausarzt, der stellte dann auch fest, daß ich stark gebläht bin, und meinte, das könne ja durchaus auch mal solche Schmerzen machen. Daß erst der Schmerz kommt und dann der Blähbauch, wollte er irgendwie nicht hören.
Jedenfalls ist das absolut sch…, ich lebe quasi ständig in Angst vor der nächsten Kolik - und ist die Angst weg, kommt sie garantiert (die Kolik)

Hallo Stefan,
vielen Dank für den Tipp:
Das Carminativum werd ich mir mal ansehen.

Helma

Hallo Montanus,
ich habe auch das Gefühl, daß nicht unbedingt die Galle die
Ursache für die Koliken war und ist.
Die Koliken treten mittig im Oberbauch auf (vor der Gallen-OP
auch zwei- oder dreimal leicht rechts davon, aber sehr viel
häufiger nur mittig), es bildet sich dabei sehr schnell sehr
viel Luft, ich muß häufig aufstoßen und bin danach sehr
gebläht.
Die Blutwerte (Entzündungszeichen, Blutbild, Leberwerte) sind
ok, und ich denke, irgend etwas müßte da doch auffallen, wenn
die Pankreas nen Schaden hätte?
Das blöde ist, daß mir die Ärzte diese Beschwerden nicht
glauben bzw. nicht ernst nehmen… weil immer dann, wenn ich
dort bin, habe ich natürlich grad nix.
Einmal war ich am Tag danach beim Hausarzt, der stellte dann
auch fest, daß ich stark gebläht bin, und meinte, das könne ja
durchaus auch mal solche Schmerzen machen. Daß erst der
Schmerz kommt und dann der Blähbauch, wollte er irgendwie
nicht hören.
Jedenfalls ist das absolut sch…, ich lebe quasi ständig in
Angst vor der nächsten Kolik - und ist die Angst weg, kommt
sie garantiert (die Kolik)

Hallo, Helma,

leider ist es nicht möglich, auf Grund der geschilderten Beschwerden mit einiger Gewissheit auf eine Diagnose zu schließen. Auch für eine Pankratitis ist das Symtombild nicht hinreichend typisch; dann sollten, wie du schon bemerktest, auch krankhafte Laborbefunde vorhanden sein.

Wenn alle objektiven Befunde, wozu auch endoskopische Untersuchungen des Magen-Darms gehören, normal sind, bliebe noch das Krankheitsbild des chronischen Reizdarmsyndroms übrig, das mit vielfältigen funktionellen Störungen im Bauchraum einhergeht und, weil es andere Krankheiten nachahmt, immer nur eine Ausschlussdiagnose sein kann. Wegen der diversen ursächlichen Möglichkeiten dieses Syndroms ist auch die Behandlung komplex.
Mitunter muss auch Psychotherapie eingeschlossen werden. Als pflanzliche Mittel kann man Pfefferminzöl und Melissenbblätterextrakt versuchen. Die sonstigen Medikamente richten sich nach den jeweiligen Beschwerden.

DieErnährung muss sorgfältig geprüft werden, ob es vielleicht irgendeinen unverträglichen Nahrungsanteil gibt.

MfG und besten Wünschen,
Montanus