eigentlich habe ich nicht so viel Hoffnung, dass jemand meine Frage beantowrten kann, aber ich werde sie trotzdem mal stellen…
Morbus Hodgkin ist ja eine relativ schwierig zu diagnostizierende Krankheit, da es eben M. Hodgkin und M. non Hodgkin gibt.
Jetzt meine Frage, ist es möglich an beiden Krankheitstypen gleichzeitig erkrankt zu sein?
Morbus Hodgkin ist ja eine relativ schwierig zu
diagnostizierende Krankheit, da es eben M. Hodgkin und M. non
Hodgkin gibt.
Nö. Die Reed Sternberg Zellen sind ein recht klares diagnostisches Kriterium für das Hodkinlymphom.
Jetzt meine Frage, ist es möglich an beiden Krankheitstypen
gleichzeitig erkrankt zu sein?
Ja natürlich. Dazu muss man jedoch zuerst kein Glück gehabt haben und danach muss noch Pech dazugekommen sein.
Also, wenn mir nen Onkologe erzählen sollte ich hätte beides, ich würde stark an der Diagnose zweifeln, einfach weil es sehr unwahrscheinlich ist.
Besser die Meinung eines anderen Pathologen einholen lassen wäre mein Rat da.
Nö. Die Reed Sternberg Zellen sind ein recht klares
diagnostisches Kriterium für das Hodkinlymphom.
Ach so, also es geht dabei um meinen Vater und ich hab gedacht, dass es schwierig ist, weil die Diagnose so endlos gedauert hat und dabei immer so viele andere Krankheiten im Gespräch waren.
Ja natürlich. Dazu muss man jedoch zuerst kein Glück gehabt
haben und danach muss noch Pech dazugekommen sein.
Also, wenn mir nen Onkologe erzählen sollte ich hätte beides,
ich würde stark an der Diagnose zweifeln, einfach weil es sehr
unwahrscheinlich ist.
Besser die Meinung eines anderen Pathologen einholen lassen
wäre mein Rat da.
Es ist ja nicht so, dass ein Arzt beides diagnostiziert hätte, aber am Anfang war die Diagnose non hodgkin und dann zwei Tage vor Beginn der Therapie war es plötzlich doch Hodgkin.
Deswegen hat meine Mutter Angst es könnten beide Typen vorhanden sein und ich hab gehofft ihr diese Angst nehmen zu können. Meinem Vater wollten wir lieber nichts von dieser Angst sagen, er hat ja genug Sorgen.
Anlass war wohl, dass nach dem 4. Therapiezyklus immer noch nicht alle Zellen weg waren…
Aber dann hilft wohl weiterhin nur abwarten und auf das Ergebnis der abschließenden Untersuchung warten.
Es ist ja nicht so, dass ein Arzt beides diagnostiziert hätte,
aber am Anfang war die Diagnose non hodgkin und dann zwei Tage
vor Beginn der Therapie war es plötzlich doch Hodgkin.
auch wenn beim Non-Hodgkin die Therapien deutlich besser wurden, würde ich, vor die Wahl gestellt, den Hodgkin immer noch bevorzugen. Der hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer rasch tödlichen unheilbaren Krankheit fast zum Musterknaben einer durch Chemo- und/oder Radiotherapie heilbaren Krankheit gemausert. Man macht sich daher eher Gedanken darum, wie man die Spätfolgen nach 20 Jahren weiter reduzieren kann. Das die Therapie heftig ist, wißt Ihr schon, aber es lohnt.
Es ist extrem unwahrscheinlich, beide Typen zu haben. Die Wahrscheinlichkeit ein Lymphom zu heben ist ja schon klein, zwei nicht ganz das Produkt der Wahrscheinlichkeiten (weil das Vorhandensein von Risikofaktoren die Wahrscheinlichkeit von weiteren malignen Erkrankungen, sprich anderen Krebsentitäten, erhöht) aber dennoch trotzdem deutlich kleiner.
Da sind Fehler in der Diagnostik viel wahrscheinlicher. Es ist jetzt natürlich sehr schwierig einzuschätzen, wie es erst zu der augenscheinlichen Fehldiagnose kam.
Natürlich sind die Lymphome zugleich möglich, aber das ernsthaft befürchten sollte man nur, wenn es dafür harte Fakten gibt. Das scheint jedoch nicht der Fall zu sein, denn dann hätte man die erste Diagnose nicht fallen gelassen.
Verschiedene Non Hodgkin Lymphome lassen sich durchflusszytometrisch oder molekularpathologisch sicher nachweisen, soll heißen, damit kann man sie sicher zeigen, ausschließen aber ist nicht so leicht. Falsch positive Ergebnisse (wobei positiv hier natürlich schlecht ist) sind dabei sehr unwahrscheinlich, nur falsch negative Ergebnisse sind häufig, weswegen man diesen Methoden nicht immer den Vorzug gibt, sondern mikroskopisch pathologisch arbeitet.
Ein Hodgkinlymphom ist recht gut heilbar. Deinem Vater wünsche ich gute Besserung und Dir wünsche ich viel Kraft, sollte Dein Vater nicht gut auf die Therapie ansprechen. Davon gehe ich jedoch (aus statistischen Gründen) aus.