hallo,
gibt es irgendwo einen katalog, was einzelne behandlungen oder operationen kosten? mich interessiert nicht der satz, der von krankenkassen gezahlt wird oder werden muss, sondern die wirklichen kosten.
schönen dank vorweg
ann
hallo,
gibt es irgendwo einen katalog, was einzelne behandlungen oder operationen kosten? mich interessiert nicht der satz, der von krankenkassen gezahlt wird oder werden muss, sondern die wirklichen kosten.
schönen dank vorweg
ann
hallo,
Hallo Ann,
gibt es irgendwo einen katalog, was einzelne behandlungen oder
operationen kosten? mich interessiert nicht
der satz, der von krankenkassen gezahlt wird oder werden muss,
sondern die wirklichen kosten.
ach, wenn das so einfach zu beantworten wäre…nein, den wird es -zuzmindest für alle allgemeingültig- nicht geben!
Die Kosten sind sicherlich an verschiedenen Kliniken auch verschieden hoch. Warum?
Kliniken (betrifft auch alle Praxen in denen amb. operiert wird) sind Wirtschaftsunternehmen (im Dienstleistungsbereich) die genau so kalkulieren (müssen), wie Firmen in der freien Wirtschaft.
Ein kleines Beispiel: eine Orthopädische Fachklinik führt 3500 Arthroskopien im Jahr durch. Der Einkauf kann nun über die Menge und über die verschiedensten Anbieter (z.B. die benötigten Optiken -und überhaaupt das gesamte Equipment- für eine solche OP) die Konditionen aushandeln. Dazu kommt noch, das
verschiedene Operationen mit gleichem Operationsergebnis, werden mit verschiedenem technischen Aufwand erziehlt. Der Unterschied z.B. in der Prothetik beträgt da schon einmal locker ein paar tsd. Euronen pro Knie od. Hüfte. Die Operationsmethode liegt oftmals in der Philosophie der Operateure. (Und -aber pssst, OT!- manchmal auch, wie gut die Chefs und alle mit in der Entscheidung involvierten, von den Firmen geschmiert werden). Soviel zu den Sachkosten. Damit sind wir
bei den Personalkosten. Hier gilt: wieviel Personen sind wie lange (Kostenfaktor Zeit) mit welcher Op.-technik (Sachkosten) beschäftigt und: wieviel verdienen die jeweiligen als Angestellte der Klinik…
Also: Träger und Tarife spielen eine Rolle.
Außerdem hängt es vom Verhandlungsgeschick des (meistens) zenralen Einkaufs ab, die Preise zu beeinflussen.
Und zum Schluß: das Dilemma ist eben, dass es durch die Fallpauschale manche Operationen (ich ersetze das Wort OP jetzt einmal durch das Wort Leistung) -für die es wenig bis nüscht gibt-, subventioniert werden durch Operationen, für die es sich noch zu arbeiten „lohnt“, bei denen man größeren Einfluss auf die Kostengestaltung hat. Mit anderen Worten: kleinere OP’s , auch ambulante, lohnen kaum (sie machen aber den Großteil der Eingriffe aus) und werden von den aufwändigen, größeren kostenmäßig kompensiert.
Und es gibt sicherlich noch viele andere Faktoren, die anderen noch einfallen…
schönen dank vorweg
ann
Bitte gerne, rollifern
hallo,
das ist mir alles klar. nur irgendwo muss es doch eine kalkulationsgrundlage geben. egal welche jetzt.
schöne grüße
ann
Hallo Ann,
diese Werte sind so in den kalkulatorischen Eingeweisen der Bürokratie verbuddelt, dass man sie kaum ans Tageslicht fördern kann.
Am besten liest Du Dir mal den Wiki-Beitrag zu den „Diagnosis Related Groups“ durch. Da kommt dann unter Rechengrößen
„Bewertungsrelation: Die Bewertungsrelation (oder Relativgewicht) ist das Erlösäquivalent, das auf Basis einer Kostenkalkulation für jede DRG individuell festgelegt wird. Die Kostenkalkulation erfolgt über das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK)“
Die OPs sind in dabei in den DRG-Fallpauschalen enthalten. Wie das InEK eine einzelne OP dann bewertet?
Schau Dir mal das Kalkulationshandbuch an:
http://www.g-drg.de/cms/index.php/inek_site_de/Kalku…
Ab Seite 156 gehts da um OP-Kosten.
Irgendwann gibt mans auf oder macht das als Vollzeitkraft (mit entsprechender Ausbildung)
Grüße, Bernhard
vielen dank!
das wollte ich wissen.
danke
ann