Erbrechen/Fieber/Krampfanfall/Komatös

Vorausgeschickt: Mein Mann hatte April 2007 eine Gehirnblutung, rechte Seite leicht eingeschränkt, Sprachzentrum gestört.
Musste meinen Mann heute mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus bringen lassen. Er hat in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag erbrochen, bekam Fieber. War mit ihm bei Hausarzt. Laut Blutbild hat er einen Infekt, der das Fieber (37,84) verursacht. Heute, gegen 19 Uhr, bemerkte ich, dass er im Gespräch an mir vorbeisah, als ob er micht nicht sehen konnte. Gegen 20 Uhr, er lag schon im Bett, spuckte er Blut (Zunge gebissen) und hatte die Augen verdreht, er erkannte mich nicht. In der Notaufnahmne sagte man mir, dass das normal sei, dass ein Schlaganfallpatient epileptische Anfälle bekäme und er jetzt komatös sei. Ich sollte mogen noch einmal anrufen. Meine Frage ist einfach nur: Was ist hier passiert? Heißt komatös, dass er nicht wieder aufwacht? Der Arzt in der Notaufnahme konnte mir noch gar nichts sagen, weil er nicht weiß, wie lange der Sauerstoffmangel bestand. Er hielt sich auch sehr zurück. Neue Gehirnblutungen gibt es aber nicht.
Christina

hallo christina,
schlaganfall: akute durchblutungsstörungen im gehirn mit neurologischen ausfällen (bsp. bewußtseinstrübung, sensibilitätsstörung, lähmung u.a.); es kann auch zu tagelanger bewußtlosigkeit kommen. es wird eine umfassende diagnostik durchgeführt und erst dann können dir die ärzte sagen- was als nächstes zu tun ist. meine empfehlung: wenn dein mann wieder bei bewußtsein ist- gleich mir ergotherapie, physiotherapie und logopädie anfangen, je früher je besser und da mußt du nerven ohne ende.
im koma werden patienten passiv durchbewegt und kontaktarbeiten durchgeführt ( seine hand zum gesicht führen und sagen: das ist dein auge, deine nase, dein mund usw) ich wünsche dir sehr viel kraft und ausdauer…liebe grüße konstanze

Hallo Christina,

ich hatte mich schon gefragt, was aus Euch beiden geworden ist. Das ist ja gar nicht schön zu lesen.

Heute, gegen 19 Uhr, bemerkte ich, dass er im
Gespräch an mir vorbeisah, als ob er micht nicht sehen konnte.
Gegen 20 Uhr, er lag schon im Bett, spuckte er Blut (Zunge
gebissen) und hatte die Augen verdreht, er erkannte mich
nicht. In der Notaufnahmne sagte man mir, dass das normal sei,
dass ein Schlaganfallpatient epileptische Anfälle bekäme und
er jetzt komatös sei.

Naja, normal nicht zwingend, eher sehr im Bereich des Möglichen, da fast jede Hirnschädigung auch wiederum Epilepsie möglich machen kann, meist durch Vernarbungen, welche er ja auch hat.
Das mit dem komatös mußt Du morgen unbedingt fragen, nach einem epileptischen Anfall kann es vorkommen, das man sehr lange sehr tief weg ist, wie in einem sehr tiefen und langen Schlaf, evtl meinte der Arzt das?.
In wieweit sie nun zu seinem Schutz in auch gleich noch in ein künstliches Koma gelegt haben, weiß ich nicht, frag es auf jeden Fall!
Das er nicht wieder, oder nie wieder aufwacht, heißt das aber lange noch nicht.
Das er keine weiteren Blutungen hat ist doch schon mal sehr gut.
Kannst Du denn abschätzen, wie lange er Sauerstoffmangel gehabt haben könnte?
Ich ahne, das es schwierig sein wird, heute Nacht etwas zur Ruhe zu kommen, aber versuche es, damit Du morgen Kraft für ihn hast.
Wenn Du zu ihm kannst, denk an das vom letzten Jahr. Berühre ihn, sprich mit ihm, streichel ihn, frag, ob Du Musik mitbringen darfst, seine Lieblingsmusik, eher ruhiges. Trag Dein gewohntes Parfum u.s.w.
Das ist zumindest ein Anfang.
Auf manchen Intensivstationen gibt es auch schon Physiotherapie, die auch bei komatösen Patienten möglich ist, frag danach.

Halt die Ohren steif!
Kathy