Schlapp, müde und ans Bett gefesselt

Hallo Community,

das Thema habe ich schon in den Archiven gefunden, aber nichts was zu 100% auf meine Geschichte passt, deswegen möchte ich die hier schildern und auf aufbauende Worte oder etwas dergleichen hoffen.

Am 27.08 beim rumsitzen im Garten mit meiner Freundin ist mir von der einen Sekunde auf die nächste schlecht geworden. So schlimm, dass ich meinen Kopf auf den Tisch legte. Dann bin ich von jetzt auf gleich in Ohnmacht gefallen. Wenige Sekunden später, so wurde es mir geschildert, bin ich nach hinten aufgeschreckt und hab ziemlich stark gekrampft. Mit Händen und Füßen nach innen gedreht und die Augen nach oben verdreht, sodass man quasi nur noch das Weiße gesehen hat.
Daraufhin wurde ich vom Krankenwagen abgeholt, weil ich keinen cm hätte gehen können. Da wurden dann alle möglichen Tests mit mir gemacht, aber nich konnte festgestellt werden. Durfte also wieder „nach Hause“ (bei meiner Freundin zu Besuch). Am nächsten Tag wollte ich dann mit der Bahn wieder nach Hause fahren, aber auf dem Weg zur Bahn ist die ganze Geschichte nochmal passiert. Während der Autofahrt (Gott sei dank als Beifahrer!) wurde mir wieder schlecht und ich bin zusammen geklappt. Und wieder ab ins Krankenhaus. Diesmal ohne Tests, sondern nur eine Infusion.
Danach lag ich erstmal eine Woche lang bei meiner Freundin rum, ohne wirklich Bewegung weil mich Übelkeit überkam, sobald ich nur saß.
Nach einer Woche wurde ich dann per Krankentransport nach Hause gefahren. Bei 31°C im Krankenwagen kein bisschen schön.

So, nun zum eigentlichen Problem.
Seit diesen beiden Tagen, die mittlerweile über einen Monat her sind, fühle ich mich nur noch schlapp und müde. Dabei ist es egal ob ich viel oder wenig schlafe. Ich habe den ganzen Tag so ein Art verschwommenen Tunnelblick. Mein Magen ist sehr viel aktiver als er sonst immer war, außerdem drückt er ständig. Bei meinem Hausarzt war ich schon, der konnte nix machen und hat mich zum Neurologen geschickt, der allerdings auch nichts gefunden hat.
Der hat mir nur zu Sport geraten. Allerdings ist es genau das was nicht geht. Denn sobald ich das Haus verlasse wird mir schlecht und schwindelig.

Kurz und bündig habe ich im Moment folgende Symptome:

  • mir ist von jetzt auf gleich schlecht
  • schwindel
  • starke Magenaktivität (äußert sich in grummeln)
  • Hitzewallungen
  • Atemprobleme (mir fällt das Atmen unglaublich schwer)
  • selten: erhöte Herzschlagfrequenz (außerdem spüre ich den ganzen Tag lang den Herzschlag im ganzen Körper)

Wahrscheinlich noch einige Kleinigkeiten mehr.
Ich halt das langsam nicht mehr durch. Alle sagen mir immer ich soll raus gehn und mich bewegen, aber niemand versteht es wenn ich sage das ich es einfach nich kann. Und das ist keine Kopfsache!

Zur Zeit bin ich Arbeitssuchend und bin somit auch keinem Stress ausgesetzt. Und an dem besagten 27.08 habe ich sofort mit dem Rauchen aufgehört! Aber ohne jeglichen Entzugserscheinungen.

Als Letztes entschuldige ich mich für diesen unglaublich langen Text, aber ich dachte, dass es grade bei medizinischen Sachen besser ist alles so genau wie möglich zu erklären.

Ich hoffe jemand weiß was mir helfen könnte. Fragen beantworte ich natürlich gerne.

LG Coro

Moin CoRo
Wie wir alle wissen, sind Ferndiagnosen so eine Sache, aber du willst ja vielleicht erst einmal wissen, zu welchem Facharzt du gehen sollst, falls deinem Hausarzt, so du einen hast, nicht viel dazu einfällt. :wink:
Die von dir aufgestellte Kombination deiner Symptome lässt zunächst am ehesten auf eine psychosomatische Störung/Erkrankung schließen.
(Schwindel mit Übelkeit in Kombination mit Atemproblemen und erhöhter Herzfrequenz.)

Möglicherweise gibt es eine Auslösesituation, z.B. einen Konflikt, der dir zur Zeit nicht bewusst ist.
Mit anderen Worten: Die nächste sinnvolle Aktivität ist das Aufsuchen eines Facharztes für Psychosomatische Medizin.
Gruß,
Branden

Hallo zusammen!

Ist eine Computer-Tomographie des Schädels gemacht worden?
Wurde über einen längeren Zeitraum ein EEG abgeleitet?
Hat sich ein Augenarzt den Augenhintergrund angesehen und wurde eine Gesichtsfelduntersuchung gemacht?

Wenn organische Ursachen ausgeschlossen wurden, würde ich - wie Branden schreibt - den Facharzt für Psychiatrie aufsuchen.

Gute Besserung,
Angelika

Huhu,

CT und EEG wurden gemacht. Ohne jegliche Befunde.
Der Augenarzt wäre auch meine nächste Idee gewesen.

Dann danke erstmal für die schnellen Antworten :smile:

Mfg Coro

Hi

Der Augenarzt wäre auch meine nächste Idee gewesen.

Interessant ist für mich dabei immer wieder, dass die meisten Menschen erstmal alle anderen Fachärzte konsultieren, auch wenn der Facharzt für Psychosomatik viel naheliegender ist.
Gruß,
Branden

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Den Augenarzt hätte ich gewählt, weil sich meine Augen den ganzen Tag lang so seltsam anfühlen. Ich kann das gar nich richtig beschreiben. Außerdem hängen die die ganze Zeit auf halb 8.
Das is für mich ein Zeichen zum Augenarzt zu gehn.

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Die G e s a m t h e i t der Symptome spricht aber eher für eine psychosomatische Erkankung.
Gruß,
Branden

Interessant wäre zu erfahren, ob vor dem 27.08. etwas passiert ist. Gab es eine Erkrankung, Impfung, Schockerlebnis?

Viele Grüße
U.

Interessant wäre zu erfahren, ob vor dem 27.08. etwas passiert
ist. Gab es eine Erkrankung, Impfung, Schockerlebnis?

Viele Grüße
U.

Hi,

nein eig. nichts. Einen schwachen Kreislauf hatte ich schon immer. Bei 2m Größe und nur 75kg Gewicht im Alter von 20 Jahren bleibt das auch nicht aus. Vor allem weil meine sportlichen Jahre schon lange her sind und ich bis zu dem Zeitpunkt auch noch geraucht habe.
Jeder Arzt bei dem ich war hat mir übrigens auch bestätigt, dass diese Anfälle keine epileptischen Anfälle waren sondern „einfache“ Kreislaufkolläpse. (Ich hoffe man schreibt die Mz. mit ä ^^)

Es ist wirklich so extrem wie ich es beschrieben hab. Um 17:30 Uhr ging es mir perfekt und ich hätte Radschläge machen können und um 17:33 Uhr liege ich schwitzend am Boden, kriege kaum Luft und warte auf den Krankenwagen.

Die G e s a m t h e i t der Symptome spricht aber eher für
eine psychosomatische Erkankung.
Gruß,
Branden

Nö, sie spricht für alles mögliche und ich bin immer wieder Fan davon, die seelische Seite mit einzubeziehen, aber sorry, jeder sieht nur sein Fachgebiet und ich finde, das diese Sammlung von Symptomen für alles mögliche spricht, eben nicht nur für Psychosomatik.
Nur weil die Schulmedizin nichts finden kann, heißt es noch nicht, das das dann psychosomatisch ist, das nervt mich immer wieder ziemlich an.
Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass ich mich persönlich angestochen fühle, weil ich 5 Jahre lang mit einer Rickettsieninfektion rumgelaufen bin und kein einziger Arzt seine Hausaufgaben gemacht hat, also nicht mal genug Infektionskunde drauf hatte, um sie zu erkennen.
Wenn man dann endlich Hilfe findet, ich kann Dir sagen, dann ist man vielleicht erleichtert. Nach so vielen Jahren glaubt man fast auch, das alle Symptome nur Psychosomatisch seien, aber nur fast. Ich habe ein sehr gutes Körpergefühl und konnte sehr genau bennen, was und seit wann es nicht in Ordnung ist, bis ich endlich an einen Arzt geriet, der wirklich Ahnung hat und der es geschafft hat, die psychische Seite mit der körperlichen Seite zu verzahnen und das Hauptproblem und das zeitlich erste Problem war bei mir die körperliche Seite, also die Rickettsieninfektion.
Nichts gegen Deine Kompetenz, so ist dieses Posting nicht gemeint, im Gegenteil, Du hast meine Hochachtung, aber zu aller erst gehört ein Patient mit solchen Symptomen, wenn die normalen Ärzte nichts gefunden haben, zu einem solchen Arzt und erst wenn der nichts, aber auch gar nichts findet, dann kann man mal weiter „reden“.
Borreliose, Rickettsien und all diese ähnlichen Erreger gehören in Fachhände, da der Markt explodiert und auch da wieder Schindluder getrieben wird, aber diese Fachhände sind, m.E. nach erst mal keine psychosomatisch gelagerten Berufe, denn so könnten wirklich gefährliche Infektionen übersehen werden.

Gruß
Kathy

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Hi, das Ereignis kann auch einige Wochen vor dem 27.8. liegen. Wie Kathy geschrieben hat, ist eine Blutuntersuchung auf eine mögliche Infektion wichtig. Ich würde dir raten einen homöopathischen Arzt aufzusuchen, um zusätzlich eine detaillierte Anamnese durchführen zu lassen.

Viele Grüße
U.

Hi,

nein eig. nichts. Einen schwachen Kreislauf hatte ich schon
immer. Bei 2m Größe und nur 75kg Gewicht im Alter von 20
Jahren bleibt das auch nicht aus. Vor allem weil meine
sportlichen Jahre schon lange her sind und ich bis zu dem
Zeitpunkt auch noch geraucht habe.
Jeder Arzt bei dem ich war hat mir übrigens auch bestätigt,
dass diese Anfälle keine epileptischen Anfälle waren sondern
„einfache“ Kreislaufkolläpse. (Ich hoffe man schreibt die Mz.
mit ä ^^)

Es ist wirklich so extrem wie ich es beschrieben hab. Um 17:30
Uhr ging es mir perfekt und ich hätte Radschläge machen können
und um 17:33 Uhr liege ich schwitzend am Boden, kriege kaum
Luft und warte auf den Krankenwagen.

Hallo CoRo

das was Du schreibst, erinnert mich an Krankheiten (es gibt mehrere), die von Zecken übertragen werden. Insbesondere dieses Augenverdrehen, Ohnmacht, nicht mehr gehen können keinen cm u.a.m., wecken bei mir den Verdacht, es könnte sich um die äußerst gefährliche FSME (Hirnhautentzündung) handeln. Bist Du gegen FSME geimpft? Ich hoffe es für Dich. Selbst wenn Du weder in einem FSME-Hochrisiko-Gebiet wohnen solltest noch wenn Du keine Zecke bemerkt haben solltest, ist das kein Grund eine dieser durch Zecken übertragenen Krankheiten auszuschließen.

Neben der FSME wird die Borreliose von diesen kleinen schwarzen Monstern übertragen. Dieser Begriff hat sich mittlerweile als eine Art „Überbegriff“ eingebürgert für etliche ähnlich verlaufende Krankheiten (ca. 1 Dutzend), die ebenfalls durch Erreger von Zecken ausgelöst werden. Allerdings glaube ich bei Dir weniger an die Borreliose und die Co-Erreger-Erkrankungen (mit ihren ca. 130 verschiedenen Symptomen), da diese Krankheiten in aller Regel eher schleichend daherkommen und nicht so spontan, wie Du es beschreibst (von jetzt auf sofort).

Inwieweit Dir die Selbsthilfegruppe für Borreliose-Patienten im Internet (unter der Schirmherrschaft des Deutschen Borreliose Bundes) auch für FSME helfen kann, weiß ich nicht, dennoch, ein Versuch kann nicht schaden. Hier der Link:
http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Schnelle Besserung und die alle Daumen gedrückt, dass mein Verdacht falsch ist.

Einen schönen Abend

Alexander

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Kathy,

Die G e s a m t h e i t der Symptome spricht aber eher für
eine psychosomatische Erkankung.

Nö, sie spricht für alles mögliche

Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass ich mich
persönlich angestochen fühle, weil ich 5 Jahre lang mit einer
Rickettsieninfektion rumgelaufen bin und kein einziger Arzt
seine Hausaufgaben gemacht hat, also nicht mal genug
Infektionskunde drauf hatte, um sie zu erkennen.

wie wahr, wie wahr

Wenn man dann endlich Hilfe findet, ich kann Dir sagen, dann
ist man vielleicht erleichtert. Nach so vielen Jahren glaubt
man fast auch, das alle Symptome nur Psychosomatisch seien,
aber nur fast. Ich habe ein sehr gutes Körpergefühl und konnte
sehr genau bennen, was und seit wann es nicht in Ordnung ist,
bis ich endlich an einen Arzt geriet, der wirklich Ahnung hat
und der es geschafft hat, die psychische Seite mit der
körperlichen Seite zu verzahnen und das Hauptproblem und das
zeitlich erste Problem war bei mir die körperliche Seite, also
die Rickettsieninfektion.
Borreliose, Rickettsien und all diese ähnlichen Erreger
gehören in Fachhände, da der Markt explodiert und auch da
wieder Schindluder getrieben wird, aber diese Fachhände sind,
m.E. nach erst mal keine psychosomatisch gelagerten Berufe,

denn so könnten wirklich gefährliche Infektionen übersehen
werden.

genau!

Kathy, meine Hochachtung! Du bist die Einzige unter den vielen AntworterInnen, die aus der Distanz einen guten Blick für die mögliche wahre Ursache - eine Infektion - erkannt hat.

Das wirft - wieder einmal - leider ein sehr bezeichnendes Bild auf die Ärzteschaft, die auch hier im Forum in nicht kleiner Zahl vorhanden ist.

Wie hat vor einiger Zeit ein Forumsmitglied (seines Zeichens Arzt) hier geschrieben: Medizin ist keine Naturwissenschaft sondern eine Erfahrungswissenschaft, die auf der Naturwissenschaft fußt (oder so ähnlich). Also Du und ich (genauer meine Frau), wir haben sind keine Ärzte, aber wir haben Erfahrung mit Infektionen, die durch Zecken ausgelöst werden. Die Ärzte leider nicht. Daher landen so viele in einem hoffnungslosen Chroniker-Dasein (zur Zeit auch noch meine Frau; hoffentlich ist dieses „zur Zeit“ bald vorbei, bisher hat jedenfalls keine der diversen Therapien so richtig angeschlagen).

Liebe Grüße

Alexander

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Hi Alexander,
du bist ein großer Verfechter der FSME Impfung, aber gegen Borreliose hilft die nicht. Außerdem möchte ich einwenden, dass Impfungen auch Nebenwirkungen haben. Mein Vater ist duch eine FSME Impfung fast blind geworden und es mussten ihm in der Augenklink beide Glaskörper in den Augen ausgetauscht werden. Außerdem wollten die Klinikärzte unbedingt seinen Impfpass sehen, welche Impfungen er noch hatte. Er war 50 Jahre lang immer im Wald unterwegs und hatte nie etwas und hat sich „verrückt“ machen lassen von den Impfkampagnen.
Ich denke dass die Probleme von Coco entweder duch einen Infekt oder einfach durch seinen „viel zu schwachen Kreislauf“ bedingt sind. Evtl. noch einen Mineralstoffmangel, weil er geraucht hat.

LG
U.

Moin Kathy

jeder sieht nur sein Fachgebiet und ich finde, das diese
Sammlung von Symptomen für alles mögliche spricht, eben nicht
nur für Psychosomatik.

Nee, ich sehe nicht nur mein Fachgebiet. Ich war bis Anfang der 90er Jahre allgemeinmedizinisch tätig nd bin sele äußerst emfindlich egen eine oerflächliche Psychosomatisierei, wie sie von einigen Leuten berieben wird.
Ich finde es nur auffällig, dass jemand, der gerätemäßig duchgecheckt ist UND in der Gesamthei der Symptomatik deutlich in Richtung psychogen liegt, dann, nach dem Dalog hier, zm AUGENARZT gehen will.
Gruß,
Branden

Moin Alexander

Kathy, meine Hochachtung! Du bist die Einzige unter den vielen
AntworterInnen, die aus der Distanz einen guten Blick für die
mögliche wahre Ursache - eine Infektion - erkannt hat.

Das ist nett von dir gemeint, bleibt aber letztlich genauso laienhaft beobachtet wie das von Kathy.
Allein die Unterstellung, das sie die Einzige wäre, die an eine Infektion geacht hat, muss wohl jeden Arzt zu einem leichten Schmunzeln bringen. Aber ich will mich nicht wiederholen, was meine Argumentation betrifft, diese - siehe oben - ging ja davon aus, statt einer fragwürdigen Ferndiagnose eine von der Ursprungsposterin offenbar durch unbewusste Vemeidungshaltung ausgesparte psychogene Möglichkeit zu BERÜCKSICHTIGEN.
Gruß,
Branden

Hallo Branden,

das mit dem Augenarzt ist wirklich etwas Quatsch, aber meiner Erfahrung nach werden die entsprechend möglichen Infektionen nicht getestet, weil kaum einer der Ärzte in der DD die Symptome richtig einordnet, zum einen, zum anderen, weil teilweise keine zuverlässigen Tests vorhanden sind, fallen diese negativ aus, wird dem Patienten gesagt, er hätte nichts, das wäre psychisch. Das der Test nicht gut genug ist, wird dort gedanklich nicht mit einbezogen.
Erklärt für mich aber nicht, dass es z.b. Tropeninstitute gibt, die einen Erreger an ein und dem selben Blut nachweisen können und andere nicht, unseres hier in Hamburg zum Beispiel kann einiges nicht sicher nachweisen im Gegensatz zu einem speziellen in Afrika, wo die Erkrankung häufiger vorkommt und bekannter sind.
Was nützt mir das als Patient?
Es wirft mich erst mal in die Untiefen der vielfältigen Angebote.
Von ärztlicher Seite her kommt dann spätestens der Hinweis auf Psychosomatik und man rennt jahrelang zur Therapie, eine Möglichkeit.
Diese Beispiele sind extrem vielfältig.
Oder der Kopfschmerzpatient, der immer einseite Kopfschmerzen hat und niemand denkt dran, mal CT oder MRT zu machen, bezeichnet ihn aber trotzdem als komplett durchgechekt und dadurch auf jeden Fall als Migränepatienten. Grob fahrlässig, eigentlich.
Nein, er hat ein Meningeom.
Ich bin manchmal sehr vorsichtig damit, was es heißt, das „alle“ Untersuchungen gemacht wurden.
Der untersuchende Arzt kann dem Labor nur aufschreiben, woran er denkt, was er erkennt, was er weiß. Denkt er bei bestimmten Symtomenkonstellationen nicht an Infektionen, wird er das dem Labor nicht aufschreiben, wird es nicht gezielt danach suchen. Wer führt schon eine ordentliche Sero durch, also in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder auf eine Virenauschwemmung warten und noch mal testen. Erfahrungsgemäß wird das ein mal ausgeführt und somit so ziemlich nicht aussagekräftig.
So könnte man die Beispiele weiterführen.
Ich persönlich war sehr erleichtert, als wir einfach nur meine Rickettsien behandelt haben und auch die psychischen Symptome damit einfach nur verschwanden, was sie mit psychosomatische orientierter Therapie nicht getan hatten.

Nee, ich sehe nicht nur mein Fachgebiet. Ich war bis Anfang
der 90er Jahre allgemeinmedizinisch tätig nd bin sele äußerst
emfindlich egen eine oerflächliche Psychosomatisierei, wie sie
von einigen Leuten berieben wird.

Das freut mich sehr zu hören und evtl schaffe ich es Dich da noch mehr anzuregen, das es eben noch mehr gibt, als die normalen Untersuchungen bisher aufzeigen können. Bitte bewahre Dir diese kritische Haltung auf jeden Fall!

Abgesehen davon ist Psychogen immer biochemisch und somit immer von der Seite her zu betrachten.

Noch ein Beispiel:

Jemand hat einen simplen Coxsackievirus, die Durchseuchung ist hoch, natürlich wochenlang, immer ein bißchen Durchfall, aber nicht richtig, immer ein wenig Übelkeit und leichte Gastritis, aber nicht richtig doll, immer ein wenig Nebenhöhlen dicht und leichtes Halskratzen, immer ein wenig Kopfschmerzen.
Beim normalen Allgemeinmediziner bleibt das meist ungbehandelt. Manchmal mit dem Kommentar, das da halt „sowas“ im Umlauf sei und wenn die Kopfschmerzen wirklich schlimm werden, man sich im Krankenhaus melden sollte.

Auf die Dauer des Infektes kann der schon dazu geführt haben, das die Person in den Wochen bestimmte Stoffe kaum noch resorbieren konnte, z.b. Magnesium und Folsäure. Was passiert als nächstes? Falls es eine Frau ist, ist es offensichtlicher, ihr Zyklus verändert sich evtl, der Eisprung bleibt evtl aus. Diese Hormonschwankungen haben ihre psychischen Auswirkungen, sie ist evtl am ganzen Körper aufgedunsen und fühlt sich total dick, häßlich, hat Ängste und ist leicht deprimiert. Vorhandenes PMs könnte sich verstärken.
Falls sie damit nun zum Frauenarzt geht und der bei der Blutuntersuchung feststellt, das er ihr dagegen Hormone geben müsste/könnte, ist sie ganz verloren, denn es behandelt nicht die Ursache.
Der bessere Weg wäre festzustellen, das sie einen Coxsackievirus hat, den Virus behandeln, was man entgegen der gängigen Meinung tun kann, die Mängel beseitigen, bis ihr Magen-Darm-Trakt wieder selbst resorbieren kann.

Durch die Substitution geht es ihr evtl sofort seelisch besser, der Körper schwillt ab, der Kreislauf wird stabil, der Zyklus normalisiert sich ohne Hormongabe von alleine, weil die notwenigen Stoffe wieder in den Körper kommen, die Stimmung hebt sich, das Leben geht wieder wehr viel leichter von statten, die seltsamen Kopf und Gliederschmerzen, die einen sehr behindern können und evtl zum Rheumatologen bringen können, weil niemand weiter weiß und man angeblich ja komplett durchgechekt sei, verschwinden.
Das mal als Beispiel, wie die Verzahnung von Soma und Psyche sein kann und wie wichtig es ist, solche Dinge herauszufinden und zu behandeln.

Ich finde es nur auffällig, dass jemand, der gerätemäßig
duchgecheckt ist UND in der Gesamthei der Symptomatik deutlich
in Richtung psychogen liegt, dann, nach dem Dalog hier, zm
AUGENARZT gehen will.

Lange Rede kurzer Sinn: Da hast Du absolut Recht, aber es bleibt Deine Sicht als Psychosomatiker, einem guten Augenarzt wird evtl auch was dazu einfallen und wenn nicht, hoffentlich die richtigen Entscheidungen treffen, was eine Überweisung des Patienten angeht.

Für Dich ist es ganz deutlich psychosomatisch, für mich ist es ganz deutlich entweder toxisch oder infektiös oder beides, wobei es nicht mein Fachgebiet ist, ich aber wüsste, wo der Patient Hilfe bekommen könnte und ihn hinschicken würde, da ich ansonsten bei meinen Leisten bleiben möchte.

Gruß
Kathy

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Moin Alexander und Branden,

Das ist nett von dir gemeint,

ich habe mich zwar geschmeichelt gefühlt, aber auch mein Posting beleuchtet noch nicht die gesamte und komplese Problematik.

bleibt aber letztlich genauso
laienhaft beobachtet wie das von Kathy.

Da würde ich gerne unterscheiden. Ich bin zwar nicht diejenige, die diese Infektionen nachweisen kann, aber ich spreche nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern auch aus vielen Jahren Arbeit am Patienten.

Allein die Unterstellung, das sie die Einzige wäre, die an
eine Infektion geacht hat, muss wohl jeden Arzt zu einem
leichten Schmunzeln bringen.

Nun ja, das sollte es, aber wenn ich meine Anamnesen sorgfältig mache, fällt mir immer wieder auf, welche wirklich sinnvollen Untersuchungen noch fehlen. In Rücksprache mit dem behandelnden Arzt klappts dann ja teilweise.

Was mich nicht zum Schmunzeln bringt, sind Ärzte, die nicht mal Kontraindikationen abfragen, bevor sie eine Behandlung ausführen oder anordnen. Es ist schön, das Du anders zu sein scheinst, aber übersehene oder nicht richtig interpretierte Symptome sind mein Arbeitsalltag.

von der Ursprungsposterin offenbar durch
unbewusste Vemeidungshaltung ausgesparte psychogene
Möglichkeit zu BERÜCKSICHTIGEN.

Das klingt doch schon ganz anders und da mag ich Dir gerne zustimmen.

Gruß
Kathy

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Hi Kathy

Von ärztlicher Seite her kommt dann spätestens der Hinweis auf
Psychosomatik und man rennt jahrelang zur Therapie, eine
Möglichkeit.

Das gibt es sicherlich, a hast du recht.
Häufiger aber scheint mir der Fall vorzukommen, wo jemand jahrelang von einem körpermedizinisch spezialisierten Arzt zum andern rennt und nichts wird besser, bis er -vielleicht- endlich zu einem Psychosomatiker kommt.
Schon vor vielen Jahren wusste man: Ein Dritel bis zwei Drittel der Patienten, die zum Hausarzt kommen, leiden an psychogenen Ursachen.

Abgesehen davon ist Psychogen immer biochemisch und somit
immer von der Seite her zu betrachten.

Wie kömmst du aber auf dieses?
Psychogen heißt ja gerade, dass keine körperliche oder biochemische Ursache vorzuliegen scheint.
So unterscheiden wir ja z.B. auch grundsätzlich bei der Diagnosesuche von Depressionen, ob die Depression
a) psychogen
oder
b) endogen / biochemisch
ist.
Wir unterteilen noch weiter in
a) neurotisch
b) reaktiv
c) endogen / biochemisch
wobei a und b beide psychogen sind!
Gruß,
Branden

Huhu,

nachdem ich mir jetzt alles durchgelesen habe, bin ich nur noch verwirrter als vorher. Natürlich habe ich eine lange Reihe von Symptomen geliefert, aber min. genauso viele Diagnosen kamen jetzt eurerseits.
Ich such mir jetzt einfach mal die zwei am häufigsten genannten Möglichkeiten raus.
„Infektion“ und „Psychosomatik“.
Natürlich kann man sich nich zu 100% auf Ferndiagnosen verlassen, aber ich werde dann wohl mal weiter von Arzt zu Arzt laufen.

Ich bedank mich auf jeden Fall für eure Hilfe :smile:

Mfg Coro