Kehlkopfkrebs

Bei meinem Mann ist am 11.09.2008 „Kehlkopfkrebs“ diagnostiziert worden, d. h. bei einer OP wurden Gewebeproben von den Stimmlippen entnommen, die auf einer Seite schon das Karzinom bestätigt haben und auch per Laser entfernt wurden, auf der anderen Seite ist schon ein „Befall“ bösartiger Natur festgestellt worden. Am Dienstag soll eine weitere OP per Laser erfolgen, in der festgestellt werden soll, ob das auf der einen Seite entfernte Karzinom bereits vollständig entfernt wurde, auf der anderen Seite sollen die Veränderungen per Laser „verschmort“ werden. Soweit ich informiert wurde, ist bisher nicht an eine Kehlkopfentfernung gedacht und auch ist bisher noch nicht von Bestrahlung oder Chemotherapie die Rede. Meine Frage ist, hat jemand Informationen darüber, inwieweit diese Krebserkrankung Metastasen bereits hervorgerufen haben könnte und wie es damit aussieht, ob sich seine Stimme (z. Zt. leise und flüsternd) irgendwie wieder herstellen lassen wird. Würde mich über Antwort freuen. Danke.
Angelika

Liebe Angelika,

all Deine Fragen sind sehr schwierig zu beantworten, da niemand von uns den genauen Befund kennt.

Deshalb ist es grundsätzlich besser, diese Fragen dem Arzt zu stellen, der die Therapie-Entscheidung getroffen hat… die Therapieentscheidung wird bei Tumoren nach einem bestimmten Einteilungs-System getroffen. Da spielen Dinge, wie Tumorgrösse, Lymphknotenbefall und Metastasierung mit hinein. Entsprechend entscheidet sich auch die Prognose. Danach fragst du praktisch, wenn du nach dem Metastasierungsrisiko fragst.
Auch die Frage danach, wie sich die Stimme wieder entwickeln wird, hängt natürlich davon ab… wieviel Gewebe abgetragen wurde…

Grundsätzlich kann man aber sagen, dass Stimmlippenkrebs häufig früh erkannt wird, weil er früh zu Heiserkeit führt. Dementsprechend ist die Prognose günstig. Ausserdem enthalten die Stimmlippen relativ wenig Lymphbahnen, dadurch sind Metastasen grundsätzlich sehr selten und häufig erst im Spätstadium zu erwarten.

Viele Grüsse.