Hi,
danke für die weiteren Informationen.
- Seltsames Verhalten ja = zunehmende Depressivität wegen der
Probleme mit den Beinen ( Durchblutungsstörungen,
Schaufensterkrankheit )
das kann man nachvollziehen. Wenn die Beine nicht mehr mitmachen und man merkt, es stimmt was nicht, gerät man in Sorge. Würde jeder denke ich.
- Probleme mit der Abheilung durch mangelnde Durchblutung. Es
musste 2 mal nachamputiert werden.
Wenn der Familienangehörige auch noch an Diabetes leidet, ist es schon fast kein Wunder, dass Wundheilungsstörungen auftauchen. Sehr viele der sog. pAVK Patienten haben Wundheilungsstörungen, weil die Durchblutung und somit die nötigen „Bausteine“ für die Wunde nicht dorthin transportiert werden können, wo sie eigentlich hingehören.
- Über Demenz haben wir Ende letzten Jahres nachgedacht, als
ein Übergang zur zeitweisen Apathie festzustellen war. Apathie
= zeitweises geistiges wegtreten, fehlende Ansprechbarkeit von
einer Sekunde zur anderen.
Das muss abgeklärt werden. Geistiges wegtreten, plötzliche fehlende Ansprechbarkeit muss keine Demenz bedeuten; ohne ihn näher zu kennen und ohne die Vorerkrankungen zu kennen, kann das z.b. auch auf Kreislaufinstabilität, Blutdruckschwankungen, Herzprobleme etc deuten. Aber solche eine Aussage kann nur nach einer eingehenden und gründlichen Diagnostik erfolgen (die im KH vermutlich bereits erfolgt ist, wenn er schon so lange dort ist).
- Die Arztgespräche waren bisher wenig ergiebig. Erstens
bedingt durch den Wechsel zwischen 3 Stationen, zweitens wegen
des Wechsels der Ärzte. An einem Tag habe ich zwei
verschiedene Ärzte sprechen können/ müssen.
Stationsärzte sind immer im Stress. Den zuständigen Arzt bitte nochmals ansprechen und sich ggfs einen festern Gesprächstermin geben lassen. Sagen, dass man sich Sorgen macht.
Der Wechsel zwischen den Stationen sollte kein Problem sein, da die Ärzte untereinander sich Verlegungsberichte schreiben, Unterlagen mitgegeben werden, damit der Informationsfluss nicht abreisst.
- Da wir bisher immer am Wochenende da waren, erschien es mir
als würde sich der geistige Zustand von Freitag über Samstag
hin verschlechtern. Meine Frage an die Ärzte/ Pfleger zu
diesem Thema „zugedröhnt“ wurde so beantwortet, das man ihm
das geben würde, was er verlangt. Ich weiss aber, dass er
zeitweise richtig viel bekam. Letztlich ist es mir für ihn
lieber so, als das bewußte wahrnehmen und das Leiden, das
daraus folgt.
„Was er verlangt“ ist natürlich eine sehr diffuse Aussage. Wenn man nicht weiss, was er für Medikamente kriegt, kann man auch nicht sagen, was ihn davon eventuell „zudröhnt“.
Ich will nur wissen, was die Ursache für dieses Verhalten
sein könnte.
Das wird, denke ich, durch diese Form der Kommunikation nicht möglich sein. Rede mit dem Stationsarzt so, wie du es hier getan hast. Nicht lockerlassen, nachhaken. Aber dabei bedenken, dass mancherorts ein Arzt für 30 Patienten zuständig ist wovon der Familienangehöriger einer davon ist. Daher: am Ball bleiben.
Alles Gute,
levi