Liebe Wissende, liebe selbst Betroffene!
Im August 08 habe ich mir bei einem Sturz eine „dislozierte Radixfraktur“ zugezogen. Auf Deutsch: das Handgelenk zertrümmert.
Die Knochenteile wurden operativ mit einer Platte fixiert, die Knochenheilung ist postitiv verlaufen, die Platte bereitet keine Probleme. KG und Ergotherapie hatte ich, soweit das möglich war.
Dennoch kann ich nach so langer Zeit das Handgelenk kaum nach rechts/links bewegen und nach hinten schon gar nicht. Ich kann keinen Löffel zum Mund führen, keinen Drehschalter bedienen, ich kann nichts tun, wo die Beweglichkeit im Handgelenk benötigt wird. Autofahren geht nur über eine kurze Distanz, danach schmerzt die Hand stundenlang. Daumen und Zeigefinger schmerzen, wenn ich z.B. einen Stift in die Hand nehme. Wenige Worte kann ich in Krakelschrift zu Papier bringen. Runde Behältnisse (Flaschen, Dosen ect.) festhalten geht ebenfalls nicht, da a) der Daumen „sperrt“ und b) die gesamte Hand dabei schmerzt, manchmal sticht. Eine kleine Schwellung auf dem Handrücken und eine Verhärtung an der Handinnenseite ist ebenfalls noch vorhanden.
Der behandelnde Doc - ein Orthopäde - schaut mich zunehmend zweifelnd an, vermutlich denkt er, ich simmuliere. Er verordnet keine physikalischen Behandlungen mehr, weil er findet, die bringen nichts (mehr).
Meine Frage: kommt das bei anderen Menschen auch vor, dass nach einem deratigen Bruch auch 5 Monate später noch solche massiven Einschränkungen in der Beweglichkeit der Hand bestehen, oder ist das höchst unnormal? Ich bin 53 Jahre alt.
Vielen Dank für Eure Antworten
Beste Grüße
Maralena
Guten morgen!
Wenn die Knochenteile am Handgelenk mit einer Platte fixiert worden sind, schränkt vielleicht die Platte die Bewegung ein?! Eine Handgelenksbewegung nach hinten oder von rechts nach links kann durch die Platte beeinträchtigt sein. Vllt. sollte man den Orthopäden mal fragen ob man die Platte wieder entfernen kann wenn die Knochenheilung gut verlaufen ist und dann nochmals mit physikalischen Maßnahmen (KG) anfangen.
Auch guten Morgen!
danke für Deinen Hinweis, aber die Platte oder deren Schrauben sind wohl nicht schuld daran. Ich war zusätzlich noch bei einem Handchirurgen. Der hat auch nur die Acheln gezuckt, was die Prognose betrifft.
Mir würde schon helfen, wenn ich wüsste, dass derartige Beeinträchtigungen nach 5 Monaten nicht ungewöhnlich sind.
Einen schönen Tag wünscht Dir
Maralena
Nochmals guten morgen!
Hast du denn schon mal über einen Arztwechsel nachgedacht? Es liest sich eher ungewöhnlich das nach 5 Monaten noch Bewegungseinschränkungen bestehen trotz physikalischer Maßnahmen und guter Knochenheilung. Deshalb dachte ich eher an die Platte und die SChrauben die die Bewegung einschränken. Vllt. sollte man doch über eine Entfernung nachdenken wenn der Knochen gut geheilt ist. Erscheint mir, gerade was die Bewegungsfreiheit angeht, erstmal am sinnvollsten. Ich würde evtl. mal raten einen anderen Orthopäden aufzusuchen bzw. vllt. auch die Möglichkeit nutzen (wenn vorhanden) sich in einer Sprechstunde vom Operateur vorzustellen.
Danke, Jessy,
leider ist die Sache mit dem Arztwechsel nicht so einfach. Es war ein Arbeitsunfall, da geht alles nur nach Vorgaben/mit Erlaubnis der BG. Die haben schon die zusätzliche Begutachtung durch einen Handchirurgen befürwortet. Aber wenn zwei Fachärze nur mit den Schultern zucken und sagen „das kann dauern“, so frustriert mich das. Ich kann meine Hand nicht wirkich gebrauchen…
Herzlichen Dank für Deine Überlegungen!
Maralena