seit etwa 1 Monat leide ich an einer Nesselsucht, dh. juckende mückenstichähnliche Stellen va. an Händen und Füßen sowie viele kleine rote Punkte (va. an der Brust). Tagsüber hält sich das alles einigermaßen in Grenzen, aber nachts wenn ich schlafen will, macht mich das wahnsinnig.
Meine Hautärztin hat mir ein Antihistaminikum verschrieben. Daraufhin wurde es allerdings schlimmer. Wenige Stunden nach der Einnahme (also mitten in der Nacht) habe ich bei mir einen ganz fürchterlichen Ausschlag bemerkt (rote Flecken und Quaddeln von den Zehen bis zu den Ohren, glücklicherweise kaum im Gesicht).
Dies hatte ich vor ca. 6 Wochen schon einmal, nachdem ich ein ganz anderes Antiallergikum eingenommen hatte. Dies hat offensichtlich die Nesselsucht auch ausgelöst.
Antiallergika bewirken bei mir irgendwie genau das Gegenteil und bei Cortison hab ich auch nicht unbedingt das Gefühl, dass es viel hilft.
Hat irgendjemand eine Idee, wie ich meine Haut wieder beruhigt bekomme und was ich gegen das Jucken in der Nacht machen kann?
Und wer hat schon einmal von solch paradoxen Reaktionen auf Medikamente gehört?
eine chronische Nesselsucht kann viele Ursachen haben. Zu den häufigsten zählt die sogenannte autoreaktive Form, bei der Autoantikörper im Blut kreisen. Dann die durch chronische Entzündungen im Körper ausgelösten Fälle, wobei vor allem Infektionen des Magens und Darms und des Nasenrachenraums, auch der Zähne eine Rolle spielen. Schuld kann z.B. ein Befall des Magens mit Helicobacter pylori sein. Ferner kann der Nesselsucht eine Intoleranz gegen Nahrungsmittel oder andere Stoffe zugrunde liegen. Leider gibt es auch noch andere, nicht so häufige Ursachen. So ist es nicht verwunderlich, wenn sie in der Hälfte aller Fälle nicht gefunden werden.
Im Gegensatz zu Ihren Erfahrungen sind Antihistaminika bei der Behandlung meist hilfreich. Manchmal müssen sie aber sehr hoch dosiert werden. Dazu eignen sich nur solche, wie z.B. die H1-Blocker, die keine sedierende Wirkung haben. Wenn Helicobacter im Magen vorhanden sind, müssen sie ausgemerzt werden. In machen Fällen hat das geholfen.
Sie brauchen einen Arzt, der sich bemüht, die Ursache(n) Ihrer Nesselsucht zu klären.