Wechs Bluthochdruck, extr. Hautaussch, Haarausfall

Sehr geehrte Forumsmitglieder,

Seit längerer Zeit bemerke ich bei mir einzelne Symptome, die teilweise nur störend, andere aber schmerzhaft waren, jedoch dann einige Jahre wieder verschwanden. Vor kurzen häuften sich zusätzliche Beschwerden, die einen Klinik-Aufenthalt und den Besuch von mehreren Fachärzten erforderlich machten. Und die alten, vergangenen, Beschwerden tauchen jetzt auch wieder vermehrt auf.

Ich möchte die Angelegenheit hier einmal in chronologischer Reihenfolge darstellen.

Hoher Blutdruck war bei mir noch nie ein Thema. Vor etwa 3 Jahren ließen wir nach „roten“Kopf einmal den Blutdruck in der Apotheke testen. Folge war hoher Blutdruck so etwa 150/100. Bei einem Arzt bekam ich daraufhin Preterax 1 x 2/0,625. Nach längerer Zeit mit hohen/niedrigen Blutdruck sollte ich die Tab. wieder weglassen. Nachdem der Druck wieder anstieg nahm ich diese Tab wieder seit etwa 1 Jahr.

Etwa im gleichen Zeitraum(3Jahre) hatte ich manchmal Magenknurren. Nicht nach dem oder ohne Essen oder so, sondern einfach so ein trockenes Knurren. Meistens nachts im Bett. Das Knurren konnte man sehr laut durch die Bettdecke hören. Kann ich jetzt schlecht beschreiben, so etwa 1 Knurrvorgang in 2 sec, einer nach dem anderen und das etwa 30 min lang. Das Ganze etwa 2-3 Tage pro Woche. Nach einigen Monaten war es wieder weg. Sonst hatte ich noch nie Magenprobleme und kann essen was ich will.

Auch in diesem Zeitraum hatte ich manchmal Schluckbeschwerden. Nicht nur trockene Speisen, sondern auch alle Getränke blieben dann irgendwie im Kehlkopf hängen bzw. bereiteten dort heftige, brennende Schmerzen. Ähnlich wie Sodbrennen, kam nur nicht vun unten, spielte sich nur im Kehlkopf ab. Wie gesagt nur manchmal, so etwa 1-2 Tage pro Woche. (Magen- und Darmspiegelung folgten o.B.)

Im Bereich des Brustbeins (hoffentlich heißt das so), dort wo unter der Brust die Rippen zusammengeführt sind, hatte ich einmal nachts einen heftigen Schmerz, der dort stark brennend anfing, sich kreisförmig bis zum Kinn ausbreitete und nach 5 min. wieder verschwunden war.

Diese Schmerzen, jedoch nur als Druckgefühl, also nicht brennend kamen manchmal wieder, zogen sich in den linken Arm. Der Verdacht auf einen Herzinfarkt konnte jedoch in einer Klinik ausgeräumt werden.

In den 2 oder 3 Wintern in dieser Zeit bekam ich zu meiner sonst trockenen Haut sehr trockene Haut um das Auge herum, also nicht die Lider, sondern der Kringel ober und unterhalb der Lider ums Auge herum war extrem trocken, rissig, teilweise etwas aufgerissen und blutig, manchmal sah der Tränensack aus wie Krokodilshaut und es brannte sehr stark. Zuerst war nur das linke Auge betroffen, 1 Jahr später beide Augen.
Die Ärzte brachten das in Verbindung mit der trockenen Winterluft und empfahlen Cremes.
Doch alle Creme, auch die unparfümierten, brannten wie Feuer. Auch die Cortisoncreme. Etwa im Frühling war es wieder weg.

Begleitet wurde diese Zeit immer wieder von Kopfschmerzen.

Seit etwa vor 1 Jahr verschwanden diese Symptome bis auf den wechselnden Blutdruck und die Kopfschmerzen.

Ab Okt 2008 kamen neue Symptome hinzu. Zuerst fiel die extreme trockene Schuppung der Kopfhaut unter dem Kopfhaar (ohne Schnurbart und Bart ) auf. Bei vollem, bereits ergrauten Haar, kann man seitdem Schuppen an Schuppen erkennen. Die Salben der Ärzte und die besonderen Shampoos halfen überhaupt nichts. Auch nach dem Waschen schuppte es sich weiter wie 5 min. zuvor . Wenn ich mit den Händen durch das Haar fahre, schneit es wie Schnee herunter. Ich kann keine dunklen Pullis mehr tragen, weil die durch die herabfallenden Schuppen alleine durch die Kopfbewegungen derart unansehnlich werden.

Außerdem juckt und brennt seitdem die Kopfhaut wie die Hölle und ich könnte nur noch kratzen.
Wenn man mit der Fingerspitze vom Schädel direkt hinter den Ohren ins Haar entlang fuhr, konnte man eine paar Millimeter hohe Stufe zur Kopfhaut unter den Haaren feststellen. Dort war die Kopfhaut entweder geschwollen, wenn ich auch manchmal den Eindruck habe zwischen Kopfhaut und Schädel befindet sich ein Flüssigkeitspolster. Verstärkt wird dieser Eindruck durch etwas Feuchtigkeit an den Fingern beim Kratzen im Bereich hinter den Ohren bzw. durch Dellen, die man in das Polster drücken kann und sich nur langsam zurückbilden. Die Oberfläche der Kopfhaut war und ist immer trocken.

Dann etwa Mitte November 2008, ereignete sich etwas Seltsames.

Was ich jetzt beschreibe ist nur eine Empfindung, aber so fühlte es sich eben an.
Zuerst war es ein Brennen mitten im Kopf, also so etwa 10 cm von der Nasenspitze nach innen, so als würde irgendeine kleine Kapsel, gefüllte mit heißer Lava, scharf brennend auch wie Pepperoni, plötzlich aufplatzen und die Flüssigkeit verteilt sich kreisförmig, jedoch mehr nach unten, wie eben ein Flüssigkeit unter dem Einfluss der Schwerkraft. Auf einmal brannte die Haut außen an den Kinnknochen des Unterkiefers sehr stark. Danach zog sich ein Juckreiz von Schulter zu Schulter um den ganzen Körper herum, begleitet von kleinen roten Pünktchen. An den Unterseiten der beiden Unterarme bildeten sich zwei kräftigrote Streifen etwa 2 cm breit,25 cm lang, bestehend ebenfalls aus roten Pünktchen, dicht an dicht.

An der Oberseite der Unterarme entstanden ebenfalls stark juckende Flächen.
Die immaginäre Flüssigkeit floß immer weiter nach unten, es enstanden im Bereich, wo man sonst einen Gürtel trägt eine juckende Zone rings um den Körper.

Weiter unten bildeten noch der Rist der beiden Füße eine extrem Juckstelle.

Nach einiger Zeit hörte der sehr starke Juckreiz an den beschriebenen Flächen auf, dafür juckte jetzt der gesamte Körper. Die roten Pünktchen verschwanden, dafür war jetzt die ganze Haut etwas rötlich verfärbt.

Der TSH Wert der Schilddrüse wurde bei einer Blutuntersuchung zu dieser Zeit mit 0,51 gemessen, was ja an der Grenze zur Überfunktion liegt. Vom Arzt aus sollte ich keine L-Thyrox einnehmen.

Im Kopf singt es in höchsten Tönen ( möglicherweis abhängig vom BD) und ich habe das Gefühl, als wenn er mit Druck aufgeblasen wäre.

Manchmal drückt es mir die Adern an den Händen so richtig dick raus, normalerweise sieht man sie kaum. Auch meine ich, die Finger würden platzen.
Am 27.12. bekam ich plötzlich in normaler Umgebung zwei eiskalte Hände, und das bei hohem Blutdruck und obwohl ich normalerweise noch nie kalte Hände hatte. Irgendwann nachts im Schlaf muß sich das wieder normalisiert haben, aber am nächsten Tag waren sie beide wieder kalt. In der nächsten Nacht merkte ich, wie wenn ein Heizungsregler auf „warm“ gestellt würde, wie die Hände in ein paar Minuten wieder warm wurden. Seitdem geht das so. Warm –kalt-warm kalt.

Am 30.12. 2008 kam ich mit hohen Blutdruck für 4 Nächte in die Klinik, wobei das Blut, das Herz kardiologisch untersucht wurde (ohne schlechten Befund), und die Blutdrucktabl. Blopress 8 verschrieben wurden.

Der TSH Wert wurde jetzt 6 Wochen später mit 4,91 angegeben.

War einer der beiden Werte ein Messfehler, oder kann sich dieser Wert in so kurzer Zeit sich so stark verändern?

Nachdem Klinikaufenthalt musste ich meinen Hausarzt erkären, was ich gerne untersucht hätte.
-Schilddrüse
-Hypothalamus MRT_
-Herz als Nachbehandlung zum Klinikaufenthalt
-Nieren

Ergebnisse: Die Blutdrucktabletten wurden wegen hohen Druck nochmals erhöht auf
Blopress 16 / 12,5

TSH = 2,91 soll jetzt 50 L-Tyrox nehmen Schildrüse i.O.

Hypothalamus MRT_soll alles i.O. sein

Nieren steht noch aus

Mittlerweilen kommen noch die allerersten o.g. Symptome dazu. Außerdem fallen mir die Haare aus. Die Hände werden nicht nur kalt, sondern sie bizzeln auch,als wären sie eingeschlafen. Der Blutdruck ist trotz 2 mal erhöhter und eingestellter Menge immer noch zu hoch, bzw. danach wieder zu niedrig. Schwankt also nach wie vor extrem.

Hat ein Forumsmitglied einen Ansatz, was hier zu testen wäre bzw. welcher Arzt aufzusuchen wäre?

Mein Arzt hat keine weiteren Vorschläge!

Auch bin ich mir nicht sicher in welchem Forum dieser Beitrag eingestellt werden sollte.

Parallel muß ich noch erwähnen, dass ich manchmal Schwindel fühle, so etwa wenn man mit geschlossenen Augen in der Dusche stehe, das Gleichgewicht zu verlieren. Beim Treppab Laufen in einem großen Treppenhaus kann ich nicht mehr so schnell wie früher die einzelnen Stufen herunterlaufen, da kommt irgendwie die Motorik nicht mehr mit, ich muß langsamer, halt normal, tun und mich am Handlauf sichern.

Mitterweile nehme ich noch Schüsslersalze C,K, M konnte aber keine Verbesserung erkennen.

Ich bin 52/1,91/ 93, sonst bis jetzt alles ok

Vielen Dank

Gruß
Gerd

Hallo Seebaer,

also, das was Du da schreibst, ist schlimm. Vor allem auch, weil die Ursache alles andere als eindeutig ist.

Ein Vorschlag (ich sag nicht, dass das des Rätsels Lösung ist, aber vielleicht ist es es wert, abgeklärt zu werden - ich hoffe sogar für Dich, dass dieser Vorschlag nicht zielführend ist, denn es ist eine heimtückische Krankheit):

Setze diesen Text mal in das Borreliose-Forum des Deutschen Borreliose Bundes.
Borreliose ist auch eine Krankheit mit extrem vielen Symptomen unterschiedlichster Art, wenngleich einige Deiner Symptome mir von der Borre unbekannt erscheinen. Aber wie gesagt, dort sitzen die Experten, die können das viel besser beurteilen als ich. Und vor allem: Es ist ein Versuch, der nichts kostet und keine Nebenwirkungen (wie Medikamente) hat.

Hier der Link:
http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

ich hoffe für Dich, dass am Ende rauskommt: Nein, es ist keine Borreliose

Einen schönen Abend und viel Erfolg und schnelle Besserung wünscht

Alexander