Hallo zusammen
(um meine frage kurz zu gestallten lasse ich größere ausführungen weg)
folgendes:
Meine schwester hat zum 2. eine psychose,
sie ist vor einer woche in die klinik gegangen.
da konnte ich noch normal mit ihr reden.
jetzt ist sie am bett gefesselt und „summt“ nur noch wirres zeug,
sie muss gefüttert werden.
Ich kann mir nicht vorstelles das das eine gute behandlung sein kann!
Frage:
gibt es „alternative“ oder ander behanlungs einrichtigungen als
eine normal Psychiatrie?
MFG
Hallo Du,
es tut weh, so etwas zu lesen.
Dir zu sagen, wie ich über eine solche Behandlung eines psychisch bedürftigen Menschen denke, würde den Rahmen hier sprengen.
Ich empfehle Dir als Einstieg (sag nicht leider oder nur!) ein Buch:
Carlo Zumstein, „Reise in die Finsternis“.
Bitte verliere nicht das Vertrauen darin, dass es menschenwürdigere Behandlungsmethoden gibt.
Liebe Grüße, Susanne
Hallo,
Um Gottes Willen, kümmer dich um deine Schwester. Geh die behandelnden Ärzte löchern. Schreib dir notfalls auf, aus welchen Gründen die Gute fixiert ist. Oder nimm jemanden mit, der sich in der medizinischen Terminologie besser auskennt, wenn nötig.
Normalerweise werden Patienten nur aufgrund von massiver Fremd- und Eigengefährdung gefesselt. Also wenn sie entweder Amok laufen oder schon auf dem Dach stehen.
Leider aber auch manchmal, um das chronisch unterbesetzte und daduch vollkommen überforderte Personal zu „entlasten“. Mir sind Fälle zu Ohren gekommen, in denen eine Schwester für 20 Patienten zu sorgen hatte und nur ein Arzt für die gesamte Abteilung mit 3 Etagen und insgesamt knapp 60 Kranken im Alleingang zu sorgen hatte.
Und zwar in der Jugendpsychiatrie. Und nicht inner dritten Welt. Stichwort chemische Zwangsjacke. Das wirre Summen deiner Schwester wär ein Indiz.
Aber du solltest das auf der Stelle klären.
Gruß und alles Gute
Annie
Hallo, ich denke ein Buch über BEwältigungsstratiegen bei Depressionen ist nicht gerade für eine Psychose geeignet.
Ein bisschen kommt es auf die Art der Psychose an, was man der UP wirklich an BEhandlungsalternativen raten kann. Schamanische Reisen sind nicht immer sinnvoll. Eine GEsprächs oder VEhaltenstherapie, Ergotherapie etc., also normale Psychotherapie u. stationäre BEhandlungen, sind Alternativen, die evtl erst mal versucht werden sollten und vermutlich auch angedacht waren bei dieser Unterbringung.
Aber ich würd ebenfalls eher sagen, schau dir die Klinik genauer an, wie ist es da mit der Besetzung, wie werden andere PAt. behandelt, frag den Arzt wieso das nötig wurde und wann man die MEdikation wieder drosselt. Frag welche anderen Behandlungen gemacht werden oder werden sollen etc.
Versucht dass einer aus der Familie die gesetzliche Vormundschaft über deine Schwester bekommt (FAmiliengericht, vermutlich Stellungnahme des beh. Arztes nötig, also den nicht gleich vergretzen, sondern erst die Vormundschaft durchbringen und dann kann man sich mit ihm anlegen), der Vormund kann sich dann auch für eine menschenwürdigere Unterbringung einsetzen oder auch zusehen, dass die Klinik gewechselt wird. Er hat dann Anrecht auf alle Informationen, die normalerweise nur dem Patienten zustehen.
Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass Fixierung und Sedierung zu jenem Zeitpunkt wirklich sinnvoll gewesen sind.
Gruß Susanne
Hallo
Leider weiß ich nicht genau, was eine Psychose ist.
Ich denke mal, Du solltest einen fachkundigen Arzt hinzuziehen, um eine zweite Meinung zu erhalten.
Ich meine auch, man müßte das Krankenhaus irgendwie zur Rede stellen können, was die Redefähigkeit, das fehlende Sprechen betrifft.
Eins kann ich Dir aber versprechen: Rechtswege oder so was wie Eingeständnisse von Fehlern behandelnder Ärzte sind äußerst schwierig zu erhalten.
MfG
Matthias