Hallo zusammen,
ich habe seit einiger Zeit extreme Rückenschmerzen und war deswegen beim Radiologen um ein MRT machen zu lassen.
Er hat mir darauf hin empfohlen, zu einem Neurochirurgen zu gehen.
Jetzt hat er mir den Befund mitgegeben, aus dem ich natürlich nicht schlau werde. Er hat mir zwar gesagt, ich hätte einen Bandscheibenvorfall, aber ob dieser operiert werden muss, könne natürlich nur ein Chirurg entscheiden. Nun habe ich diesen Termin erst in 3 Wochen, und würde nat. im Vorfeld gerne wissen, wie „schlimm“ es wirklich ist.
Klar, das hier niemand eine ärztl. Diagnose stellen kann, mir würde es schon reichen, den Befund in „Deutsch“ erklärt zu bekommen. Vielleicht kennt sich ja jemand aus.
Ich schreib mal, was drin steht:
" LWK4/5: flachkonvexigbogiger, dorsomedialer, subligamentärer Prolaps mit Einriss des Anulus fibrosus und leichter Impression des Duralsackes. Keine Seitenbetonung. Keine Wurzelkompression. Chondrose
LWK 5/S1: Kräftiger, dorsomedialer Prolaps mit deutlicher Impression des Duralsackes und leichter Linksseitenbetonung. Keine Wurzelkompression. Osteochondrosis intervertebralis Typ II nach Modic.
Keine Spinalkanalstenose, keine auffälligen Spondylatrosen.
Danke im Voraus
prikkelpitt
übersetzen nicht…
Hi,
ich habe das mit den Bandscheibenvorfällen nur immer wieder im KH und in der Reha mitbekommen.
Die Ergebnisse der Operationen leider nicht immer so, wie sich der Patient das vorstellt. Mittlerweile sind die sehr zurückhaltend mit den OPs geworden. Es gibt nur wenige Situationen, wo die ganz fix mit der OP dabei sind. Ich vermute mal, dass die Dich aber schon längst und viel schneller zum Arzt verfrachtet hätten wenn Du in einer solchen wärst.
Außerdem schreibst Du von Bildbefunden. Die sind oft zweitrangig. In erster Linie zählen Deine Beschwerden und der Leidensdruck. Du wirst ganz viele Leute finden, die einen BSV als Zufallsbefund haben. Von daher lass Dich gut beraten und such Dir in Ruhe Deinen Weg.
VG
Monroe
Hallo,
" LWK4/5: flachkonvexigbogiger, dorsomedialer, subligamentärer
Prolaps mit Einriss des Anulus fibrosus und leichter
Impression des Duralsackes. Keine Seitenbetonung. Keine
Wurzelkompression. Chondrose
Die Bandscheibe zwischen dem 4 und dem 5 Lendenwirbel hat einen Vorfall, der direkt in der Mitte nach hinten geht. Außerdem ist dort ein Band, das direkt vor dem Rückenmark an den Wirbeln verläuft, das ist noch in ordnung (kann auch reißen), aber der Anulus fibrosus, das ist ein Faserring, der das Innere der Bandscheibe drinnen halten soll, ist eingerissen, nicht weiter verwunderlich, sonst wärs kein Vorfall.
Es werden keine Nervenwurzeln von der Bandscheibe gedrückt.
Chondrose im Zusammenhang mit der Bandscheibe ist degenerative Veränderung des Knorpels, meist mit verminderter Höhe der Bandscheibe.
LWK 5/S1: Kräftiger, dorsomedialer Prolaps mit deutlicher
Impression des Duralsackes und leichter Linksseitenbetonung.
Keine Wurzelkompression. Osteochondrosis intervertebralis Typ
II nach Modic.
Weiter unten, zwischen dem letzten Lendenwirbel und dem ersten Kreuzbeinwirbel hast Du noch einen Bandscheibenvorfall. Dort wird eine Umhüllung des Rückenmarks (nicht das Rückenmark selber, das liegt hier auch nur noch in einzelnen Strängen, als Nerven vor) eingedrückt, eher nach links, aber auch keine Nervenwurzeln und die Gelenke zwischen den beiden Wirbeln sind auch etwas verschlissen.
Keine Spinalkanalstenose, keine auffälligen Spondylatrosen.
Das Rückenmark in seinem Kanal ist nicht bedrängt und Deine Gelenke zwischen den Wirbeln haben zwar Abnutzungen, aber noch keine komplette Arthrose.
Gruß
Kathy