Lymphknoten und Halsschmerzen

Hallo an alle,

im Bekanntenkreis kam die Frage auf, ob vergrößerte Lymphknoten unter gewissen Umständen als Symptom Halsschmerzen oder/und Zahn- bzw. Kieferbeschwerden auslösen können.

Hintergrund der Frage ist, dass wir Menschen ja bekanntlich jede Menge Lymphknoten an den verschiedensten Stellen haben und dass nur die oberflächennahen Lymphknoten bei einer Vergrößerung auch auffallen. Je weiter innerhalb des Körpers der Lymphknoten sitzt, deso unwahrscheinlicher ist es (m.E.), dass man diese Lymphknotenvergrößerung feststellen kann. Wie ich vermute, haben wir auch im Bereich des Halses/Kopfes Lymphknoten, die recht weit innerhalb des Körpers sitzen. Wenn nun diese® (unbemerkt) vergrößert ist (sind), kann dieser / können diese dann Halsschmerzen (Schluckbeschwerden) oder/und Zahn- bzw. Kieferschmerzen verursachen, ohne dass der HNO bzw. der Zahnarzt was findet (weil ja auch nichts an den Zähnen / am Kiefer / im Hals krank ist, sondern eben nur dieser Knoten vergrößert ist.

Also: Gibt es das, dass vergrößerte Lymphknoten, welche nicht oberflächennah liegen, solche Beschwerden verursachen können?

Danke für Euere Antworten

Viele Grüße und einen schönen Abend

Alexander

Servus Alexander,

wenn Du Deine Annahme auf den Kopf stellst, wird eher ein Schuh draus :smile:.

Infektionen führen zu Reaktionen der ‚zuständigen‘ regionalen Lymphknoten. Am Kopf sitzen da ein paar Pakete im Bereich des Unterkiefers und - ziemlich oberflächlich - auf dem Kopfnickermuskel (sternocleidomastoideus)

http://www.1te-zahnarztmeinung.de/Zahnwissen-KZVWL/z…

Wenn die, in Ausübung ihres Dienstes, dick werden, werden sie auch druckempfindlich. Wenn die Lymphozyten, die in den Lymphknoten hergestellt werden, ihren Job erledigt haben, wenn also die Bakterien weg sind, kehrt wieder alles zur Alltagsroutine zurück.

Wie ich auch :wink:

Kai

Servus Kai,

da Du bisher der einzige bist, der mir geantwortet hat, möchte ich mich als erstes ganz recht herzlich für Deine Antwort bedanken.

Allerdings habe ich mit Deinen Formulierungen einige Schwierigkeiten. Ich versuche mal, die (für mich) darin enthaltenen Knoten (womit wir fast beim Thema wären) aufzulösen:

Verstehe ich richtig - sonst korrigiere mich bitte: Alles jetzt folgendes sind Thesen, die ich ganz gerne von Dir bestätigt hätte (oder aber widersprochen haben möchte):

  1. Eine Infektion irgendeiner Art führt zu angeschwollenen Lymphknoten (oder kann zumindest zu solchen führen).
  2. Es gibt hautoberflächen-nahe und hautoberflächen-ferne Lymphknoten
  3. angeschwollene Lymphknoten können Hals-/Schluckbeschwerden oder auch Zahn-/Kieferbeschwerden auslösen (Druckempfindlichkeit durch den Kehlkopf beim Schlucken oder durch das Kauen beim Essen).
  4. Der Druck auf die Lymphknoten muss nicht unbedingt durch die Finger/Hand ausgelöst werden, sondern kann auch durch andere Dinge (Kehlkopf, Beißen) entstehen
  5. Hautoberflächen-ferne Lymphknoten können geschwollen sein, aber man sieht dies nicht, da die zu tief unter der Haut liegen, als dass die Schwellung an der Oberfläche sichtbar wäre (kann man das evtl. mit anderen Mitteln sehen wie Ultraschall o.a.?)
  6. Die Lymphknoten schwellen von alleine wieder ab, wenn die Infektion vorüber ist.

So, nun kommt meine Schlussfolgerung:

Wenn diese oben genannten Punkte so stimmen, dann muss die Lymphknotenschwellung von einer Infektion herrühren.Natürlich liegt es nahe, die Lymphknoten und den Entzündungsherd räumlich nahe beisammen zu suchen, aber für mich ist dies nicht zwingend: Insbesondere, wenn die entsprechenden Fachärzte (HNO, Zahnarzt, Kieferorthopäde) keinerlei Entzündung feststellen können, so liegt für mich der Verdacht nahe, dass die Symptome Halsschmerzen, Kiefer-/Zahnschmerzen, die durch diese geschwollenen Lymphknoten ausgelöst werden, Sekundärsymptome sein KÖNNTEN. Das wiederum bedeutet doch, dass die Ursache, die Infektion, wo völlig anders innerhalb des Körpers zu suchen ist.

Also: geschwollener Lymphknoten und Infektionsherd ist innerhalb des Körpers räumlich nicht unbedingt nahe beisammen.

Zusatzfrage: wie ist in diesem Bereich die Rolle/Mitwirkung der Schilddrüse? Kann die da auch „mitspielen“?

Oder habe ich da irgendwo einen Denkfehler drin?

Ich habe nur versucht, dieses „Wenn-Dann-Spiel“ mit allen Möglichkeiten zu durchdenken.

Ach übrigens: einen besonderen Dank für den Link mit dem Schaubild, das sagt - in meinen Augen - viel mehr als große Erklärungen (auch wenn es aufgrund dieses Bildes recht schwer ist, festzulegen, welche Lymphknoten oberflächennah und welche oberflächenfern sind)

Ich würde mich freuen, wenn Du mir nochmal antworten würdest.

Dafür bedanke ich mich bereits im Voraus recht herzlich und einen schönen Tag wünscht

Alexander

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]