Probleme nach Verschluss eines Vorhofseptumdefekts

Hallo,

ich bin 51 und bei mir wurde erst vor 2 Jahren ein Vorhofseptumdefekt entdeckt. Im April dieses Jahres wurde dieser mittels „Schirmchen“ verschlossen. Seitdem habe ich, was ja eigentlich mit dem Eingriff vermieden werden sollte, erhebliche Probleme. Der Eingriff war völlig komplikationslos. Aber seither habe ich sehr viele Extrasystolen und ein paarmal sogar Vorhofflimmern mit Herzrasen. Außerdem habe ich hohen Blutdruck der sich auch verstärkt hat. Nun muß ich evtl. Marcumar nehmen was mich völlig fertig macht. Die Ärzte können mir den Grund für die Rhythmusstörungen nicht sagen, denn das Schirmchen sitzt perfekt und auch sonst ist auf Ultralschall nichts zu erkennen. Wer hat ähnliche Erfahrungen. Ist nach einem halben Jahr das Schlimmste überstanden vorallem im Hinblick auf die Gefahr von Entzündungen? Gruß Elisabeth

hallo elisabeth,

ich habe den verschluss seit 6 jahren. meine extrasystolen wurden mir damals damit erklärt, dass nerven dort durchgehen, wo das schirmchen sitzt. mit dem wissen präpariert genoss ich die extrasystolen fast wie andere leute eine achterbahnfahrt.
aber sie haben sich stark vermindert, wenn sie nicht sogar ganz verschwunden sind. nur, wenn ich am tage starke körperliche anstrengungen hatte, merke ich sie abends noch manchmal, wenn ich zur ruhe gekommen bin. dagegen hat mir meine ärztin magnesium empfohlen - jetzt sind sie ganz weg.

gegen den hohen blutdruck wirkt herzsport sehr günstig. wenn du das glück hast, in eine gute gruppe zu geraten und den herzsport regelmäßig machst (z.b. 2 x die woche), erfährst du wirklich eine steigerung der lebensqualität, der beweglichkeit und ausdauer bei gleichzeitigem absinken des blutdrucks. und: die kasse zahlt die hälfte dazu (erkundige dich bei deiner kasse danach: http://de.wikipedia.org/wiki/Herzsport)

schöne grüße & gute besserung
ann